Die Augen des Landes
Um Raketenbasen und Waffenlager zu entdecken, wertet der israelische Geheimdienst Satellitenbilder aus. Diese Aufgabe übernehmen nun Autisten – ihre Krankheit prädestiniert sie dafür.
Um Raketenbasen und Waffenlager zu entdecken, wertet der israelische Geheimdienst Satellitenbilder aus. Diese Aufgabe übernehmen nun Autisten – ihre Krankheit prädestiniert sie dafür.
In Teheran wird einem iranisch-stämmigen Reporter der Washington Post der Prozess gemacht – wegen „Spionage und Propaganda“. Er sitzt schon seit fast elf Monaten in Haft. Washington und die EU protestieren.
Wenig Wechselgeld, sture Kunden und kein Rückhalt vom Verband. In den Pausen sprechen Teherans Taxifahrer von Problemen in der Millionenstadt.
Täglich nutzen 40 000 Gäste die Darvaze Dolat-U-Bahn-Station. Die Verkäufer nerven viele der Fahrgäste und rufen durch ihr Tun Sicherheitskräfte auf den Plan.
Es geht magisch und auch ein bisschen märchenhaft zu in den verschlungenen Gassen vom ältesten Basar der Millionenstadt.
Nach dem Fahrrad-Unfall des amerikanischen Außenministers John Kerry musste nun auch sein iranischer Widerpart ins Krankenhaus. Sein Hexenschuss wurde wahrscheinlich durch Verhandlungsstress verursacht.
Saudi-Arabien ist im Mittleren Osten wieder die einzige arabische Ordnungsmacht. Der neue König Salman hat die diplomatische Zurückhaltung abgelegt. Sein Verhältnis zur bisherigen Schutzmacht Amerika bleibt widersprüchlich.
Wer dieser Tage nach Iran reist, erlebt eine Gesellschaft im Umbruch. Ist das die erhoffte Tauwetterperiode? Spielerisch testet das Land aus, was erlaubt ist. Der Fortschritt ist in Zentimetern freier Frauenhaut pro Saison zu messen.
Wer die Vorstellung hat, das Gespräch über Menschenrechte laufe immer in dieselbe Richtung, der konnte sich vor kurzem in Genf vom Gegenteil überzeugen.
Der amerikanische Verteidigungsminister Carter wirft der irakischen Armee mangelnden Kampfeswillen im Krieg mit dem Islamischen Staat vor. Darauf reagieren Bagdad und Teheran mit Kritik an Amerika.
Präsident Obama hat sich in eine Situation manövriert, in der er wählen muss zwischen einer Normalisierung der Beziehungen zu Iran und der „Vernichtung“ des Islamischen Staates. Er kann nicht beides erreichen.
In Palmyra ergreifen die Soldaten des Regimes von Baschar al Assad die Flucht vor dem IS. Es ist eine Demütigung für den syrischen Diktator und eine deutliche Kampfansage der Extremisten.
Iran und die fünf UN-Vetomächte sowie Deutschland wollen an diesem Mittwoch in Wien die Arbeit am Entwurf des Abkommens auf der Ebene der stellvertretenden Außenminister fortsetzen. Die Unterhändler stehen unter Zeitdruck.
Systematische Umsiedlungen und Häuserzerstörungen: Eine Studie hat konfessionelle Säuberungen des Assad-Regimes dokumentiert. Seine Helfer sind schiitische Verbündete aus dem Libanon und Iran.
Amerikas Präsident lädt die Staatschefs der arabischen Länder ein - und nur zwei kommen persönlich. Besonders die Abwesenheit von Saudi-Arabiens König Salman sorgt für Spekulationen. Jetzt steuert Barack Obama gegen.
An diesem Montag empfängt Bundespräsident Gauck den israelischen Staatspräsidenten Rivlin. Der Staatsbesuch soll die Aufnahme diplomatischer Beziehungen vor 50 Jahren würdigen: ein deutsch-israelisches Jubiläum in schwierigen Zeiten.
Unter dem Motto „A gallery as big as a town“ bekommt man in Teherans Straßen derzeit Kunstwerke statt Werbung zu sehen. Hilft Bürgermeister Mohammad Baqer Ghalibaf damit vor allem sich selbst?
Eine Ausstellung mit Karikaturen zum Thema Holocaust ist kurz vor der Eröffnung abgesagt worden. Angeblich war der Veranstalter erkrankt.
