Neues Lager für Migranten auf Lesbos
Die Stimmung unter den Migranten auf Lesbos bleibt schlecht. Auf Steinwürfe reagierte die Polizei mit Tränengas. SPD und Grüne machen derweil Druck auf Bundesinnenminister Horst Seehofer.
Die Stimmung unter den Migranten auf Lesbos bleibt schlecht. Auf Steinwürfe reagierte die Polizei mit Tränengas. SPD und Grüne machen derweil Druck auf Bundesinnenminister Horst Seehofer.
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz warnt die EU-Staaten davor, dass „wir dieselben Fehler machen wie im Jahr 2015“. Nach dem Brand von Moria dürfe die europäische Politik dem Druck nicht nachgeben, Migranten aufzunehmen.
400 unbegleitete Minderjährige aus dem abgebrannten Flüchtlingslager auf Lesbos sollen in anderen EU-Staaten unterkommen. Tausende Menschen harren dort noch aus. Seit Monaten stehen in Deutschland viele Aufnahmeeinrichtungen teilweise leer.
Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria fragen sich viele: Wie konnten Griechenland und die EU solche Zustände zulassen? Die Antwort ist einfach. Aber sie tut weh.
Deutschland will bis zu 150 minderjährige Migranten und Flüchtlinge von der Insel Lesbos aufnehmen. Bundesinnenminister Horst Seehofer weist Forderungen aus der Union zurück.
Auf Lesbos protestieren Flüchtlinge gegen ihre Umsiedelung in ein neues Lager. Nach den Bränden im Lager Moria haben tausende Menschen kein Obdach.
Deutschland wird nach Angaben von Innenminister Horst Seehofer 100 bis 150 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria aufnehmen.
In Deutschland wird moralisch über die Aufnahme von Asylbewerbern aus Griechenland debattiert. Insgeheim wird die Politik der Abschottung und Abschreckung gebilligt.
Zehn europäische Staaten hätten sich bereit erklärt, unbegleitete Minderjährige aufzunehmen. Deutschland und Frankreich stehen für den Großteil ein. Die Flüchtlinge auf Lesbos harren derweil weiter im Freien aus.
Zehn deutsche Oberbürgermeister wollen Migranten aus dem abgebrannten Lager auf Lesbos rasch helfen. Sie richten einen Appell an Bundeskanzlerin Merkel und Bundesinnenminister Seehofer.
Wie steht es um die Ängste der Deutschen, fragte eine Studie. Statt Angst vor Terroranschlägen und vor islamistisch motiviertem Extremismus, haben die Deutschen die meiste Angst vor der Politik des amerikanischen Präsidenten.
Die griechische Regierung beschuldigt Migranten, den Brand im Flüchtlingslager Moria gelegt zu haben – und wählt drastische Worte. Derweil sind Tausende auf der Suche nach einer neuen Bleibe.
In ganz Deutschland haben mehrere tausend Menschen für die Unterbringung der Flüchtlinge aus Moria protestiert. Eine Evakuierung des Lagers sei schon vor dem Feuer nötig gewesen, sagten Redner.
Der Co-Vorsitzende der Grünen fordert, Menschen aus Moria „in größeren Kontingenten“ aufzunehmen in Deutschland.
Sollte durch den Brand in Moria eine Auflösung des Lagers erzwungen werden? Darüber zu lamentieren, hilft nicht. Die EU müsste nur tun, was sie längst hätte tun sollen: die Gestrandeten auf das europäische Festland zu verteilen.
In der Nacht zum Mittwoch hat ein Feuer das griechische Flüchtlingslager Moria zerstört. Etwa 13.000 Menschen sind nun ohne Bleibe. „Man muss die Leute hier rausholen“, sagt der freie Journalist Niklas Fischer im Gespräch.
Die Zustände im griechischen Lager Moria waren schon vor dem Brand erbärmlich. Bereits die Regierung Tsipras nahm das zumindest hin, um Migranten abzuschrecken. Die Regierung Mitsotakis geht noch weiter. Berlin guckt zu.
In und um das Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos waren in der Nacht zum Mittwoch zahlreiche Brände ausgebrochen. Die griechische Regierung spricht von Brandstiftung.
