Rhythmus der Gewalt
Um die Hamas militärisch zu besiegen, müsste Israel den ganzen Gazastreifen besetzen. Dafür sind die Kosten zu hoch. Auch politisch wird das Umfeld für eine Lösung des Nahost-Konflikts immer schwieriger.
Um die Hamas militärisch zu besiegen, müsste Israel den ganzen Gazastreifen besetzen. Dafür sind die Kosten zu hoch. Auch politisch wird das Umfeld für eine Lösung des Nahost-Konflikts immer schwieriger.
Durch einen israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen sind in der Nacht mehrere Menschen getötet worden. Seit Beginn der Offensive starben damit wohl mehr als 300 Palästinenser.
Bei einem Auftritt der Rockband Pearl Jam am vergangenen Freitag hielt Sänger Eddie Vedder eine aufgebrachte Rede gegen Krieg in der Welt. Die „Jerusalem Post“ interpretierte das als Kritik an Israels Vorgehen im Nahost-Konflikt.
Gegen die aus Tunneln geführten Attacken der Hamas fand Israels Armee bisher kein militärisches Mittel. Die Bodenoffensive in Gaza mit tausenden Soldaten soll die palästinensischen Kämpfer nun entscheidend schwächen.
Frankfurt demonstriert gern und viel. Ob Nahost-Konflikt, Flughafenausbau oder Blockupy - in der Mainmetropole wird soviel protestiert wie in kaum einer anderen Stadt, 1300 Mal im vergangenen Jahr und die Tendenz steigt.
Ministerpräsident Netanjahu hat angeordnet, dass sich die israelische Armee darauf vorbereitet, die Bodenoffensive im Gazastreifen auszuweiten. Bisher war von einer „begrenzten Operation“ gegen die Hamas die Rede.
Die israelische Armee hat den Beginn der Bodenoffensive im Gazastreifen bekanntgegeben. Ziel sei es, gegen die „Terrortunnel aus dem Gazastreifen nach Israel“ vorzugehen, teilte das Büro von Ministerpräsident Netanjahu mit.
Ihre Verbundenheit mit Israel haben rund 500 Männer und Frauen in Frankfurt ausgedrückt, unter ihnen auch Rathauschef Feldmann. Auf Plakaten hieß es: „Free Gaza from Hamas“ oder „Israel muss sich verteidigen“.
Unmittelbar nach dem Ende einer fünf Stunden langen Feuerpause heulen in Israel wieder die Sirenen. In Kairo wird mit der Hamas weiter um eine längere Waffenruhe gerungen. Erste Berichte über eine Einigung bestätigen sich nicht.
Auch wenn zurzeit Feuerpause ist: Bilder von Israelis, die auf einem Hügel nahe der Stadt Sderot ihre Gartenstühle aufstellen, um zuzuschauen, wie der Gazastreifen bombardiert wird, sorgen für Empörung - und eine Debatte auch im eigenen Land.
Tausende Franzosen demonstrieren teilweise gewalttätig gegen Israels Militäroperation in Gaza – und versetzen jüdische Gemeinden in Angst und Schrecken.
Die israelische Luftwaffe ist am Donnerstagmorgen abermals Luftangriffe gegen den Gazastreifen geflogen. Von zehn Uhr an sollen dann die Waffen für fünf Stunden schweigen. Auch die Hamas hatte zuletzt einer Feuerpause zugestimmt.
Nach dem Tod eines israelischen Zivilisten nimmt Israel die Hamas-Führung ins Visier. Wohnhäuser führender Politiker wurden in der Nacht zerstört. Die Zahl der Toten im Gazastreifen steigt auf über 200.
Nachdem erstmals ein israelischer Zivilist durch eine Rakete aus dem Gazastreifen getötet wurde, will Ministerpräsident Netanjahu die Angriffe ausweiten. Außenminister Steinmeier und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rufen derweil weiterhin zur Waffenruhe auf.
Der ägyptische Vorstoß, im Gazastreifen eine Waffenruhe zu vermitteln, scheiterte nach kurzer Zeit. Die Hamas lehnte ihn ab – sie witterte ein falsches Spiel.
Die am Morgen von Israel ausgerufene Waffenruhe ist nach dem andauernden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen schnell wieder vorbei. Die internationalen Friedensbemühungen sind vorerst gescheitert.
Nach der Eskalation der Anti-Israel-Kundgebung in Frankfurt sind viele Fragen zu klären, so auch welche Rolle Salafisten dabei gespielt haben. Die Opposition im Landtag kritisiert das Vorgehen der Polizei scharf.
