Etwas Schreckliches, etwas Blutiges zieht heran
In der Ukraine würden orthodoxe Kirchen zerstört und Russischsprechende herabgesetzt, wird in Russland verbreitet: Wie man sich in Moskau auf das Kommende vorbereitet - was auch immer das sein mag.
In der Ukraine würden orthodoxe Kirchen zerstört und Russischsprechende herabgesetzt, wird in Russland verbreitet: Wie man sich in Moskau auf das Kommende vorbereitet - was auch immer das sein mag.
Während Brüssel Zollerleichterungen für Kiew ankündigt, bereitet Moskau schon den Beitritt der Krim vor. Das ukrainische Parlament verlangt unterdessen von der Regierung auf der Schwarzmeerhalbinsel, dass sie das geplante Referendum absagt.
Sollte Moskau in der Krim-Frage nicht einlenken, könnte die EU noch diese Woche die zweite Eskalationstufe der Sanktionen gegen Russland starten, sagt der französische Außenminister. Sein deutscher Amtskollege Steinmeier besucht derweil zur Krisendiplomatie das Baltikum.
Der frühere Bundeskanzler Schröder zeigt sich in der Krim-Krise als Versteher seines Freundes Wladimir Putin. Für den völkerrechtswidrigen Anschlussplan für die Krim hat er einen bemerkenswerten Vergleich aus seiner eigenen Amtszeit parat.
Refat Tschubarow, der politische Führer der Krimtataren, hat in Simferopol auf der Halbinsel Krim eine Art Krisenstab eingerichtet. Tschubarow wurde gerade erst gewählt und steht schon vor der vielleicht schwierigsten Aufgabe seines Lebens:
„Die Zeit drängt“: Kanzlerin Merkel droht Moskau mit Sanktionen, der russische Präsidenten müsse an einer internationalen Kontaktgruppe zur Lösung der Krim-Krise mitwirken. An diesem Donnerstag wird sie eine Regierungserklärung zur Ukraine abgeben.
Die EU plant auf das Referendum über den Anschluss der Krim an Russland mit abermaligen Sanktionen gegen Moskau zu reagieren. China ruft Amerika zur Besonnenheit in der Krim-Krise auf. Gleichwohl schickt Washington Kampfflugzeuge und Soldaten nach Polen für ein Manöver.
Über Jahrhunderte hat sich Russland die Ukraine als schwächlichen Vasallen gehalten. Jetzt hat es mit dem Mut seiner Bürger zu tun. Was die Schriftstellerin Tanja Maljartschuk dem mächtigen Nachbarn zu sagen hat.
Der frühere Bundeskanzler hält den Rechtsbruch für offensichtlich - will Putin aber dennoch nicht verurteilen: Die EU trage in der Krim-Krise Mitschuld. Eine Vermittlerrolle will Schröder weiterhin nicht übernehmen.
Republikaner sagen, die Schwäche ihres Präsidenten habe Putin zur Krim-Invasion ermuntert. Das lenkt ein wenig ab von der Kritik an Deutschland: Zahlreiche Kongressmitglieder klagen, die Europäer zauderten mit Sanktionen bloß wegen ihrer Gasverträge.
Wenn Moskau die Krim annektiert, kann es die Schwarzmeerflotte aufrüsten und seine Macht in der Region festigen. Kiew bleibt angesichts dieses Szenarios nur ein Trost: engere Beziehungen zur Nato.
Bislang macht der russische Präsident keine Anstalten, in der Krim-Krise einzulenken. Deswegen verschärft der Westen nun den Tonfall: Unisono drohen die Spitzenpolitiker in Washington, Berlin und Paris mit noch härteren Sanktionen gegen Moskau.
Drei Tage vor dem geplanten Referendum auf der Schwarzmeerhalbinsel will sich der Bundestag mit den Ereignissen auf der Krim beschäftigen. Auch Kanzlerin Merkel wird reden.
Wladimir Putin als diabolischer Hausmeister, so kann man ihn sich womöglich vorstellen. Jedenfalls, wenn man versucht zu verstehen, warum er auf die Wirtschaft so wenig Rücksicht nimmt.
Wladimir Putin spricht nicht mehr nur von „bedrohten Russen“ im Nachbarland. Nun bietet Moskau dem ukrainischen Volk seinen Schutz vor „faschistischen“ Putschisten an.
Wieder aufflammende Sorgen um die Krim haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag belastet.
Was verspricht sich Wladimir Putin davon, wenn er den Konflikt immer weiter anheizen lässt? Je weiter die Auseinandersetzung eskaliert, desto größer wird auch das Risiko für ihn.