Deutsche Politiker fordern die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria. NRW-Innenminister Joachim Stamp (FDP) sieht den Bund in der Pflicht. Auch die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock sagt: „Deutschland muss handeln.“
Eine neue Publikation in der sozialwissenschaftlichen Zeitschrift „Soziale Welt“ will herausgefunden haben, dass es gar keine Flüchtlingskrise gegeben hat. Wie sind die Autoren zu dieser Schlussfolgerung gekommen?
Der Bundesrechnungshof kritisiert, dass kommunale Träger oft besonders hohe Gebühren für Wohnungen von Flüchtlingen verlangen.
Mahfouz Istanbouli kam 2015 über die Balkan-Route aus Syrien. Mit Sarah Connor hat er Deutsch gelernt. Jetzt geht er bei der Bank in die Lehre.
Claus-Peter Reisch rettete rund 1000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer vor dem Ertrinken. In seiner Dankesrede appelliert er an die Politik, mehr zu tun, damit sich die Menschen in ihrer Heimat bleiben.
Vor fünf Jahren sagte Angela Merkel, Deutschland werde die Flüchtlingskrise meistern. Ihre Gegner verhöhnten sie dafür. Wer hat recht behalten?
Sozialverbände betonen, wie gut die Integration von Flüchtlingen gelungen sei. Dann aber beschweren sie sich über Hartz IV, das viele Flüchtlinge beziehen. Das zeigt: Sie benutzen die Flüchtlinge für ihre ideologischen Zwecke.
Bis zur nächsten Flüchtlingskrise ist es nur eine Frage der Zeit. Damit die EU dieses Mal besser vorbereitet ist, sind Reformen dringend nötig. Einige Vorschläge.
Vor fünf Jahren sagte Angela Merkel „Wir schaffen das“. Die Zuwanderung ist vor allem in den neuen Bundesländern sichtbar geworden. Ein Blick auf die Demografie Deutschlands verrät, warum.
Vor fünf Jahren kam Nesar Ahmad Aliyar ohne deutsche Sprachkenntnisse an den Niederrhein. Jetzt hat der Geflüchtete sein Abitur mit Bestnote gemacht – und bereitet sich auf ein Medizinstudium vor.
Der Leiter der Bundesarbeitsagentur in Hessen ist weitgehend zufrieden mit der Flüchtlingsintegration. Ohne die Geflüchteten würde die Zahl der Auszubildenden stetig sinken.
Angela Merkel hat für ihren ikonischen Satz viel Kritik kassiert. Doch Arbeitsmarktforscher erzählen eine deutlich positivere Geschichte der Zuwanderung. Nur die Corona-Krise trübt das Bild.
Sie war eines von Markus Söders Prestigeprojekten nach der Flüchtlingskrise. Vor allem die Grünen hielten die bayerische Grenzpolizei aber nicht für verfassungskonform und zogen vor das oberste Gericht im Freistaat. Das hat nun entschieden.
Der Streetart-Künstler Banksy hat der Hilfsorganisation Sea-Watch ein Schiff zur Rettung von Flüchtlingen gesponsert. Seine Beteiligung geht auf eine E-Mail zurück, die er an eine deutsche Kapitänin geschickt hatte.
Ist ein Rückblick auf die Flüchtlingskrise fünf Jahre nach „Wir schaffen das“ sinnvoll? Die Autoren Jochen Breyer und Tim Gorbauch versuchen sich an einer filmischen Bilanz der politischen Debatte. Immerhin gelingt ihnen eine faire Berichterstattung.
Soma Rashid hat in einer Flüchtlingsunterkunft in Frankfurt gegen die Wohnbedingungen protestiert – und ist deshalb rausgeflogen. Nun sprach sie vor dem Landtag in Wiesbaden darüber.
In kaum einem Bundesland leben so viele Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften wie in Hessen. Die Bedingungen sind oft schlecht – und wer ausziehen möchte, stößt sich an der Wohnsitzauflage.
Flüchtlingsunterkünfte haben Schwierigkeiten, der Mordanschlag in Hanau wirft Fragen auf und in den Frankfurter Straßen stehen interessante Stühle. Das und was heute sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.