Punkt, Komma, Schlussstrich?
Erdogans Verhältnis zu Barack Obama war am Ende zerrüttet. Vor seinem Besuch im Weißen Haus stellt der türkische Präsident nun umso höhere Forderungen an Donald Trump. Das spricht nicht für seinen Realitätssinn.
Erdogans Verhältnis zu Barack Obama war am Ende zerrüttet. Vor seinem Besuch im Weißen Haus stellt der türkische Präsident nun umso höhere Forderungen an Donald Trump. Das spricht nicht für seinen Realitätssinn.
Die Türkei lehnt die amerikanischen Rüstungslieferungen an Syriens Kurden ab. Trump braucht sie aber für den Kampf gegen den IS in Raqqa.
Der amerikanische Präsident Trump will kurdische Milizen im Kampf gegen den IS stärker unterstützen. Die Entscheidung dürfte zu massiven Spannungen mit der Türkei führen – und das zu einem brisanten Zeitpunkt.
Die türkischen Beziehungen zu Amerika hatten sich unter Trumps Vorgänger Barack Obama zuletzt stark eingetrübt. Der Fall Gülen dürfte im Zentrum der Gespräche in Washington stehen.
Bei Angriffen der türkischen Luftwaffe in Nordsyrien und im Irak sterben offenbar 15 Kämpfer der Kurden-Miliz YPG und fünf Soldaten der kurdischen Peschmerga. Washington reagiert empört.
Die türkische Opposition ist nach dem Verfassungsreferendum zersplittert, Anführer und Mitglieder sitzen in Haft. Um Schlagkraft gegen Erdogan zu entwickeln, müssen sich seine Gegner neu erfinden.
Erdogans Politikstil hat es in deutsche TV-Studios geschafft: Einer seiner Unterstützer reagierte bei Maybrit Illner auf Kritik mit Gebrüll – und wollte mit einem Foto einen anwesenden Wahlbeobachter diskreditieren.
Ein Mann, kein Wort: Präsident Erdogan hat seinen Willen bekommen, weil er noch während des Spiels die Regeln änderte und 2,5 Millionen Stimmen ohne Stempel als Ja-Stimmen zählen ließ.
Nach dem Volksentscheid in der Türkei will die Opposition das Ergebnis anfechten. Vor allem die Zahlen für Südostanatolien werfen Fragen auf. Präsident Erdogan verspricht seinen Anhängern derweil schon eine weitere Abstimmung – über die Todesstrafe.
Mindestens 19 Deutsche werden in der Türkei festgehalten, einige seit Monaten. Die deutsche Diplomatie ist offenbar machtlos. Ein Betroffener schildert sein Leben im „Freiluftgefängnis“ namens Istanbul.
Die Einwohner der nordirakischen Stadt Arbil leben in unmittelbarer Nachbarschaft mit der Terrormiliz IS. Nihad Latif Kodscha war Taxifahrer in Deutschland, bevor er dort Bürgermeister wurde.
Erst gab es Schlägereien und Messerstechereien, dann fackelte das Flüchtlingslager Grande-Synthe in Nordfrankreich ab. Die Präsidentschaftsbewerberin Marine Le Pen nutzt den Vorfall für den Wahlkampf.
Yavuz Ekinci ist Schriftsteller und Lehrer. Er stammt aus einem kurdischen Dorf in der Türkei. Ein Gespräch über das Schweigen türkischer Intellektueller angesichts des kurdischen Leids und den Mut Asli Erdogans.
Türkische Politiker beschuldigen Deutschland immer wieder, zu wenig gegen die hierzulande als Terrororganisation verbotene PKK zu unternehmen. Was ist dran an den Vorwürfen?
In Frankfurt demonstrierten am Samstag Tausende Kurden friedlich – aber mit verbotenen PKK-Symbolen auf Plakaten und Fahnen. Das darf Deutschland nicht dulden.
Etwa 30.000 Kurden zogen am Samstag durch die Innenstadt. Die befürchteten Ausschreitungen blieben aus. Dennoch könnte es nun Strafverfahren geben – wegen verbotener Symbole.
Vor dem Referendum im April schaltet die türkische Regierung gezielt Gegner aus, die ihr gefährlich werden könnten. Das trifft auch die Kurden, wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch berichtet.
