Abhören lohnt sich nicht
Immer mehr Technologie-Unternehmen fürchten um das Vertrauen ihrer Kunden, selbst wenn sie selbst gar nicht von den Snowden-Enthüllungen betroffen waren. Das lassen sie Präsident Obama spüren.
Immer mehr Technologie-Unternehmen fürchten um das Vertrauen ihrer Kunden, selbst wenn sie selbst gar nicht von den Snowden-Enthüllungen betroffen waren. Das lassen sie Präsident Obama spüren.
Der Grund, warum sich niemand wirklich über die Geheimdienstschnüffelei aufregt, könnte in Folgendem liegen: Edward Snowden hat uns eine leere Mülltüte geliefert - es ist nichts drin.
Je mehr von den geheimdienstlichen Überwachungen bekannt wird, desto schwieriger wird ein Ausweg aus dieser schlimmen Lage: Die Logik der Datenhortung muss durchbrochen werden.
Vor einem Jahr begann der NSA-Skandal. Er brachte die Internetbranche in Amerika in Erklärungsnot, sie geht seither auf Distanz zur Regierung. Aber eine unangenehme Wahrheit bleibt.
Der Friedenspreis für Jaron Lanier ist ein politisches Signal: Was wäre optimistischer als die Hoffnung, dass Menschen, Gesellschaft und Politik imstande sind, die normative Kraft von Technologien zu regulieren?
Der Untersuchungsausschuss des Bundestags zur NSA-Abhöraffäre will noch vor der Sommerpause ein informelles Gespräch mit Edward Snowden in Moskau führen. Die Grünen sprechen von einer „Kaffeefahrt“.
Generalbundesanwalt Range will die Kanzlerin aus dem Ermittlungsverfahren heraushalten. Auch eine Befragung von Edward Snwoden stehe „nicht zur Debatte“. Die Vereinigten Staaten reagieren dennoch verstimmt.
Google stellt „End-to-End“-Verschlüsselung vor, und selbst Facebook arbeitet an Datensicherheit. Die „Prism“-Unternehmen stellen ihre Konkurrenten wieder in den Schatten.
Jetzt ist es offiziell: Generalbundesanwalt Range wird in der Abhöraffäre um Merkels Handy ermitteln. Justizminister Maas sagt, die Regierung habe auf die Entscheidung keinen Einfluss genommen.
Im Fall des abgehörten Handys von Kanzlerin Merkel will Generalbundesanwalt Range nach Medienberichten offenbar doch ermitteln. Ein Verfahren wegen der massenhaften Ausspähung von Bürgerdaten soll es aber nicht geben.
Ist die Ausspähung durch die NSA schlimm? Leben wir in Demokratien? Glenn Greenwald, der für den „Guardian“ die Snowden-Dokumente aufarbeitet, stellt sich in der F.A.Z. vom Dienstag den naiven Fragen von Tilo Jung.
In zwei Monaten läuft Edward Snowdens politisches Asyl in Russland ab. Danach würde der frühere amerikanische Geheimdienstmitarbeiter „liebend gerne in Brasilien leben“. Er habe einen offiziellen Antrag eingereicht, sagt Snowden in einem Fernsehinterview.
Neue Enthüllungen von Edward Snowden: Unter dem Codenamen „Tundra Freeze“ sammelt der amerikanische Geheimdienst NSA täglich Millionen Bilder aus dem Internet. Mittels Gesichtserkennung sollen Personen besser aufgespürt werden.
Ein Land, das seine digitale Souveränität nicht vehement verteidigt, wird von seinen Partnern schnell nicht mehr ernst genommen: Im Fall Snowden wandelt sich die Bundesregierung zur politischen Marionette Amerikas.
Es bedürfe mehr „als Gerüchte und Spekulationen“: Der Vorsitzende des NSA-Ausschusses, Patrick Sensburg, versteht, warum Generalbundesanwalt Range in der NSA-Affäre vorerst nicht ermitteln will. Sein Fraktionskollege Bosbach warnt aber vor einem „Signal der Hilflosigkeit“.
Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter hat im NBC-Interview gesagt, er habe seine Vorgesetzten mehrmals intern kritisiert. Sein früherer Arbeitgeber widerspricht prompt. Als Beweis präsentieren die Agenten eine E-Mail.
Was können die NSA und andere Geheimdienste mit Mobiltelefonen machen? "Wenn Sie es einschalten, gehört es denen." Interessante fünf Minuten aus Snowdens erstem amerikanischen Fernsehinterview.
Am Mittwochabend wurde es ausgestrahlt: Das NBC-Interview mit Edward Snowden. Er spricht dort über seine Flucht vor den amerikanischen Behörden, seine Pläne für die Zukunft - und nimmt Stellung zu den Vorwürfen von Politikern seines Landes.
