In Manbidsch droht ein Nato-GAU
Ankaras Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG hat Amerika in eine schwierige Lage gebracht. Nun droht auch noch, dass Türken und Amerikaner aufeinander schießen.
Ankaras Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG hat Amerika in eine schwierige Lage gebracht. Nun droht auch noch, dass Türken und Amerikaner aufeinander schießen.
Die türkische Armee hat sich am Dienstag heftige Gefechte mit den kurdischen „Volksschutzeinheiten“ geliefert. Aufrufe von Imamen, für den Erfolg der Soldaten zu beten, sorgen unterdessen in Baden-Württemberg für Ärger.
Die türkische Offensive gegen die syrischen Kurden stößt international zwar auf Besorgnis, doch bleibt es bislang bei Appellen zur Mäßigung. Die Angriffe im Rahmen der sogenannten Operation Olivenzweig halten unvermindert an.
In mehreren deutschen Städten sind pro-kurdische Demonstranten gegen die „Operation Olivenzweig“ der Türkei auf die Straße gegangen. Nicht immer blieb es friedlich. Und auch die internationale Kritik an dem Militäreinsatz wächst.
Anne Peters ist Direktorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Im FAZ.NET-Interview erklärt sie, wie der türkische Militäreinsatz in Nordsyrien aus völkerrechtlicher Perspektive zu bewerten ist.
Der türkische Militäreinsatz gegen kurdische Stellungen in Syrien heizt auch in Deutschland den Konflikt zwischen Türken und Kurden neu an. Das wurde jetzt auch am Flughafen von Hannover sichtbar.
Russland unterstützt den türkischen Angriff auf Afrin – denn davon könnte sein Hauptverbündeter Assad profitieren. Und vor allem ärgert es Amerika.
Mit ihrer Militärintervention will die Türkei mehr erreichen, als nur die syrische Grenze zu sichern: Sie will einen Stück des Kuchens, wie es sich auch Russland und Iran bereits gesichert haben.
Am Samstag hat die Türkei ihren zweiten Feldzug im Norden Syriens begonnen. Bei ihrer Offensive gegen die Kurden-Miliz YPG sollen auch Leopard-2-Panzer im Einsatz sein. Die Bundesregierung hält sich bedeckt, doch die Kritik wächst.
Die Türkei hat ihren zweiten Feldzug im Norden Syriens begonnen. Doch diesmal geht es nicht gegen den „Islamischen Staat“. Die neuen alten Gegner sind die Kurden. Das hat auch Auswirkungen auf die Beziehungen zu Russland.
Es ist noch nicht allzu lange her, da sahen die Kurden wie die großen Gewinner des Kriegs in Syrien aus. Erdogans Einmarsch ändert alles.
Aus Syrien sind nach dem Beginn der türkischen Offensive gegen Kurden mehrere Raketen abgefeuert worden. Sie trafen Wohngebiete in Südostanatolien.
Seit Jahren kündigt Ankara ein Vorgehen gegen Afrin an. So eindeutig wie diesmal waren die Drohungen aber noch nie: Staatspräsident Erdogan will die Stationierung einer „Terrorarmee“ an der türkischen Grenze mit einem Gegenschlag verhindern.
Er verhängte hunderte Todesurteile im Iran, auch gegen Jugendliche. Nun wird der frühere Justizchef Ayatollah Mahmoud Hashemi Shahroudi in Hannover behandelt. Menschenrechtler, Kurden und ein Grünen-Politiker wollen ihn vor Gericht sehen.
Eine Offensive gegen die von Washington unterstützten Kurden sei ein Fehler, sagt der amerikanische Verteidigungsminister Mattis. Der Ton zwischen Syrien und Amerika verschlechtert sich immer weiter.
Die Soziologin Latife Akyüz unterschrieb eine Petition für Frieden mit den Kurden – und musste die Türkei verlassen. Sie lebt und lehrt heute in Frankfurt. Ihre Kollegen stehen in Istanbul vor Gericht.
Zehn Unimitarbeiter stehen in Istanbul wegen „Terrorpropaganda“ vor Gericht. Ihr Vergehen: Sie hatten in einer Petition das Vorgehen der türkischen Sicherheitskräfte gegen kurdische Aufständische kritisiert.
