Erdogan warnt Russland
Die Türkei fürchtet, dass das Schwarze Meer ein „russisches Meer“ werden könnte und unterstützt daher die Ukraine. Dennoch bietet Erdoğan an, zu vermitteln.
Die Türkei fürchtet, dass das Schwarze Meer ein „russisches Meer“ werden könnte und unterstützt daher die Ukraine. Dennoch bietet Erdoğan an, zu vermitteln.
Russland zeigt sich enttäuscht über die schriftlichen Antworten von USA und NATO auf den Forderungskatalog. Baerbock bekräftigt Deutschlands feste Haltung im Ukraine-Konflikt.
Amerika und die NATO bieten Russland einen Dialog an – aber nicht über dessen Kernforderungen. Der russische Präsident Wladimir Putin will sich Zeit nehmen, um die Briefe zu analysieren.
Sollte es in der Ukraine zu einem Krieg kommen, werde sich Kroatien aus der NATO zurückziehen, droht Kroatiens Präsident. Doch die Regierung widerspricht.
Der Westen hat Russlands wichtigste Forderungen in Osteuropa offiziell zurückgewiesen. In Moskau wird Unmut laut und mit der Aufrüstung der ostukrainischen „Volksrepubliken“ gedroht. Auch eine Anerkennung sei möglich.
Moskau hat jetzt eine schriftliche Antwort bekommen. NATO-Chef Stoltenberg warnt eindringlich vor der Verlegung russischer Truppen nach Belarus. Derweil liefern die Gespräche im Normandie-Format in Paris Signale der Entspannung.
Am Tag der Gespräche ukrainischer und russischer Vertreter verschärft sich die Tonlage zwischen Washington und Moskau. Die deutsche Verteidigungsministerium sieht die Lieferung der Helme als „ganz deutliches Signal“ an die Ukraine.
Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez will ein verlässlicher Partner sein und unterstützt die NATO-Mission im Schwarzen Meer. Der Koalitionspartner Podemos sieht das anders – und spricht von „totaler Ablehnung“.
Der französische Präsident Emmanuel Macron berät mit Olaf Scholz in Berlin über Wege aus der Ukrainekrise. Im Zentrum steht dabei sein Wunsch nach mehr Einheit unter den EU-Partnern.
In Erwartung einer Entscheidung Bidens über die Verstärkung der NATO-Ostflanke hat das Pentagon 8500 Soldaten in „erhöhte Alarmbereitschaft“ versetzt. Ein strategischer Schwenk Washingtons?
Der amerikanische Präsident Joe Biden hat sich mit den führenden Vertretern Europas beraten – in neuem Format. Es ging um Sicherheit, Sanktionen und Diplomatie in der Ukraine-Krise.
Im Ukraine-Konflikt ist keine Entspannung in Sicht: Während die Nato auf den russischen Aufmarsch an der Grenze zur Ukraine ihrerseits mit Truppenverstärkungen reagiert, betonen die USA und die EU ihre Einigkeit und fordern Zugeständnisse von Moskau.
Als Reaktion auf die russische Drohkulisse hat Amerika zusätzliche Truppen in Bereitschaft versetzt. Der britische Premier warnt vor einem Blitzkrieg in Europa. Doch die Ukraine ruft den Westen zur Ruhe auf.
Mit seinem Truppenaufmarsch befördert Russland, was es angeblich verhindern will: dass die NATO ihre Ostflanke verstärkt und der Westen Waffen an die Ukraine liefert.
Mehrere NATO-Mitgliedsstaaten wollen Kampfflugzeuge und Marineschiffe in die Ostsee und osteuropäische Länder entsenden. Die EU-Außenminister warnen Moskau erneut vor den Konsequenzen eines militärischen Angriffs auf die Ukraine.
Die Allianz schickt Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge an die Ostflanke. Auch die Bundeswehr beteiligt sich. Amerikas Präsident erwägt, bis zu 5000 Soldaten nach Europa zu verlegen, falls sich die Sicherheitslage weiter verschlechtert.
Westliche Dienste sehen mit Unruhe, wie Moskau immer mehr Truppen an die Grenze zur Ukraine verlegt – auch über Belarus und das Schwarze Meer. Mit ihren Waffen sind die Russen schon jetzt überlegen.
Die Äußerungen des deutschen Marinechefs zur Ukraine hatten nicht gerade den Tiefgang einer deutschen Fregatte. Verteidigungsministerin Lambrecht hatte gar keine andere Möglichkeit, als ihn seiner Verantwortung zu entbinden.