Das Opfer, das Edward Snowden für seine Überzeugungen gebracht hat, liegt für alle Welt zutage. Kläglich wirken dagegen die Diffamierungen seiner Person durch Barack Obama oder John Kerry. Im Interview mit NBC hat Snowden nun dagegengehalten.
Der ehemalige NSA-Mitarbeiter würde gerne wieder in Amerika leben, sagt er in einem Interview mit einem TV-Sender. Ob er ohne Strafe zurückkehren dürfe, müsse die Öffentlichkeit entscheiden.
Seit einem Jahr lebt der Enthüller der NSA-Abhöraktivitäten in Moskau. Nun hat Edward Snowden in seinem ersten Interview im amerikanischen Fernsehen klargestellt, dass er ein Spion war, kein „unwichtiger Systemadministrator“.
Die Linke spricht von einem „beispiellosen Akt der Rechtsbeugung“, der grüne Abgeordnete Ströbele bezeichnet es als „unverständlich“: Generalbundesanwalt Range will von einem Verfahren gegen den amerikanischen Geheimdienst NSA absehen. Es fehlten Zeugen und belastbare Beweise.
Eine brillante Abbildung der neuen Denkmuster von Big Data: Im Videospiel „Watch Dogs“ taucht die Überwachungstechnik in allen Winkeln der Stadt auf. Beim Spielen stellt sich durchaus ein beklemmendes Gefühl ein.
Eine Frankfurterin darf nicht nach New York fliegen. Warum, sagt ihr keiner. Weil sie sich mit einer Unterschrift für einen Asylantrag Edward Snowdens eingesetzt hat? Oder war das alles nur eine Verwechslung?
Wirtschaftsspionage richtet in deutschen Unternehmen jedes Jahr einen Schaden in Milliardenhöhe an. Die Gefahr kommt nicht nur aus dem Internet. Das größte Risiko sind frustrierte Mitarbeiter.
Der Investigativjournalist Glenn Greenwald ist bei Beckmann zu Gast, um von seinem Besuch bei Edward Snowden in Moskau zu erzählen. Er hat dort einen glücklichen Mann getroffen.
Von den Mitgliedern des NSA-Untersuchungsausschusses kennt nur der Grünen-Abgeordnete Ströbele den wichtigsten Zeugen Edward Snowden. Mit einer Reise nach Russland soll sich das ändern. Facebook-Chef Zuckerberg und andere Internet-Milliardäre wollen die Abgeordneten jedoch in Berlin sehen.
Der Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der NSA-Abhöraffäre will die Vorstände amerikanischer Internetkonzerne als Zeugen befragen. Die Bundestags-Abgeordneten wollen neben den Chefs von Facebook und Twitter auch die Chefs von Google, Microsoft und Apple vernehmen.
Der Berliner NSA-Ausschuss beteiligt sich an der Aufarbeitung der Spionage-Dateien auf eine Weise, dass Edward Snowden eigentlich die Tränen kommen müssten.
Die Anklage chinesischer Spione ist auch ein Signal Obamas an Europa: Spionage zum Schutz der Nation ist statthaft - der profitgeleitete Diebstahl von Firmengeheimnissen aber ein Verbrechen.
Amerika gibt Spionage zum Zweck der Sicherheit zu, leugnet aber Wirtschaftsspionage - wie es sie China vorwirft. Peking verweist auf Snowden und bezichtigt Washington der Heuchelei. Die Beziehungen sind auf einem Tiefpunkt.
Mit Explosionen und Schießereien werden sich die 007-Produzenten zurückhalten müssen. Stoff für Spionage und Intrigen liefert die Geschichte der Snowden-Enthüllungen aber allemal. Das freut vor allem einen Journalisten.
Glenn Greenwalds heute erscheinendes Buch über den Fall Snowden erläutert uns unser Schicksal in einer Gesellschaft, die nichts mehr verzeiht. Werden wir der Überwachung überhaupt noch entkommen?
Die Diplomatie habe in der Ukraine-Krise völlig versagt, sagt der Fraktionschef der Linken auf dem Parteitag in Berlin. Gysi will nach Moskau reisen, um einen „Beitrag zur Deeskalation zu leisten“.
Der Bundestag sollte sich mit einem zukunftsträchtigen Datenschutz beschäftigen. Stattdessen Tamtam um Snowden. Der NSA-Ausschuss verschärft die Misere noch.
Mit den Stimmen aller Fraktionen hat der NSA-Untersuchungsausschuss beschlossen, den früheren amerikanischen Geheimdienstler Edward Snowden zu vernehmen - wann und wo das geschehen soll, bleibt vorerst offen.