Erdoğans große Verzweiflung
Mit der Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoğlu glaubt Erdoğan, die Opposition ausgeschaltet zu haben. Dem ist nicht so. Der Protest ist groß wie nie.
Mit der Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoğlu glaubt Erdoğan, die Opposition ausgeschaltet zu haben. Dem ist nicht so. Der Protest ist groß wie nie.
Durch die vorläufige neue Verfassung in Syrien sehen sich Kritiker der islamistischen Machthaber bestätigt. Sie sprechen von einer Art „Präsidialmonarchie“ und sehen die Rechte von Minderheiten gefährdet.
Die neuen islamistischen Machthaber in Damaskus schließen einen Deal mit der kurdischen Autonomieregierung im Nordosten. Gelöst ist der Konflikt damit allerdings noch nicht.
Die jüngste Gewalt in Syrien ließ die Hoffnung auf neue Stabilität schwinden. Das Abkommen mit den Kurden im Nordosten für die Islamisten in Damaskus ist daher ein umso wichtigerer Erfolg im Bemühen, das Land zu vereinen. Der Überblick.
Die PKK verkündet nach Öcalans Aufruf einen unilateralen Waffenstillstand. Doch die Bedingungen, die sie für eine Selbstauflösung stellt, wird Erdogan kaum erfüllen wollen.
Nachdem PKK-Chef Öcalan seine Anhänger zum Niederlegen der Waffen aufgerufen hatte, verkündet die kurdische Arbeiterpartei offenbar einen Waffenstillstand mit der Türkei. Es gibt jedoch Bedingungen.
Nach dem Aufruf des Kurdenführers Abdullah Öcalans zur Auflösung der PKK erklärt Ankara die Kurdenfrage für gelöst. Kulturelle Rechte für Kurden rücken damit noch mehr in die Ferne.
Seit 1999 sitzt PKK-Anführer Abdullah Öcalan in einem türkischen Gefängnis. Nun ruft er die verbotene kurdische Arbeiterpartei zur Beendigung des bewaffneten Kampfes in der Türkei auf.
Es wird erwartet, dass der seit vielen Jahren inhaftierte PKK-Führer seine Kämpfer aufruft, die Waffen niederzulegen. Es wäre der Beginn eines längeren Friedensprozesses – mit unbekanntem Ausgang.
Die Kurden in der Türkei hoffen auf einen neuen Friedensprozess – und erleben eine neue Welle heftiger Repression. Wie passt das zusammen?
Europa zeigt bei der Pariser Syrien-Konferenz, dass es den Übergang in dem Land aktiv mitgestalten will. Frankreich fordert, die Kurden politisch einzubinden und Sanktionen zu lockern.
In Gefangenenlagern im Nordosten Syriens sitzen Zehntausende IS-Kämpfer und ihre Frauen – auch Deutsche. Muss Berlin die Dschihadisten bald zurücknehmen?
Wenn es für westliche Diplomaten und Politiker möglich ist, sich in Syrien mit dem Anführer einer Terrororganisation zu treffen, müsste es eigentlich auch möglich sein, mit den Kurden und Drusen ins Gespräch zu kommen.
Donald Trump hat amerikanische Auslandshilfen eingefroren. Der Militärführer der kurdisch geführten SDF-Miliz in Syrien warnt im Interview vor einem Machtvakuum, das dem IS zugute kommen könnte.
In der Türkei ist offenbar ein neuer Friedensprozesses mit der PKK im Gange. Ob ihre Kämpfer einem Aufruf Abdullah Öcalans folgen würden, die Waffen niederzulegen, ist unklar.
Die Türkei sieht die kurdischen Milizen im Norden Syriens als Bedrohung. Syriens neuer Machthaber sichert zu, alle bewaffneten Gruppen im Land würden bald „ihre Auflösung“ bekanntgeben.
Um in Syrien zu Frieden und Stabilität zu kommen, müssten sich auch die kurdischen Milizen ins Glied fügen, die selbst keine weiße Weste haben. Die Drohung aus Ankara kann da sogar helfen.
Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat bei ihrem Besuch in der Türkei deutlich gemacht, dass die Sicherheit der Kurden und Kurdinnen im Norden Syriens nicht gefährdet werden darf.
