Ein Ästhet der Macht
Die Kanzlerjahre von Helmut Schmidt standen im Zeichen der Grenzen des Wachstums. Die Folge waren eine von Angst erfüllte Kultur und Gesellschaft. Schmidt ist dieses Gefühl immer fremd geblieben.
Die Kanzlerjahre von Helmut Schmidt standen im Zeichen der Grenzen des Wachstums. Die Folge waren eine von Angst erfüllte Kultur und Gesellschaft. Schmidt ist dieses Gefühl immer fremd geblieben.
Nach nur elf Tagen ist die konservative Regierung in Portugal gestürzt worden. Ein Bündnis aus oppositionellen Sozialisten und Kommunisten stellte ein erfolgreiches Misstrauensvotum im Parlament.
Der Tod des früheren Bundeskanzlers lässt die deutsche Politik innehalten. Zahlreiche Politiker würdigen die Verdienste Helmut Schmidts um die deutsche Sozialdemokratie und die Bundesrepublik Deutschland.
Weit weg von Russland veranstaltet die Nato ihre größte Übung seit einem Jahrzehnt. Dem Schatten des russischen Vorgehens auf der Krim kann sie sich damit nicht entziehen.
Afghanistans Sicherheitskräfte wurden in Kundus von den Taliban überrascht. Hans-Lothar Domröse, deutscher Nato-General, schlägt nun vor, die Truppen „robust“ zu beraten.
Mit dem Berlin-Ultimatum setzte Nikita Chruschtschow den Hebel an die schwächste Stelle der westlichen Deutschland-Politik an: Der Kreml-Chef wollte die alliierten Besatzungsrechte liquidieren, den Westteil Berlins zur „Freien Stadt“ erklären, vom Westen isolieren und langfristig der DDR einverleiben.
Aus Sicht der polnischen Nationalkonservativen ist die EU allenfalls nützlich - solange sie Sicherheit garantiert und Geld überweist. Mit ihrem Wahlsieg ist es um Berlin noch einsamer geworden in Europa. Ein Kommentar.
Aníbal Cavaco Silva ernennt den amtierenden konservativen Ministerpräsidenten Pedro Passos Coelho zum neuen Regierungschef. Die letzte Entscheidung über den Kurs des Landes hat jedoch das Parlament, dem Silva mahnende Worte auf den Weg gab.
Europa ist mit der Vision eines gemeinsamen europäischen Hauses mit einem Zimmer für Russland gescheitert. Im Folgenden werden fünf Elemente einer Russland-Strategie skizziert, die die Kluft zu überbrücken versucht. Ein Gastbeitrag.
Dass die Taliban Kundus einfach überrennen konnten, hat das Vertrauen in die afghanische Regierung schwer beschädigt. Nicht nur der Gouverneur ist kriegsmüde und würde am liebsten nach Deutschland auswandern. Besuch in einer erschütterten Stadt.
Die Bundeskanzlerin über den Flüchtlingsstrom nach Deutschland, das Asylgesetz, Horst Seehofer, die Ängste in der Bevölkerung, Syrien und ihre Reise in die Türkei.
Die Amerikaner wollen ihre Truppen länger in Afghanistan lassen. Jetzt sprechen sich auch die Verteidigungspolitiker der Regierungskoalition für einen längeren Einsatz der Bundeswehr aus.
Wegen des russischen Eingreifens in Syrien hat die islamistische Nusra-Front Dschihadisten im Kaukasus zu Racheaktionen gegen Russen aufgerufen. Auf dem Gelände der russischen Botschaft in Damaskus schlugen unterdessen zwei Granaten ein. Dabei sei niemand verletzt worden, sagte ein Sprecher.
Die EU fordert Russland auf, die Bombardierung gemäßigter Rebellengruppen in Syrien zu beenden. Die militärische Hilfe Putins für das Assad-Regime zeigt unterdessen immer größere Wirkung.
Die Vereinigten Staaten wollen den Hinterbliebenen der Opfer ihres Angriffs auf das Krankenhaus der Ärzte ohne Grenzen in Kundus Entschädigung zahlen. 22 Menschen waren getötet worden. In Kabul gab es derweil einen Anschlag auf die internationale Truppe.
Die Entwicklung in Syrien ist das zentrale Thema auf dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister gewesen. Putins Unterstützung für den syrischen Machthaber Assad sehen sie kritisch - und sichern der Türkei Schutz gegen russische Angriffe zu.
Mit der Verlegung von drei Dutzend Flugzeugen nach Syrien hat Putin die Nato geradezu eingekreist. Wieder hat Putin das Bündnis auf dem falschen Fuß erwischt.