Im Kampf gegen den IS warnt die Türkei die Vereinigten Staaten seit langem vor der Zusammenarbeit mit dem syrisch-arabischen SDF-Bündnis. Durch neue Enthüllungen sieht sich Ankara jetzt bestätigt.
Ein schweres Erdbeben hat die Grenzregion zwischen Iran und Irak erschüttert. Es gibt Hunderte Tote und Tausende Verletzte. Irans Präsident verspricht schnelle Hilfe.
Bei einer Kundgebung von Kurden in Düsseldorf ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Demonstranten zeigten verbotene Fahnen mit dem Abbild von PKK-Führer Öcalan.
Die Türkei will Hunderte Intellektuellle vor Gericht stellen, die das Vorgehen von Sicherheitskräften in den Kurdengebieten kritisiert hatten. Viele der Angeklagten leben in Deutschland.
Im Konflikt zwischen irakischen Kurden und der Zentralregierung hält die Feuerpause, die Spannungen aber bleiben bestehen. Der kurdische Präsident Barsani kündigt seinen Rückzug an.
Die kurdische Regionalregierung sendet ein Entspannungssignal nach Bagdad. Sie will das Ergebnis des Unabhängigkeitsreferendums einfrieren und Militäreinsätze stoppen.
Nach neuen Gefechten in der ölreichen Region Kirkuk, appelliert die amerikanische Regierung an ihre untereinander verfeindeten Verbündeten, weitere gewaltsame Konflikte zu vermeiden.
Die Truppen der irakischen Regionalregierung nehmen weitere Teile des von Kurden beanspruchten Gebiets ein. Möglicherweise setzten die Peschmerga auch deutsche Waffen ein.
Die militärische Eskalation im Nordirak weckt Ängste vor einem neuen Bürgerkrieg in der Region. Deutschland bricht seine Ausbildungsmission ab, Amerikas Präsident Trump will seine Soldaten aus den Gefechten raushalten. Beide fürchten, dass der eigentliche Gewinner der IS sein könnte.
Als Reaktion auf den Vormarsch irakischer Truppen auf von Kurden kontrollierte Gebiete, hat die Bundeswehr ihre Ausbildungsmission im Nordirak unterbrochen. Derweil wächst die Angst vor einem Bürgerkrieg.
Nach dem kurdischen Unabhängigkeitsreferendum eskalieren die Spannungen. Irakische Einheiten dringen in kurdisches Gebiet ein und stoßen rasch vor. Droht nun ein Bürgerkrieg?
Die Kurden im Norden des Iraks rüsten sich gegen die Truppen der Zentralregierung. Bagdad hat in der Provinz Kirkuk offenbar ebenfalls Einheiten zusammengezogen. Droht dem Irak ein Bürgerkrieg?
Am 1. November wollen die irakischen Kurden Parlament und Präsident neu bestimmen. Die Türkei droht mit noch schärferen Sanktionen. Irak und Iran beginnen ein gemeinsames Manöver an der Grenze der Kurdenregion.
Am Montag hatten die Kurden im Norden Iraks für die Unabhängigkeit gestimmt. Vor allem einem Nachbarn gefällt das nicht. Es drohen schwere Konsequenzen.
Ankara hat mit Verärgerung auf das kurdische Unabhängigkeitsreferendum reagiert. Nun stoppt die Türkei die Zusammenarbeit mit den Peschmerga-Kämpfern – und schwächt so den Kampf gegen den IS.
92 Prozent der Kurden haben für ihre Unabhängigkeit gestimmt, erklärt die Wahlkommission in Erbil. Kurdenführer Barsani rief die irakische Führung zu Verhandlungen auf. Doch die reagierte mit einer Drohung.
Die Regierung in Bagdad fordert die Kontrolle über die Flughäfen im Kurdengebiet. Die kurdische Autonomieregierung lehnt das Ansinnen jedoch ab, denn sie befänden sich im „Besitz Kurdistans“.
Im Nordirak haben die Kurden über die Unabhängigkeit ihrer Region abgestimmt. Ein riskantes Spiel: Bagdad, die Nachbarländer und Amerika sind dagegen.
In der Türkei bekennen sich mittlerweile selbst Wissenschaftler zu ihren Mordgelüsten. Unter kräftigem Zutun der Regierenden vergiftet und zerstört die Hasssprache den sozialen Frieden im Land.