NSA-Ausschuss prüft Rückkehr zur Schreibmaschine
Der NSA-Auschuss will sich vor weiteren Spähangriffen schützen. Dazu gehören verschlüsselte E-Mails und Krypto-Handys. Aber auch der Einsatz von analoger Technik wird geprüft.
Der NSA-Auschuss will sich vor weiteren Spähangriffen schützen. Dazu gehören verschlüsselte E-Mails und Krypto-Handys. Aber auch der Einsatz von analoger Technik wird geprüft.
Auf Augenhöhe ist für uns viel zu hoch, denn Amerika lässt sich seine Geheimdienste durchaus etwas kosten. Deren Budget wiegt die Etats mehrerer deutscher Ministerien locker auf.
In Berlin ist die Empörung über CIA-Spione groß, in Amerika sieht man die Dinge anders. Für den amerikanischen Journalisten James Kirchick ist es absolut richtig, dass ein Land mit so engen Verbindungen zu Russland und Iran ausspioniert wird. Ein Gastbeitrag.
Angela Merkel würde sich gerne auf andere Dinge konzentrieren. Aber die jüngsten Spionagefälle zwingen Berlin zum Handeln - mit der faktischen Ausweisung eines CIA-Repräsentanten.
Washington ist in der NSA-Affäre und bei den jüngsten Spionagefällen in einem selbstgesetzten Zugzwang. Berlin ist so gesehen in keiner schlechten Position. Es darf aber auch nicht überziehen.
Während sich deutsche Politiker über CIA-Spione in Berlin empören, reagieren die Freunde aus Amerika mit Spott. Auf einer Tagung zum Thema NSA wird der transatlantische Graben so deutlich wie selten zuvor.
Erstmals nennt der Enhüllungsjournalist Glenn Greenwald Namen von NSA-Opfern. Darunter die von muslimischen Anwälten und Wissenschaftlern. Viel größer als erwartet ist auch das Ausmaß der Überwachung von Unverdächtigen.
Die amerikanischen Geheimdienste FBI und NSA werden beschuldigt, bislang unverdächtige amerikanische Bürger zu überwachen, nur weil sie Muslime sind. Ungeklärt ist, ob es einen berechtigten Anlass für dieses Vorgehen gibt.
Der BND-Doppelagent ist wohl eher harmlos. Gleichwohl müssen sich die deutschen Geheimdienste Fragen zur ihrer Effektivität gefallen lassen. Für Freunde der NSA-Hysterie aber sind es Festtage.
Innenminister Thomas de Maizière plant einem Zeitungsbericht zufolge, den Aufklärungsauftrag der deutschen Dienste auf Amerika und andere Nato-Partner auszuweiten. Unterdessen äußerte sich Kanzlerin Merkel erstmals offiziell zum angeblichen Doppelagenten beim BND.
Würden Google und Facebook in ihren Geschäftsbedingungen unsere Seelen fordern, würden wir auch das ungelesen akzeptieren. Ein Film über den Ausverkauf unserer Daten erregt einen schlimmen Verdacht.
Schon die NSA-Spähaffäre habe das deutsch-amerikanische Verhältnis stark belastet. Sollten sich die Spionage-Vorwürfe gegen einen BND-Mitarbeiter bestätigen, sei es an der Zeit zu sagen, „jetzt reicht’s auch einmal“, warnt Bundespräsident Gauck in Richtung Washington.
Noch ist manches unklar im Fall des Doppelagenten aus dem Bundesnachrichtendienst (BND), der zahlreiche Dokumente aus seiner Behörde an die Amerikaner verkauft haben soll. Doch wer in dieser Affäre Schaden nimmt, ist schon sichtbar.
Die Empörung ist groß im Bundestag über den mutmaßlichen Doppelagenten beim BND, der den Vereinigten Staaten zugearbeitet haben soll. Die Bundesregierung erwartet nun, dass der amerikanische Botschafter zu einer „zügigen Aufklärung“ beiträgt.
Ein Wochenende ohne Smartphone kann lang sein. So lang, dass man nichts dagegen hätte, die NSA würde sich in die Suche einschalten. Beim Orten hilft aber auch normale Software.
Wieder ist die Aufregung groß in Berlin: ein Doppelspion!? Die Aufregung wäre glaubwürdig, wenn es nicht schon so viel künstliche Aufregung gegeben hätte. Denn der NSA-Ausschuss hört nur, was er hören will.
Big Data sieht den Einzelnen als Risiko: einmal als Kunden, der falsch, also zu wenig, konsumieren könnte, oder aber als Gefährder der imperialen Sicherheit. Das damit verfolgte Ziel ist ganz deutlich.
