Corbyns Gegenentwurf
Der Aufstieg Jeremy Corbyns zum Labour-Vorsitzenden zeugt von einer dramatischen Wende in der Labour-Partei. Doch um auf dem Posten zu bleiben, wird er das machen müssen, was er eigentlich verachtet: Kompromisse eingehen.
Der Aufstieg Jeremy Corbyns zum Labour-Vorsitzenden zeugt von einer dramatischen Wende in der Labour-Partei. Doch um auf dem Posten zu bleiben, wird er das machen müssen, was er eigentlich verachtet: Kompromisse eingehen.
Sollten die Staaten der Europäischen Union wegschauen oder eingreifen? In der vom Krieg zerrissenen Ukraine entscheidet sich viel mehr als das Schicksal eines einzigen Landes.
Ungarn hat für seine Bezirke, die an Serbien grenzen, den Krisenfall ausgerufen. Die Masseneinwanderung mache das notwendig, heißt es. Damit können Asylverfahren nun wesentlich beschleunigt werden.
Neben europäischen Staaten wie Deutschland beteiligen sich auch Amerika und Kanada an einer mehrwöchigen Militärübung in Lettland. Russland startete ebenfalls ein Manöver mit 95.000 Soldaten in Europa.
Wladimir Putin baut vor seinem Auftritt bei den Vereinten Nationen die russische Stellung in Syrien aus. Mit der zusätzlichen Militärhilfe für Assad will der russische Präsident Stärke demonstrieren.
Was niemand vor wenigen Monaten erwartet hat, ist wahr geworden. Der linksaußen stehende Politiker Jeremy Corbyn ist neuer Labour-Chef. Die Entscheidung der Parteibasis wird Großbritannien politisch verändern. Eine Analyse
Russland bereitet offenbar ein Flugfeld nahe der Hafenstadt Latakia vor. Die amerikanische Regierung versucht die verstärkt russische Präsenz in Syrien zu verhindern.
Warum fliehen Menschen vom Balkan? Es ist vor allem die Aussicht auf Sozialleistungen, die viele bitterarme Roma vom Westbalkan nach Deutschland locken - auch wenn ihre Asylanträge wenig Aussichten auf Erfolg haben.
Der Flüchtlingsstrom zieht in eine Richtung – in den Norden. Der Osten Europas hat bisher nur wenige Menschen aufgenommen. Es wird Zeit für mehr Solidarität und ein faires Quotensystem für Flüchtlinge in der EU.
Polens Präsident Andrzej Duda lobt vor seinem Besuch in Berlin die Kanzlerin für ihre Russland-Politik. Im Gespräch mit der F.A.Z. fordert er zugleich mehr Präsenz der Nato in seinem Land.
Der neue polnische Präsident Duda fordert von der Nato, auf die russische Bedrohung durch mehr „Infrastruktur“ und „militärische Präsenz“ in Osteuropa zu reagieren. Die deutsche Politik lobte er vor seinem Antrittsbesuch in Berlin.
Die amerikanische Luftwaffe werde Flugzeuge vom Typ F-22 Raptor in Europa stationieren, kündigt deren Leiterin an. So sollen insbesondere osteuropäische Staaten besser vor Russland geschützt sein.
Der ukrainische Präsident Poroschenko hat Russland vorgeworfen, den Gedanken eines Eingreifens in der Westukraine noch nicht aufgegeben zu haben. Mehr als 50.000 russische Soldaten stünden an der Grenze bereit, sagte er.
Nach dem Angriff eines islamistischen Syrien-Heimkehrers wurden die Kontrollen in Zügen und Bahnhöfen verschärft. Die Attacke im Thalys entspricht dem Szenario, vor dem Ermittler immer gewarnt haben.
Egon Bahr ist tot. Der SPD-Politiker galt zusammen mit Kanzler Willy Brandt als Architekt der deutschen Ostpolitik. Bahr starb im Alter von 93 Jahren.
Das Bedrohungsszenario habe sich verändert, sagt Verteidigungsministerin von der Leyen. Das stimmt zwar. Es ist aber nicht der einzige Grund, die Patriot-Raketen zurückzuholen.
Seit zweieinhalb Jahren sind deutsche Soldaten in der Türkei stationiert, um das Land vor Raketenangriffen aus Syrien zu schützen. Nun sollen sie abgezogen werden.
