Eine Königin für Frankreich
Karl Lagerfeld zieht in seiner Karikatur eine Verbindung von Marine Le Pen zu Marie Antoinette – wenn das mal kein schlechtes Omen für die Parteivorsitzende des Front National ist.
Karl Lagerfeld zieht in seiner Karikatur eine Verbindung von Marine Le Pen zu Marie Antoinette – wenn das mal kein schlechtes Omen für die Parteivorsitzende des Front National ist.
Irak-Krieg, Finanzkrise, Euro-Krise - Bislang hat die EU jeden Streit überlebt. Aber wie lange gilt das noch? Es hat sich etwas verändert, womöglich grundlegend.
Zerreißt der Streit über den radikal rechten Thüringer Landeschef Höcke die rechtspopulistische AfD? Die Bundesvorsitzende Petry gerät zusehends in die Kritik. Höckes Verteidiger wie Gegner machen mobil.
Weil sie sich und ihre Partei mit der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ verglichen sah, stellte die Front-National-Vorsitzende Marine Le Pen Fotos prominenter IS-Opfer auf ihre Twitterseite – und trat eine Welle der Entrüstung los.
Die Front-National-Vorsitzende Marine Le Pen ist vom Vorwurf freigesprochen worden, zu „Diskriminierung, Gewalt oder Hass“ gegen Muslime angestiftet zu haben.
Es ist eine beliebte These: Der Front National verdankt seinen Erfolg hauptsächlich Protestwählern. Doch die Realität sieht anders aus.
Im entscheidenden Moment konnte Marine Le Pen nicht genug Anhänger mobilisieren. Damit ist auch ihr Weg in die Mitte der bürgerlichen Gesellschaft vorerst gescheitert.
Die Freude darüber, dass der Front National keine Region gewinnen konnte, dauerte nicht lange. Bei den Republikanern gibt es den ersten unfreiwilligen Abgang, und auch unter Sozialisten gibt es Streit.
Keine Rüge, nur ein Gespräch: Der thüringische AfD-Vorsitzende Björn Höcke wird von der Parteiführung nicht für seine Ansichten über Afrikaner gerügt. Nur einer durfte sich von ihm distanzieren.
Einen Tag nach den Regionalwahlen in Frankreich hat Nicolas Sarkozy, der Vorsitzende der konservativen Republikaner, seine Stellvertreterin entlassen. Nathalie Kosciusko-Morizet warf ihm deshalb „stalinistisches“ Vorgehen vor.
In der zweiten Runde der französischen Regionalwahlen hat der rechtsextreme Front National keine Region für sich gewinnen können. Erfolge gab es dagegen für das Lager um den früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy.
Die Menschen in Paris haben immer noch Angst. Zugleich versuchen sie, endlich wieder normal zu leben. Und jetzt steht auch noch der Front National vor der Tür – vom 11. Arrondissement aus betrachtet die nächste Katastrophe.
Egal, wie die zweite Runder der Regionalwahlen ausgeht – der Front National hat gezeigt, dass in Zukunft mit ihm zu rechnen ist.
Ohne Wachstum gebe es die alten Verteilungskämpfe, mahnt SPD-Chef Sigmar Gabriel im wirtschaftspolitischen Teil seiner Parteitagsrede. Daher müsse Deutschland die Modernisierung vorantreiben und mehr investieren.
Frankreichs Premierminister Valls sieht sein Land in einer dramatischen Lage, sollte der rechtsextreme Front National am Sonntag auch die zweite Runde der Regionalwahlen gewinnen. Allerdings könnten die jüngsten Umfragen den sozialistischen Regierungschef beruhigen.
Der Aufstieg des Front National in Frankreich sei auch eine Folge von Merkels Sparpolitik, kritisiert der SPD-Vorsitzende. Auf dem Parteitag verspricht er den Genossen einen Mitgliederentscheid, sollte der deutsche Syrien-Einsatz ausgeweitet werden.
Umfragen in Frankreich deuten darauf hin, dass Marine und Marion Le Pen ihre Wahlkreise am kommenden Sonntag möglicherweise nicht gewinnen. Dafür könnte ein Schachzug der Sozialisten sorgen.
