Iran droht Europa mit „Konsequenzen“ wegen Schlichtung
Die europäischen Vertragsstaaten des Atomabkommens mit Iran wollen die Vereinbarung retten und setzen auf Verhandlungen. Teheran unterstellt Europa, das Schlichtungsverfahren zu missbrauchen.
Die europäischen Vertragsstaaten des Atomabkommens mit Iran wollen die Vereinbarung retten und setzen auf Verhandlungen. Teheran unterstellt Europa, das Schlichtungsverfahren zu missbrauchen.
Berlin will nicht länger hinnehmen, dass Iran das Atomabkommen verletzt, und Teheran per „Schlichtung“ herausfordern. Ein Einstieg in den Ausstieg soll das aber nicht sein.
Nie mehr war das iranische Volk so geschlossen wie am 1. Februar 1979. Seit der Revolution verliert das Regime zusehends an Rückhalt in der Bevölkerung.
Die Verantwortlichen für den Abschuss eines ukrainischen Flugzeugs in der Nähe von Teheran würden bestraft, sagt Irans Präsident Hassan Rohani. Seine Regierung sei den Iranern und anderen Nationen zur Rechenschaft verpflichtet.
Studenten einer Universität in Teheran wollten zwei auf die Straße gemalte Fahnen der Vereinigten Staaten und Israels nicht mit Füßen treten.
Die Deutschen sehen sich gerne als Gralshüter außenpolitischer Vernunft. Doch wie weit kommt man damit in einem „Zeitalter brutaler Großmachtdiplomatie, gestützt auf militärische Macht“?
Der Konflikt spitzt sich auf diplomatischer Ebene weiter zu: Iran wirft Großbritannien Einmischung und Provokation vor, London reagiert. In Richtung Kanada, Heimat vieler Absturzopfer, sendet Teheran ganz andere Signale.
2016 gewann Kimia Alisadeh als erste Iranerin eine Medaille bei Olympia. Nun verlässt die Weltklasse-Sportlerin ihr Land aus Protest – und führt die Mächtigen in Iran mit deutlichen Worten vor.
Berichte über Schüsse auf Demonstranten in Teheran seien falsch, sagt ein Polizeigeneral. Die Sicherheitskräfte hätten vor den Protesten am Sonntag den „Befehl zur Zurückhaltung“ bekommen. Auch am Montag gingen Menschen auf die Straße.
Ein Sprecher der Regierung in Teheran sagt, Iran habe nicht gelogen, um den Abschuss des ukrainischen Flugzeugs bei Teheran zu verschleiern. Auch der Präsident habe erst nach zwei Tagen die Fakten erfahren.
Die Proteste gegen die Regierung in Iran schwellen nach dem Abschuss eines Passagierflugzeugs an. Am Wochenende sollen tausende Menschen demonstriert haben. Ein eindringlicher Appell kommt vom amerikanischen Präsidenten.
In Iran protestieren die Menschen nach dem Eingeständnis des Flugzeug-Abschusses gegen die eigene Regierung. Und in Sandringham sucht die Queen nach dem „Megxit“ nach einer Lösung. Was sonst wichtig ist, steht im F.A.Z.-Sprinter.
Auf einer vom amerikanischen Militär genutzten Luftwaffenbasis im Irak hat es einen Raketenbeschuss gegeben. Verletzt wurden vier irakische Soldaten. Wer hinter dem Angriff steckt, ist noch unklar.
Längst ist der Punkt überschritten, an dem sich die Islamische Republik durch Reformen retten könnte. In Iran ist eine neue Front entstanden – und an ihr wird sich das Überleben des Regimes entscheiden.
Noch ist die Lage nicht eskaliert. Die Vereinigten Staaten und Iran bekriegen sich aber schon längst – und zwar im Internet.
Hunderttausende Getreue des Teheraner Regimes gingen diese Woche auf die Straße. Aber das heißt nicht viel in einem Staat, der sich meisterhaft auf Propaganda versteht – schon am Samstag hieß es wieder „Tod dem Revolutionsführer“.
Rob Macaire wurde mitgeteilt, dass seine Teilnahme an einer „illegalen Kundgebung“ gegen die diplomatischen Vorschriften verstoßen habe. Der Botschafter bestreitet die Vorwürfe – er habe nicht an Demonstrationen teilgenommen.