Russlands Präsident Putin und der amerikanische Präsident Obama haben die Krise in der Ukraine besprochen. Obama rechtfertige Sanktionen und forderte die russischen Truppen zur Rückkehr auf. Putin mahnte, die gemeinsamen Beziehungen nicht aufs Spiel zu setzen.
Der vermeintliche Verlust der Ukraine an den Westen beunruhigt Putin. Russland hat andere Pläne für seine Anrainerstaaten. Aus der Zollunion soll langfristig eine „Eurasische Union“ werden.
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel besucht Wladimir Putin in Moskau – und mahnt. Doch der russische Präsident sagt zu dem Vorschlag, eine Kontaktgruppe einzurichten, „weder ja, noch nein“.
Washington verhängt Sanktionen gegen russische Regierungsbeamte. Es seien Einreiseverbote und weitere Strafmaßnahmen gegen jene verhängt worden, die für die Gefährdung der ukrainischen Sicherheit verantwortlich seien, teilte das Weiße Haus mit.
In zehn Tagen soll auf der Krim über die Zukunft der Halbinsel abgestimmt werden. Russland trifft längst Vorkehrungen für den Anschluss - allen gegenteiligen Äußerungen Putins zum Trotz.
In Simferopol haben die Abgeordneten der Schwarzmeer-Halbinsel dafür votiert, der Russischen Föderation beizutreten. Ein Referendum über die Zukunft dazu ist auf den 16. März vorgezogen. Russlands Präsident Putin sei über die Entwicklung „informiert“, heißt es dazu aus Moskau.
Kanzlerin Merkel hält in der Krim-Krise an Sanktionsdrohungen fest: Man beschäftige sich mit Maßnahmen „in unterschiedlicher Weise“. Frankreichs Premierminister Ayrault sagte, zumindest harte Sanktionen gegen Moskau werde es wohl zunächst nicht geben.
Die CSU übertraf sich am Aschermittwoch in Passau selbst, als sie sich für die Zusammenarbeit mit Moskau aussprach. Bei was? Der Besetzung der Krim? Dem Belügen der Welt? Auch der Klamauk hat Grenzen.
Der russische Gasprom-Konzern ist an erster Stelle ein Machtinstrument des Kreml - und erst an zweiter ein Unternehmen. Das bekommt gerade auch die Ukraine schmerzlich zu spüren.
Der aus Russland stammende Bestsellerautor Wladimir Kaminer bezieht Stellung zum Ukraine-Konflikt. Und zwar ganz schön heftig.
An der EU-Außengrenze zur Ukraine ist man derzeit wachsamer denn je. Die vier Visegrad-Staaten fürchten nichts mehr als eine russische Intervention. Andererseits will man die Wirtschaftsbeziehungen zu Moskau nicht gefährden.
Belgrad gilt als enger Verbündeter Moskaus. Nun hat der russische Präsident die Serben mit einem einzigen Satz über die Kosovo-Albaner in Wallung gebracht. Prominente Politiker sehen sich zu verbalen Purzelbäumen gezwungen.
Die CSU nutzt ihren Politischen Aschermittwoch nicht nur für die altbekannte Kritik an Brüssel: Die Bayern suchen den Schulterschluss mit Russland. Eine Ausgliederung aus Europa werde man nicht zulassen.
Drastische Wirtschaftssanktionen aus Amerika und Europa würden Russland zweifellos hart treffen. Doch wer Sanktionen von großer potentieller Wirkung verhängt, riskiert auch eine Selbstbeschädigung. Eine Analyse.
Die Bundesregierung will auf Sanktionen gegen Moskau verzichten - wenn eine politische Lösung des Konflikts rasch vorankommt. Die Außenminister aus Russland, der EU und Amerika treffen sich noch am Nachmittag zu Verhandlungen.
Stalin und Litwinow urteilten 1933/34 über Hitlers außenpolitische Absichten realistischer als die Diplomaten an der deutschen Botschaft in Moskau.
Sergej Aksjonow, der neue „Regierungschef“ der Krim, ist zum Gesicht der russischen Autonomiebestrebungen geworden. Bis vor kurzem war Aksjonow, dem Kontakte zur Mafia nachgesagt werden, noch der halbseidene Führer einer winzigen Partei.
Die Staaten Osteuropas blicken verängstigt auf Russlands Gebaren in der Ukraine. Polen hat ein Treffen des Nato-Rates beantragt. Aufregung herrschte dort nicht. Aber das Bündnis wird die tägliche Lageauswertung intensivieren.
Amerikas Präsident reagiert nicht mit unbedingter Härte auf die russische Intervention. Obama setzt auf finanzielle Hilfen für die Ukraine und abgestufte Sanktionsdrohungen, um Moskau zum Einlenken zu bringen.