Bibel, Axt und Zeitungen
Die amerikanischen Qualitäts-Medien stehen angesichts der Corona-Pandemie vor einem Dilemma: Um Ausgewogenheit zu dokumentieren, müssen sie auf Desinformationskampagnen reagieren. Wer profitiert?
Die amerikanischen Qualitäts-Medien stehen angesichts der Corona-Pandemie vor einem Dilemma: Um Ausgewogenheit zu dokumentieren, müssen sie auf Desinformationskampagnen reagieren. Wer profitiert?
Bleichmittel gegen Corona? Gefährliche Falschmeldungen wie diese kursieren in den Sozialen Medien. Für Facebook-Chef Mark Zuckerberg sind sie ein Ärgernis. Mit neuen Maßnahmen und entschiedener als bislang will er jetzt dagegen vorgehen.
Italiens Ministerpräsident beschimpft in einer Fernsehansprache an die Nation zwei Oppositionspolitiker. Damit bringt er Journalisten und sogar Leute in seinen eigenen Reihen gegen sich auf.
Wenn die Argumente und Vorwürfe der politischen Farbenlehre folgen: Die italienische Regierung will in der Covid-19-Krise festlegen, was Fake News sind. Das weckt Argwohn.
Die EU spürt Desinformationskampagnen nach. Besonders denen aus Russland. Beliebt sind die Behauptungen, Amerika habe das Coronavirus als biologische Waffe entwickelt und Europa sei am Ende.
Bolsonaro sprach wiederholt von einer „Hysterie“ und bezeichnete die Lungenkrankheit Covid-19 als „Grippe“. Zumindest bei Twitter ist mit solchen Aussagen des brasilianischen Präsidenten vorerst Schluss.
Akkurate und transparente Informationen seien sehr wichtig, sagt der EU-Außenbeauftragte Borrell. In einem Gespräch mit dem amerikanischen Außenminister bat er um striktes Vorgehen gegen Falschnachrichten.
Der Chef des Apothekerverbands, Friedemann Schmidt, über die Gefahr von Falschmeldungen, die Lieferengpässe aus China und Indien und die Versorgung von alten Menschen in der Quarantäne.
Facebook gerät in der Corona-Pandemie unter Druck. Es gilt, mehr Falschmeldungen auszusortieren denn je. Doch müssen 15.000 Mitarbeiter ins Home Office. Für sie übernimmt künstliche Intelligenz.
Gerade ältere Menschen leiden in der Corona-Krise unter der Isolation und unter Ängsten. Apothekerin Birgit Oftring und ihr Team führen viele lange Gespräche. Sorgen bereitet ihr, dass viele Kunden Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol in großen Mengen kaufen.
Falschmeldungen und Verschwörungen sind im Netz schon lange ein Problem. Doch in der Corona-Krise erreicht das eine völlig neue Dimension. Soziale Netzwerke werden geradezu mit Fake News überflutet. Darüber sprechen wir mit dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach.
In der Coronakrise zeigt Facebook, wie gut es gegen Fake News vorgehen kann. Konzernchef Mark Zuckerberg muss es nur wollen. Für ihn geht es jetzt um Menschenleben, nicht mehr um Meinungsfreiheit.
Der Ruf nach Bestrafung von Falschnachrichten ist mit Vorsicht zu genießen. Manchmal wird jemand einer „fake news“ bezichtigt, nur weil er eine andere Meinung hat.
Der angebliche Griff von Donald Trump nach dem an einem Corona-Impfstoff forschenden Unternehmen sorgte für Schlagzeilen. Jetzt sorgt Curevac selbst dafür, dass man sich fragt, was an dieser Sache „Fake News“ sein könnte.
In Zeiten des pandemischen Ausnahmezustands mehren sich Falschmeldungen in den sozialen Netzwerken. Politik und Wissenschaft mühen sich, neben dem Virus auch die so geschürte Panik einzudämmen.
Eine neue Studie besagt, dass die Wirkung von Falschnachrichten überschätzt wird. Das gelte auch für Amerikas Präsidentschaftswahl. Facebook freilich kommt nicht gut weg.
Wenn es um aufsehenerregende Verbrechen geht, können Journalisten das Informationsinteresse gar nicht schnell genug befriedigen. Doch es kommt darauf an, wie sie dies tun.
