Nichts mehr zu gewinnen
Alle wollen so schnell wie möglich raus aus Afghanistan - auch Amerika selbst, wie die Äußerungen von Verteidigungsminister Panetta zeigen. Gewinnen kann Obama am Hindukusch nichts mehr. Erst recht keine Wählerstimmen.
Alle wollen so schnell wie möglich raus aus Afghanistan - auch Amerika selbst, wie die Äußerungen von Verteidigungsminister Panetta zeigen. Gewinnen kann Obama am Hindukusch nichts mehr. Erst recht keine Wählerstimmen.
Der kurze Frühling im UN-Sicherheitsrat ist vorbei. Doch wenigstens sind die Fronten klar. Russland und China stehen an der Seite des Bösen.
Weil Amerika der Pazifik wichtiger wird, bangt Europa um seine Rolle. Auf der Sicherheitskonferenz in München beteuern die Amerikaner den Stellenwert der Nato und des Verhältnisses zu den Verbündeten in Europa.
Amerikanische Kampftruppen werden Afghanistan schneller als gedacht verlassen. Je länger diese in Afghanistan bleiben, desto schwieriger wird es für Obama, den Einsatz als Erfolg zu verkaufen.
Die Bundesregierung hat ihren Zeitplan für den Abzug aus Afghanistan bekräftigt: Die Mission werde nicht vor 2014 beendet, sagte Verteidigungsminister de Maizière auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Deutschland wird sich mit Flugabwehrraketen am Nato-Raketenschild beteiligen. Die Kommandozentrale wird im Nato-Hauptquartier im pfälzischen Ramstein angesiedelt. Das gab Verteidigungsminister de Maizière in Brüssel bekannt.
Die Nato hat am Donnerstag betont, dass der Abzugsplan aus Afghanistan trotz des früheren Abzugs der Franzosen weiterhin gelte. Der amerikanische Verteidigungsminister Panetta wies aber darauf hin, dass schon 2013 für die Übergangsphase ein „entscheidendes Jahr“ sei.
Während die westlichen Staaten ihren Abzug aus Afghanistan vorbereiten, ist eines sicher: Die Taliban werden eine militärische Macht bleiben. Und sie werden auch wieder zu einer politischen Macht werden, mit der sich arrangieren muss, wer dort leben oder Geschäfte machen will.
Laut britischen Medien erhärtet ein interner Nato-Bericht den Verdacht, dass der pakistanische Geheimdienst die Taliban in Afghanistan weiterhin unterstützt. Der afghanischen Armee stellt die Studie, die auf der Befragung tausender Afghanen beruht, ein vernichtendes Zeugnis aus.
Der Bundestag hat die Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan um ein Jahr mit einer verringerten Truppenstärke gebilligt. Die Höchstgrenze für die einzusetzenden Soldaten wird von bisher 5350 Soldaten auf 4900 herabgesetzt.
Nach Saudi-Arabien haben nun auch die Golfsstaaten angekündigt, ihre Mitglieder der Beobachtermission aus Syrien abzuziehen. Die Arabische Liga hofft trotzdem noch, eine Lösung ähnlich der im Jemen zu finden.
Frankreich stellt seinen Beitrag am Afghanistan-Einsatz in Frage: Nach dem Tod von vier französischen Soldaten hat Präsident Sarkozy alle Militäroperationen ausgesetzt. Auch einen vorzeitigen Abzug schloss er nicht aus.
Am 15. Januar 1992 erkannte die Europäische Gemeinschaft auf Drängen Deutschlands Slowenien und Kroatien an. Der diplomatische Schritt bedeutete den endgültigen Zerfall Jugoslawiens. Trug Berlin damit die Schuld am Krieg in Bosnien? Die Münchner Südosteuropa-Historikerin Marie-Janine Calic weist den Vorwurf zurück.
Zwei der vier Marine-Infanteristen, die auf einem Video bei der Schändung getöteter Taliban-Kämpfer zu sehen sind, sind offenbar identifiziert worden. Der amerikanische Verteidigungsminister Panetta sicherte dem afghanischen Präsidenten Karzai eine rasche Aufklärung zu.
Obwohl keine Beweise für ein Atomprogramm vorlägen, strebe Amerika „mit allen Mitteln“ einen Regimewechsel in Teheran an, sagt der russische Sicherheitsratschef. Japan gab bekannt, es werde seinen Anteil an Öl aus Iran reduzieren.
Das Pentagon hat Untersuchungen wegen eines Videos eingeleitet, das amerikanische Soldaten zeigt, die offenbar auf die Leichen von getöteten Taliban-Kämpfern urinieren.