Im Nordosten Syriens kämpfen kurdische Einheiten gegen Milizen, die von der Türkei unterstützt werden. Das könnte vor allem dem „Islamischen Staat“ nutzen. Die syrischen Kurden appellieren an den Westen.
Erdoğan und seine Helfer werben immer heftiger um die Kurden. Für den Machterhalt werden sie gebraucht. Junge Leute verlassen indes weiter das Land. Und der Palast prasst.
In Tal Rifaat im Nordosten Syriens herrschten bis vor wenigen Tagen Kurden. Jetzt fliehen sie vor von Ankara unterstützten Milizen. Dafür kehren vertriebene Araber in ihre Häuser zurück.
Seit dem Sturz des Assad-Regimes telefoniert die Schriftstellerin Ronya Othmann viel mit ihrem kurdisch-jesidischen Vater. Beide können kaum glauben, was passiert ist. Aber sie jubeln nicht. Sie haben Angst.
Im Nordosten Syriens rücken islamistische Rebellen mithilfe der Türkei vor. Das beunruhigt die Vereinigten Staaten. Washington befürchtet ein Erstarken des „Islamischen Staats“.
Die bisher von der Kurdenmiliz kontrollierte Stadt Tal Rifaat ist von pro-türkischen Kämpfern erobert worden. Die zweitgrößte Stadt Aleppo wird dagegen nun vollständig von Dschihadisten kontrolliert.
Kurdische Milizen scheinen das Machtvakuum in Aleppo auszunutzen. Das dürfte der von der Türkei unterstützen islamistischen Rebellenallianz kaum gefallen.
Der türkische Präsident stellt die Weichen dafür, dass er bis an sein Lebensende herrscht. Er übt massiven Druck auf die Kurden aus. Erdoğans Geheimwaffe ist ein Staatsanwalt, der nun in Istanbul wütet.
Ein Großteil der türkischen Asylbewerber in Deutschland sind Kurden aus dem Südosten des Landes. Dort tobt gerade ein neuer Machtkampf um die Rathäuser. Schon Teetrinken kann dort eine Frage der Identität sein.
Noch vor kurzem sah es so aus, als könnte es in der Türkei einen neuen Friedensprozess mit der PKK geben. Nun wurden drei kurdische Bürgermeister durch Zwangsverwalter ersetzt. Was bezweckt Erdoğan damit?
Das geplante Agentengesetz bedroht alle Journalisten in der Türkei. Die Skandale der Regierung reißen nicht ab. Den Kurden macht sie falsche Angebote. Einem besonders perfiden Verbrechen fallen Neugeborene zum Opfer. So sieht es nach 22 Jahren AKP-Herrschaft aus.
Der Parteichef der rechtsextremen MHP löst ein politisches „Erdbeben“ aus. Die Regierung dürfte mit dem Vorstoß zwei Ziele verfolgen.
Die Bundesregierung schiebt Hunderte Asylbewerber in die Türkei ab. Daran gibt es viel Kritik. Einige sorgen sich vor allem um Kurden, die in Deutschland Schutz suchen.
Vor zehn Jahren ereignete sich im Shingal der Genozid an den Jesiden. Jetzt wird so getan, als sei die Gefahr vorbei. Doch die Täter von damals sind noch dort – und bisher nur wenige von ihnen verurteilt worden
78 Menschen wurden nahe der Städte Diyarbakir und Mardin verletzt, viele erlitten Rauchvergiftungenen. Die Türkei hat in diesem Jahr bereits mehr als 70 Wald- und Buschfeuer registriert.
Obwohl viele Täter des Genozids weiterhin unbehelligt im Irak leben und der IS wieder aktiv ist, werden Jesiden in diesen Tagen abgeschoben. Stattdessen wäre ein neues Sonderkontingent notwendig.
Die türkischen rechtsextremistischen Grauen Wölfe sind rassistisch, antisemitisch, gewalttätig und können sich in Deutschland nahezu unbehelligt ausbreiten. Warum prüft man nicht endlich ein Verbot der Organisation?
Verteidigungsminister Pistorius stellt seine Reformpläne für die Bundeswehr vor. Die NATO feiert ihr 75-jähriges Bestehen. Und die Leipziger Polizei sucht weiter nach Affendame Ruma. Der F.A.Z.-Newsletter.