Beidseitige Doppelgesichtigkeit
Gerade erst wollten die Amerikaner das Verhältnis zu Pakistan verbessern, da kam der nächste Tiefpunkt. Doch nicht alle Drohgebärden sind zum Nennwert zu nehmen.
Gerade erst wollten die Amerikaner das Verhältnis zu Pakistan verbessern, da kam der nächste Tiefpunkt. Doch nicht alle Drohgebärden sind zum Nennwert zu nehmen.
Bei einem Angriff von Nato-Kampfhubschraubern auf einen Militärposten an der Grenze zu Afghanistan sind 24 pakistanische Soldaten getötet worden. Ministerpräsident Gilani bestellte den amerikanischen Botschafter ein.
Der neue italienische Außenminister Giulio Terzi di Sant’Agata verfügt über ein dichtes Beziehungsnetz in Nordamerika. Seine Beziehungen zum Weißen Haus gaben den Ausschlag für seine Ernennung.
Wie der Justizminister Libyens bestätigte, ist der Sohn des früheren Machthabers Gaddafi bei Obari im Süden des Landes gefasst worden.
Der Autoritätsverfall Guido Westerwelles reißt auch das Auswärtige Amt mit in den Abwärtssog. Was wichtig ist, wird ohnehin im Kanzleramt entschieden. Die Diplomaten mühen sich nicht mehr, ihren Verdruss zu verbergen.
In Griechenland wird das Volk zur Zukunft des eigenen Landes in Europa gefragt, in Deutschland noch nicht einmal das Parlament. „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“ - Merkels Maxime sollte auch für Recht, Demokratie und den Bundestag gelten.
Afghanistans Präsident Karzai will bereits jetzt einen großen Teil der Sicherheitsverantwortung einheimischen Soldaten und Polizisten anvertrauen. Dies sagte er auf einer Sicherheitskonferenz in Istanbul.
Zehntausende Waffen befinden sich derzeit in Libyen. Die UN fordern in einer einstimmig verabschiedeten Resolution von der neuen Regierung, die zahlreichen Arsenale schärfer zu kontrollieren.
Der Nationale Übergangsrat in Libyen hat am Montagabend Abd al Rahim al Kib zum neuen Regierungschef gewählt. Er löst Mahmud Dschibril ab, dem eine zu große Nähe zum Regime vorgeworfen wurde.
Etwa 26.000 Lufteinsätze und fast 6000 zerstörte Ziele: An diesem Montag endet der Nato-Militäreinsatz in Libyen - nach eigenen Angaben „eine der erfolgreichsten Missionen“ des Bündnisses.
Syriens Präsident Baschar al Assad hat vor einem „Erdbeben“ im Nahen Osten gewarnt, sollte der Westen die Protestbewegung in seinem Land militärisch unterstützen. Die Aufständischen forderten derweil eine Flugverbotszone über Syrien.
Beim bislang schwersten Anschlag auf die Schutztruppe Isaf in Kabul sind 13 amerikanische Soldaten getötet worden. Im Süden Afghanistans wurden unterdessen drei Nato-Soldaten von einem Mann in afghanischer Armeeuniform erschossen.
Qatar hat die „Arabellion“ genutzt, um in das Vakuum zu stoßen, das geschwächte Staaten wie Ägypten und Saudi-Arabien hinterlassen haben.
Der Chef der libyschen Übergangsregierung, Mahmud Dschibril, will sich aus der Politik zurückziehen. Welchen Einfluss die Scharia auf Verfassung und Gesetze haben werde, sei einzig die Entscheidung des libyschen Volkes, sagt er im F.A.Z.-Gespräch.
Die Nato hat offiziell das Ende des Militäreinsatzes in Libyen beschlossen. Generalsekretär Rasmussen teilte mit, der Einsatz werde am kommenden Montag enden.
Der UN-Sicherheitsrat hat das Flugverbot über Libyen zum 31. Oktober aufgehoben und einstimmig das Ende des Libyen-Einsatzes der Nato beschlossen.
Die libysche Übergangsregierung hat die Nato um eine Verlängerung ihres Einsatzes gebeten - doch allem Anschein nach will die Nato ihre Operation trotzdem wie geplant bis zum 31. Oktober beenden.
Mit einer Mehrheit von 96,9 Prozent hat die Linkspartei vier Jahre nach ihrer Gründung ein erstes Grundsatzprogramm beschlossen. Darin fordert die Partei neben anderem die Auflösung der Nato und die Legalisierung aller Drogen.
