Von guten und schlechten Europäern
Leidenschaftliche Europäer können gefährlich sein. Nicht jeder, der vor einer Fiskalunion warnt, ist ein schlechter Europäer.
Leidenschaftliche Europäer können gefährlich sein. Nicht jeder, der vor einer Fiskalunion warnt, ist ein schlechter Europäer.
Lobende Worte von Eurogruppen-Chef Mario Centeno: Der deutsch-französische Vorschlag für einen 500 Milliarden Euro schweren europäischen Wiederaufbaufonds sei „ein kühner Schritt in die richtige Richtung, um diese Krise zu überwinden“.
Nach dem Merkel-Macron-Vorstoß haben vier EU-Staaten einen Gegenvorschlag unterbreitet. Der CSU-Politiker Alexander Dobrindt plädiert für einen Weg der Mitte, um die europäische Solidarität und den Zusammenhalt zu stärken.
Wegen Corona kommen Diplomaten derzeit fast nur noch virtuell zusammen. Anstatt sich ins Flugzeug zu setzen, nimmt Außenminister Maas vor der Kamera Platz. Das verändert den Charakter von Verhandlungen dramatisch.
Österreich, die Niederlande, Dänemark und Schweden auf der einen Seite, Deutschland und Frankreich auf der anderen: Wie geht es nun weiter mit dem Wiederaufbauplan? Klar ist wohl nur eines: Das Verschuldungsverbot der EU ist nicht zu halten.
Finanzminister Scholz vergleicht die hohe Kreditaufnahme der EU mit Amerikas Gründung. Das hätte er besser nicht getan. Ein Gastbeitrag.
Morddrohungen gibt es täglich. Ist die Türkei eine „De-facto-Diktatur“? Wir hätten dazu ein paar Hinweise.
Frankreich will den Stabilitätspakt auch 2021 aussetzen. Vieles spricht dafür, dass sich diese Forderung erfüllen wird. In Brüssel wird schon über eine abermalige Änderung diskutiert.
Da das böse Erwachen an der Börse manchmal über Nacht geschieht, sollten sich Anleger frühzeitig auf chancenreichen Märkte fokussieren. Neben amerikanischen Technologiewerten könnten das Papiere aus der Schweiz sein.
Manche sehen in dem Vorschlag Merkels und Macrons den Grundstein für ein neues Europa. Dessen Völker leben freilich noch immer gerne in ihren nationalstaatlichen Altbauten.
Libyens Innenminister Fathi Bashaga erläutert im Interview, warum seine Regierung das Waffenembargo für ungerecht hält – und warum ihr Gegner Chalifa Haftar im künftigen Libyen keine Rolle spielen soll.
Der EU-Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton lobt die deutsch-französischen Pläne für den Wiederaufbaufonds und die „Wissenschaftlerin“ Angela Merkel.
Auch nach der Schließung der Transitzentren an der Grenze zu Serbien wird Ungarn sich nicht beteiligen, wenn es darum geht, Flüchtlinge einigermaßen gerecht in den EU-Ländern zu verteilen.
„Das ist die Stunde einer europäischen Wirtschaftspolitik“ – Friedrich Merz fordert Reformen im EU-Wettbewerbsrecht. Sonst passiere der europäischen Industrie das gleiche, was den Banken nach der Finanzkrise widerfahren sei.
Der designierte Karlspreisträger, Rumäniens Präsident Klaus Johannis, soll die ungarische Minderheit diskriminiert haben. Die Antidiskriminierungsbehörde hat ihn deswegen zu einer Geldstrafe verteilt - doch er will dagegen vorgehen.
Malta sieht sich von Europa im Stich gelassen. Nun mehren sich die Berichte, dass das Land in der Flüchtlingspolitik zu illegalen Mitteln greift. Doch die Regierung schweigt.
Ungarns rechtsnationale Regierung schließt nach Kritik der EU die zwei umstrittenen Transitlager an der Grenze zu Serbien. Doch ihren restriktiven Kurs in der Asylpolitik gibt sie deshalb nicht auf. Im Gegenteil.