Trotz internationaler Bemühungen lenken bisher weder Israel noch die Palästinenser ein – beide Seiten stellen neue Forderungen. Doch ein ägyptischer Vorschlag weckt überraschend Hoffnungen.
Israel und die Hamas haben längst eingesehen, dass sie auch dieses Mal die andere Seite nicht besiegen können. Gesucht wird ein gesichtswahrender Ausweg. Aber aus eigener Kraft sind beide Seiten dazu nicht in der Lage.
Eine Kundgebung gegen das israelische Vorgehen in Gaza in Frankfurt eskaliert. Extremisten übernehmen die Kontrolle, die Polizei unterschätzt die Situation völlig - und muss sich nun für ihren Einsatz rechtfertigen. Der Zentralrat der Juden ist schockiert.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat eine Waffenruhe im Nahen Osten gefordert. Ein Vorstoß israelischer Bodentruppen werde zweifellos zu mehr Leid unter Zivilisten führen. Außenminister Steinmeier reist am Montag zu Krisengesprächen in die Region.
Palästinenserpräsident Abbas erhofft sich von den UN Propagandahilfe im Konflikt mit Israel. Dessen Ministerpräsident Netanjahu macht der Hamas in scharfem Ton Vorwürfe. Auch in Deutschland wird demonstriert.
Mittlerweile hat Israel die meisten Ziele im Gazastreifen zerstört, die zu Beginn der Offensive bekannt waren. Doch die Hamas kämpft längst aus unterirdischen Stellungen.
Israelischer Beschuss tötet abermals mindestens 18 Palästinenser. In der selben Nacht dringen Kommandotruppen in den Gazastreifen ein. Die Hamas feuert weiter Raketen auf Israel. Nun will Außenminister Steinmeier in die Region reisen.
In Frankfurt ist eine Protestaktion gegen die Situation in Gaza eskaliert. Einige der 2500 Demonstranten hatten die Polizei mit Steinen beworfen - die wiederum setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Offenbar hatten die Beamten die Situation unterschätzt.
In Gaza greift Israel gezielt Wohnhäuser an, in denen es Kommandozentralen und Waffenlager vermutet. Die Armee sieht in ihnen „legitime militärische Ziele“. Die UN schätzen: Zwei Drittel der Opfer sind Zivilisten.
Während Israelis und radikale Palästinenser einander mit Raketen beschießen, verhallen Rufe nach einer Waffenruhe ungehört. Israel bereitet weiterhin eine Bodenoffensive vor.
Mehr als 1000 Ziele hat Israel im Gazastreifen bislang angegriffen - Ministerpräsident Netanjahu schließt eine Bodenoffensive jedoch weiter nicht aus und setzt den Beschuss fort. Die Vereinigten Staaten fordern eine schnelle Waffenruhe.
Alle in Israel reden über den Frieden. Dabei sind wir damit in Jahrzehnten keinen Schritt weitergekommen. Wir sollten aufhören, davon zu sprechen, und endlich anfangen zu handeln.
Seit Tagen pendeln die Israelis zwischen Schutzraum und Alltag. In manchen Städten bleiben ihnen nur Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen.
Die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen dauern an - es gibt Dutzende Tote. Genau beobachtet das Militär aber auch das Geschehen im Norden - denn die Hizbullah im Libanon ist mit ihrem Raketenarsenal eine noch viel größere Gefahr als Hamas und Islamischer Dschihad.
Auch Amerikas Angebot, eine Waffenruhe auszuhandeln, kann den Konflikt im Gazastreifen nicht entschärfen. Israel hat angekündigt, die Militäreinsätze auszuweiten.
Israel hat seine Luftangriffe auf den Gazastreifen verstärkt. Dabei sind vor allem Hamas-Aktivisten im Visier. Viele Zivilisten geraten dabei aber in die Schusslinie.
Ich habe die Familie des ermordeten palästinensischen Jungen besucht und weiß nun, dass der Zeitpunkt für eine moralische Revolution gekommen ist. So darf es nicht weitergehen.
In Israel spricht man nur von einer Militäroperation. In Wirklichkeit herrscht Krieg. Selten war die Lage im Nahen Osten so bedrohlich und so hoffnungslos wie in diesen Tagen.
Nach einer Nacht der Luftschläge und Gegenschläge wappnet sich die israelische Armee für eine Bodenoffensive im Gazastreifen. In Israel wurden drei der sechs Verdächtigen des mutmaßlichen Rachemords an einem palästinensischen Jugendlichen freigelassen.