Am Ende einer Reifeprüfung
Der Kampfeinsatz in Afghanistan hat die Bundeswehr stärker verändert als jede andere Auslandsmission. Nach 13 Jahren fällt die Erfolgsbilanz durchwachsen aus.
Der Kampfeinsatz in Afghanistan hat die Bundeswehr stärker verändert als jede andere Auslandsmission. Nach 13 Jahren fällt die Erfolgsbilanz durchwachsen aus.
Die Isaf hat in Kabul ihre Flagge niedergeholt. In den 13 Jahren des Kampfeinsatzes sind 3485 Nato-Soldaten, darunter 55 deutsche, getötet worden. Im nächsten Jahr beginnt eine neue Mission.
Die meisten der einst 3000 deutschen Soldaten im Camp Mazar-i-Sharif sind schon abgezogen worden. Trotzdem prägen die Deutschen das Feldlager wie noch nie. Vor allem in der Ausbildung werden sie gebraucht.
Verteidigungsministerin von der Leyen lobt bei ihrem Afghanistan-Besuch das Engagement der deutschen Soldaten. Nach einem Gespräch mit Präsident Aschraf Ghani in Kabul schließt sie nicht aus, dass der neue Nato-Ausbildungseinsatz über die bisher geplanten zwei Jahre hinausgeht.
In Kabul haben sich kurz nacheinander zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Unter den Opfern ist wohl auch ein Deutscher. Sind die Taten Vorboten weiterer Gewalt vor dem Abzug der Nato-Kampftruppen?
Während einer Theateraufführung sprengt sich ein Attentäter der Taliban in die Luft – mindestens ein Besucher wird getötet, zahlreiche werden verletzt. Es ist der zweite Anschlag in Kabul an einem Tag.
Der Rückzug der Amerikaner aus Afghanistan rückt näher: Inzwischen haben sie offiziell keine Gefangenen mehr. Derweil sind bei einem Anschlag in Kabul mehrere Menschen getötet worden.
In Kabul sind am Donnerstagmorgen drei Personen bei einem Anschlag auf einen britischen Fahrzeugkonvoi getötet worden. Ihre Nationalität blieb zunächst unklar.
Soraya Alekozei half ihrer alten Heimat und diente gleichzeitig ihrem sicheren Hafen Deutschland. Am 28. Mai 2011 wurde sie bei einem Bombenanschlag schwer verwundet.
Am Donnerstagabend sind deutsche Soldaten in ihrem Fahrzeug außerhalb des Camps Kasaba nahe Kabul von Angreifern auf der Straße mit Handwaffen beschossen worden. Deutsche Soldaten wurden nicht verletzt.
Das Bundeskriminalamt befürchtet, dass ein deutscher Islamist einen Selbstmordanschlag in Kabul verüben könnte. Der Konvertit K. habe sich Islamisten in der Region angeschlossen und gelte als gefährlich.
Im Dezember endet in Afghanistan der längste Kampfeinsatz in der Geschichte der Nato. An der Nachfolgemission „Resolute Support“ beteiligen sich auch 800 deutsche Soldaten, die die afghanische Armee weiter beraten sollen. Der stellvertretende Isaf-Kommandeur Carsten Jacobson zieht im Interview Bilanz.
Bei einem Bombenanschlag der Taliban auf einen Militärbus sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul mindestens vier Soldaten getötet worden. Mehrere Zivilisten wurden verletzt.
Nach 13 Jahren fiebrigen Wachstums ist Kabul ermattet. Aber nicht ganz ohne Hoffnung. Dafür sorgen auch die vielen Neuankömmlinge in der afghanischen Hauptstadt.
Fünf Jahre lang setzte er für deutsche Soldaten im Norden Afghanistans sein Leben aufs Spiel. Zum Dank gewährt die Bundesrepublik dem Übersetzer Masoom Gharibyar das Recht, in Frankfurt zu leben. Er hätte mehr erwartet.
Afghanistan hat einen neuen Präsidenten: Der frühere Finanzminister Ashraf Ghani ist als Nachfolger von Hamid Karzai vereidigt worden. Überschattet wurde die Amtsübergabe von Bombenanschlägen.
Mehrere Monate hatten sich die Regierungsverhandlungen hingezogen. Mittlerweile ist es amtlich: Ashraf Ghani wird Afghanistans neuer Präsident – aber seine Macht muss er teilen.