Hunderttausende Libyer haben sich am Sonntag in Benghasi versammelt, um die Befreiung ihres Landes zu feiern. Unterdessen hat eine Autopsie des Leichnams Gaddafis ergeben, dass dieser durch einen Kopfschuss getötet wurde.
Die Nato hat sich am Freitag darauf geeinigt, ihren Libyen-Einsatz am 31. Oktober zu beenden. Das gab Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bekannt.
Es war wohl die Nato, die den gestürzten libyschen Diktator an der Flucht hinderte. Seine letzten Momente sind durch unzählige Amateurvideos dokumentiert.
Gaddafis Sohn Saif al Islam ist laut Angaben des Senders Al Arabija doch nicht im Kampf um Sirte getötet worden. Er sei am Freitag östlich von Tripolis gefangen genommen worden, berichtete der Sender. Die Todesumstände Gaddafis sollen unterdessen vom Internationalen Strafgerichtshof untersucht werden.
Nach der Eroberung von Sirte und dem Tod Gaddafis ist der Weg für eine demokratische Umgestaltung Libyens frei. Er wird aber beschwerlich sein.
Muammar al Gaddafi trat wie andere Staatschefs seiner Zeit an, um die arabische Welt in die Moderne zu führen. Doch der Aufbruch mündete in eine brutale Diktatur. Mit dem Ausbruch der „Arabellion“ endete auch seine Zeit.
Der libysche Übergangsrat hat den Tod des langjährigen Machthabers Muammar al Gaddafi bestätigt. Das Staatsfernsehen berichtete am Abend, auch Gaddafis Söhne Saif al Islam und Mutassim seien beim Kampf um Sirte getötet worden.
In Syrien stehen die Gegner des Assad-Regimes alleine da. Der Führung der Opposition droht die Kontrolle über einzelne Gruppen verlorenzugehen, die schon zu den Waffen greifen.
Die Nato sieht sich auf gutem Weg, in Afghanistan einsatzfähige einheimische Sicherheitskräfte zu schaffen. Man habe „enormen Aufwuchs“ zu verzeichnen: die afghanischen Sicherheitskräfte umfassen inzwischen 307.000 Mann.
Vor zehn Jahren begann die Nato-Intervention in Afghanistan: Der frühere Kommandeur der internationalen Truppen McChrystal kritisierte in einer Rede zum Jahrestag, nur die Hälfte der Kriegsziele sei erreicht worden.
Verteidigungsminister de Maizière hat in Brüssel Erwartungen gedämpft, der Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan könne schnell vollzogen werden. Er betonte, eine Verkleinerung des deutschen Kontingents sei nur in Absprache mit den Verbündeten möglich.
Auf seiner ersten Dienstreise nach Europa hat der amerikanische Verteidigungsminister die Verbündeten in der Nato zur rüstungspolitischen Zusammenarbeit aufgerufen und vor Einsparungen beim Militär gewarnt.
Die europäische Politik wird auf Jahre hin dem Imperativ des Sparens folgen (müssen). Der neue amerikanische Verteidigungsminister Panetta warnt in Brüssel aber davor, die Wehrbudgets zu plündern.
Nach Nato-Erkenntnissen sind in Libyen mutmaßlich mehrere tausend Boden-Luft-Raketen verschwunden, die für Terroranschläge genutzt werden könnten. Ein General der Aufständischen hatte die Zahl der vermissten Systeme am Wochenende mit insgesamt 5000 angegeben.
Helle Thorning-Schmidt ist noch vielen fremd, auch ihrem Volk. Dänemarks neue Regierungschefin begeistert sich für Europa.
Nato-Soldaten haben in Afghanistan einen der wichtigsten Führer des terroristischen Haqqani-Netzwerks gefangen genommen. Hadschi Mali Khan sei in der Provinz Paktia an der Grenze zu Pakistan festgenommen worden, teilte das Bündnis mit.
Im Norden des Kosovo sind bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit serbischen Demonstranten vier Nato-Soldaten verletzt worden. Wie die Kfor mitteilte, wurden die Soldaten durch einen selbst gebauten Sprengsatz verletzt.
Irans Präsident Ahmadineschad hat wieder einen Eklat in der UN-Vollversammlung provoziert. Den Westen machte er für Kriege, Massenmord und Armut verantwortlich. Amerika warf er vor, die Anschläge vom 11. September selbst angezettelt zu haben.