Wird das Gewaltverbot gestärkt?
Der Kölner Völkerstrafrechtler Claus Kreß glaubt, dass die Reaktionen auf den Krieg zu einer Stärkung des universellen Gewaltverbots führen können.
Der Kölner Völkerstrafrechtler Claus Kreß glaubt, dass die Reaktionen auf den Krieg zu einer Stärkung des universellen Gewaltverbots führen können.
Etliche Wissenschaftler wurden von Zeitungen zu der Frage einvernommen, ob die Romantik erklärt, dass es so viele Impfskeptiker in Deutschland gibt. Was steckt hinter dieser Debatte?
Fünf Lesungen, acht Autoren: Ein Rundgang am ersten Tag des Festivals „Open Books“ – mit Eva Menasse, Herfried Münkler, Heinz Rudolf Kunze und vier Kanadiern, von denen nur eine in Frankfurt sein kann.
Christian Lindner und Annalena Baerbock zeigten uns Zuschauern gestern Abend bei Maybrit Illner ihr herzliches Einvernehmen: Wir waren fast schon gerührt. Norbert Röttgen dokumentierte dagegen das Elend der CDU.
Experten sollen beraten, wie in die Stätte der Nationalversammlung mehr Emotion einziehen kann. Aus dieser Forderung spricht eine eingeschränkte Berliner Hauptstadt-Perspektive.
Soll die Paulskirche umgebaut werden? Die Berliner Planer eines Ortes der Demokratiegeschichte kennen die Geschichte so schlecht wie die Demokratie.
An diesem Mittwoch enden die Bayreuther Festspiele. Der Politologe Herfried Münkler erklärt den Zusammenhang zwischen Bayreuth, dem Kapitalismus und einem Waffenlager im Garten.
Gesellschaftsberatung statt Expertenherrschaft: Herfried Münkler mutet Politikern und Bürgern zu, durch Lektüre klug zu werden. Ein Gastbeitrag zum siebzigsten Geburtstag des Politikwissenschaftlers.
Herfried Münkler +++ Strafzahlungen gegen Polen +++ Andreas Zimmermann +++ STIKO/Söder
Von König David bis zu Harvey Weinstein: Das Motiv von Beute und Besitz begegnet einem oft in der Politik und der Geschichte des politischen Denkens. Ein Gastbeitrag.
Deutschlands Politik ringt weiter um ihren Kurs in der Corona-Krise. Bei Frank Plasberg wird das grundlegende Problem deutlich. Und einer von der CDU verspricht gar Besserung.
Der Paulskirche fehlt es an Wertschätzung, nicht an Dekor. Die Stadt Frankfurt hat das erkannt. Was wird sie unternehmen, wenn der Bund das Kommando übernimmt und sie nach seinen Vorstellungen umbaut?
Im Schatten der Paulskirche: Warum wir eine Bundesstiftung „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ mit Sitz in Frankfurt am Main brauchen.
Eine publizistische Liebeserklärung an die dominierende politische Kraft der Nachkriegszeit
Bundespräsident Steinmeier will die stark renovierungsbedürftige Paulskirche in Frankfurt zum zentralen Erinnerungsort der deutschen Demokratiegeschichte machen. Doch auch die AfD erhebt Anspruch auf diese Tradition.
Alle großen Theoretiker haben sich schon zu Wort gemeldet. Aber die Begriffe und Lösungen, mit denen sie daherkommen, sind die alten. Ihre Selbstgewissheit führt uns in der Corona-Krise nicht weiter.
Am Tage erzielt die Große Koalition einen Kompromiss über die Grundrente. Am Abend beugen sich ihre Beobachter über das Ergebnis und schütteln besorgt die Köpfe. Die Lage bleibt unklar.
Das Thüringer Wahlergebnis hat eine Schockwelle ausgelöst. Die meisten Parteien zeigen sich in schlechter Verfassung. Der Osten wählt, der Westen schaut gequält? Frank Plasbergs Gäste sehen das anders.
Wenn die Europäer im 21. Jahrhundert eine Rolle spielen wollen, müssen sie den Umbruch der Weltordnung mitgestalten – und Deutschland sollte eine Führungsrolle übernehmen. Die neue Folge des Podcasts F.A.Z. Essay mit einem Text von Herfried Münkler.
