Auf dem Rücken der Inselbewohner
Der Protest auf den griechischen Inseln ist berechtigt. Denn Athen und die EU-Mitglieder laden die Schwierigkeiten der europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik in der Ägäis ab.
Der Protest auf den griechischen Inseln ist berechtigt. Denn Athen und die EU-Mitglieder laden die Schwierigkeiten der europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik in der Ägäis ab.
Ein Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen hat kürzlich festgestellt, dass Klimaflüchtlinge asylberechtigt sind. Dem widerspricht das deutsche Innenministerium - niemand wandere nur wegen der Umwelt aus.
Deutschland legt sich ins Zeug, um zu einer Befriedung Libyens beizutragen. Warum es das tut, und wer die wichtigsten Akteure in dem Konflikt sind, haben wir zusammengefasst.
Gewalt, Instabilität und ungeregelte Migration - der wichtigste Unterstützer der Regierung in Tripolis stellt Europa beunruhigende Konsequenzen in Aussicht, so der Konflikt weitergeht. Ihr Gegner demonstriert seine Macht.
Die Zeit ist günstig, sich in der EU über eine neue Asylpolitik zu einigen. Kommt erst wieder ein Jahr 2015, geht in Europa mehr als nur die Migrationspolitik zu Bruch.
Zwölf Journalismus-Institute haben Pressebeiträge über Flüchtlinge untersucht. Sie stellen fest: Die „eine“ Flüchtlingsberichterstattung gibt es nicht. Es herrschen große nationale Unterschiede vor. Welche sind das?
Besonders die DDR wollte sich abgrenzen. Aber auch im Schatten der Mauer blieben Ost und West miteinander verflochten.
Erzählungen aus einer Welt in Bewegung: In Frankfurt geht es auf den „Literaturtagen“ in diesem Monat um „Migration – Literaturen ohne festen Wohnsitz“. Der Stoff geht da nicht aus.
Ob sich die Partei auf Nachverhandlungen beim Regierungsprogramm einließe, sollte der Grünen-Bundeskongress dies fordern, ließ ÖVP-Chef Kurz offen. Vor allem die restriktive Migrationspolitik dürfte an der grünen Basis für Unmut sorgen.
Andrea Riccardi ist Gründer der katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio. Im Interview kritisiert er Europas „militärische und diplomatische Impotenz“ angesichts des Syrien-Krieges – und seine Unentschlossenheit in der Migrationspolitik.
Darf ein Mann Schwäche zeigen? Und darf ein Deutschtürke über Rot gehen? Der Sozialpsychologe Musa Deli spricht im Interview über Probleme der Integration in drei Generationen.
Ylva Johansson hat in Schweden eine härtere Migrationspolitik umgesetzt. Jetzt arbeitet die Frau mit einer kommunistischen Vergangenheit als Innenkommissarin an einer gemeinsamen Linie für die EU.
Der Begriff kommt vielen leicht über die Lippen. Aber die Praxis ist viel komplizierter.
Nicht bei jedem Verbrechen ist der Migrationshintergrund eines Tatverdächtigen relevant. Die Debatte nach der Gewalttat von Augsburg mahnt uns zur Besonnenheit, argumentiert der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion in einem Gastbeitrag.
EU-Kommissionschefin von der Leyen stellt am Mittwoch die Einzelheiten ihres „Green Deal“ vor. Doch im EU-Haushalt ist für den Klimaschutz und andere Zukunftsthemen erschreckend wenig Geld veranschlagt.
Nach der Aufregung um sein Urteil zum NPD-Spruch „Migration tötet!“ äußert sich der zuständige Verwaltungsrichter betroffen. Das Urteil rechtfertige „selbstverständlich keine Volksverhetzung“.
Ist der NPD-Slogan „Migration tötet!“ noch durch die Meinungsfreiheit gedeckt? Je nach Kontext, entschied das Bundesverfassungsgericht. Migranten pauschal als Kriminelle ins Bild zu setzen, sei unzulässig.
Die richterliche Unabhängigkeit ist zu Recht ein hohes Gut. Der Verantwortung, die sie mit sich bringt, ist der Richter in Gießen nicht gerecht geworden.
