Vierzig Stunden Angst und Schrecken
Plötzlich findet sich Samir in einem der übelsten Gefängnisse Kairos wieder. Das Vergehen: Er hat seinen Strom nicht bezahlt. Ägyptens Haftanstalten sind überfüllt – und die Wut wächst.
Plötzlich findet sich Samir in einem der übelsten Gefängnisse Kairos wieder. Das Vergehen: Er hat seinen Strom nicht bezahlt. Ägyptens Haftanstalten sind überfüllt – und die Wut wächst.
Schlimmer hätte der von islamistischen Aktivisten zum „Aufstand der muslimischen Jugend“ deklarierte Protesttag in Ägypten nicht anfangen können. Schon am Vormittag gibt es Tote.
Was bleibt vom Aufbruch im ägyptischen Kino? Beim Filmfestival in Kairo zeigt sich, wie das unabhängige arabische Kino im Genre Zuflucht vor der Politik sucht.
Immer mehr Anschläge erschüttern Ägypten. Die Terrorgruppe Ansar Beit al Maqdis hat dem „Islamischen Staat“ die Treue geschworen. Wie regieren die ägyptischen Sicherheitskräfte?
Eine Welle der Gewalt erfasst Ägypten. Radikale Splittergruppen schließen sich dem Islamischen Staat an. Vor allem Ausländer in Kairo bangen um ihre Sicherheit.
Seit dem Sturz des ägyptischen Diktators Mubarak floriert der Handel mit Grabbeigaben. Um das illegale Geschäft zu unterbinden, hat Kairo die Familien bekannter Grabräuber umsiedeln lassen.
Der „Arabische Frühling“ ist gescheitert. Der Nahe Osten ist entgegen aller Hoffnung weder demokratisch noch stabil. Die Möglichkeiten lauten nun Anarchie oder Diktatur.
Das syrische Regime setzt offenbar weiter Chlorgas gegen seine Gegner ein. International wird das kaum noch verurteilt – anders als entsprechende Angriffe durch den „Islamischen Staat“.
Ägypten leistet kaum einen Beitrag zur Anti-Terror-Koalition. Aus gutem Grund. Das Sisi-Regime sieht Assads Repressionskurs als Vorbild für den Umgang mit der eigenen Opposition.
Mehr als 4000 Ebola-Tote, 8400 Infizierte in 40 Wochen in Westafrika: Der unsichtbare Gegner versetzt auch viele Fußballspieler in Furcht. Doch der Kontinental-Verband glaubt, beim Afrika-Cup alles im Griff zu haben.
EU und Amerika versprechen für den Wiederaufbau des Gazastreifens mehr als 600 Millionen Euro. Insgesamt wurden Hilfszusagen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro gemacht, Palästinenserpräsident Abbas hatte zunächst drei Milliarden Euro gefordert.
An diesem Wochenende soll in Kairo über den Wiederaufbau in Gaza beraten werden. Das wird schwierig: Die seelischen Wunden der Menschen sind schlimmer als die Kriegsschäden.
Bei der Geberkonferenz für den Wiederaufbau des Gazastreifens will die internationale Gemeinschaft verhindern, dass die Gelder der Hamas in die Hände fallen. UN-Schätzungen zufolge belaufen sich die Gesamtschäden auf bis zu sieben Milliarden Dollar.
Ägypten hat sich der Allianz gegen die Terrorgruppe IS angeschlossen. Kairo nutzt die Bedrohung durch den Dschihadismus, um den Westen zu besänftigen – und um seinen innenpolitischen Repressionskurs zu rechtfertigen.
Vor der internationalen Konferenz in Paris zum IS-Terror in Paris versucht Amerika, die arabischen Alliierten des von Präsident Obama ausgerufenen Bündnisses hinter sich zu scharen. Dafür braucht Washington Ägyptens Hilfe und sieht über vieles hinweg.
Der amerikanische Außenminister versucht in Kairo weiter ein Bündnis mit den arabischen Staaten im Kampf gegen die Terrorgruppe IS zu schmieden. Iran soll nicht dabei sein.
Eine neue Eskalation im Gazastreifen ist kaum noch stoppen: die Hamas feuert wieder Dutzende Raketen ab, die israelische Luftwaffe nimmt auch deren Militärchef ins Visier. In Jerusalem wird über eine weitere Bodenoffensive diskutiert.
Nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen in Kairo schlagen weitere Raketen der Hamas in Israel ein. Bei einem israelischen Luftangriff werden Ehefrau und Tochter von Hamas-Militärchef Deif getötet. Ägypten fordert neue Verhandlungen.
Als Reaktion auf neue Raketenangriffe militanter Palästinenser während der vereinbarten Feuerpause hat Israel die Verhandlungen abgebrochen und Vergeltungsangriffe angeordnet.
Kurz vor Ablauf der Frist haben Israelis und Palästinenser eine Verlängerung der Waffenruhe um zunächst 24 Stunden vereinbart. Offensichtlich ist eine Einigung auf einen längerfristigen Waffenstillstand zum Greifen nah.
Die Kurden erwarten neue Angriffe der Terrorgruppe Islamischer Staat im Nordirak. Sie fürchten, dass die Öl-Stadt Kirkuk ins Visier der Dschihadisten geraten ist.
Wenige Minuten vor dem Ablauf der dreitägigen Feuerpause einigen sich Israelis und Palästinenser in Kairo darauf, weitere fünf Tage zu verhandeln. Die Hamas bestreitet zudem, am Abend Raketen auf den Süden Israels abgefeuert zu haben.
Die israelischen Unterhändler kehren nach Beginn einer neuen Feuerpause nach Kairo zurück. In Gaza, wo seit Mitternacht wieder Ruhe herrscht, befürchtet man Kriegsschäden in Höhe von sechs Milliarden Dollar.
Die Friedensverhandlungen in Kairo scheiterten auch am Streit über einen Seehafen für Gaza. Keine Seite will der anderen einen Sieg gönnen.
Frustriert von den Verhandlungen in Kairo, beenden Hamas und Islamischer Dschihad die Feuerpause und feuern Raketen nach Israel. Die israelische Luftwaffe schießt zurück. Nun hat Jerusalem die Verhandlungen über eine tragfähige Waffenruhe im Gazastreifen abgebrochen.
Israel hat seine Armee komplett aus dem Gazastreifen abgezogen. Und auch wenn die Palästinenser noch am Morgen Raketen nach Israel gefeuert haben, so gilt doch eine dreitägige Waffenruhe.
Trotz einer Waffenruhe wird im Gazastreifen wieder geschossen. Medien sehen die Feuerpause sogar schon als gescheitert an. Außerdem gibt es Befürchtungen, ein israelischer Soldat könnte entführt worden sein.
Zwischen Israelis und der Hamas ist erstmals eine längere Waffenruhe in Kraft getreten. Nun soll in Kairo verhandelt werden. Der amerikanische Außenminister Kerry dämpft jedoch die Hoffnungen auf eine rasche Friedenslösung.
Die Waffenruhe im Gazastreifen hat wieder nicht gehalten. Am Montag sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Die israelische Armee forderte Einwohner von Gaza sogar zur Flucht auf.
Israel hat den Vorschlag des amerikanischen Außenministers für eine Waffenruhe in Gaza abgelehnt, will nun aber zumindest für zwölf Stunden das Feuer einstellen. Eine internationale Außenminister-Konferenz soll am Samstag eine langfristige Lösung finden.
Amerikas Außenminister Kerry legt einen Vorschlag für eine Waffenruhe im Gazastreifen vor. Israel müsste sich dazu nicht aus dem Gazastreifen zurückziehen. Wie reagiert die Hamas?
Auch, wenn Amerika nun humanitäre Hilfe für den Gazastreifen gibt: Der Konflikt hat schon mehr als 500 Menschenleben gefordert und droht noch blutiger zu werden. Israels Offensive gegen militante Palästinenser entwickelt sich zum verlustreichen Häuserkampf.
Unmittelbar nach dem Ende einer fünf Stunden langen Feuerpause heulen in Israel wieder die Sirenen. In Kairo wird mit der Hamas weiter um eine längere Waffenruhe gerungen. Erste Berichte über eine Einigung bestätigen sich nicht.
Der ägyptische Vorstoß, im Gazastreifen eine Waffenruhe zu vermitteln, scheiterte nach kurzer Zeit. Die Hamas lehnte ihn ab – sie witterte ein falsches Spiel.
Die am Morgen von Israel ausgerufene Waffenruhe ist nach dem andauernden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen schnell wieder vorbei. Die internationalen Friedensbemühungen sind vorerst gescheitert.
Trotz internationaler Bemühungen lenken bisher weder Israel noch die Palästinenser ein – beide Seiten stellen neue Forderungen. Doch ein ägyptischer Vorschlag weckt überraschend Hoffnungen.