Half Pakistan den Taliban in Pandschir?
Die Taliban verkünden die Einnahme von Pandschir, der letzten noch von Widerstandskräften gehaltenen Provinz. Dort berichtet man über Lufthilfe des pakistanischen Militärs für die Islamisten.
Die Taliban verkünden die Einnahme von Pandschir, der letzten noch von Widerstandskräften gehaltenen Provinz. Dort berichtet man über Lufthilfe des pakistanischen Militärs für die Islamisten.
Die Taliban wollen nach eigenen Angaben die letzte nicht unter ihrer Kontrolle stehende Provinz erobert haben. Die Widerstandskämpfer machen dazu bislang keine offiziellen Angaben.
Schon vor Wochen haben die Islamisten in Afghanistan die Macht übernommen, doch die Vorstellung ihres künftigen Kabinetts zögern sie immer weiter hinaus. Das könnte daran liegen, dass viele Machtfragen ungeklärt sind.
Die letzten amerikanischen Soldaten haben Afghanistan verlassen. Damit endet ein 20 Jahre langer Krieg. US-Außenminister Blinken versichert: „Amerikas Arbeit in Afghanistan geht weiter“. Wie lassen sich Ausreisen künftig organisieren?
Die Flughafenanschläge in Kabul zeigen, dass die Sicherheitsversprechen der Taliban leer sind. Sie könnten dennoch von ihnen profitieren.
Die Islamisten sind pragmatischer als früher. Aber die Richtung, in die Afghanistan geht, ist auch unter den „neuen“ Taliban eindeutig.
Die arabischen Monarchien pflegen traditionell enge Beziehungen zu Afghanistan. Aber wie groß ist ihr Einfluss auf die Taliban? Eine Analyse.
Im Norden Mosambiks ist es mit internationaler Unterstützung zwar gelungen, einen Etappensieg gegen die Islamisten zu erzielen. Aber die Glaubenskrieger könnten vom Sieg der Taliban profitieren: moralisch, aber auch materiell.
Unter den rund 1200 nach Paris ausgeflogenen Afghanen sind laut Frankreichs Innenminister fünf mutmaßliche Islamisten. Sie seien unter Beobachtung, es habe „keine Versäumnisse“ gegeben. Doch rechte Politiker äußern heftige Kritik.
Viele fürchten das Schlimmste: Die Taliban wollen in Afghanistan wieder ein „islamisches System“ einführen – und die Scharia. Aber was bedeutet das?
Die Taliban haben die Wirtschaft für sich entdeckt. Auch das hat die radikalen Islamisten stark gemacht. Afghanistan können sie so aber nicht versorgen.
Hamida Asadi ist eine erfolgreiche Kampfsportlerin in Afghanistan. Doch die Angst vor der frauenfeindlichen Politik der Taliban treibt die Athletin auf eine gefährliche Reise mit ungewissem Ausgang.
Die Taliban-Führer sprechen seit Tagen mit ausgewählten Persönlichkeiten. Doch über das Regierungssystem gibt es bislang nur Andeutungen.
Einst wollte Sajjad Husaini der erste afghanische Skifahrer bei Olympia sein. Nun ist er auf der Flucht vor den Taliban. Für den Athleten ist die Heimat zum Land ohne Hoffnung geworden.
Im zweiten „Emirat“ scheint manches anders als im Jahr 1996. Doch so viel ist klar: Auf Rachemorde werden die Islamisten nicht verzichten.
Die Taliban haben das Land im Sturm erobert, am Ende mussten sie nicht einmal schießen. Wie war das möglich? Wir haben westliche Offiziere gefragt – und einen Afghanen, der nicht kämpfen durfte.
Die neuen Machthaber in Kabul beteuern, niemand habe irgendetwas von ihnen zu befürchten. Zugleich aber häufen sich Berichte, die entlarven, was die Versprechungen vermutlich von Beginn an waren: Lug und Trug.
Peking spricht von „positiven Botschaften“ der Taliban, will die Beziehungen zu Afghanistan weiter vertiefen und suggeriert, die Islamisten würden von der Bevölkerung unterstützt.