Wenn die Europäer im 21. Jahrhundert eine Rolle spielen wollen, müssen sie den Umbruch der Weltordnung mitgestalten – und Deutschland sollte eine Führungsrolle übernehmen. Die neue Folge des Podcasts F.A.Z. Essay mit einem Text von Herfried Münkler.
Nach Friedrich Merz und Jens Spahn saß Annegret Kramp-Karrenbauer bei Anne Will. Die Kandidatin für den CDU-Vorsitz musste mit Blick auf den Ukraine-Konflikt beweisen, dass sie sich in der Außenpolitik zurechtfindet.
Für Nostalgie ist im transatlantischen Verhältnis kein Platz mehr. Die Amerikaner haben die Nase voll, die Lasten des Westens zu tragen. Auf uns kommt einiges zu.
Ändert der Asylkompromiss der Bundesregierung die Begriffe, in denen Europa sich selbst versteht? Vom Gemeinschaftsprojekt könnte nur das polizeilich-militärische Bollwerk bleiben.
Glaubenssätze wanken, Allianzen bröckeln: Kann es sein, dass das apokalyptische Weltgefühl von heute viel mit der Unheilserwartung im Dreißigjährigen Krieg zu tun hat? Es begann vor 400 Jahren.
Vierhundert Jahre Prager Fenstersturz: Zwei Historiker schreiben über Wendepunkte und verpasste Chancen im Dreißigjährigen Krieg. Sie stellen große Fragen.
Vor 1900 Jahren starb der Herrscher, unter dem Rom auf dem Gipfel seiner Macht stand. Solche Reiche scheinen heute völlig aus der Mode gekommen zu sein. Oder doch nicht?
Als in Maastricht 1991 aus der Europäischen Gemeinschaft (EG) die Europäische Union (EU) wurde, waren die Europäer darauf nicht vorbereitet. Mit dem „Verfassungsvertrag“ gab es wieder mehr Europa, worauf 2005 die Ablehnung in Frankreich und den Niederlanden folgte.
Da sich das Verfasserehepaar Herfried und Marina Münkler nicht den Begriff der Leitkultur - weder in einer deutschen noch in einer europäischen Deutung - zu eigen machen will, erscheint Integration wie ein Marathonlauf, bei dem es gleichgültig ist, wo man am Ende angekommen ist.
Nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Herfried Münkler sind die längerfristigen Folgen der Anschläge vom 11. September 2001 „begrenzt“. In der F.A.Z. schreibt er, die Attacken seien nicht zu einer weltpolitischen Zäsur geworden.
Rechte und linke Polemik bestimmen längst die Flüchtlingsdebatte. Die Bundeskanzlerin wirkt dabei wie ein Zaungast. Das erklärt die desaströsen Wahlniederlagen der CDU.
Hat die Flüchtlingsdebatte die Wirkung eines nationalen Jungbrunnens? Das Buch „Die neuen Deutschen“ erzählt von einem Land, das seine besten Zeiten noch vor sich hat.
Berliner Studenten werfen dem Islamforscher Ruud Koopmans „Arroganz“ und „konzeptionellen Nationalismus“ vor. Dabei zeigen Koopmans’ Studien nüchtern, wie Integration gelingt.
Während Maybrit Illner über die Zukunft der EU diskutiert hat, geschah in Nizza ein Massaker. So wurde unversehens deutlich, wo Europa unverzichtbar ist.
EU-Kommissar Oettinger hat gesagt: „Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschießen.“ Ein einzelner Fachmann reicht nicht aus, um das zu erklären. Wir haben eine ganze Reihe gefragt.
Ein Jahr nach den Attacken auf Herfried Münkler ist die Stimmung in den Berliner Sozialwissenschaften gereizt. Dozenten wappnen sich gegen die Missionare der Diversitäts-Romantik.
Für viele unerwartet ist der Traum vom „ewigen Frieden“ in Europa durch eine schnelle Folge von Krisen an der europäischen Peripherie abgelöst worden, deren Auswirkungen noch nicht abzusehen sind.