Mehr als 23.000 Flüchtlinge in einer Woche
Immer mehr Flüchtlinge erreichen Griechenland. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex spricht nach den Tragödien in Österreich und im Mittelmeer von einer „dunklen Woche“.
Immer mehr Flüchtlinge erreichen Griechenland. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex spricht nach den Tragödien in Österreich und im Mittelmeer von einer „dunklen Woche“.
Flüchtlinge und Asylbewerber gelten in Deutschland als Problem statt als Chance. Das liegt an unserer Gastfreundschaft: Wir haben keine.
Die ungarische Polizei hat den Budapester Ostbahnhof, den sie zuvor geräumt hatte, wieder für den Zugverkehr freigegeben. Hunderte Flüchtlinge warten nun wieder vor dem Gebäude auf ihre Weiterreise und skandieren: „Deutschland, Deutschland“.
Das bisher eingeplante Geld für Flüchtlinge reicht nicht. Zur Deckung der Sozialausgaben für Flüchtlinge und ihre Integration in den Arbeitsmarkt sind laut Arbeitsministerin Andrea Nahles im kommenden Jahr bis zu 3,3 Milliarden Euro zusätzlich nötig.
„800.000 Flüchtlinge – schafft Deutschland das??“, so der Titel der Sendung. Danach war man sich sicher: Die beiden Fragezeichen waren berechtigt. Auch wegen sprachlicher Entgleisungen des bayerischen Innenministers.
In Darmstadt gibt es Kritik an der Abschottung der Flüchtlingscamps. Weder ehrenamtliche Helfer noch Journalisten dürfen sie betreten. Dem Land wird eine rigide Haltung vorgeworfen.
Asylpolitik absurd: Australien schiebt Flüchtlinge nach Kambodscha ab und zahlt dafür Millionen. In China verdunkelt sich die Konjunktur weiter.
Australien hat einen Handel mit Kambodscha, Asylsuchende dorthin weiterzureichen. Das kostet eine Menge Geld. Aber es greift nicht.
Ob der Generalbundesanwalt einen Fall von mutmaßlich rechtsextremer Gewalt gegen Flüchtlinge übernimmt, entscheiden nicht zuletzt die Medien. Die öffentliche Wirkung einer Tat spielt dabei eine wichtige Rolle.
Verzweifelte Migranten stürmen ungehindert von der ungarischen Polizei in Züge, die später von Beamten in Österreich und Deutschland kontrolliert werden müssen. Viele Flüchtlinge folgten einem Gerücht, Deutschland schicke Sonderzüge für sie.
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Angela Merkel hat sich auf ihrer alljährlichen Sommerpressekonferenz zuversichtlich gezeigt, dass Deutschland die Flüchtlingsfrage erfolgreich lösen werde. „Wir schaffen das“, sagt sie: „Und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“
Sie haben 71 Flüchtlinge in einem Lastwagen ersticken lassen. Österreich hat mehrere der mutmaßlich verantwortlichen Schleuser inhaftiert. Zwei von ihnen sind in Deutschland offenbar keine Unbekannten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor der Bundespressekonferenz die Bürger dazu aufgerufen, von rassistischen Demonstrationen Abstand zu halten. Sie mahnte, die Grundrechte auf Asyl und Menschenwürde zu achten.
In der Grenzregion zu Ungarn geht Österreich verstärkt gegen kriminelle Schleuser vor. Ein Sprecher der ungarischen Regierung wirft unterdessen Berlin vor, sie habe unter syrischen Flüchtlingen enorme Hoffnungen geweckt.
Der World University Service berät ausländische Studenten. Weil latenter Rassismus hierzulande wieder öfter in Gewalt umschlägt, schauen die Gäste nun deutlicher hin, wo in Deutschland sie studieren möchten, sagt der Leiter des Deutschen Kommittees.
Unsere unpassenden Kategorien zwingen in Europa Gestrandete dazu, irgendwie illegal zu sein. Dass der „Wirtschaftsflüchtling“ so viel Hass auf sich zieht, liegt in einer unhaltbaren Unterscheidung. Ein Gastbeitrag.
Tausende Flüchtlinge aus Syrien sind mit einem großen Fährschiff von den Inseln wie Kos, Lesbos oder Samos in den Hafen von Piräus gebracht worden. Immer wieder aber kommt es auch vor der griechischen Küste zu dramatischen Vorfällen.
