Es waren einmal drei Millionen
Der aktuelle Flüchtlingsstrom ist nicht der erste, den Deutschland zu verkraften hat. Fragen an einen Migrationsforscher, der sich mit den Spätaussiedlern aus Osteuropa befasst hat.
Der aktuelle Flüchtlingsstrom ist nicht der erste, den Deutschland zu verkraften hat. Fragen an einen Migrationsforscher, der sich mit den Spätaussiedlern aus Osteuropa befasst hat.
Deutschland glaubt, über die Flüchtlinge aus aller Welt zu diskutieren. Tatsächlich ringt es wieder mit sich selbst und alten deutschen Fragen. Auch wenn die „mitfühlende Mutter Merkel“ die Arme ausbreitet: Politik und Wirtschaft sollten sich daran erinnern, dass Einwanderung nicht nur Probleme löst, sondern auch neue schafft.
Freiheit, Sicherheit und Recht: Das ist Europa denen, die hierhin wollen, schuldig. Alles andere wäre eine Bankrotterklärung. Ein Gastbeitrag.
Ausgerechnet ein rechtsextremer Hooligan soll die Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau bewacht haben. Auf „Facebook“ hetzte der junge Mann demnach gegen Asylbewerber.
Vor drei Monaten waren sie selbst noch in Syrien. Heute helfen sie freiwillig anderen Geflohenen, die in Deutschland ankommen. Die Geschichte von Omar und Omar.
Ailan Kurdi floh mit seiner Familie aus Syrien. Beim Versuch, europäischen Boden zu erreichen, ging sein Boot unter. Er wurde drei Jahre alt. Das Foto seines angespülten toten Körpers geht auf Twitter unter #KiyiyaVuranInsanlik als alarmierende Botschaft um die Welt.
Die finanziellen Anreize für Asylbewerber seien zu hoch, so der Bundesinnenminister. Ändern müsse sich aber noch viel mehr, bis hin zum deutschen Baurecht.
Betriebe suchen händeringend junge Leute. Und viele junge Flüchtlinge brauchen dringend eine Berufsausbildung. Passt doch, möchte man meinen. Doch es gibt unsichtbare Hürden.
Die tschechischen Behörden markieren ankommende Flüchtlinge mit einer Nummer direkt auf der Haut. Die jüdische Gemeinde in Rom fühlt sich dadurch an Nazi-Vernichtungslager erinnert.
Kein Bargeld, keine Gesundheitskarte: Die Union will härter gegen „Asylmissbrauch“ vorgehen. Das geht aus ihrem Zwölf-Punkte-Programm hervor, das sie am Sonntag vorlegen will.
Viele Schleuser betreiben ihr kriminelles Geschäft von Serbien aus. Den ungarischen Ermittlern sind in ihrem Kampf gegen die Menschenhändler daher die Hände gebunden.
Der bayerische Ministerpräsident betrachtet die Flüchtlingskrise als „drittes Megathema“ dieses Jahrhunderts. Für die Bundesländer verlangt er finanzielle Hilfen: „Hier geht es nicht um Millionen, sondern um Milliarden.“
Die Reisefreiheit im Schengen-Raum wird zur großen Sternfahrt nach Deutschland, ins gelobte Land. So kann es auf Dauer nicht weitergehen. Die EU-Staaten müssen gemeinsam Konsequenzen ziehen.
Italien und die Autonome Provinz Südtirol werden vorübergehend wieder Personenkontrollen an der Grenze zu Österreich einführen. Migranten würden nun „intensiver aufgefordert“, ihre Reise vor dem Brennerpass vorerst zu unterbrechen.
Das geplante Flüchtlingscamp in Offenbach liegt mitten auf einem Bombenabwurfgebiet des Zweiten Weltkriegs. Nun muss das Gelände nach alter Munition abgesucht werden.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán kritisiert in einem Gastbeitrag für die F.A.Z. die „verfehlte Einwanderungspolitik“ der EU. Angesichts der Flüchtlingskrise warnt er vor einer „Explosion“ in ganz Europa.
Für Kommunen sind die vielen Flüchtlinge auch eine finanzielle Herausforderung. Eine direkte Unterstützung durch den Bund aber lässt das Grundgesetz nicht zu. Der Bundesinnenminister hält deshalb eine Verfassungsreform für möglich.
Die EU läutet Phase zwei im Drei-Stufen-Plan gegen Menschenschmuggler im Mittelmeer ein. Zuständige Militärs halten den Einsatz von sieben Kriegsschiffen für notwendig. Endgültig entschieden ist aber nichts.
