So abhängig ist Osteuropa von Russland
Nicht nur Deutschland zögert mit harten Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Auch viele osteuropäische Länder sperren sich dagegen. Ein Blick auf die Wirtschaftsbeziehungen zeigt, warum das so ist.
Nicht nur Deutschland zögert mit harten Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Auch viele osteuropäische Länder sperren sich dagegen. Ein Blick auf die Wirtschaftsbeziehungen zeigt, warum das so ist.
Ein Referendum der 300.000 muslimischen Tataren auf der Krim über ihre staatliche Zugehörigkeit könnte den Konflikt mit Moskau anheizen.
Präsident Obama hat Russland vorgeworfen, aus Schwäche, nicht aus Stärke zu handeln. Es gebe größere Bedrohungen für Amerika. Er drohte mit neuen Sanktionen, sollte Moskau weiter in der Ukraine intervenieren. Die Sache sei nicht erledigt.
Vieles deutet darauf hin, dass Russland auf längere Zeit aus dem Club der wichtigsten Industrienationen ausgeschlossen bleibt. Wladimir Putins Vorgehen gilt in Den Haag nicht mehr als vorhersehbar.
Nach scharfer Kritik an seiner Befehlsführung ist der ukrainische Verteidigungsminister Tenjuch zurückgetreten. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erhebt derweil schwere Foltervorwürfe gegen prorussische Milizen auf der Krim.
Die Regierung in Kiew hat den Rückzug der ukrainischen Truppen von der Krim angeordnet. Aber die meisten Militärbasen sind schon in der Hand Moskaus - 50 Prozent der ukrainischen Soldaten sollen bereits übergelaufen sein.
Niemand hat den Russen versprochen, die Nato nicht nach Osten auszudehnen. Eine solche Vereinbarung hätte es auch nicht geben dürfen: Sie wäre eine Fortschreibung der Breschnew-Doktrin gewesen.
Angesichts der Krim-Krise lassen deutsche Unternehmen bei ihrem Engagement in Russland Vorsicht walten. Investitionen werden aufgeschoben oder sogar ganz gestrichen. Zu schaffen macht so manchem auch der Rubel-Verfall.
Putin und sein Charme hätten sie einst fasziniert, sagt Ursula von der Leyen bei Günther Jauch - und fordert ein Ende der russischen Provokationen. Aus Sicht der Verteidigungsministerin gibt es aber auch einen Grund, Russland dankbar zu sein.
Die Annexion der Krim könnte für Moskau ein Fass ohne Boden werden. Die Halbinsel ist bettelarm und auf ständige Zuwendungen angewiesen. Ihre Bewohner erwarten sich von den neuen Herren aber noch mehr.
Wladimir Putin liebt Raubtiere. Weil er sich selbst wie eines fühlt. Das ist den Europäern fremd. Ihre Versuche, den russischen Präsident zu zähmen, können nur scheitern.
Russische Truppen haben einen ukrainischen Luftwaffenstützpunkt gewaltsam besetzt. Amerika forderte Russland zu Gesprächen mit der Ukraine über die Sicherheit der ukrainischen Soldaten auf.
Der stellvertretende AfD-Bundessprecher Gauland bezeichnete die Annexion der Krim zwar als völkerrechtswidrig, warb aber um Verständnis für Moskau. Die ukrainische Regierung sei „nicht demokratisch legitimiert“.
Frank-Walter Steinmeier versichert der Kiewer Übergangsregierung die Unterstützung Deutschlands - versucht aber, Moskau nicht unnötig zu provozieren. Bei Gesprächen im Osten der Ukraine trifft der Außenminister auf problematische Machtverhältnisse.
Die Swoboda-Partei belastet die ukrainische Regierung, ist aber nicht ihr einziges Problem. Auch die Leute in der Regierung, die des Extremismus unverdächtig sind, haben Makel.
Putin-Versteher sind in Wahrheit keine Freunde Russlands. Sie gehen der Gleichsetzung von Führung und Volk der Propaganda Moskaus auf den Leim: Der russische Präsident schadet seinem Land.
Die EU beschließt trotz russischer Proteste den politischen Teil des Assoziierungsabkommens mit der Ukraine - und Kiew kommt gleich mit einer großen Bitte.
Putins Potpourri aus 1938, 1939 und 1968: Alles halb so schlimm! Vermutlich hat er nur eine Überdosis Guido Knopp abbekommen.
In der DDR war die Fernsehserie „Olsenbande“ Kult. Dänemark brachte uns als Kinder in Dresden zum Träumen. Eine Liebeserklärung und eine Spurensuche.