Im afghanischen Mazar-i-Sharif wurde die Journalistin Palwasha Tokhi am helllichten Tag ermordet. Wie viele ihrer Kollegen wurde auch sie zuvor bedroht. Bis 2012 hatte sie in einem Bundeswehrlager gearbeitet.
Er galt als einer der besten Partner der Deutschen in Afghanistan. Nun aber gefährdet der Gouverneur Atta Muhammad Noor einen friedlichen Machtwechsel.
In Kabul hat ein Selbstmordattentäter einen ausländischen Truppenkovoi angegriffen. Mindestens 13 Menschen wurden verletzt. Die Taliban übernahmen die Verantwortung für den Anschlag.
Nach dem Wahldesaster in Thüringen entwerfen die Sozialdemokraten mit Blick auf ihre Machtoptionen düstere Szenarien. Nur zu gut erinnern sich die Genossen noch an das Schicksal von Heide Simonis oder Andrea Ypsilanti.
Bundesaußenminister Steinmeier ist in Afghanistan gelandet. Dort fordert er die Präsidentschaftsbewerber zur Zusammenarbeit auf. Sonst stehe die internationale Unterstützung auf dem Spiel.
Auf dem Nato-Gipfel in Wales will das Militärbündnis den Abschluss eines Abkommens, das den Verbleib der ausländischen Truppen in Afghanistan regelt. Auch Unterstützung für den Irak wurde thematisiert.
Unweit des früheren Bundeswehrlagers im Norden Afghanistans sind die Taliban auf dem Vormarsch. Ihnen hilft vor allem das politische Geschacher in Kabul.
Zwei Monate nach der Präsidentenwahl in Afghanistan haben sich die Rivalen Abdullah und Ghani auf eine Einheitsregierung geeinigt. Der amerikanische Außenminister Kerry hat dabei geholfen.
Die afghanischen Sicherheitskräfte bekommen immer mehr Aufgaben. Oft sind sie überfordert. Doch weil es an Geld fehlt, werden die Truppen verkleinert statt vergrößert.
In einer Militärakademie in Kabul hat ein Attentäter in afghanischer Soldatenuniform auf einheimische und ausländische Soldaten geschossen. Ein amerikanischer General wurde getötet, ein deutscher Brigadegeneral verletzt.
Mit automatischen Waffen und Panzerfäusten haben Aufständische Teile des Flughafens in Kabul erobert. Explosionen und Schüsse waren zu hören. Sicherheitskräfte haben das Gebiet umstellt.
Die Lage in der afghanischen Hauptstadt Kabul nach der Präsidentschaftswahl ist inzwischen so verfahren, dass der Vermittlungsversuch des amerikanischen Außenministers John Kerry von allen Seiten gutgeheißen wird.
In Afghanistan steht viel auf dem Spiel. Die Vereinigten Staaten sind besorgt, dass sich nach der Präsidentenwahl eine Parallelregierung bilden könnte. Außenminister Kerry droht mit dem Entzug internationaler Unterstützung.
Eigentlich sollte an diesem Mittwoch das Ergebnis der Präsidentenwahl in Afghanistan verkündet werden. Angesichts der Betrugsvorwürfe ist das nun verschoben worden. Zudem wird die afghanische Hauptstadt abermals vom Terror der Taliban erschüttert.
Apologeten des Untergangs sehen Afghanistan im Chaos versinken und einen Bürgerkrieg aufziehen. Werden islamistische Terroristen wieder die Macht übernehmen? Die Wahl zeigt: Für einen Abgesang ist es zu früh.
Amerikas Ankündigung, 2016 komplett aus Afghanistan abzuziehen, sorgt in Berlin für Überraschung. Die Bundesregierung hatte mit längeren Zeiträumen gerechnet.
Das afghanische Parlament hat auf Druck des Westens ein neues Bergbaugesetz verabschiedet. Wird sich der Rohstoffreichtum des Landes als Fluch oder Segen erweisen?
Er sollte das christliche Krankenhaus bewachen, doch dann eröffnete er das Feuer: Ein afghanischer Polizist hat in Kabul drei Amerikaner erschossen. Dann versuchte er sich selbst zu töten.
Deutlich mehr Wähler als erwartet haben sich an der Präsidentenwahl in Afghanistan beteiligt. In vielen Wahllokalen gingen zeitweise die Stimmzettel aus. Schlechte Planung oder Manipulation?