Letzter Ausweg: Libertärer Populismus?
Die Misere der FDP macht ein grundsätzliches Dilemma des Liberalismus sichtbar: Er droht zwischen technokratischer Routine und libertärer Rhetorik zerrieben zu werden.
Ist die Demokratie in der Krise oder steht sie vor einer Chance? Ein ausgeruhtes Streitgespräch mit dem Historiker Jörg Baberowski über die Frage, was gerade auf dem Spiel steht.
Die Misere der FDP macht ein grundsätzliches Dilemma des Liberalismus sichtbar: Er droht zwischen technokratischer Routine und libertärer Rhetorik zerrieben zu werden.
Die Cancel Culture beim NDR zeigt, welches Meinungsklima mancherorts in der ARD herrscht. Das Absägen einer unliebsamen Moderatorin ist an Doppelmoral und Verlogenheit nur schwer zu überbieten.
Das US-Außenministerium gibt Deutschland in seinem Bericht zur Lage der Menschenrechte schlechte Noten. Das ist üble Trump-Propaganda. Ein Punkt des Reports indes berührt einen wunden Punkt.
Eine Befragung in acht europäischen Staaten bietet nur einen bescheidenen wissenschaftlichen Ertrag.
Gefühle ersetzen in politischen Debatten zunehmend die Argumente. Wie konnte das passieren? Und warum glauben viele, dass Empathie und Betroffenheit wichtiger sind als nüchternes Denken? Ein Essay.
Elend und Gefährlichkeit des Populismusbegriffs: Warum die Inflation seines Gebrauchs der Demokratie schadet.
Die Gegenseite fest im Blick: Johannes Hillje plädiert für eine demokratische Emotionskultur, um Populisten das Wasser abzugraben.
Sogar Gott darf auf dem Evangelischen Kirchentag in Hannover widersprochen werden. Aber wie ist es mit Luisa Neubauer, Angela Merkel oder Winfried Kretschmann?
Es läuft für die Staatsreformer um Thomas de Maizière und Andreas Voßkuhle. Nach dem Bundespräsidenten hat sich auch der Koalitionsvertrag hinter ihr Projekt gestellt. Es repräsentiert ein latent undemokratisches Politikmanagement.
Ein funktionierender Staat verhindert Extremismus. Nicht offene Grenzen und Ungleichheit sind die Hauptgründe für den Erfolg autoritärer Populisten, sondern fehlender Zugang zu Bildung, Mobilität und Ämtern.
Das US-amerikanische Netzwerk MeidasTouch stellt sich aggressiv gegen Trump. Mit einer Flut simpler Botschaften will es die Demokratie retten. Aber ist dies das richtige Mittel gegen rechte Medienstrategien?
Deutschland nach dem Wahlkampf: Es bleibt die ernüchternde Einsicht, dass wir zwar Populismus, aber keine populären Politiker haben. Außer Sorgenfalten nichts gewesen als mediale Spesen?
Annullierte Wahlen, verbotene Gebete, unterdrückte Meinungen – Trumps Vizepräsident hat in München ein angeblich verkommenes Europa beschrieben. Worauf gründet er das? Und was ist dran?
Das Ende der politischen Mitte: Die Union habe den „Schulterschluss“ mit der AfD vollzogen, nun stünden beide Parteien als „geeinte Rechte“ da. Das jedenfalls behaupten zwei Juristen – und plädieren für eine Linksfront aus SPD, Grünen und Linken.
Hitler war links, Lenin ein Liberaler: Welche Rolle spielt Geschichtspolitik in den Strategien der Neuen Rechten und Populisten? Der Historiker Volker Weiß warnt vor einem Angriff auf die demokratische Gegenwart.
„Kommunist“, „Populist“ und alles ist irgendwie „Krise“ – Schlachten auf X und bei Lanz werden mit Begriffen ausgefochten. Und die verkommen dabei zu giftigen Worthülsen, sagt Historiker Harold James. Hat er ein Gegenmittel?
Friedrich Merz spricht über Sport – und erzählt Unsinn: über die Bundesjugendspiele oder die Reform im Jugendfußball. Bleibt zu hoffen, dass es ein Sportminister besser weiß als der CDU-Kanzlerkandidat.
