Westen reagiert mit scharfer Ablehnung
Das Referendum und die Annexion der Krim werden im Westen einhellig abgelehnt. Als Reaktion auf die Rede Putins droht Brüssel mit einer „geeinten europäischen Antwort“. Washington spricht von Landraub.
Das Referendum und die Annexion der Krim werden im Westen einhellig abgelehnt. Als Reaktion auf die Rede Putins droht Brüssel mit einer „geeinten europäischen Antwort“. Washington spricht von Landraub.
Nach der Krim bittet nun auch das von Moldau abtrünnige Gebiet Transnistrien um Anschluss an Russland. Das von Moskau protegierte diktatorische Regime hat sich mit einem Appell an die Staatsduma gewandt.
Welche Rolle spielt die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Krim-Krise? Washington hält sie für russlandfreundlich, Berlin sieht die Organisation als Chance und Moskau bremst sie aus.
Gerade hat die Europäische Union Sanktionen gegen Russland beschlossen. Doch reichen diese aus? Und in welchen Wirtschaftsbereichen ist Moskau besonders von unseren Exportgütern abhängig? Ein Überblick.
Zur Stunde beraten die EU-Außenminister über Sanktionen gegen Russland. Noch ist unklar, gegen wen Einreiseverbote und Kontosperrungen verhängt werden sollen. Moskau will den Wunsch der Krim-Bevölkerung trotz gegenteiliger Appelle des Westens „respektieren“.
Nach den Ereignissen auf der Krim könnte auch der Ostukraine bald ein russischer Einmarsch bevorstehen. Es ist nicht auszuschließen, dass die derzeitige Situation und Entwicklung von Moskau gefördert wird.
Deutsche Unternehmen fürchten um ihre russischen Fabriken. In Moskau wird offenbar ein neues Gesetz vorbereitet, das die Enteignung ausländischer Firmen ermöglichen soll.
Auf dem Höhenpunkt der zyprischen Bankenkrise vor einem Jahr sollen die Finanzminister der Eurozone darauf bestanden haben, auch Guthaben unter 100.000 Euro mit einer Zwangsabgabe zu belasten. Das sagte der zyprische Staatspräsident Anastasiadis der F.A.Z.
Moskaus Vorgehen in der Ukraine schadet seinen Plänen für eine Eurasische Union. Seine Partner Weißrussland und Kasachstan lassen durchblicken, dass sie Russlands Verhalten nicht unterstützen.
Russland wird nach Angaben der ukrainischen Übergangsregierung für einige Tage die Blockade der Militärstützpunkte aufgeben. Auf der Halbinsel ist unterdessen das Referendum angelaufen, bisher ohne Zwischenfälle. Allerdings kam es ukrainischen Medien zufolge zu Manipulationen.
Die Spannungen zwischen Moskau und der Ukraine verschärfen sich. Übergangspräsident Turtschinow sprach von der realen Gefahr einer Invasion. Im UN-Sicherheitsrat legte Russland Veto gegen eine Resolution ein, die das Referendum für nichtig erklären sollte.
Die Allianz wollte Russland entgegenkommen. Doch Moskau nahm nicht die Hand, es zeigte seine Faust. In der Krim-Krise zeigt sich, dass die Strategie der Nato gescheitert ist. Ein Kommentar.
Russland hat im UN-Sicherheitsrat mit seinem Veto eine Resolution verhindert, die das Referendum auf der Krim für nichtig erklären sollte. China enthielt sich. Moskau warnt den Westen vor weiteren Sanktionen.
Der Außenminister wollte Russland wieder an Europa heranführen. Modernisierungspartnerschaft hieß das. Nun zerstört die Krim-Krise all seine Pläne.
Weil sie Strafmaßnahmen Amerikas fürchten, ziehen russische Konzern angeblich Milliarden-Summen von westlichen Konten ab. Sogar die Notenbank in Moskau. Ein wichtiges Pipeline-Projekt mit Europa geht aber wohl weiter.
Putin will den Eindruck von Isolation vermeiden, in Moskau verweist man auf prorussische Stimmen im Westen. Tatsächlich bereitet sich Russlands Führung aber offenbar auf harte Sanktionen vor.
Frank-Walter Steinmeier hat in der Krim-Krise als Mittler zwischen Ost und West einiges riskiert. Nun hat sich John Kerry auf den Fahrersitz gesetzt – zumindest vorläufig.
