Nach dem Schalit-Effekt
Nach dem Gefangenenaustausch mit Israel will die Hamas beim Versöhnungstreffen mit der Fatah die politischen Früchte ernten. Die Islamisten sehen sich als Sieger. Bei den Bewohnern des Gazastreifens ist die Freude verpufft.
Nach dem Gefangenenaustausch mit Israel will die Hamas beim Versöhnungstreffen mit der Fatah die politischen Früchte ernten. Die Islamisten sehen sich als Sieger. Bei den Bewohnern des Gazastreifens ist die Freude verpufft.
Ein Mausoleum hat er schon, bald bekommt Jassir Arafat auch noch ein Museum. Der tote PLO-Chef erinnert die Palästinenser an bessere Zeiten: als sie noch gemeinsam kämpften.
Die Ankündigung Israels, als Reaktion auf den Unesco-Beitritt der Palästinenser den Siedlungsbau zu forcieren, ist von der Bundesregierung und der EU scharf kritisiert worden. Regierungssprecher Seibert sprach von „völkerrechtswidrigen“ Aktivitäten.
Bei der Hizbullah herrscht das Führerprinzip, bei der Hamas eine Kollektivführung - was es dem BND so schwer machte, die Schalit-Verhandlungen zu Ende zu führen.
Die SPD kritisiert das deutsche Votum gegen eine Unesco-Mitgliedschaft Palästinas. Für den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Erler steht Deutschland in Europa „wieder als handlungsunfähig da“.
Nach der Aufnahme der Palästinenser in die Bildungs- und Kulturorganisation der Vereinten Nationen haben die Vereinigten Staaten ihre Zahlungen an die Unesco ausgesetzt. Washington ist einer der größten Beitragszahler.
In den beiden vergangenen Tagen sind aus dem Gazastreifen mehr als 30 Raketen auf Israel abgeschossen worden. Die israelische Luftwaffe griff Ziele im Gazastreifen an, dabei sollen zehn Menschen getötet worden sein.
Knapp zwei Wochen nach dem Gefangenenaustausch ist neue Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern ausgebrochen. Israel bombardierte den Gazastreifen und wurde von dort mit Raketen beschossen.
Die Hamas versucht sich nach dem Gefangenenaustausch als nationale Führungskraft aller Palästinenser darzustellen. Sie lässt die Fatah von Abbas aber generös mitfeiern.
Der Landesverband verteidigt Pressesprecher Hufgard gegen den Vorwurf, er unterstütze Linksextreme.
Gilad Schalits erste Schritte in die Freiheit sind unsicher. Die Prozedur seiner Freilassung ist so kompliziert wie die Verhandlungen über den Austausch.
Am Ende waren es die Ägypter, die den Gefangenenaustausch zustande brachten, an dem Vermittler aus der Türkei, Frankreich und Deutschland zuvor gescheitert waren.
Die komplexe Entscheidungsstruktur innerhalb der Hamas und die ägyptische Revolution brachten ihn um den Erfolg seiner Früchte: Der BND-Vermittler Gerhard Conrad bleibt „Mr. Hizbullah“.
Der israelische Soldat Gilad Schalit ist nach seiner Freilassung in seinem Heimatort im Norden Israels eingetroffen. Im Gegenzug übergab Israel 477 palästinensische Gefangene an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.
Der Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas ist angelaufen. In den nächsten Stunden soll der 2006 entführte Soldat Gilad Schalit nach Israel zurückkehren - im Tausch gegen 1027 palästinensische Gefangene.
Hat das Oberste Gericht keine Einwände, wird der israelische Soldat Gilad Schalit am Dienstag im Austausch für 1027 inhaftierte Palästinenser freikommen. 79 Prozent der Israelis befürworten dies.
Der Gefangenenaustausch mit Israel lässt viele Palästinenser nach jahrelanger Haft in die Heimat zurückkehren. Doch viele werden im Gefängnis bleiben müssen.
Vor fünf Jahren hat ein Terrorkommando den jungen Soldaten verschleppt - nun soll er freikommen. In Israel warten nicht nur seine Eltern sehnsüchtig.
„Sieg für den Terror und die Hamas“: Der geplante Gefangenenaustausch mit dem entführten Soldaten Schalit ist in Israel und in den Palästinensergebieten auf Kritik gestoßen.
