Aus alten Zeiten
Die Vereinbarung mit Amerika und Großbritannien zur Überwachung des Telefonverkehrs in Deutschland wird aufgehoben. Der Auslöser dieses formalen Akts aber beschäftigt noch immer - und immer mehr.
Die Vereinbarung mit Amerika und Großbritannien zur Überwachung des Telefonverkehrs in Deutschland wird aufgehoben. Der Auslöser dieses formalen Akts aber beschäftigt noch immer - und immer mehr.
Die Angst vor einem atomaren Krieg hat die Strategen in Whitehall zu allerlei Planspielen veranlasst. In einer imaginären Rede zum Kriegsausbruch beschwört die Queen den Durchhaltegeist der Nation – und gibt Anweisungen zum Gegenschlag.
Berthold Beitz war einer der wichtigsten deutschen Industriemanager der Nachkriegszeit. Der Krupp-Generalbevollmächtigte diente als Wegbereiter der deutschen Ostpolitik im „Kalten Krieg“, Sportfunktionär und großzügiger Mäzen. Ein Nachruf.
In der österreichischen Öffentlichkeit wird die NSA-Äffäre zwar interessiert, doch eher distanziert betrachtet. Im Wahlkampf aber ist sie umstrittenes Thema - denn auch von Österreich führen Spuren zur NSA.
Die Bundesregierung hat in Sachen NSA mehrfach die Marschroute geändert: Nach der Mahnung zur Geduld hat man nun Eile. Denn jetzt steht Kanzleramtschef Ronald Pofalla im Feuer.
Angela Merkel muss in der NSA-Affäre endlich handeln. Aber wie? Hansjörg Geiger, der ehemalige Chef des BND, fordert einen „Intelligence Kodex“. So könnte die Geheimdiensttätigkeit zwischen befreundeten Staaten neu geregelt werden.
Was wollte Angela Merkel mit dem Satz „Wir leben nicht in einem Überwachungsstaat“ sagen? Hoffentlich war es als Warnung vor Übertreibungen gemeint.
Der amerikanische Geheimdienst ließ sich im Kalten Krieg von James Bond inspirieren und baute viele seiner Gadgets nach. Bond-Autor Ian Fleming zeigte sich erkenntlich.
Postum beziehungsweise in Abwesenheit sind in Moskau der russische Anwalt Sergej Magnitskij und sein ehemaliger Arbeitgeber William Browder wegen Steuerhinterziehung schuldig gesprochen worden. Gegen Browder verhängte das Gericht neun Jahre Lagerhaft.
Spionage gab es schon immer. Und digitale Transparenz hätte in der Vergangenheit vielleicht Kriege beendet. Aber heute brauchen wir eine internationale Rechtsordnung, um die totale Überwachung zu beenden.
Die Enthüllungen über die Aktivitäten amerikanischer und britischer Geheimdienste sorgen für Aufwallungen. Eine Kanzlerin in Wahlkampfzeiten kann das nicht ignorieren. Also ist Angela Merkel die erste Empörte im Staate und lässt ihren Sprecher einen markigen Vergleich mit dem Kalten Krieg vortragen.
Das Bekenntnis des amerikanischen Präsidenten Kennedy zu Berlin war weder ein Wortspiel noch seine eigene Erfindung. Der Satz „Ich bin ein Berliner“ war der antiken Formel „Civis Romanus sum“ nachgebildet und stellte das Schicksal Berlins in die Tradition des amerikanischen staatsbürgerlichen Humanismus wie des römischen Republikanismus.
In seiner Rede vor dem Brandenburger Tor hat Barack Obama eine Initiative zum Abbau strategischer Atomwaffen angekündigt. Amerika sei bereit, die Zahl der atomaren Sprengköpfe um ein Drittel zu senken.
Die G 8 redet einer Übergangsregierung das Wort. Aber über die Zukunft des syrischen Diktators Assad schweigt man sich aus - kein Wunder, denn Russland will ihn (noch) nicht preisgeben.
Jedesmal wenn man denkt, die Welt ändert sich, bleibt sie gleich. In der Türkei, im Kalten Krieg und an der Börse. Jetzt kommt die Schwellenländerkrise neu ins Gespräch.
Robert Jungk erkannte als einer der ersten die Gefahren des Atomzeitalters. Seine Gedanken inspirierten ein ganze Generation. Eine Erinnerung aus Anlass seines hundertsten Geburtstags.
