Politische Augenklappen
Der Konsens über das Anti-Piraterie-Mandat ist gekündigt. Die Erweiterung des Einsatzgebietes um einen zwei Kilometer breiten Küstenstreifen wird von SPD und Grünen scharf kritisiert.
Der Konsens über das Anti-Piraterie-Mandat ist gekündigt. Die Erweiterung des Einsatzgebietes um einen zwei Kilometer breiten Küstenstreifen wird von SPD und Grünen scharf kritisiert.
Rasmussen wollte bei der Nato „mehr General als Sekretär“ werden. Strategisch wie materiell bleibt das Bündnis von den Amerikanern abhängig. In Europa muss sich der Däne inzwischen wie ein Rufer in der Wüste vorkommen.
Nach Australien erwägt nun offenbar auch Neuseeland einen früheren Abzug seiner Soldaten aus Afghanistan. Die Nato-Außenminister beraten in Brüssel über die Strategie. Die „LA Times“ veröffentlichte derweil Bilder von amerikanischen Soldaten, die mit toten Attentätern posieren.
Vor dem Hintergrund sinkender Verteidigungsausgaben fast aller Nato-Länder hat Generalsekretär Rasmussen für mehr gemeinsame Planung in der Nato geworben. Derweil will die Nato fünf riesige unbemannte Flugkörper für die Luftüberwachung erwerben.
Bei seinem Antrittsbesuch in Brüssel hat Bundespräsident Gauck die europäische Einigung „uneingeschränkt“ bejaht. EU-Kommissionspräsident Barroso dankte Gauck für seinen „mutigen Aufruf“ zu mehr Europa.
Australien will die meisten seiner Soldaten früher als erwartet aus Afghanistan abziehen. Ministerpräsidentin Gillard kündigte an, ein Großteil der Truppen werde wohl schon bis Ende 2013 nach Hause zurückkehren.
Nach den Taliban-Angriffen vom Sonntag greift Afghanistans Präsident Karzai die internationale Schutztruppe Isaf an: „Besonders das Versagen der Nato“ hätte die Angriffe mit vielen Toten möglich gemacht. Das müsse untersucht werden.
Die mittlerweile niedergeschlagene Angriffsserie auf das Regierungs- und Diplomatenviertel in Kabul soll die Haqqani-Terrorgruppe gesteuert haben. Auch die deutsche Botschaft war dabei unter Beschuss genommen worden.
Die ganze Nacht über waren in Kabul Schüsse und Explosionen zu hören. Auch andere Städte Afghanistans wurden von der Angriffsserie erschüttert, die die Taliban als „Beginn einer Frühjahrsoffensive“ bezeichneten. Erst am Montagmorgen endeten die Kämpfe.
Gemäß des Internationalen Friedensplans gilt in Syrien seit den Morgenstunden eine Waffenruhe. Berichten zufolge scheint es bislang keine Gefechte zu geben. Die Armee meldete indes einen Anschlag, die Opposition berichtet von drei Erschossenen auf ihrer Seite.
Ein Attentäter hat in der nordafghanischen Provinz Farjab mindestens zehn Menschen mit sich in den Tod gerissen. Ob Isaf-Soldaten zu Schaden kamen ist unklar.
Die Kfor greift im Streit zwischen Kosovo und Serbien durch und schließt illegale Ausweichstraßen. Derweil droht die serbische Minderheit mit neuen Protesten.
Washington hat ein Kopfgeld auf den Terroristen Hafis Said ausgesetzt, der in Pakistan ein unbehelligtes Leben führt. Er tritt sogar im Fernsehen auf.
Die Taliban wollen die Friedensgespräche mit den Vereinigten Staaten fortsetzen. Zuvor aber müsse Washington nach dem Amoklauf eines amerikanischen Soldaten „das Vertrauen“ wiederherstellen. In Helmand tötete ein Mann in afghanischer Armeeuniform zwei Nato-Soldaten.
Von Ruanda bis Syrien: Legitimiert die Schutzverantwortung auch Regimewechsel? Der designierte UN-Vizegeneralsekretär Eliasson hält etwa den Libyen-Einsatz weiterhin für richtig.
Präsident Karzai hat schon oft unter Druck der Afghanen Amerika gemaßregelt. Jetzt warf er die Nato-Strategie über den Haufen. Der Westen ist nicht mehr willkommen.
Der afghanische Präsident Karzai wirft den Vereinigten Staaten vor, bei der Untersuchung des Amoklaufs eines amerikanischen Soldaten nicht zu kooperieren. Er relativierte außerdem die Forderung nach einem schnelleren Abzug der internationalen Soldaten.