Nach mehr als fünf Jahren in der Gewalt der Hamas soll der Soldat Gilad Schalit nach Hause kommen. Dafür zahlt die Regierung Netanjahu einen hohen Preis.
Die Grundlagen des Deals legte ein Deutscher: Gerhard Conrad, Chef des BND-Leitungsstabs, vermittelte bis zuletzt zwischen Hamas und israelischer Regierung.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa soll der von der Hamas verschleppte israelische Soldat Gilad Schalit sich bereits in Ägypten befinden. Am Dienstag hatte die Hamas seine Freilassung im Tausch gegen rund tausend palästinensische Gefangene angekündigt.
Der vor mehr als fünf Jahren entführte israelische Soldat Gilad Schalit könnte bald freigelassen werden. Die Hamas kündigte an, dass Israel im Gegenzug tausend palästinensische Gefangene auf freien Fuß gesetzt werden sollen.
Totgesagte leben länger: Die amerikanische Künstlerin Taryn Simon beeindruckt in der Neuen Nationalgalerie Berlin mit ihrem Projekt „A living man declared dead“, weil sie die Bildtradition der Porträts verändert.
Zankapfel Ostjerusalem: Gerade hat das Nahost-Quartett Israel und Palästinenser zu neuen Friedensverhandlungen aufgerufen, da genehmigt die israelische Regierung den Bau von 1100 neuen Wohnungen im Ostteil der Stadt.
rüb./hcr. WASHINGTON/JERUSALEM, 27. September. Der UN-Sicherheitsrat wird an diesem Mittwoch abermals über den Antrag der Palästinenser sprechen, als 194. Mitgliedstaat in die Vereinten Nationen aufgenommen zu werden.
Der palästinensische Chef des Kabuler Büros des Senders Al Dschazira hat zugegeben, Kontakte zur islamistischen Hamas zu unterhalten. Samer Allawi war vor sechs Wochen bei der Rückreise von einem Familienbesuch im Westjordanland von der israelischen Armee festgenommen worden (F.A.Z.
An diesem Montag wird sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Antrag der Palästinenser auf Vollmitgliedschaft befassen. Die Obama-Administration ist bestrebt, ein Veto und damit eine offene Konfrontation zu vermeiden.
Bei der Rückkehr nach Ramallah wird Präsident Abbas mit Jubel empfangen, als wäre Palästina schon ein vollwertiger UN-Mitgliedstaat. Die Enttäuschung über das Nahost-Quartett hingegen ist groß.
In New York hat Abbas einen großen Auftritt vor den Vereinten Nationen und übergibt dem UN-Generalsekretär den palästinensischen Beitrittsantrag. In Ramallah bejubeln sie ihn derweil beim „Public Viewing“. Das Protokoll der Ereignisse.
Nach dem Antrag auf Vollmitgliedschaft eines Staates Palästina bei den UN macht die internationale Gemeinschaft Druck: Das Nahostquartett forderte schnelle Verhandlungen. Bereits an diesem Montag wird sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Antrag der Palästinenser befassen.
Nachdem der palästinensische Präsident Abbas die Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen fordert, reicht Israels Ministerpräsident Netanjahu den Palästinensern die Hand: „Lassen Sie uns hinsetzen. Lassen Sie uns einander zuhören“.
Es wurde damit gerechnet, dass er Israels Bereitschaft für Frieden mit Palästina bekräftigt. Dabei dürfen nach Netanjahus Ansicht jedoch nicht Israels Sicherheitsbedürfnisse aus dem Blick geraten. In Israel wuchs am Freitag die ...
bin./jöb./toe. ERFURT/FRANKFURT, 23. September. Erstmals seit der Trennung der beiden christlichen Konfessionen hat am Freitag ein Papst eine Wirkungsstätte des Reformators Martin Luther besucht. In Erfurt traf Benedikt XVI.
sat./hcr. NEW YORK/RAMALLAH, 23. September. Der palästinensische Präsident Abbas hat am Freitag UN-Generalsekretär Ban Ki-moon den Antrag seines Landes auf Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen mit der Bitte übergeben, diesen umgehend an den Sicherheitsrat weiterzuleiten.
Vor dem erwarteten Antrag von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas auf UN-Vollmitgliedschaft in New York sind die Sicherheitskräfte in Israel in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Es wird befürchtet, dass es schon nach den Freitagsgebeten zu Ausschreitungen kommen könnte.