Die Ukraine und Kanada haben von Iran nach dessen Abschuss-Eingeständnis Entschädigungen verlangt. Wie groß sind aus rechtlicher Sicht die Erfolgschancen dieser Forderungen?
Nach dem verzögerten Bekenntnis des Irans zum versehentlichen Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs ist es in Teheran zu Protesten gegen die Regierung gekommen. US-Präsident Donald Trump sagte den Demonstranten seine Unterstützung zu.
London reagiert erbost auf die Festnahme des britischen Botschafters bei einer Demonstration. Trump unterstützt die Demonstranten über Twitter und warnt Teheran vor einer Niederschlagung der Proteste.
Einige bezeichneten die Regierung als „Lügner“, andere forderten, die Verantwortlichen für den Abschuss der ukrainischen Maschine sollten zurücktreten: In Irans Hauptstadt wollten Hunderte Menschen der Toten gedenken – doch aus der Trauer wurde offenbar lautstarker Protest.
Hassan Rohani sicherte dem ukrainischen Präsidenten zu, die Verantwortlichen für den Flugzeugabschuss zur Rechenschaft zu ziehen. Kanadas Premier Trudeau forderte von Iran „vollständige Klarheit“ über den Vorfall.
Nach dem Abschuss des ukrainischen Flugzeuges bei Teheran lässt sich nach und nach erkennen, wie es zu dem Vorfall kam. Eine Rekonstruktion.
„Wir sind uns einig, dass wir alles daran setzen sollten, das Abkommen zu erhalten“, sagt die Kanzlerin bei ihrem Besuch in Moskau. Irans Geständnis zum Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeugs nennt sie einen „wichtigen Schritt“.
Angesichts der Iran-Krise haben Demonstranten in Berlin von den Vereinigten Staaten und dem Iran eine Deeskalation verlangt. Zu der Kundgebung hatte ein Bündnis von Friedensinitiativen aufgerufen.
Amerikanische Banken standen schon im Visier iranischer Hacker. Das Land ist durchaus in der Lage, digital anzugreifen. Seit der Tötung Soleimanis gab es bislang eher symbolische Aktionen – wirkliche Vergeltung kann noch kommen.
Das Flugzeug war am 8. Januar 2020 nahe der iranischen Hauptstadt Teheran abgestürzt. Alle 176 Insassen starben, darunter 57 Kanadier. Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj verlangte eine umfassende Untersuchung und ein vollständiges Eingeständnis der Schuld.
Überraschende Kehrtwendung in Teheran: Nach hartnäckigen Dementis hat der Iran nun doch den versehentlichen Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeugs mit 176 Menschen an Bord im Land eingeräumt.
Erst nach drei Tagen hört das Regime auf, das Offensichtliche zu leugnen: Irans Militär hat 176 tote Flugpassagiere auf dem Gewissen. Vor allem offenbart die Führung damit ihre Verachtung fürs eigene Volk.
Außenminister Heiko Maas warnt vor einer neuen Eskalation des Konflikts zwischen Iran und Amerika. Dennoch will die EU versuchen, das Atomabkommen mit Teheran zu retten – eine schwierige Mission.
Seit Tagen wird in Amerika über mutmaßliche Anschlagspläne des getöteten iranischen Generals Soleimani gestritten. In einem TV-Interview gab Präsident Trump mehr über die Anschlagsziele preis. Über eine weitere Geheimaktion wird spekuliert.
Die Iraner müssen ausländische Fachleute an der Untersuchung der Flugzeugkatastrophe beteiligen. Und die Amerikaner sollten ihre Satellitenbilder veröffentlichen.
Iran löst sich Schritt für Schritt von seinen Pflichten aus dem Atomabkommen. Doch die Europäer sehen immer noch Möglichkeiten, die Vereinbarung zu retten.
Wieder ist Kanada Opfer des amerikanisch-iranischen Konfliktes. Premierminister Trudeau wollte eigentlich das Verhältnis zu Teheran normalisieren – der Flugzeugabsturz und Trumps Deeskalation machen es ihm schwer.
Teheran weist Berichte über den Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeugs zurück und unterstellt, damit solle der Flugzeughersteller Boeing geschützt werden. An der Absturzstelle gibt es Ungereimtheiten.
Nach der jüngsten Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und Iran geht Washington weiter gegen Teherans Wirtschaft vor – nun den Stahlsektor. Auch Einzelpersonen sind Ziele neuer Sanktionen.