Im geplanten Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der NSA-Abhöraffäre wollen die Grünen auch Bundeskanzlerin Merkel und den früheren Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden als Zeugen hören.
Der amerikanische Außenminister Kerry versucht, die Abspaltung der Krim noch zu verhindern. Heute trifft er Russlands Außenminister Lawrow in London. Eine Anfrage Kiews nach Waffenlieferungen lehnt Washington ab.
Schwere Vorwürfe gegen den Westen. Konfliktforscher Matthias Dembinski hat die EU dafür kritisiert, Moskaus Interessen in der Ukraine unzureichend einzuordnen.
Die meisten Minister der neuen Regierung stammen aus der Timoschenko-Partei, nur ein wichtiger Politiker ist aus dem Osten des Landes. Auch Nationalisten und Maidan-Vertreter sitzen am Kabinettstisch.
Im Osten der Ukraine wird sich weisen, ob Putin glaubt, dass es für den Westen Wichtigeres gibt als Gas und Profit.
Moskau geht kritischen Journalisten zunehmend an den Kragen: Nach Veröffentlichung eines kristischen Interviews hat die Chefredakteurin des Onlineportals lenta.ru ihre Stelle verloren.
Moskau hat den Westen vor Sanktionen gewarnt. Die kämen wie ein „Bumerang“ zurück. Unterdessen wurden mehrere Kampfflugzeuge nach Weißrussland verlegt und abermals Militärübungen angekündigt. In Wien wurde derweil ein ukrainischer Milliardär verhaftet, der Janukowitsch unterstützt hatte.
Russlands Präsident Putin findet großen Rückhalt im eigenen Volk – auch für den Militäreinsatz auf der Krim. Die Berichterstattung im Staatsfernsehen trägt dazu bei.
Bundeskanzlerin Merkel hat Russland in ihrer Regierungserklärung mit Sanktionen gedroht. Wenn es in den kommenden Tagen nicht zu Resultaten in den Verhandlungen mit Moskau komme, werde man am Montag Einreise- und Kontensperren beschließen.
Den Regierungen im Westen bleibt kaum noch Zeit: Wenige Tage vor dem Referendum auf der Krim versuchen sie den Druck auf Russland noch einmal zu erhöhen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen will die Volksabstimmung als illegal brandmarken.
Amerikas Präsident Obama hat bei einem Treffen mit dem ukrainischen Ministerpräsident Jazenjuk das geplante Referendum auf der Krim scharf kritisiert. Er drohte Russland abermals mit „Kosten“.
Heinrich von Stackelberg hat als Erster untersucht, wie die Oligopolisten ihre Kunden über den Tisch ziehen und was man dagegen tun kann. Mit seiner Arbeit prägte er wesentlich die Wirtschaftswissenschaften in der Nachkriegszeit.
Das Europaparlament hat Edward Snowden befragt - weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Snowdens Einlassungen kamen auf unbefriedigende Art und Weise zustande. Seine Motive bleiben rätselhaft.
Die Chancen auf eine Lösung des Streits um die Krim schwinden mit jedem Tag und jedem weiteren Schritt, den die prorussischen Kräfte dort tun. Der Kreml hat offenbar nur ein Szenario - das der Eskalation.
Die achte Europawahl findet unter dem Eindruck der schärfsten Krise seit dem Fall der Mauer statt. Wird die Krim-Krise zu einer höheren Beteiligung führen? Europa möchte weiß Gott keinen neuen Kalten Krieg.
Russland ist ohne Zweifel ein wichtiger Gas-Lieferant. Europa ist Moskaus Machthaber aber nicht ausgeliefert. Es sollte sich andere Lieferanten suchen. Und sparsamer mit Erdgas umgehen.
Der Exportlobby warnt eindringlich vor Sanktionen gegen Russland. Moskaus Politiker drohen derweil angeblich, dass russische Firmen ihre Auslandsschulden nicht mehr bedienen.
Die russische Politik lastet kräftig auf dem Aktienkurs des größten Erdgaskonzerns der Welt. Die Sorgen der Investoren sind berechtigt. Noch strömt rund die Hälfte der für Zentraleuropa gedachten Ausfuhren durch das ukrainische Pipelinenetz.
Bundeskanzlerin Merkel hat Russland mit weiteren Sanktionen gedroht. Es bestehe die Gefahr, „dass die Ukraine zugrunde geht“, sagte der polnische Ministerpräsident Tusk. Er kündigt die baldige Unterzeichnung eines Teils des Assoziierungsabkommens zwischen EU und Ukraine an.