Ein Altenheim in Polen, neu eröffnet und fast vollbelegt - mit Deutschen. Manche von ihnen wissen nicht, wo sie sind. Ihren Angehörigen aber scheint es nicht nur die billigste, sondern auch die beste Lösung.
Die Realpolitik der Eurokrise löst vielleicht Probleme, sorgt aber nicht für Vertrauen. Nötig ist das Bekenntnis zu einer europäischen Wertegemeinschaft. Ein Gastbeitrag von Susan Neiman und Sigmar Gabriel.
Zypern verfügt über Rohstoffe und über eine strategisch günstige Lage, um die sich die großen Mächte seit Jahrhunderten balgen. Beides ist bis heute von großer Bedeutung. Das wissen die Zyprer, nur können sie sich aktuell nichts dafür kaufen.
Den Mythen der Gegenwart auf der Spur: In Frankreich ist ein Sammelband mit Artikeln von Claude Lévi-Strauss erschienen. Die Aktualität des Ethnologen erweist sich neu.
Als erster Amerikaner gewann er mitten im Kalten Krieg, den Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Das machte Van Cliburn zum Volkshelden. Doch seine folgende Karriere wurde von tragischen Diskrepanzen durchzogen.
Zwischen Vertrautheit und Vorsicht: Amerikas neuer Außenminister John Kerry meidet bei seinem Antrittsbesuch in Berlin konkrete Aussagen.
Viele junge Leute wollen sich nicht mehr festlegen, nicht in der Liebe, nicht im Konsum, nicht in der Politik. Sie sind Wischiwaschis, die nur eines können: reflektieren.
Eines der größten Spionagenetzwerke seit Ende des Kalten Krieges: „Roter Oktober“ spionierte mehrere hundert Regierungsrechner, Militärcomputer und Steuerungssysteme der Energiewirtschaft aus.
Ihre Decknamen waren „Pit“ und „Tina“ und für sie war der Kalte Krieg nicht das Ende. Ein russisches Agentenehepaar spionierte mehr als 20 Jahre in Deutschland. Nun stehen die beiden vor Gericht.
Wie im Kalten Krieg: Ein russisches Agentenpaar spionierte mehr als zwanzig Jahre unerkannt in Deutschland. Nun steht es in Stuttgart vor Gericht.
Die Bundeswehr ist noch weit von ihrem Ziel entfernt, eine „Armee im Einsatz“ zu sein. Die Soldaten brauchen dafür umso mehr Wertschätzung aus der Bevölkerung.
Bei der Weltkonferenz zur Telekommunikation in Dubai sollte das Internet unter Staatskontrolle geraten. Der Westen hat dabei aber nicht mitgemacht.
Chinesische und westliche Anbieter von Internet-Technologie sind nicht nur ökonomische Konkurrenten auf den Märkten des anderen Erdteils - auch Geheimdienste reden ein Wort mit.
Beste Unterhaltung trotz vier Stunden Kalten Kriegs: Anna Maria Mühe, Götz George und Heino Ferch brillieren in dem Agententhriller „Deckname Luna“.
Fünfzig Jahre nach seiner Amerika-Reise hat Siegfried Lenz das damals geführte Tagebuch veröffentlicht - das einzige, das er je schrieb.
Bei der Fusion der Rüstungskonzerne EADS und BAE geht es auch um die Zukunft europäischer Hochtechnologie. Warum das ist, zeigt ein Blick auf die Entstehung des Silicon Valley.
Von der Freundschaft zum Werk in die Gegenwart: In einer umfangreichen Biographie von Bertolt Brecht versucht Jan Knopf, die nie versiegende Aktualität des großen Schriftstellers zu ergründen.
China rüstet auf. Amerika lässt sich davon nicht einschüchtern. Es gibt Anzeichen eines neuen Ost-West-Konflikts. Nur wenn sich Europa einig ist, bleibt es dabei mehr als Zuschauer.
Sein kleiner Schritt auf den Mond versetzte 1969 die Welt in Begeisterung. Astronaut Neil Armstrong ging als Held in die Geschichtsbücher ein. Doch die Herzen der Menschen eroberte er vor allem durch seine Zurückhaltung.
Nur einmal während des Zweiten Weltkrieges setzte die BBC bewusst eine Falschmeldung ab: am 21. Juli, einen Tag nach dem Attentat Stauffenbergs auf Hitler.