Alishan M. war Helfer der deutschen Bundeswehr, jetzt sitzt er in einem Gästehaus in Kabul fest und wartet auf die Rettung. Er hat Angst vor den Taliban – und fühlt sich von den deutschen Behörden alleingelassen.
Schon sein als Anführer der Mudschaheddin bekannter Vater kämpfte in Pandschir gegen die Taliban. Nun sammelt Ahmad Massoud dort Truppen gegen die Islamisten.
Er ist das Gesicht der Taliban nach außen und wird schon als möglicher Präsident genannt. Nun ist Mullah Baradar über die Taliban-Hochburg Kandahar nach Afghanistan zurückgekehrt. Wer ist dieser Mann?
Der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Biden verteidigt abermals vehement den amerikanischen Truppenabzug aus Afghanistan. Hinsichtlich der versöhnlichen Äußerungen der Taliban zeigt er sich skeptisch.
Der Westen versucht, weitere Menschen aus Afghanistan zu retten; die EU-Außenminister kommen zur Krisensitzung zusammen. Dortmund empfängt Bayern im Supercup. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Newsletter.
Pakistan ist der wichtigste Unterstützer der Taliban in Afghanistan. Doch nun wächst dort die Sorge vor einem Wiedererstarken der Islamisten im eigenen Land. Und Iran fürchtet einen Flüchtlingsstrom aus dem Nachbarland.
Woher haben die Islamisten das Geld für ihren Krieg? Sie verdienen nicht nur mit dem Drogenhandel.
Während die Amerikaner ihre Botschaft in Kabul im Eiltempo verlassen, kommt es zu Szenen einer herben Niederlage. Der Großteil der Diplomaten und zivilen Mitarbeiter soll in den kommenden 72 Stunden ausgeflogen werden.
Niemand leistet Gegenwehr, als die Taliban nach Kabul zurückkehren. Die Menschen fürchten die Islamisten, zunächst aber die Gesetzlosigkeit – denn die Tore der Gefängnisse stehen weit offen.
Die deutsche Botschaft in Afghanistans Hauptstadt Kabul ist am Sonntag geschlossen worden. Laut Vizekanzler Olaf Scholz läuft die Evakuierung an. Am Montag sollen deutsche Staatsbürger und einheimische Ortskräfte über Usbekistan ausgeflogen werden.
In Amerika wächst angesichts des Eroberungsfeldzugs der Taliban die Kritik an Präsident Joe Biden. Nicht nur die oppositionellen Republikaner werfen ihm eine katastrophale Afghanistan-Politik vor.
Das afghanische Innenministerium meldet den Beginn der Taliban-Offensive auf die afghanische Hauptstadt Kabul: Die Islamisten rückten von allen Seiten in die Stadt ein. Deutsche und Amerikaner beginnen mit der Evakuierung ihrer Botschaften.
Mit Dschalalabad ist die vorletzte Großstadt Afghanistans in die Hände der Islamisten gefallen. Der amerikanische Präsident Biden verteidigte den Abzug der US-Truppen: Eine endlose amerikanische Präsenz sei nicht akzeptabel gewesen.
Die militant-islamistischen Taliban setzen ihre Gebietsgewinne in Afghanistan fort. In Kandahar befreien sie die Insassen eines Gefängnisses und erbeuten dann nach eigenen Angaben unzählige Waffen und Munition.
Damit haben die Islamisten die zweitgrößte Stadt Afghanistans unter ihre Kontrolle gebracht. Die USA wollen etwa 3000 Soldaten nach Kabul schicken, um Botschaftsmitarbeiter zu evakuieren.
Mit der Unterstützung zusätzlicher Soldaten wollen die USA ihr Botschaftspersonal aus Afghanistan weitgehend abziehen. Derweil rücken die Taliban weiter vor und nehmen unter anderem die drittgrößte Stadt des Landes ein.
Jalaluddin Shinwari war stellvertretender Justizminister zur Zeit der Taliban-Herrschaft. Für die heutige Regierung im Kabuler Präsidentenpalast hat er nicht viel übrig – und mit dem Vormarsch der Islamisten verbindet er Hoffnung.