Nach der Großkundgebung mit 30.000 Kurden in Frankfurt ist Ankara verstimmt. Es sei Doppelmoral, wenn in Deutschland verbotene PKK-Symbole gezeigt, Auftritte türkischer Minister aber untersagt würden.
Immer mehr Deutschtürken werben für ein „Nein“ beim türkischen Verfassungsreferendum. Von Erdogan-Befürwortern werden sie im Netz und auf der Straße beschimpft.
Rund 30.000 Kurden nahmen am Samstag an einer Demonstration gegen Erdogans Regime in Frankfurt teil. An das Fahnenverbot hielten sich nicht alle Protestierer. Blieb es dennoch friedlich?
Tausende Kurden sind nach Frankfurt gekommen, um das kurdische Neujahrsfest zu feiern. Die Demonstration zum Newroztag verlief friedlich – auch wenn einige Teilnehmer verbotene Fahnen zeigten.
20.000 Kurden wollen morgen in der Innenstadt demonstrieren. Im Fokus steht angeblich das Newroz-Fest. Tatsächlich geht es aber um Politik.
Für Sevim Dagdelen (Fraktion Die Linke) steht fest: Erdogan ist kein Partner, er nutzt den Flüchtlingsdeal zur Erpressung, und die Türkei-Politik bedürfe einer „radikalen Wende“, wozu sie einen Zehn-Punkte-Plan vorlegt.
„Massive Zerstörungen, Tötungen und zahlreiche andere schwere Menschenrechtsverletzungen“: Das werfen die Vereinten Nationen der Türkei in den Kurdengebieten vor. Seit Juli 2015 ist die Waffenruhe dort zerbrochen.
Wildes Kurdistan: Der Film „My Sweet Pepperland“ wirft in Western-Manier den Blick auf ein Land, das um seinen Platz in der Welt kämpft. Es geht auch um den Kampf Frauen gegen Männer.
Teheran und Ankara wollen einen unabhängigen Kurdenstaat verhindern. Doch genau den strebt Massud Barzani an. Der Kurdenführer will ein Referendum über die Loslösung Kurdistans vom Irak.
Fotos in den sozialen Medien belasten das türkische Militär schwer. In den kurdischen Gebieten sollen sie selbst Jugendliche getötet haben. Doch die Beweisführung ist kompliziert.
Der neue Außenminister Sigmar Gabriel hat den Chef der türkischen HDP zu einem Kongress nach Berlin eingeladen. Brisant ist: Der pro-kurdische Demirtas sitzt wegen Terrorvorwürfen im Gefängnis.
132 Tage verbrachte die Schriftstellerin Asli Erdogan in einem Frauengefängnis in Istanbul. Kurz vor Jahresende wurde sie entlassen. Ein Interview über den Alltag in der Haft.
Im Februar diesen Jahres schoß ein 41 Jahre alter Mann zweimal auf sein Opfer. Der Angeklagte sagte nun, dass es sich um einen „Denkzettel“ ohne Tötungsabsicht handelte.
Die Zahl der Asylbewerber aus der Türkei in Deutschland ist stark gestiegen, vor allem Kurden reisen ein. Einen Zusammenhang zu verstärkten Repressionen nach dem gescheiterten Putschversuch sieht die Bundesregierung aber nicht.
Wegen des Verdachts der Spionage hat die Bundesanwaltschaft einen Türken festnehmen lassen. Er sollte offenbar zwei ranghohe Kurden in Bremen und Brüssel töten.
Der Konflikt zwischen Türken und Kurden greift immer mehr auf die Hochschulen über. Der Verfassungsschutz sagt, die Hemmschwelle sinke.
Die PKK-Splittergruppe „Freiheitsfalken Kurdistans“ hat sich des Anschlags in Istanbul bezichtigt. Ihr Ziel waren Polizisten, 38 Menschen wurden getötet. Präsident Erdogan kündigt eine entschlossene Reaktion an.
Dem Journalisten Erol Önderoglu drohen vierzehn Jahre Haft. Er soll „Terrorpropaganda“ betrieben haben. Ein Gespräch über das Ausmaß der Zensur und die Auswanderung Intellektueller.
Das Verhältnis von Türken und Kurden in Deutschland ist ein Spiegelbild der Situation in der Türkei. Die Stimmung ist angespannt.