Hunderttausende junge Menschen in Südosteuropa wollen auswandern. Egal wie – Hauptsache, weg. Warum ist das so? Eine Studie liefert wichtige Erklärungen.
Binnen 24 Stunden erschüttern zwei heftige Explosionen Kabul. Danach sind ganze Straßenzüge der afghanischen Hauptstadt verwüstet. Ziel der Anschläge: die Sicherheitskräfte des Landes und amerikanische Soldaten.
Der neue polnische Präsident hat in seiner Vereidigungs-Rede im polnischen Parlament mehr Unterstützung von der Nato gefordert. Die Bedrohung durch Russland mache das notwendig, so Duda.
Russland hat auf die Lieferung zweier moderner französischer Kriegsschiffe verzichtet, die Paris wegen der Ukraine-Krise auf Eis gelegt hatte. Nun wurden die finanziellen Details bekannt.
Es ist noch nicht lange her, da rissen die Europäer Zäune nieder. Jetzt errichten sie neue. Mit anderem Ziel.
Im Zuge der Ukraine-Krise hat die Nato die Luftraumüberwachung im Baltikum extrem ausgebaut. Jetzt wird wieder reduziert. Von September an starten nur noch deutsche oder ungarische Jets, wenn sich russische Flugzeuge nähern.
Die Regierung der autonomen Kurdenregion im Irak appelliert an die PKK, den Norden des Landes zu verlassen. Die Kämpfer sollten „das Schlachtfeld fernhalten, damit keine Zivilisten Opfer dieses Krieges werden.“
Mit Hilfe ausländischer Gäste will der Kreml zeigen, dass er nicht isoliert ist. Westler, die sich für Zwecke der Propaganda einspannen lassen, gab es schon zu Lenins Zeiten.
Die Bundeswehr-Soldaten im türkischen Kahramanmaras dürfen ihre Kaserne nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Auch ihre Bewachung ist verschärft worden. Eine Vorsichtsmaßnahme.
Türkische Militärflugzeuge haben die PKK erstmals auf eigenem Boden attackiert. Die amerikanische Regierung bezeichnet die jüngsten Angriffe derweil als einen „eindeutigen Akt der Selbstverteidigung“.
Virtuelle Angriffe gewinnen laut Bundesnachrichtendienst an Bedeutung. Darauf stellt sich auch die Bundeswehr ein.
Ankara habe die Allianz nicht um zusätzliche Militärpräsenz in der Türkei gebeten, verkündet Nato-Generalsekretär Stoltenberg nach einem Nato-Sondertreffen. Die Türkei verfüge ohnehin über „sehr fähige Streitkräfte“.
Vor einem Nato-Sondertreffen hat der türkische Präsident Unterstützung der Allianz im Kampf gegen die IS-Terrormiliz angemahnt. Den Friedensprozess mit der als Terrororganisation eingestuften Arbeiterpartei Kurdistans erklärt er für beendet.
Ankaras Angriffe auf die Kurden und die IS-Terrormiliz werden für die deutschen Soldaten in der Türkei zum Sicherheitsrisiko. Reagiert hat die Bundeswehr darauf bislang offenbar nicht. Der Vorsitzende ihrer Reservisten schlägt Alarm.
Die Vereinigten Staaten und die Türkei haben sich auf die Schaffung eines IS-freien Korridors im Norden Syriens geeinigt. Amerikanische Kampfflugzeuge, gemäßigte syrische Rebellen und das türkische Militär sollen eng kooperieren.
Rechtspopulisten um Frankreichs Front-National-Chefin Marine Le Pen haben sich zu einer Fraktion im Europa-Parlament zusammengerauft. Sie sind nun Teil einer Institution, die sie abschaffen wollen.
Außenminister Steinmeier hat die türkische Regierung aufgefordert, am Friedensprozess mit der Kurden-Partei PKK festzuhalten. Aktuell sei eine Auseinandersetzung Gift. Die Bundeswehr koordiniert sich derweil mit der türkischen Armee.
Budapest plant einen Grenzzaun, um der Flüchtlingsströme Herr zu werden. Doch damit werden die Probleme nicht gelöst, sondern nur woanders hingelenkt.
Der Band über den Bundestagsausschuss für Verteidigung versammelt viele handfest-anschauliche Aussagen über den „neuen“ Soldaten als „Staatsbürger in Uniform“- „im Vergleich mit der früheren Wehrmacht ist eigentlich kein Stück geblieben, nicht einmal die Wäsche“, sagte Adolf Heusinger.