Beim Europawahlkampf ließ eine Bürgermeisterin in der Wetterau Plakate der NPD entfernen. Die klagte – und bekam nun recht. Der Richter urteilt, sie sage nur die Wahrheit.
Ist das paradox – oder gerade nicht? Wo wenige Ausländer wohnen, wird mehr AfD gewählt.
Eine Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration stellt die Zielsetzung der derzeitigen Einwanderungspolitik infrage. Die Gesetze wirkten kaum gegen illegale Einwanderung.
Bislang haben wissenschaftliche Untersuchungen nur einen schwachen Effekt von Sozialtransfers auf die Bereitschaft zuzuwandern nachgewiesen. Ein Forscherteam hat es nun am Beispiel Dänemark untersucht und Überraschendes beobachtet.
Der Start von Ursula von der Leyens neuer EU-Kommission bleibt in der Schwebe: Der Kommissarkandidat aus Ungarn muss in die Nachbefragung. Und wegen Großbritanniens Weigerung, vor den Neuwahlen einen Bewerber zu nominieren, leitet Brüssel derweil ein Strafverfahren ein.
Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion erklärt im Gespräch mit der F.A.Z., warum er den Koalitionsvertrag erneuern will und warum genau jetzt der richtige Zeitpunkt für offenen Streit in der CDU ist.
Kamerun gilt als „Afrika im Kleinen“. Dort lässt sich beobachten, weshalb die Bevölkerung des Kontinents so schnell wächst. Der Gefahren dieser Entwicklung ist sich kaum jemand bewusst.
ÖVP und Grüne in Österreich müssen einen weiten Weg zu einer Koalition zurücklegen. Besonders in der Flüchtlingsfrage und beim Klimaschutz wird hart verhandelt. Und auch die „Ibiza“-Affäre soll Folgen haben.
Die neue EU-Kommission will einen neuen Anlauf für eine gemeinsame europäische Migrationspolitik unternehmen. Die EU müsse weltweit ein Vorbild sein, wie Migration „nachhaltig, mit humanem Ansatz“ gestaltet werden könne, sagte die designierte Kommissionschefin Ursula von der Leyen.
Sebastian Kurz, Vorsitzender der Österreichischen Volkspartei, spricht im Interview über die Gräben in Ost- und Westeuropa und seine Unterstützung für den Westbalkan.
Das Jahrhundert der Migration hat für Deutschland erst begonnen. Die Frage ist, wie trotz aller Differenzen ein pluralistisch-solidarisches Leben möglich ist. Identitäten können dabei zur Falle werden. Es geht nicht nur um Zugehörigkeit.
Ein Abkommen mit Libyen entfacht in Italien eine neue Debatte um den Umgang mit Migranten. Linke und katholische Kirche gehen dabei eine ungewohnte Allianz ein.
Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärt das Dublin-System für gescheitert. Flüchtlinge in Seenot will er weiterhin retten, an EU-Außengrenzen soll eine erste Prüfung auf Asylanspruch stattfinden.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) äußert Bedenken in Bezug auf neue Migrationsbewegungen: Grenzkontrollen sollen verlängert werden; die Länder sollen vermehrt abschieben.
Heute gilt: Deutschland ist ein Einwanderungsland. Der Weg dahin war weit und schwierig.
Mit Lob und Geschenken im Gepäck ist Bundesinnenminister Horst Seehofer nach Ankara und Athen gereist: Der Türkei stellt er mehr Geld in Aussicht, den Griechen administrative Unterstützung.
Auf den griechischen Inseln kommen immer mehr Migranten an. Die dortige Asylbehörde ist vollkommen überfordert. Das EU-Türkei-Abkommen steht vor dem Kollaps – nun soll Horst Seehofer den Retter spielen.
Bundesinnenminister Seehofer macht sich auf die Reise in die Türkei und nach Griechenland. Er meint es ernst mit seinem Satz: „Die Entwicklung der Migration in der Ägäis verdient unsere erhöhte Aufmerksamkeit.“