Auf der Energiekonferenz des Frankfurter Allgemeine Forums und der Münchner Sicherheitskonferenz wird deutlich: Deutsche Vorstellungen werden in anderen Staaten ganz anders bewertet. Iran dringt nach der Einigung im Atomstreit auf ein Ende der Sanktionen. Eine Gasleitung nach Europa plant Teheran vorerst nicht.
Ein Radrennen wird wegen eines potentiellen islamistischen Anschlags abgesagt, ein aus Iran stammender Musiker wird bedroht: Der Terror zieht in den Alltag ein. Wie tritt ihm unsere freiheitliche Gesellschaft entgegen?
Islamisten aus Iran bedrohen den Musiker Shahin Najafi seit Jahren mit dem Tod. Jetzt wurde die „Fatwa“ erneuert. Fürchten sollen sich alle, die Najafis Konzerte besuchen. Er geht gerade auf Tour.
Überraschend hat Senegals Außenminister angekündigt, das afrikanische Land werde sich der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen anschließen. Es gehe um den „Schutz der Heiligen Städte“ des Islams. Die Opposition protestiert.
Trotz bestehender Sanktionen versucht Iran angeblich weiterhin, an Nukleartechnologie zu gelangen. Das behauptet die britische Regierung. Unterdessen liefern sich ein amerikanischer Senator und der iranische Außenminister ein Twitter-Duell.
Die iranische Marine hat im persischen Golf Warnschüsse auf ein Frachtschiff unter Flagge der Marshall-Inseln abgefeuert und es unter ihre Kontrolle gebracht. Amerikanische Streitkräfte sind alarmiert.
Die Regeln zur Ehe in Iran sind streng. Weil ein Magazin über Paare berichtet hatte, die ohne Ehegelöbnis zusammenleben, darf es nun nicht mehr erscheinen.
Eine neue Volte im Atomstreit: Die amerikanische Regierung hat offenbar im Bundesstaat Tennessee eine iranische atomare Anreicherungsanlage nachgebaut, um Teherans Fähigkeiten zum Bau von Nuklearwaffen real zu testen.
Der amerikanische Präsident hat Iran indirekt vor Waffenlieferungen an die Houthi-Rebellen im Jemen gewarnt. Ein Stellvertreterkrieg um die Macht in der Region sei keine Lösung, sagte er.
Die argentinische Präsidentin Kirchner muss dank einer höchstrichterlichen Entscheidung nun nicht mehr fürchten, sich im Zusammenhang mit einem Bombenanschlag vor Gericht verantworten zu müssen. Oppositionelle sind empört.
Die Vereinigten Staaten bereiten sich auf eine Eskalation des Konflikts im Jemen vor. Wegen angeblicher Waffenlieferungen an die Rebellen übt Washington zudem scharfe Kritik an der iranischen Regierung: Deren Aufforderung zu Verhandlungen sei „ironisch“.
Ungewöhnlicher Schulterschluss in Teheran. Im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ wollen Australien und Iran Geheimdienstinformationen teilen. Im Mittelpunkt: Australische Kämpfer.
Am Holocaust-Gedenktag greift Israels Ministerpräsident zu drastischen Worten: Vor dem Zweiten Weltkrieg habe der Westen vergeblich versucht, Nazideutschland zu beschwichtigen. Dieser Fehler wiederhole sich nun in der Iran-Politik.
Die G-7-Außenminister haben zum Ende ihres Treffens an Iran appelliert. Doch der Atomstreit ist nicht das einzige Problem der Runde. Das Abschlusskommuniqué ist deshalb auch relativ vage.
Die amerikanische Regierung hat sich dem Druck des Kongress gebeugt: Das Parlament darf das Abkommen über das iranische Atomprogramm prüfen. Damit sei nun der Weg frei für Verhandlungen mit Teheran, sagte Außenminister John Kerry.
Iran kann beim Ausbau seiner Luftabwehr nach fünf Jahren Pause wieder auf ein zentrales System setzen. Russland hebt den Exportstopp des Systems S-300 auf. Einen Grund liefert Außenminister Sergej Lawrow gleich mit.
Die Wirtschaft stellt sich auf das Ende der Iran-Sanktionen ein. Zuerst müssen die Finanzgeschäfte wieder laufen. Die große Frage ist: Wie reagiert der Ölpreis?
Wie kann es sein, dass Christen Seite an Seite mit Islamisten kämpfen? Ganz einfach: aus Verzweiflung. Die Bewohner von Libanons Bekaa-Ebene fürchten eine Offensive des „Islamischen Staats“. Da ist ihnen jeder Verbündete recht.