Ein BND-Mitarbeiter steht unter Verdacht, ein Doppelagent zu sein. Er soll für einen „ausländischen Nachrichtendienst“ den NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages ausspioniert haben. Offenbar hatte er amerikanische Abnehmer für sein Material.
Was die NSA mit ihrem Schleppnetz nicht fängt, erledigt sie mit Harpunen. Unter den Jägern und Sammlern sind die Agenten von ihren Kollegen in repressiven Regimen kaum zu unterscheiden.
Der frühere NSA-Mitarbeiter Thomas Drake wirft dem deutschen Auslandsgeheimdienst in seiner Zeugenaussage vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags vor, Daten für Drohnenangriffe der Amerikaner zu liefern.
Der langjährige Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes William Binney wirft der NSA ein Verhalten wie in Diktaturen vor. Ziel sei es, die Daten „aller sieben Milliarden Menschen“ auf der Erde zu sammeln.
In Großbritannien werden die Leute beispiellos überwacht – und niemanden regt das auf. Es droht die psychische, emotionale und intellektuelle Verarmung einer ganzen Gesellschaft.
Nicht nur Bundeskanzlerin Merkel, sondern auch ein Student aus Erlangen soll von der NSA ausgespäht worden sein. Er betreibt einen Server für das Verschlüsselungsnetzwerk Tor. Auch Nutzer des Servers wurden demnach ausgespäht.
Eine vom amerikanischen Präsidenten Barack Obama eingesetzte Arbeitsgruppe bezeichnet die Abhörpraktiken gegen Ausländer des amerikanischen Geheimdienstes als legal, wenn auch grenzwertig. Indien beschwert sich derweil über Washingtons Schweigen.
Serviert die Europäische Zentralbank ihren Datenverkehr der NSA auf dem Silbertablett? Einem Zeitungsbericht zufolge arbeitet sie mit Verizon zusammen - einem amerikanischen Unternehmen, dem die Bundesregierung offenbar nicht mehr vertraut.
Neue Krypto-Handys sollen Kanzlerin Angela Merkel und ihre Minister vor Lauschangriffen schützen. Doch laut eines Zeitungsberichts hat der amerikanische Geheimdienst die Telefone bereits entschlüsselt.
Der NSA-Ausschuss kämpft um den Zugang zu vertraulichen Dokumenten. Es geht um die Rechtsgrundlage, mit der die Bundesregierung darauf verweisen kann, dass sie keinen Einblick in bestimmte Dokumente gewähren könne.
Die Frage, ob, wann und wie der NSA-Ausschuss mit Edward Snowden spricht, ist noch eine der kleineren Hürden für die Abgeordneten. Tatsächlich stellen sich bei dem aufklärerischen Großprojekt im Detail komplizierte technische und rechtliche Fragen.
Was heißt hier Schande von Gijon? Dirk Stermann sieht im Spiel gegen die Amerikaner die letzte Chance, sich auszuruhen für die deutsche Nationalmannschaft. Und die Chance zur Rache an nervigen Amerikanern. Ein Interview.
Vor der Sitzung des Untersuchungsausschusses zur NSA-Affäre sorgen weitere Enthüllungen für Aufregung. Der BND soll zwischen 2004 und 2007 an einem Internetknoten in Frankfurt Daten direkt an die Amerikaner weitergeleitet haben.
Das Oberste Gericht in den Vereinigten Staaten hat die polizeiliche Durchsuchung von Mobiltelefonen ohne richterlichen Beschluss für verfassungswidrig erklärt.
Nimmt man die Snwoden-Enthüllungen ernst, geht es um existentiell bedrohliche Wirkungen: Das Internet könnte Demokratien in autoritäre Systeme verwandeln. Warum also geschieht nichts, um die Gefahren des Netzes einzudämmen?
Es ist keine Untertreibung, wenn die hessische Landesregierung durch ihren Sprecher verlauten lässt, sie habe keine eigenen Erkenntnisse zu den Aktivitäten der NSA in Hessen.
Zu den Verrücktheiten dieser Zeit gehört auch das plötzliche Ende der Verschlüsselungssoftware Truecrypt. Der Grund? Truecrypt sei nicht so sicher, wie Experten bislang dachten.
Im NSA-Abhörskandal gibt es neue Berichte über die angeblichen Aktivitäten des Geheimdienstes in Wiesbaden. Die Landesregierung weiß von nichts und bittet das Bundeskanzleramt um Aufklärung.