Das Erzbistum Köln würde in einem früheren Kloster gerne Wohnungen für Flüchtlinge errichten. Doch so einfach ist das nicht.
Künftig dürften noch mehr Menschen aus Syrien kommen, prognostiziert das Flüchtlingsamt. Die Innen- und Justizminister der EU haben ein Krisentreffen einberufen. Grund sei die beispiellose Lage innerhalb und außerhalb Europas.
In Heidenau blieb es am Wochenende ruhig. Das ist endlich einmal eine gute Nachricht für Markus Ulbig, den Innenminister im Freistaat – denn die Polizei ist an ihre Grenzen gekommen.
Die ZDF-Moderation Dunja Hayali hat auf ihrer Facebookseite eine Lanze für Flüchtlinge gebrochen. Die Tochter irakischer Einwanderer fand in einem Post deutliche Worte gegen Fremdenhass - und erhielt ein überwältigendes Echo.
Der Strom an Menschen, die in Deutschland Asyl suchen, reißt nicht ab. Kanzlerin Merkel will zumindest den der Wirtschaftsflüchtlinge begrenzen. Innenminister de Maizière springt ihr bei: „800.000 auf Dauer sind zu viel.“
Die 71 tot in einem Lastwagen gefundenen Flüchtlinge sind wahrscheinlich erstickt. Das hätten die Autopsien der ersten Leichen ergeben, teilte die Polizei mit. In Ungarn wurde derweil ein fünfter Verdächtiger festgenommen.
Der Flüchtlingsstrom zieht in eine Richtung – in den Norden. Der Osten Europas hat bisher nur wenige Menschen aufgenommen. Es wird Zeit für mehr Solidarität und ein faires Quotensystem für Flüchtlinge in der EU.
Ungarn will Asylverfahren künftig in grenznahen Transitzonen abwickeln. Wer die Grenze illegal überschreitet, dem droht eine Haftstrafe. „Wir tun es auch für Deutschland“, sagt ein Politiker der Regierungspartei Fidesz.
Für Deutschland sind die Flüchtlinge finanziell kein unlösbares Problem. Das Problem ist politischer und kultureller Art. Teile der Gesellschaft verweigern moralische Mindestandards.
In den östlichen Bundesländern gibt es viel Wohnungs-Leerstand. Trotzdem hält Bauministerin Hendricks nichts davon, Asylbewerber im großen Stil dorthin zu bringen. Sie hat andere Pläne.
Heidenau in Sachsen kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Flüchtlingsheim ist nun der Bürgermeister in den Fokus der Rechtsextremisten gerückt. Die ostdeutschen Ministerpräsidenten warnen vor falschen Schlüssen.
Rund 400 Unterstützer sind vor der Asylbewerberunterkunft im sächsischen Heidenau zusammengekommen. Das Bundesverfassungsgericht hatte am Morgen das Versammlungsverbot für den Ort komplett aufgehoben.
Wer in einer Ausbildung ist, darf nicht abgeschoben werden - inklusive einer Anschlussphase von mindestens zwei Jahren im Beruf: So fordert es DIHK-Präsident Schweitzer in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er sieht noch weiteren Handlungsbedarf.
Vier mutmaßliche Schlepper, die für den Tod von 71 Flüchtlingen in einem Laster nahe Wien verantwortlich gemacht werden, sitzen in Ungarn in U-Haft. Die österreichische Polizei hat nun einen weiteren Laster mit 26 Flüchtlingen gestoppt.
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier zieht die Prognose der Bundesregierung über die zu erwartenden Flüchtlingszahlen in Zweifel. Er spricht von einer Herausforderung, die Deutschland noch auf Jahre fordern werde.
71 Menschen starben eingepfercht im Laderaum des in Österreich entdeckten Lastwagens. Warum begeben sich Flüchtlinge in die Hände solcher Henker? Auf den Spuren der Schlepper und Schleuser.
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz geht in die Offensive. Am Streit über die Verteilung der Flüchtlinge sei nicht die EU schuld. Amerikas Regierung warnt gar vor einer Destabilisierung Europas. Lob gibt es hingegen für die Türkei.
Das Willkommensfest für Flüchtlinge im sächsischen Heidenau ist friedlich zu Ende gegangen. Alle weiteren Demonstrationen am Wochenende hat das Oberverwaltungsgericht in Bautzen verboten.