Putscht der Präsident gegen sich selbst?
Ein ungewöhnlicher Staatsstreich hat direkt nach der Wahl in Guinea-Bissau stattgefunden. Oppositionelle sprechen von einer möglichen Inszenierung des Präsidenten.
Tour de Force durch Paris: Das Kinodrama „Souleymans Geschichte“ erzählt von illegalen Einwanderern und den Ausbeutungsmechanismen der Gig Economy.
Guinea, das erste westafrikanische Land, das sich aus der französischen Vormundschaft befreite, ist ein westafrikanischer Staat an der Küsten des Atlantische Ozeans von der Fläche Großbritanniens. Die gesamt Bevölkerungsanzahl beträgt um 11,13 Millionen Anwohner. Im Norden grenzt das Land an Senegal und Mali, im Osten an die Elfenbeinküste, im Süden an Liberia, im Südwesten an Sierra Leone, im Westen an den Atlantik und im Nordwesten an Guinea-Bissau. Die mit Abstand größte Stadt des Landes ist die Hauptstadt Conakry, hier wohnen etwa 1,87 Millionen Menschen.
Wirtschaftslage
Guinea verfügt über mindestens ein Drittel der weltweiten Bauxitreserven und über enorme landwirtschaftliche Ressourcen und Wasserkraftreserven, die das Land für ausländische Investoren äußerst attraktiv machen. Trotz seiner natürlichen Reichtümer gehört Guinea zu den ärmsten Ländern der Welt. Als ob die wirtschaftlichen und politischen Probleme des Landes nicht genug wären, hat die instabile Lage in einigen Nachbarländern die Situation in Guinea noch verschlimmert. Im Jahr 2000 kamen aufgrund des Bürgerkrieges in Liberia und Sierra Leone fast eine halbe Million Flüchtlinge ins Land, was zu ethnischen Spannungen und zusätzlichen Belastungen für die Wirtschaft des Landes führte. Die sozioökonomische Situation für die überwiegende Mehrheit der Menschen in Guinea ist weiterhin sehr besorgniserregend; ca. 82 Prozent der Bevölkerung lebt in Armut. Der Zugang zur Grundversorgung mit sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und einer medizinischen Infrastruktur ist für Zehntausende von Guineern äußerst schwierig.
Ebola-Epidemie:
Ende 2013 waren in Gebieten Waldguineas die ersten Ebola-Infektionen gemeldet worden, im Anschluss hatte sich der Ausbruch auf sechs afrikanische Länder ausgeweitet. Am stärksten betroffen waren Guinea, Liberia und Sierra Leone. Dass der Tod Dutzender Menschen in Guinea auf das Ebolavirus zurückzuführen ist, wird erst Mitte Februar 2014 erkannt. In den Wochen und Monaten darauf mehren sich auch Infektions- und Todesmeldungen aus Sierra Leone und Liberia. Seit dem Ausbruch in Guinea im März 2014 sind mehr als 21200 Menschen an dem tödlichen Ebola-Virus erkrankt, mehr als 8300 von ihnen starben. Von Dezember 2013 bis April 2016 sind im ganzen Land, mehr als 3800 Ebolafälle aufgetreten.
Ein ungewöhnlicher Staatsstreich hat direkt nach der Wahl in Guinea-Bissau stattgefunden. Oppositionelle sprechen von einer möglichen Inszenierung des Präsidenten.
Kurz nach der Präsidentenwahl in Guinea-Bissau ist ein Machtkampf ausgebrochen. Präsident Umaro Sissoco Embaló soll verhaftet worden sein.
Vor vier Jahren hat in Guinea das Militär geputscht. Von den angekündigten demokratischen Prozessen des Machthabers Doumbouya ist wenig übrig. Jetzt hofft er auf eine neue Verfassung.
Nils Schliehe schildert, wie afrikanische Soldaten für die Kolonialmacht Portugal gegen Befreiungskämpfer in Angola, Mosambik und Guinea-Bissau kämpften.
Wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ sollte Moussa Dadis Camara Jahrzehnte im Gefängnis verbringen. Die in Guinea herrschende Militärjunta macht ihn nun wieder zu einem freien Mann.
Zwölf Jahre nach „Americanah“ erscheint ein neuer Roman von Chimamanda Ngozi Adichie: „Dream Count“ erzählt eine große Geschichte der Solidarität unter vier Frauen zwischen Nigeria und den Vereinigten Staaten.
Präsident Embaló war für die Klimakonferenz in Dubai, als in seiner Heimat Guinea-Bissau Schüsse fielen. In Sierra Leone hatte es kurz zuvor eine gewalttätige Revolte gegeben.
Moussa „Dadis“ Camara sitzt seit September 2022 im Gefängnis. Der Putschhauptmann von 2008 konnte für mehrere Stunden aus der Haftanstalt in Conakry entkommen.
Die Zahl der weltweiten Angriffe durch Piraten ist im Vergleich zum Vorjahr bislang gestiegen. Für das erste Viertel des Jahres hatte das Internationale Schifffahrtsbüro noch die niedrigsten Zahlen seit 1993 vermeldet.
In Ländern wie Niger sind die Eliten keine westlichen Marionetten. Staatsstreiche haben andere Ursachen. Die Aussichten bleiben düster, Entwicklungshilfe ist nur eine Art internationaler Sozialhilfe. Ein Gastbeitrag.
Es gab schon viele Staatsstreiche in Niger. Dieser aber könnte verheerende Folgen haben. Es ist nicht einmal klar, was die Putschisten eigentlich wollen.
Die ECOWAS droht den Putschisten mit Gewalt – es wäre nicht ihr erster militärischer Einsatz. Im Westen wächst die Sorge vor dem Einfluss Russlands.