Die afghanische Regierung will die Sicherheitsverantwortung im Land bereits 2013 und nicht wie bisher geplant 2014 von der Nato übernehmen. Präsident Karzai forderte zudem einen Rückzug aller ausländischen Soldaten in ihre Stützpunkte.
Die afghanische Regierung will die Sicherheitsverantwortung im Land bereits 2013 und nicht wie bisher geplant 2014 von der Nato übernehmen. Präsident Karzai forderte zudem einen Rückzug aller ausländischen Soldaten in ihre Stützpunkte. Die Taliban setzen derweil ihre Gespräche mit Amerika aus.
Das amerikanische Militär hat den Amokläufer, der 16 Afghanen getötet hat, außer Landes gebracht. Präsident Obama schließt nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Cameron einen zügigeren Abzug aus Afghanistan aus.
Überschattet von einem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf Leon Panetta ist der amerikanische Verteidigungsminister im Süden Afghanistans eingetroffen. Der mutmaßliche Amokschütze von Pandschwai, ein Feldwebel der Army, wurde unterdessen ausgeflogen.
Verteidigungsminister de Maizière ist um Zuversicht bemüht. Er will auf seiner Reise durch Usbekistan, Pakistan und Afghanistan Gründe dafür gefunden haben.
Verteidigungsminister de Maizière hat in Kabul ein deutsch-afghanisches Partnerschaftsabkommen angekündigt. Auch der amerikanische Verteidigungsminister Panetta reiste nach Afghanistan.
Nach dem Amoklauf eines amerikanischen Soldaten in Afghanistan wird in den Vereinigten Staaten wieder über den Sinn des Militäreinsatzes debattiert. Während Präsident Obama offiziell an dem Abzugstermin Ende 2014 festhält, streut die Regierung gezielt Informationen über einen früheren Rückzug.
Der russische Außenminister Lawrow hat dem Westen vorgeworfen, Libyen während des Nato-Einsatzes „massiv bombardiert“ zu haben. Eine Intervention in Syrien lehnte er vor den Vereinten Nationen abermals ab. In Homs wurden unterdessen 45 Zivilisten brutal ermordet.
Ein amerikanischer Soldat ist in der Region Kandahar in Häuser eingedrungen und hat mehrere Zivilisten getötet. Ein Sprecher der internationalen Schutztruppe Isaf bestätigte die Tat. Der Soldat sei festgenommen worden.
Barack Obama hat das Pentagon beauftragt, Möglichkeiten und Risiken eines militärischen Eingreifens in Syrien zu ermitteln. In New York setzten die UN derweil ihre Gespräche mit den anderen Vetomächten über eine neue Syrien-Resolution fort.
Griechenland will seine Militärausgaben um 300 Millionen Euro kürzen. Der Sparzwang könnte auch die Haltung des Landes gegenüber der Türkei verändern.
Die F.A.Z. dokumentiert einen Artikel des russischen Ministerpräsidenten für die Zeitung „Moskowkije Nowosti“. Putin unterstellt dem Westen alleine wirtschaftliche Motive für das Engagement in der Arabischen Welt. Washingtons Raketenabwehrpläne bezeichnet er als „nicht hinnehmbar“.
Laut einem Bericht des russischen Staatsfernsehens ist kurz vor den Präsidentenwahlen ein geplanter Anschlag auf Wladimir Putin vereitelt worden. Putin wirft dem Westen unterdessen eine gewaltsame Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder vor.
Bei einer Schießerei im afghanischen Innenministerium sind zwei amerikanische Berater getötet worden. Aus Vorsicht zog die Nato alle ihre Mitarbeiter aus den Ministerien in und um Kabul ab.
Nach der Verbrennung von Koran-Ausgaben durch amerikanische Soladten in Afghanistan hat Präsident Obama Afghanistans Präsident Karzai sein „tiefes Bedauern“ ausgesprochen. Bei neuerlichen Demonstrationen wurden am Donnerstag fünf Menschen getötet.
Washington, die EU und auch Belgrad widersetzen sich vehement dem Referendum der Kosovo-Serben. Diese riskieren eine Machtprobe, die die Ambitionen Serbiens auf den Status als EU-Beitrittskandidat gefährden.
Bis zu 120.000 afghanische Sicherheitskräfte könnten zu den Aufständischen überlaufen, sollte die Truppe wie vorgesehen reduziert werden, sagt Verteidigungsminister de Maizière im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Asadullah war Taliban, nun ist er Hilfspolizist. Wem er künftig die Waffe hält, wer weiß das schon.
Der afghanische Präsident Karzai hat den internationalen Truppen in Afghanistan vorgeworfen, bei einem Luftangriff im Osten des Landes acht Kinder getötet zu haben. Er habe eine Untersuchung angeordnet.