Dietmar Bartsch hat nichts Genialisches wie Gysi, nichts Demagogisches wie Lafontaine. In der Linkspartei, die fürchtet, ohne ihre Stars nichts zu sein, war er aber immer der Profi. Reicht das, um Chef zu werden?
Der ehemalige Generalstabschef der türkischen Streitkräfte, Ilker Basbug, ist inhaftiert worden. Ihm werde zur Last gelegt, eine „terroristische Organisation“ geleitet und versucht zu haben, die türkische Regierung zu stürzen.
Präsident Obama will in den nächsten zehn Jahren acht Prozent des bisherigen Verteidigungshaushalts einsparen. Laut neuer Militärdoktrin müssen die amerikanischen Streitkräfte künftig nicht mehr in der Lage sein, zwei große Landkriege gleichzeitig zu führen.
Die Taliban haben sich in einer Mitteilung bereit erklärt, im Ausland ein Büro für Friedensverhandlungen einzurichten. Es habe vorbereitende Gespräche mit allen wichtigen Seiten gegeben, darunter Qatar, hieß es.
Deutsch-französische Beziehungen vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart - meisterhaft gebündelt in zwei Nachschlagwerken.
Die Ausweitung der Piratenbekämpfung wird in Berlin nicht nur von der Opposition scharf kritisiert. Doch im Vergleich zu bereits ergriffenen Maßnahmen wäre sie nur ein kleiner Schritt.
Die Spannungen zwischen Pakistan und den Vereinigten Staaten dauern an. Pakistan wies einen Bericht der Nato zu den tödlichen Luftangriffen auf pakistanische Soldaten im Grenzgebiet zu Afghanistan zurück.
Verteidigungsminister de Maizière ist zu einem Kurzbesuch in Afghanistan eingetroffen. Er wolle den deutschen Isaf-Soldaten seinen „persönlichen Respekt zollen“.
Der frühere tschechische Präsident, Schriftsteller und Dissident Václav Havel ist im Alter von 75 Jahren in der Nähe von Prag gestorben. Das gab sein Büro am Sonntag bekannt.
Die westlichen Soldaten verlassen den Irak. Sie lassen ein Land zurück, das nicht vor der Gefahr des Auseinanderfallens gefeit ist. Haben sie einer Partnerschaft den Boden bereitet?
„Glaubwürdigkeitsdefizit“ zwischen Islamabad und Washington: Pakistan hat angekündigt, den Nachschub für die internationalen Truppen in Afghanistan noch länger blockieren zu wollen.
In Georgien fordert der reichste Mann des Landes Präsident Saakaschwili heraus. Die Regierung sieht Moskaus Hand hinter der neuen Kraft, die Opposition schöpft neue Hoffnung.
Die Nato und Russland sind weiter uneins über die von der Nato geplante Raketenabwehr in Europa. Mit Bedauern wurde in der Allianz die jüngste Verschärfung der Wortwahl registriert.
Für 2,1 Milliarden Euro haben deutsche Firmen in diesem Jahr Rüstungsgüter ins Ausland verkauft. Das ist eine deutliche Steigerung um mehr als 50 Prozent. Heftige Kritik kommt von der Opposition.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat Afghanistans Präsidenten Karzai zu mehr Engagement aufgefordert. Syriens Präsident Assad sprach er im Gespräch mit der F.A.Z. die Legitimität ab.
Bundeskanzlerin Merkel hat den afghanischen Präsidenten Karzai aufgefordert, den Kampf gegen Korruption voranzubringen - ebenso wie den Versöhnungsprozess mit den Taliban.
Frieden in Afghanistan ist ohne Islamabad nicht möglich. Aber mit Islamabad auch nicht. So treibt der Afghanistan-Einsatz seinem Ende zu, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet.
Vor zehn Jahren machte sich in Afghanistan Aufbruchstimmung breit. Nun bestimmt die Abzugsstimmung des Westens die Politik. Im Kampf gegen die Taliban haben sich die Aufbauhelfer und Präsident Karzai auf alte Machtstrukturen eingelassen.
Aus Protest gegen den Luftangriff wird Pakistan nicht an der Bonner Afghanistan-Konferenz teilnehmen. Bundeskanzlerin Merkel ist „sehr betrübt“ über die Absage.
Aus Protest gegen den Nato-Luftangriff auf pakistanische Militärposten wird Pakistan der Bonner Konferenz fernbleiben. Ohne die Unterstützung des benachbarten Pakistans gilt es als sehr schwierig, Frieden und Stabilität in Afghanistan zu erreichen.