Vor Tagen hatten Piraten ein Schiff einer dänischen Reederei gekapert. Von den 16 Seeleuten wurden drei nun entführt. Der Golf von Guinea wird für Handelsschiffe und Tanker immer gefährlicher.
Das Schiff einer dänischen Reederei ist westlich der Republik Kongo angegriffen und geentert worden. 16 Besatzungsmitglieder sollen in einen Schutzraum an Bord geflohen sein.
In Äquatorialguinea ist das Tierreservoir des Marburg-Virus identifiziert. Aber dass die WHO-Strategie ausreicht, ist nicht ausgemacht. Die Situation erinnert an den Beginn der Ebola-Epidemie 2014.
Berichten zufolge sind im Bereich des Regierungspalasts Schüsse gefallen. Die UN zeigen sich besorgt. Der Präsident des Landes sagt in einem Interview, dass er viele seiner Wachleute verloren habe.
In Burkina Faso, Mali und Guinea stoßen die Staatsstreiche auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Viele Bürger dort sehen in den Putschisten Reformer und Hoffnungsträger.
In Afrika sind die Bürger sehr jung und die Regierungschefs sehr alt. Nun drängt eine neue Generation an die Macht. Sie ist selbstbewusst, gut ausgebildet – und nicht zimperlich.
Der Putschführer in Guinea, Oberst Mamadi Doumboya, lässt dem Coup schöne Sätze folgen. Er weiß, was vor allem bei der jungen Bevölkerung ankommt. Eine Neuwahl hat er noch nicht angekündigt.
In Guinea haben Angehörige einer Eliteinheit Staatspräsident Alpha Condé entmachtet. Sie versprechen einen „transparenten, inklusiven und friedlichen Übergang“ zur Demokratie. Aber afrikanische Staaten drohen mit Sanktionen.
Laut Informationen der Deutschen Welle wurde Präsident Alpha Conde von einer kleinen Gruppe Soldaten festgenommen. UN-Generalsekretär Guterres verurteilte indes jegliche Waffengewalt und forderte die Freilassung des Präsidenten.
Erst kürzlich hatte Guinea einen Ebola-Ausbruch für beendet erklärt. Nun wird ein Fall im Nachbarland Elfenbeinküste registriert. Sorge macht, dass er die Millionenmetropole Abidjan betrifft.
Das hochgefährliche Marburg-Virus stammt aus derselben Erregerfamilie wie das Ebola-Virus. Die Sterblichkeit liegt bei bis zu 88 Prozent. Laut WHO ist die Gefahr einer Epidemie in Guinea und der Region „hoch“, weltweit jedoch „gering“.
Zwischen 2013 und 2016 starben in Westafrika rund 11.000 Menschen am Ebola-Virus. Die Weltgesundheitsorganisation erklärte nun das Ende des jüngsten Ausbruchs in Guinea. Auch einer Impfkampagne ist dies zu verdanken.
Das Ende der Epidemie scheint absehbar, ihr Anfang ist ein Rätsel. Wenn in manchen Überlebenden noch jahrelang Ebolaviren schlummern können, wie kann man sie künftig noch mehr vor einer Stigmatisierung und andere vor Ansteckung schützen?
Die Polizei ist im „Görli“, dem berüchtigten Drogenpark der Hauptstadt, nun viel öfter unterwegs als früher. Ist das erfolgreich?
In Westafrika breitet sich neben Corona auch das Ebola-Virus wieder aus. In Guinea starben bereits sechs Personen. Die internationale Gemeinschaft schlägt Alarm.
Im westafrikanischen Guinea gibt es sieben bestätigte Ebola-Fälle, darunter drei tödliche. Auch aus der Demokratischen Republik Kongo wurden kürzlich drei neue Ebola-Fälle gemeldet.
Im westafrikanischen Guinea spricht die Gesundheitsbehörde nach mehreren bestätigten Ebola-Fällen von einer „Epidemie“. Das Labor in Conakry habe „die Existenz des Ebola-Virus bestätigt“, sagte der Leiter der nationalen Gesundheitsbehörde, Sakoba Keïta, nach einer Dringlichkeitssitzung.
Eine Gruppe von zehn bis zwölf Deutschen, die sich nahe eines rechten Szenetreffs aufhielt, hat in der Nacht drei Männer aus Guinea angriffen. Eines der Opfer befand sich zeitweise in einem „kritischen“ Zustand.
Westafrika ist zum Hort der Piraten aufgestiegen – der Golf von Guinea ist für Öltanker und Frachtschiffe zum gefährlichsten Gewässer auf der Welt geworden. Das liegt an mehreren Faktoren.
Auf dem Ebertplatz in Köln gab es wieder einen Toten. Und wieder ging es dabei um Geschäfte mit Rauschgift. Zu Besuch an einem Ort, der eine Stadt aufwühlt.
Der israelisch-französische Diamantenunternehmer steht unter Verdacht bei der Ausbeutung einer Eisenerzmine im Südosten Guineas bestochen zu haben. Nun steht er in der Schweiz vor Gericht.
Dass Eintracht Frankfurt nach elf Spielen auf Platz vier steht, weckt Begehrlichkeiten. Trainer Hütter rückt in den Fokus, Verteidiger Falette debütiert in Guinea.
Mit Comics die Zensur unterlaufen: Die Regierung in Guinea nimmt die Arbeit der Zeichner nicht ernst und stempelt sie als Bastardkunst ab. So schaffen es die Künstler frei zu zeichnen.
Lange hatte er sich geweigert, sein Amt zu räumen. Nun ist Gambias bisheriger Präsident Yahya Jammeh nach Guinea abgereist. Anhänger verabschiedeten ihn zum Teil unter Tränen.