Haben die amerikanischen Geheimdienste ein weiteres Mal geschlafen und Putins Absichten verkannt? Diese Frage stellt sich der amerikanische Kongress nach dem russischen Eingreifen in Syrien.
Die Armee des Machthabers Baschar al Assad hat im Nordwesten Syriens laut Beobachtern eine Bodenoffensive gegen Rebellen begonnen. Unterstützt werden die Streitkräfte dabei massiv von der russischen Luftwaffe.
Die russische Luftwaffe hat in Syrien angeblich Stellungen der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ in Palmyra angegriffen. Das russische Verteidigungsministerium bezeichnet entsprechende Berichte jedoch als Lügen.
Schon seit zwei Jahren schlittert Afghanistan dem Abgrund entgegen, doch im Westen nahm man das kaum zur Kenntnis. Wenn überhaupt noch über das Land gesprochen wurde, dann oft verharmlosend und beschönigend. Ein Kommentar.
Moskau hat eingeräumt, dass ein russisches Kampfflugzeug am Wochenende in den Luftraum des Nato-Partners Türkei eingedrungen ist. Ankara zufolge hat es einen weiteren Vorfall gegeben.
Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ weist nach der Bombardierung ihres Krankenhauses in Kundus den Vorwurf der Kollaboration mit den Taliban zurück. Die Organisation teilte mit, sie sei „angewidert“ von solchen Rechtfertigungsversuchen.
Beim Kampf um die Stadt Kundus ist es offenbar zu einem tragischen Versehen gekommen: Ein Luftangriff traf ein Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen. Die Nato räumt ein, möglicherweise für den Vorfall verantwortlich zu sein.
Nach den neuen Angriffen der Taliban will die Bundesregierung offenbar länger als geplant Präsenz in Afghanistan zeigen. Kommende Woche sollen davon die Nato-Partner überzeugt werden.
Als die Bundeswehr in Afghanistan eingriff, waren die Ziele hoch gesteckt. Jetzt ist das einst von deutschen Soldaten gesicherte Kundus eine Kampfzone. Afghanische Regierungstruppen müssen nun beweisen, dass sie auch alleine den Taliban standhalten können.
Auch Spezialeinheiten der Nato sind nahe des Flughafen von Kundus in Kämpfe mit den Taliban verstrickt. Den afghanischen Regierungstruppen ist es vorerst misslungen, die Stadt zurückzuerobern.
Es ist ein Irrglaube zu meinen, wir seien bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise dazu berufen, weltweit das Gute zu verwirklichen – gegebenenfalls auch im Alleingang. Er darf nicht zu unserer Lebenslüge werden. Ein Gastbeitrag.
Im Seebad Brighton tritt die Labour Party zum ersten mal unter Jeremy Corbyn zusammen. Der opfert einen Teil seiner ideologischen Glaubenssätze, um die Partei als „Kirche für alle“ erhalten zu können.
Einen Tag nach dem Fall von Kundus haben sich Bundeswehr-Soldaten über das Vorgehen der afghanischen Truppen gegen die Taliban informiert. Verteidigungsministerin von der Leyen warnt vor überstürzten Entscheidungen.
Wenn Wladimir Putin an diesem Montagnachmittag in New York die Bühne der UN-Vollversammlung betritt, ist er wieder zu einem Schlüsselakteur der Weltpolitik aufgestiegen – Russlands militärische Hilfe für Assad macht es möglich.
Verprellte Nachwuchshoffnungen, keine Frau in einer Schlüsselfunktion und kaum Unterstützung im Unterhaus: Der neue Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn hat keinen guten Start hingelegt – aber es hätte noch schlechter laufen können.
Bei der Lösung des Syrien-Konflikts nähern sich Deutschland und Russland an. Der Kreml zeigte sich erfreut über Bemerkungen der Kanzlerin, die nun auch wie Moskau den syrischen Machthaber Assad als Gesprächspartner sieht.
Wegen des Ukraine-Konflikts scheiterte der Verkauf zweier Kriegsschiffe von Frankreich an Russland. Nun springt Ägypten ein - und kauft gleich noch passende Hubschrauber aus Moskau dazu.
Nach einem Bericht der ZDF-Sendung „Frontal 21“ wollen die Vereinigten Staaten neue Atomwaffen in Deutschland stationieren. Moskau sieht dadurch das Gleichgewicht in Europa gefährdet und droht mit Gegenschritten.
Zum ersten Mal seit Beginn der Ukraine-Krise bewachen deutsche Jets in voller Bewaffnung den Luftraum über den baltischen Staaten. Das sei ein Mittel, „um sich auf Augenhöhe begegnen zu können“, sagt Luftwaffeninspekteur Müllner.