In Deutschland spitzt sich die Lage rund um das Coronavirus zu. Während Gesundheitsminister Spahn eine Warnung ausspricht, starten die Behörden in NRW eine riesige Suchaktion, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Nach einem Angriff wie in Volkmarsen geht es auf Twitter hoch her: Beileidsbekundungen, Spekulationen und Wut. Dabei kommt es oft zu Falschmeldungen, die zu Verschwörungstheorien und Ressentiments führen können.
Gefährliche Desinformation, das ist in Zeiten einer drohenden Pandemie die Pest. Was dagegen getan werden kann? Ein Vorschlag liegt schon mal auf dem Tisch.
Seit dem Ausbruch des Coronavirus grassieren zunehmend Gerüchte und Falschnachrichten im Internet. Die Verbreitung dieser Informationen ist zwar gefährlich, hat aber keine juristischen Folgen.
Der Internetkonzern Facebook steht in der Kritik, weil er schädliche Inhalte nicht herausfiltert. Nun hat er sich dazu entschlossen, 1000 neue Stellen zu schaffen, um besser mit Hass- und Falschnachrichten umgehen zu können.
Der Wikipedia-Gründer weist den Fake-News-Vorwurf zurück: Wikipedianer seien geübt darin, falsche Informationen auszusieben. Auch über Hitler müsse man auf Grundlage von Fakten schreiben.
Verteidigungsminister Esper war auf Distanz zum Präsidenten gegangen: Von geplanten Angriffen gegen vier Botschaften wisse er nichts. Für Trump sind das „Fake News“.
Das Haudrauf-Magazin „Tichys Einblick“ hat einen „teils falsch“-Stempel bekommen. Laut Gericht ist das zulässig. Doch die Begründung zeigt, was passiert, wenn aus Furcht vor Fake News und Filterblasen ein Wahrheitsrichter installiert wird.
Kanada hat eine Steuergutschrift für Online-Abos nationaler Zeitungen beschlossen. Die Minderheitsregierung um Justin Trudeau will damit unabhängige Presseerzeugnisse im Netz stärken.
Gegen das, was früher schlicht Lüge und Propaganda hieß, scheint bis heute kein Kraut gewachsen. Höchste Zeit, an einem harmlosen Gegengift zu arbeiten: „Fake News“, die Zuversicht, Staunen und den Glauben an das Gute fördern.
Auch auf Facebook können Menschen selbst entscheiden, was glaubwürdig ist. Die Plattform zur Wahrheit zu zwingen, hätte weit schlimmere Folgen als eine gelegentliche Lüge.
Nach der Desinformationskampagne im amerikanischen Präsidentenwahlkampf 2016 enttarnt Facebook eine neue Operation aus Russland. Sie zielte vor allem auf Instagram.
Auf dem ersten F.A.Z.-Kongress diskutieren Journalisten über den Umgang mit Fake News und über die Frage: Ist Objektivität überhaupt möglich?
Diese Lokalität im Frankfurter Gallus hatte schon viele Inhaber und Namen: Auf „Zeitungsente“ folgte „Schönhäuser“. Jetzt heißt das Restaurant „Rumi’s“ und serviert afghanisches Essen – eine Untertreibung.
Nach Twitter und Facebook meldet auch Youtube verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit den Protesten in Hongkong. Man habe ein Netzwerk erkannt und deaktiviert. Es sieht nach gezielten Aktivitäten aus China aus.
Greta Thunberg wird in den Vereinigten Staaten nicht nur von begeisterten Aktivisten empfangen. Auch die Lobbyisten aus dem Lager der Klimawandel-Leugner laufen sich schon warm.
Facebook und Twitter decken eine große chinesische Desinformationskampagne auf – im frei zugänglichen Internet. Sie zielt vor allem auf die Demonstranten in Hongkong.
Für die Verteidigung der Demokratie im Internet reicht kein Faktencheck. Statt über Fehler und Falschmeldungen muss über die Mechanismen der Meinungsbildung geredet werden.
Echter Hass und falsche Nachrichten: Emmanuel Macrons Gesetze gegen die Auswüchse des Internets mögen gut gemeint sein. Aber sind sie auch gut gemacht? Verteidiger der Pressefreiheit haben große Zweifel.