Der Chef der Deutschen Marine, Kay-Achim Schönbach, äußerte bei einem Auftritt Verständnis für Putin. Ein möglicher russischer Einmarsch in der Ukraine sei „Nonsens“. Nun wurde er in den vorläufigen Ruhestand versetzt.
Nachdem mehrere NATO-Staaten Waffenlieferungen an die Ukraine bekannt gegeben hatten, wurden Forderungen an die Bundesregierung laut, ebenfalls entsprechende Lieferungen zu erwägen.
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat der Forderung nach Waffenlieferungen in die Ukraine abermals eine Absage erteilt. Es sei „Konsens in der Bundesregierung“, dass dieser Schritt „aktuell nicht hilfreich“ sei.
Markus Söder verlangt Augenmaß bei Sanktionen gegen Russland. Die Ukraine sieht er nicht in der NATO und Nord Stream 2 möchte er in jedem Fall in Betrieb nehmen. Wenn nicht, könne es in Deutschland „sehr kalt“ werden.
Europa und Deutschland mangelt es nicht am Willen zum Dialog mit Russland. Was fehlt, ist die Bereitschaft, den Frieden notfalls mit Härte zu verteidigen. Das wird weitere Krisen provozieren. Ein Gastbeitrag.
Die Außenminister Blinken und Lawrow haben in Genf über den Ukraine-Konflikt gesprochen. Nun bekommt Russland eine schriftliche Antwort auf seine Forderungen.
Hunderte Soldaten könnten verlegt werden, sollte Russland seine Präsenz an den Nato-Grenzen erhöhen, heißt es aus London. Derzeit sind 830 Soldaten in Estland stationiert, weitere 140 in Polen.
Stromspeicher Solarzelle +++ Impfbereitschaft Pflegekräfte +++ Verkehrsminister Wissing +++ Brückenbau nach Russland
Nach einer Reihe internationaler Gespräche zur Ukraine-Krise treffen sich am Freitag Amerikas und Russlands Außenminister in Genf. Washington will die Lage deeskalieren – doch eine Kernforderung der Russen nicht akzeptieren.
Jonas Gahr Støre kritisiert Russland für den Versuch, Finnland und Schweden von einer NATO-Mitgliedschaft abzuhalten. Dass sein Land der Bundesrepublik mehr Gas liefern kann als derzeit, will er im F.A.Z.-Interview nicht versprechen.
Vor seinem Treffen in Genf mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow warnt US-Außenminister Antony Blinken Moskau erneut vor einer Eskalation im Ukraine-Konflikt und betont die Geschlossenheit der USA und seinen Verbündeten: „Ein Angriff Russlands auf die Ukraine würde genau das bewirken, was Moskau vermeiden will, nämlich das Nato-Verteidigungsbündnis stärken.“
Der amerikanische Präsident plaudert offen über Differenzen im westlichen Lager. Jetzt weiß Putin, welchen Weg er in die Ukraine nehmen müsste.
Johannes Varwick +++ europäische Sicherheitsarchitektur +++ Glaubwürdigkeitsprüfung der Grünen +++ Susanna Margaretha Brandt +++ 400. Geburtstag von Molière +++ Leserbriefe
In Briefen an das US-Magazin „Time“ kritisiert Nalwalnyj die westliche Russland-Politik. Um seine Macht zu erhalten, benötige Putin gar Sanktionsdrohungen von außen. Der inhaftierte Kremlgegner hat einen anderen Vorschlag.
Eine Invasion in der Ukraine wäre mit hohen Kosten für Russland verbunden. Stattdessen könnte der Kreml den Westen mit neuen Waffen unter Druck setzen.
Empörung über Russlands Drohgebärden und formelhafte Verurteilungen helfen nicht weiter. Vielmehr ist jetzt Realpolitik angezeigt. Ein Gastbeitrag.
Laut dem Verteidigungsminister handelt es sich dabei nicht um strategische Waffen. Während der Kreml das Vorgehen als „äußerst gefährlich“ bezeichnet, sieht London keine Bedrohung für Moskau.
Annalena Baerbocks Treffen mit Russlands Außenminister verläuft höflich, aber angespannt. Die beiden tragen einander in erster Linie lange Listen an Differenzen vor. Und Lawrow ist gewohnt listig.