Erboste Grüße aus Moskau
Die Prager Stadtverwaltung lässt die Statue eines Sowjet-Marschalls abmontieren - und Moskau ist empört. Auch über einen Bericht, ein angeblicher Giftmörder sei mit Rizin im Gepäck in die Tschechische Republik gereist.
Die Prager Stadtverwaltung lässt die Statue eines Sowjet-Marschalls abmontieren - und Moskau ist empört. Auch über einen Bericht, ein angeblicher Giftmörder sei mit Rizin im Gepäck in die Tschechische Republik gereist.
Immer wieder tritt Präsident Putin vor die Kamera, um den Russen Mut zuzusprechen. Doch das Schlimmste scheint immer noch bevorzustehen. Der Unmut in der Bevölkerung wächst.
Die Musik von Alexander Wustin verband bodenständige Lebenswahrheit mit technischer Komplexität. In der orthodoxen Osternacht ist der Komponist in Moskau gestorben.
In der Corona-Krise wird sich zum Osterfest der orthodoxen Christen vielerorts virtuell zum Gebet getroffen. Doch nicht überall bleiben die Gläubigen zu Hause.
Das Coronavirus zerstört Putins Pläne für dieses Frühjahr. Nun ist auch Russlands größtes politisches und gesellschaftliches Jahresereignis verschoben – die Militärparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
Mit digitalen Lösungen wollte Moskaus Bürgermeister die Ausgangssperre in der Stadt kontrollieren. Herausgekommen sind zunächst aber lange Schlangen vor der Metro.
Bislang laufen in Italien und in Serbien propagandistisch begleitete Hilfsaktionen des russischen Militärs. Nun erwägt Putin angesichts der weiter steigenden Zahl der Corona-Infizierten, es auch daheim einzusetzen.
Fast zwölftausend Corona-Fälle gibt es in Russland, mehr als die Hälfte davon in der Hauptstadt. Die medizinische Versorgung ist „an der Grenze“. Krankenschwestern und Ärzte haben Angst.
Gerade erst hatte der Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche, Kirill, in seinem gepanzerten Mercedes Moskau umrundet, angeblich, um die Stadt vor dem Corona-Virus zu schützen. Da wurde an einem ominösen Ort der Hauptstadt ein Mann namens Jesus festgenommen.
Internationale Ermittler haben festgestellt, dass das Assad-Regime in mindestens drei Fällen Chemiewaffen eingesetzt hat. Syrien und Russland haben das immer wieder bestritten – und Moskau versuchte, die Einsätze mit Desinformationskampagnen zu verschleiern.
Die Fashion Week in Russland lief wegen der Corona-Pandemie zum ersten Mal komplett digital ab. Sieht so die Zukunft aus?
Zur besseren Kontrolle will Russland die Daten aller Corona-Infizierten sammeln. Die Fotos seien nur für die Behörden zugänglich. Kritiker fürchten eine umfassende Überwachung.
Moskau prüft Wachsamkeit und Wehrhaftigkeit der Nato. Das westliche Bündnis muss in dieser Megakrise besonders auf seine Fähigkeit zu glaubwürdiger Abschreckung achten.
Vorige Woche noch schüttelte der russische Präsident die Hände der Ärzte des Krankenhauses, das er besuchte. Nun ist einer von ihnen infiziert. Und auch Putin sieht inzwischen von Körperkontakt ab.
Im Schatten der Seuche versucht Moskau, die eigene Stellung im Konflikt in der Ostukraine zu stärken. Das zeigt das Vorgehen der prorussischen Kämpfer im Donbass.
Zwölfeinhalb Millionen Moskauer müssen sich zuhause selbst isolieren, verfügen die russischen Behörden. Ein „kluges Kontrollsystem“ soll dafür sorgen, dass strenge Ausnahmeregeln eingehalten werden.
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wird das öffentliche Leben in Moskau weiter eingeschränkt. Russland riegelt zudem seine Grenzen komplett ab.
China und Russland handeln nicht selbstlos, wenn sie Hilfsgüter in das vom Virus hart getroffene Italien schicken. Die beiden autoritären Staaten stoßen propagandistisch in die Lücke, die ihnen das Versagen der EU eröffnet hat.