Die EU pocht auf die Einhaltung von Abstandsregeln in Flugzeugen. Die Internationale Luftverkehrsvereinigung lehnt das dagegen ab – und warnt vor steigenden Ticketpreisen.
Das Karlsruher EZB-Urteil fordert den Europäischen Gerichtshof heraus. In der Rechtswissenschaft stehen die Urteile des höchsten europäischen Gerichts seit langem in der Kritik.
Während sich Europa noch gar nicht auf den geplanten Wiederaufbaufonds geeinigt hat, schmiedet Frankreich schon Pläne, wer das Geld bekommen soll. Für die Zustimmung der EU-Länder setzt Minister Le Maire auf Deutschland.
Rolf Herbrechtsmeier hat tausendfach dabei geholfen, dass Autofahrer, denen in Deutschland der Führerschein entzogen wurde, einen Ersatz im EU-Ausland bekamen. Jetzt wurde er wegen Betruges in 37 Fällen verurteilt.
Geld statt Gutschein – das dürfen Passagiere verlangen, wenn in der Corona-Krise Flüge ausfallen. Da viele auf Erstattungen warten, droht ein Rechtsdienstleister mit einer Klagewelle.
Deutschland und Frankreich wollen nicht nur 500 Milliarden Euro für die Bewältigung der Corona-Krise in Europa. Der Plan von Merkel und Macron enthält viele weitere Vorschläge.
Die Krise könnte eine Chance für die deutsche Wirtschaft sein, der Einigungsprozess für finanzielle Hilfen aber eine Probe für die EU. Was sonst noch wichtig wird lesen Sie im F.A.Z. Newsletter für Deutschland.
Aus den international sehr unterschiedlichen politischen Reaktionen auf die Covid-19-Pandemie lässt sich einiges lernen. Wissenschaftler können auf dieser Grundlage schon erste Bilanzen ziehen.
Schon jetzt führt die Pandemie zu einer dramatischen Hungerkrise. Muss Europa handeln? Ein Gespräch mit Entwicklungsminister Gerd Müller.
Merkels und Macrons Milliarden-Plan soll nicht nur wirtschaftlich helfen, er ist ein deutsch-französisches Signal. Aber noch braucht die Kanzlerin auch die Unterstützung der Unions-Fraktion im Bundestag.
Frankreichs Präsident Macron bestellt die Sanofi-Chefs ein. Es geht auch um einen Vergleich mit den Vereinigten Staaten.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagte vor einer Video-Konferenz der EU-Finanzminister, der deutsch-französische Vorschlag sei „gut für den notwendigen Konsens in Europa“.
Hamilton ist kein Modell für Europa. Wer ihm nützen will, muss das Schuldenproblem anpacken – ohne es durch den Einsatz von Fonds oder der EZB kaschieren zu wollen.
Das EZB-Urteil aus Karlsruhe zeigt ein grundsätzliches Problem der EU auf. Wie soll es gelöst werden? Oder ist es etwa unlösbar?
Der aktuelle Bericht zur Lage der Natur zeichnet ein gemischtes Bild vom Zustand der Arten und Lebensräumen in Deutschland. Vor allem in den Agrarlandschaften geht es der Natur nach wie vor besorgniserregend schlecht. Das gilt besonders für Schmetterlinge und andere Insektenarten.
Dänemark, die Niederlande, Österreich und Schweden wollen eine Ausweitung des EU-Budgets wegen der Corona-Pandemie verhindern. Ihre Sorgen: Was einmal da ist, das bleibt auch.
Das „Kooperationsverhältnis“ hat der Europäische Gerichtshof stets einseitig und hierarchisch interpretiert. Widerspruch aus Karlsruhe war überfällig. Ein Gastkommentar.
Der Vorschlag der französischen Regierung, einen europäischen Staatenbund zu gründen, polarisiert: Die einen sehen darin den Versuch, Frankreichs Vormachtstellung zu manifestieren. Für andere ist es der Schlüssel zum Frieden.
Deutschland und Frankreich wollen besonders stark unter der Coronavirus-Pandemie leidende EU-Staaten mit einem 500-Milliarden-Euro-Fonds unterstützen - sehr zum Ärger der Nordländer, die einmal mehr einen Einstieg in die ungeliebten Eurobonds wittern.