Die Zahl der Anschläge auf Flüchtlingsheime ist in diesem Jahr stark gestiegen. Die Behörden gehen deshalb der Frage nach, ob es sich um spontane Einzeltaten handelt - oder ob sie von Rechtsextremisten über das Internet gesteuert werden.
Für die Meinungsfreiheit muss so entschieden gekämpft werden wie für das Asylrecht. Allgemeine Versammlungsverbote bei Kundgebungen Rechtsradikaler gefährden das demokratische Gemeinwesen.
Vor der türkischen Küste sind zwei Boote gekentert, mehrere Flüchtlinge, darunter auch Kinder, kamen ums Leben. Von den griechischen Inseln werden unterdessen Tausende in Fähren aufs Festland gebracht.
Rund um den Ostbahnhof in Budapest warten weiterhin tausende Flüchtlinge auf eine Möglichkeit, in den Westen zu reisen. Die Polizei aber lässt sie nicht zu den Zügen. Gleichzeitig kommen immer mehr Menschen nach Ungarn.
Hunderte Freiwillige helfen am Münchner Hauptbahnhof mit, die ankommenden Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu versorgen. Sie sammeln Spenden, organisieren Übersetzer oder sortieren Hygiene-Artikel. Und so sehen sie aus.
Die Aggression gegenüber Flüchtlingen betrachtet der Sozialpsychologe Rolf van Dick mit Sorge. Er rät, Kontakte zu knüpfen, um Vorurteile abzubauen.
Weil Flüchtlinge versuchten, durch den Eurotunnel nach England zu gelangen, mussten Reisende stundenlang ausharren – und wurden dazu aufgefordert, bei der Suche nach illegalen Einwanderern zu helfen.
Ob Griechenland oder Haushaltsdisziplin: Die deutsch-französischen Beziehungen galten in den vergangenen Jahren als angeschlagen. Beim Thema Flüchtlinge sprechen Berlin und Paris nun wieder mit einer Stimme.
Die überwältigende Spendenbereitschaft der Münchner hat die Polizei am Hauptbahnhof in Schwierigkeiten gebracht. Die Beamten baten die Bürger, nichts mehr zu bringen. Über eine Gabe freuten sich die Flüchtlinge besonders.
Die Lage am Budapester Ostbahnhof ist chaotisch: Mal hält die Polizei die Flüchtlinge auf, dann wieder nicht. Tausende besteigen schließlich die Züge in Richtung Wien. Angespornt hatte sie ein Gerücht aus Deutschland.
Frankfurt sucht derzeit nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten für die neuen Asylbewerber. Dieses Jahr sollen bis zu 6000 Geflüchtete in die Stadt kommen.
„No Hungary“: Bei ihrer Ankunft in Deutschland erzählen Flüchtlinge, wie schlecht sie in Ungarn behandelt worden seien. Am Hauptbahnhof in München werden sie von der Polizei und hunderten freiwilligen Helfern empfangen.
Mehr als 2000 Flüchtlinge sind zuletzt in Zügen aus Ungarn in Bayern angekommen. Kanzlerin Merkel kritisiert das Vorgehen der Regierung Orbán. EU-Kommissionschef Juncker droht mit Strafverfahren gegen Mitgliedstaaten, die Asylregeln verletzen.
Etwa 1.400 Flüchtlinge sollen am Dienstag am Münchener Hauptbahnhof ankommen. Die Helfer vor Ort empfangen Menschen, denen der Stress ihrer Reise ins Gesicht steht. Eindrücke vom Bahngleis.
Das Innenministerium in Mecklenburg-Vorpommern hatte der NPD den Zugang zu einem Flüchtlingsheim verweigert. Laut Landesverfassungsgericht verstößt das aber gegen die Abgeordnetenrechte.
Viele der Flüchtlinge, die in München aus dem Zug steigen, sind vor allem glücklich, es nach Deutschland geschafft zu haben. Noch am Bahnhof gibt es Verpflegung und auch ein freundliches Wort. Ein Augenzeugenbericht.
Die bayerische Sozialministerin Emilia Müller eröffnet das bundesweit erste Aufnahmezentrum für Asylbewerber ohne Bleibeperspektive. Dabei warnt die CSU-Politikerin vor fehlender Solidarität mit Bayern.
Wegen des Todes von 71 Flüchtlingen in einem Lastwagen in Österreich gibt es zwei weitere Festnahmen. Die Polizei ermittelt gegen einen internationalen Schleuserring.