In Italien wachsen die Zweifel an der russischen Corona-Hilfe: Schutzanzüge für Chemiewaffenangriffe, Desinfektionsanlagen, die für Innenräume ungeeignet sind; und von russischen Militärfahrzeugen gibt es bislang nur Fotos an Tankstellen.
Im März 1945 bietet die Sowjetunion den Führern des polnischen Widerstands gegen die deutsche Besatzung Gespräche an. Aber Stalin hat nicht vor, mit den Polen zu verhandeln. Er will einen Prozess.
Über die Corona-Krise beraten die Vereinten Nationen nicht mehr nur – die Pandemie ist im New Yorker Hauptquartier angekommen. Der Sicherheitsrat tagt nun virtuell. Dass Moskau dagegen protestiert, nährt Spekulationen.
Die Operation Machterhalt ist abgeschlossen – nun reagiert auch Russlands Präsident Putin auf die Corona-Krise. Debatten darüber, ob das alles zu spät kommt, muss er nicht fürchten.
Bis vor kurzem war der Kampf gegen das Coronavirus keine Priorität des Präsidenten. Doch nun bereitet der Kreml die Russen auf eine Ausbreitung im ganzen Land vor – und Putin verschiebt sogar die Abstimmung über die Verfassungsreform.
Mit rund 100.000 Kameras, die mit Gesichtserkennungs-Softwares ausgestattet sind, wollen die russischen Behörden das Einhalten der Corona-Quarantäne in Moskau überwachen. Rechtsaktivisten befürchten einen Machtmissbrauch des Kremls.
Moskau will acht Brigaden mit entsprechender medizinischer Ausrüstung in das südeuropäische Land verlegen. Auch stehen Virologen und Epidemiologen bereit für den Einsatz.
Er sitze nicht vor dem Spiegel und probiere Hüte aus, sagt der russische Präsident. Das hält die Opposition nicht davon ab, Putin weiterhin als „Zar“ zu titulieren.
Der Kreml versucht zu zeigen, dass er die Epidemie unter Kontrolle hat. Viele Russen aber fürchten, im Fall einer Erkrankung in die Hände des staatlichen Gesundheitssystems zu fallen. Manche Covid-19-Diagnosen soll Moskau verschwiegen haben.
Wegen des Coronavirus wird die Moskauer U-Bahn gerade besonders gründlich gereinigt - mit UV-Licht und per Hand.
Russland und Saudi-Arabien liefern sich einen Preiskampf ums Öl – mit offenem Ausgang. Für Amerikas Fracker ist es ein Desaster. Kann Deutschland als Importland profitieren?
Das passende Stück zur Epidemie war schon seit drei Jahren in Planung: Der immer noch in Russland festgesetzte Kirill Sebrennikov inszeniert für Berlin eine Aktualisierung des „Decamerone“ von Boccaccio.
Russlands Abkehr von der Opec zu diesem derart kritischen Zeitpunkt verwundert viele. Doch die Regierung beruhigt – und versucht offenbar, einen mächtigen Gegner zu schwächen.
Moskau ließ die Verhandlungen mit der Ölstaaten-Organisation Opec scheitern. Der Ölpreis vermindert sich dramatisch – an den Börsen fallen die Aktienkurse stark.
In Amsterdam beginnt der Prozess gegen drei Russen und einen Ukrainer, die mitverantwortlich für den Abschuss der Passagiermaschine über der Ostukraine im Jahr 2014 sein sollen. Damals starben 298 Menschen, die meisten von ihnen Niederländer. Vor Gericht wird es nun auch um die Rolle Russlands gehen.
Auf den ersten Blick ist der russische Präsident der Sieger: Die in Moskau vereinbarte Waffenruhe zementiert die Gebietsgewinne der syrisch-russischen Truppen in Idlib. Doch dass ihr Vormarsch fürs erste gestoppt ist, dürfte Putin ebenfalls recht sein.
Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, setzt Moskau auf drastische Quarantänemaßnahmen. In sozialen Medien macht sich Unmut über den Umgang Russlands mit dem Virus Luft.
Hunderttausende sind wegen der Kämpfe in der Region Idlib im Nordwesten Syriens auf der Flucht. Die Moskauer Vereinbarung zu Idlib sichert Assad Geländegewinne und lässt die Tür für eine Fortsetzung der Offensive offen.