Wird irgendwo in Europa gewählt, dann schneiden die radikalen Kräfte besonders gut und die etablierten Parteien umso schlechter ab. Warum haben populistische Parteien gegenwärtig soviel Erfolg?
Schon die Kulturpolitik von Marine Le Pen ist von Einflussnahme und gezielten Kürzungen geprägt. Doch ihre Nichte Marion führt einen ideologischen Kulturkampf, in dem sie tatsächlich von „entarteter Kunst“ schwadroniert.
Auf der Suche nach Veränderung wendet sich Frankreichs Jugend dem Front National zu. Den etablierten Parteien hingegen laufen die jungen Leute weg.
Seit Jahren hat es in Frankreich keine Regierung mit dem Willen zu ernsthaften Reformen gegeben. Die Bürger fühlen sich ohnmächtig und wandern nach rechts. Der Sieg des Front National bei den Regionalwahlen könnte nur der Anfang sein.
Die rechtspopulistische Partei hat einige einst radikale Forderungen ihres Wirtschaftsprogramms abgeschwächt. In Europa-Fragen dient die Strategie Großbritanniens als Vorbild.
Mit dem Sieg des Front National bei den Regionalwahlen ist Frankreich nach rechts gerückt. Weil die etablierten Parteien in der Dauerkrise versagen, reagieren viele Franzosen darauf mit Resignation. Eine Analyse.
Nach dem Erdrutschsieg für den rechtsextremen Front National in den französischen Regionalwahlen sind die Reaktionen in der konservativen wie in der sozialistischen Presse die gleichen: Schock und Erschütterung.
Der rechtsextreme Front National holt das beste Ergebnis seiner Geschichte. Marine Le Pen stellt damit auch die Weichen für die Präsidentenwahlen im Frühjahr 2017.
Unsolidarisch, egoistisch wie die Front National und zum Sterben schön: Mit Raubkunst, Ordnung und Pracht lockt Venedig immer noch Touristen aus aller Welt an, denen die populistische Lokalpolitik gleichgültig ist.
Am Sonntag findet in Frankreich die erste Runde der Regionalwahlen statt. FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die letzte Wahl vor der Entscheidung um Hollandes Nachfolger.
Marion Maréchal-Le Pen sieht sich in einer Reihe mit Jeanne d’Arc. Die Enkelin des Front-National-Gründers will Frankreich vor dem Islam retten – mit sanftem Erscheinungsbild und eisernem Charakter.
Am Tag vor dem Staatsakt zum Gedenken an die Opfer der Anschläge von Paris ist die Stadt ein einziges Fahnenmeer. Die politischen Parteien rücken zusammen. Davon profitiert Marine Le Pens rechtsextremer Front National.
Beate Klarsfeld wurde berühmt, als sie 1968 den Bundeskanzler ohrfeigte. Zusammen mit ihrem Mann Serge spürte sie ein Leben lang Naziverbrecher auf. Jetzt haben beide ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Ein Gespräch.
Beim Terror geht es nicht um Spiritualität. Die Dschihadisten kennen die Gesellschaften, die sie infiltrieren, genau, erklärt der Terrorismusforscher Asiem El Difraoui im Interview.
Der Schutz Frankreichs und Europas vor der terroristischen Bedrohung stellt die Staaten vor die Herausforderung: Die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten – ohne die Freiheiten der Marktwirtschaft zu gefährden.
Alle Terroristen, die zuletzt in Frankreich Anschläge geplant oder verübt haben, waren dem französischen Geheimdienst bekannt. Jetzt fordert die Opposition Erklärungen – und Konsequenzen für die Flüchtlingspolitik.
Für viele muslimische Einwanderer ist Frankreich ein Land der Hoffnung. Doch Enttäuschte und Verführte nutzen es seit dem Algerienkrieg als Schlachtfeld ihrer Kriege.
Frankreichs Politik reagiert mit Drohungen und Symbolik auf den Terror. Präsident Hollande spricht vom Krieg, was er nach dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ im Januar noch vermieden hatte. Aber kann er diesen asymmetrischen Krieg auch führen?
Frankreich stand in Europa in seinem Krieg gegen den Terror bislang ziemlich allein da. Doch nach den Anschlägen in Paris muss sich auch Deutschland die Frage stellen, ob es die Sicherheit Europas auf syrischem Boden verteidigen muss.