Die Wahlerfolge der AfD hängen auch damit zusammen, dass viele Bürger den Eindruck haben, im politischen Entscheidungsprozess abgehängt zu sein. Weshalb also nicht mehr direkte Demokratie wagen? Teil eins unserer Serie zur Demokratiereform.
Nach der Wahl Donald Trumps und vor der Bundestagswahl steht fest: Hinter den Angriffen auf das liberale Wahrheitsregime steckt eine politische Strategie. Dabei ist das sogenannte „Bullshitting“ noch schlimmer als Lügen.
E-Mobilität, Raumfahrt, Kommunikation – und nun auch noch im Team Trump: Der reichste Mann der Welt wird immer mächtiger. Manche Regierungen suchen besondere Nähe.
Der Rechtspopulismus ist eine Gegenbewegung zur Globalisierung. Das gilt nicht nur für Amerika, sondern auch für Europa. Nur Konservative können ihn noch aufhalten.
Trotz Frankreichs Schuldenberg sieht der frühere EZB-Präsident Jean-Claude Trichet die Solidität der Eurozone nicht in Gefahr. Gleichwohl mahnt er die Europäer zu tiefgreifenden Reformen.
Mit Weidel und Wagenknecht haben Feministinnen nicht gerechnet. Sie treten gegen die Männerriege der etablierten Parteien an – und wollen eine andere Republik.
Im ARD-Experiment „Der Autokraten-Code“ bauen Experten mit KI einen Populistenpolitiker. Leider werden diejenigen, die dazu am meisten zu sagen hätten, nicht aufgerufen. Sonst wäre auch kein Rätsel, warum der neue Führer „Weber“ heißt.
Frei flottierende Unzufriedenheiten: Kolja Möller spürt den Ursachen populistischer Spielarten nach.
Die Gründung des BSW muss vor allem die SPD und die CDU in Baden-Württemberg beunruhigen: Denn wegen vieler Insolvenzen gärt es in den Betrieben der Auto-Industrie.
Manche Kommentatoren wünschen sich, die Rede vom Populismus möge aufhören. Sie haben unrecht. Ein Plädoyer für den weiteren Gebrauch des umstrittenen Begriffs.
Was kann Elon Musks Robotertaxi? Milton“ nimmt Kurs auf Florida. Und: Boris Johnson albert sich durch seine Memoiren. Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter.
Katharina Dröge, die Ko-Fraktionsvorsitzende der Grünen, spricht nach den ernüchternden Wahlen im Osten über Migration, Abschiebeflüge – und den „unverantwortlichen“ Friedrich Merz.
In Thüringen und Sachsen wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Die Ampel zieht Konsequenzen aus Solingen. Und im deutschen Fußball schließt das Transferfenster. Der F.A.Z. Newsletter
Er wolle sich „in die Verantwortung nehmen lassen“, sagt der Vizekanzler. Annalena Baerbock hat bereits erklärt, 2025 auf die Kanzlerkandidatur zu verzichten.
China, Russland, Iran und Nordkorea – agressive Autokratien schüren Selbstzweifel im Westen. Völlig zu Unrecht, sagt der Ökonom Holger Schmieding. Und zeigt, warum sich der Westen vor Putin und Co. nicht fürchten muss.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht könnte für die CDU zum Problem werden. Denn die Partei füllt eine Lücke im Angebot der etablierten Parteien – mit links-konservativen Positionen und einem kräftigen Schuss Populismus.
Die CSU will arbeitslose Ukrainer ausweisen, um Bürgergeld-Anreize zu verringern. Dafür erntet sie viel Widerspruch – von den Jesuiten bis zum Bundesjustizminister: Die Gründe seien andere als Dobrindt glaubt.
Argentiniens Präsident Javier Milei bekommt die Hayek-Medaille verliehen. Eine Sternstunde für Liberale – sofern sie mit Rechten keine Berührungsängste haben.
Die Proteste gegen die AfD Anfang des Jahres waren die größte soziale Protestwelle der Bundesrepublik. Angesichts des Rechtsschwungs bei den Europawahlen fragen sich viele jetzt: Haben sich die Demos nicht gelohnt?