Der ukrainische Ministerpräsident fordert, dass Europa sein Land in Zukunft mit Energie versorgt - weil Russland seine Verträge verletze und den Gaspreis verdopple. Bislang ist aber nur der politische Teil eines neuen Pakts zwischen der EU und Kiew unterzeichnet.
Warschau spielt politisch eine wichtige Rolle im Konflikt um das Nachbarland. Doch polnische Unternehmen haben Angst, von Moskau abgestraft zu werden - über die Beziehungen zu Russland und die Konsequenzen für die EU.
Die Vereinigten Staaten haben Sanktionen gegen ranghohe Vertreter der russischen Elite verhängt. Dies trifft auch Putins engstes Umfeld. Als Reaktion kündigte Moskau Einreisesperren gegen Amerikaner an.
Ein Fernsehsender „entlarvt“ Alexej Nawalnyj als CIA-Agenten. Solche Vorwürfe gab es öfter. Doch nach der Rede Putins erscheinen sie in einem anderen Licht.
Auf dem EU-Gipfel heute wird die Krim-Krise wieder viel Raum einnehmen. Scharfe Wirtschaftssanktionen gegen Russland sind nicht zu erwarten. Der EU-Russland-Gipfel aber wird wohl abgesagt.
Das ukrainische Volk werde die „Annexion der Krim niemals anerkennen“, heißt es in einer Resolution des Parlaments in Kiew. Immerhin: Der russische Verteidigungsminister Schoigu spricht in einem Telefonat mit seinem ukrainischen Kollegen Tenjuch über „Deeskalation“.
Abgeordnete der rechtsextremen Swoboda-Partei greifen den Chef des ukrainischen Fernsehens brutal an, weil der Sender den Auftritt Putins zeigte. Ein Bärendienst an der Demokratiebewegung. Kreml-Anhänger sehen sich bestätigt.
Mit unerschütterlichem Optimismus setzt die deutsche Bundesregierung weiter auf die OSZE. Doch alle Bemühungen, eine Beobachtermission für die Ukraine ins Werk zu setzen, stoßen immer wieder auf ein letztes Hindernis.
Das Wirtschaftsministerium genehmigt die Ausfuhr von Teilen eines Gefechtsübungszentrums des Konzerns Rheinmetall an Russland bis auf weiteres nicht. Es geht um 120 Millionen Euro.
Die Annexion der Krim sei keine russische Wiedervereinigung, heißt es von der Bundesregierung. Sondern eine „Teilung der Ukraine“. Russlands Präsident Putin hatte auf deutsches Verständnis gehofft.
Prorussische Kräfte haben das Hauptquartier der ukrainischen Marine auf der Krim eingenommen. Die Eroberung ist eine weitere Machtdemonstration Moskaus - und ein zutiefst symbolischer Akt. Eine Bildergalerie.
Der russische Schriftsteller Viktor Jerofejew sieht sein Land in der Krim-Krise sich direkt auf ein „iranisches“ Modell zubewegen. Moskaus Vorgehen stelle sogar die Niederschlagung des Prager Frühlings in den Schatten.
Im Minikalifat eines Kaukasiers in Syrien waren Enthauptungen an der Tagesordnung. Jetzt sitzt der Mann in einem türkischen Gefängnis. Zuvor war er von anderen Dschihadisten in das Nachbarland abgedrängt worden.
Prorussische Milizen haben einen Stützpunkt der ukrainischen Marine in Sewastopol erobert. Der Oberbefehlshaber soll vom russischen Geheimdienst abgeführt worden sein. Die Ukraine arbeitet an einem Plan für einen Abzug ihrer Truppen von der Krim.
Die EU und Amerika drohen, Putin schafft Fakten. Unbeeindruckt von internationalen Sanktionen gliedert Russland die Krim in die Föderation ein. Hunderttausende bejubeln ihren Präsidenten dafür.
++ Ukraine erlaubt Soldaten Gebrauch von Schusswaffen ++ Ukrainischer Soldat auf Krim getötet, Ukraine spricht von Kriegsverbrechen ++ Krim offiziell Russland angegliedert ++ Russland aus G8 suspendiert ++ Westen droht weitere Sanktionen an ++ Der Tag auf der Krim im News-Überblick.
Das bizarre Schauspiel, mit dem Wladimir Putin die Annexion der Krim feierte, wurde bei Angela Merkel bemerkenswert gelassen aufgenommen. Dass die Krim russisch wird, war in Berlin längst eingepreist. Auch von Strafmaßnahmen spricht derzeit noch niemand - Deutschland will einen Handelskrieg verhindern.