An der irischen Sprache gescheitert
Nach nur drei Wochen im Amt ist Edwin Poots als Parteivorsitzender der nordirischen Unionisten zurückgetreten. In London wächst die Sorge, dass die ohnehin schon angespannte Lage in Nordirland sich verschärft.
Nach nur drei Wochen im Amt ist Edwin Poots als Parteivorsitzender der nordirischen Unionisten zurückgetreten. In London wächst die Sorge, dass die ohnehin schon angespannte Lage in Nordirland sich verschärft.
Grund für seinen Schritt nannte Edwin Poots nicht. Die Erklärung kam nur wenige Stunden, nachdem der Hardliner seinen Kandidaten gegen den Willen der Parteimehrheit zum Regierungschef gemacht hatte.
Mit 19 zu 17 Delegiertenstimmen ist Edwin Poots nur knapp zum neuen Chef der Unionisten gewählt worden. Die harte Linie seiner Vorgängerin dürfte er fortsetzen.
Seit Jahrzehnten versuchen Hinterbliebene zu beweisen, dass britische Soldaten in Nordirland auch Unschuldige erschossen haben. Ein Bericht gibt ihnen nun Recht. Boris Johnson bittet um Verzeihung für die „gewaltige Pein“.
Arlene Fosters Rücktrittsankündigung als DUP-Vorsitzende und Ministerpräsidentin kommt für die größte unionistische Partei Nordirlands in einer schwierigen Zeit. Denn sie verliert Anhänger in zwei Richtungen.
Die Regierungschefin von Nordirland, Arlene Foster, hat ihren Rücktritt angekündigt. Sie will auch den Vorsitz ihrer Partei DUP abgeben. Ihre Rolle bei den Brexit-Gesprächen war in der DUP zuletzt scharf kritisiert worden.
Die Demokratischen Unionisten in Nordirland fürchten, dass durch den Brexit-Vertrag Barrieren zwischen ihrem Land und dem Rest des Vereinigten Königreichs zustande kommen. Sie wollen gegen das Nordirland-Protokoll vorgehen.
In Nordirland entscheidet sich, ob das Vereinigte Königreich in seiner jetzigen Form bestehen bleibt. Auch deshalb haben sich die wichtigsten Parteien jetzt zusammengerauft.
Die erste Sitzung des nordirischen Regionalparlaments seit drei Jahren beginnt mit einem versöhnlichen Signal: Protestanten wählen einen Katholiken.
Nach drei Jahren ohne Selbstverwaltung haben sich die protestantisch-loyalistische DUP und die katholisch-republikanische Sinn Fein auf eine Regierungsbildung geeinigt. Sie stimmten dem Kompromissvertrag zu, den London und Dublin vorgelegt hatten.
Ein Kompromissvorschlag könnte Nordirland bald zu einer neuen Regierung verhelfen. Doch um Neuwahlen zu verhindern, müssen sich die unionistische DUP und die republikanische Sinn Fein bis Montag einigen.
Wie in Schottland fand der Brexit in Nordirland keine Mehrheit. Auch deshalb gingen die Nationalisten gestärkt aus der Unterhauswahl hervor. Doch nun kommt Bewegung in die Bemühungen zur Selbstverwaltung der Nordiren.
Bei der Unterhauswahl erringen„Nationalisten“ erstmals mehr Mandate als „Unionisten“. Das könnte für Nordirland weitreichende Folgen haben. Rückt die Einheit Irlands näher?
In Nordirland hilft nur noch Galgenhumor: Die britische Provinz fühlt sich von allen Seiten verkauft. Die bitterste Ironie ist die Zwickmühle, in die Boris Johnson die nordirischen Konservativen gebracht hat.
Am „Super Saturday“ liefert sich Boris Johnson gleich mit mehreren Abgeordneten einen Schlagabtausch. Ob am Nachmittag überhaupt über den Brexit-Vertrag abgestimmt wird, ist jedoch unsicher.
Boris Johnson braucht für seinen neuen Brexit-Deal auch Stimmen aus der Oppositionspartei. Wie seine Vorgängerin dürfte auch der jetzige Premierminister manchen Abgeordneten deswegen mehr oder weniger unsittliche Angebote machen.
Nordirlands Unionisten könnten Ende 2024 den Brüsseler Zoll-Kompromiss allein nicht aushebeln – dafür bräuchten sie Einigkeit in ihrem Parlament. Dieses ist allerdings seit 2017 suspendiert.
Nach der Einigung zwischen Großbritanniens Regierung und der EU dominiert in europäischen Zeitungen die Hoffnung auf eine glimpfliche Trennung. Der „Presse“ kann es nicht schnell genug gehen.
Mit den EU-Partnern hat sich Großbritanniens Regierungschef auf eine neuen Entwurf des Brexit-Vertrags geeinigt. Doch im britischen Unterhaus muss Boris Johnson weiter um jede Stimme dafür kämpfen.
Treten die Briten nun geordnet aus der EU aus? Die Wirtschaft setzt darauf. Doch Skepsis bleibt – denn das Parlament in London muss noch zustimmen.
Der Backstop heißt offiziell nicht mehr so, aber faktisch ändert sich wenig – London und Brüssel haben sich in der Irland-Frage geeinigt. Ein Überblick über die erzielten Kompromisse.
Die wirtschaftliche Bedeutung Nordirlands ist gering, trotzdem ist die Provinz der größte Stolperstein für den Brexit. Nun gibt es einen Deal – und noch viele Fragezeichen in der Praxis.
Die Unterhändler der EU und Großbritanniens haben sich auf einen Brexit-Vertrag geeinigt. Das bestätigen Jean-Claude Juncker und Boris Johnson auf Twitter. Ein Scheitern des Abkommens ist aber immer noch möglich.
Nach dem Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen hat das britische Pfund deutlich aufgewertet. Allerdings konnte es die Gewinne nicht halten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat kurz vor weiteren Brexit-Verhandlungen in Brüssel gesagt, eine Einigung mit dem britischen Premierminister Johnson sei möglich aber kompliziert. Dessen Position wird erschwert von nordirischen Unionisten.
Die Zeichen stehen ein weiteres Mal auf Verlängerung im Ringen um den Brexit. Fortschritte habe es bei den jüngsten Verhandlungen zwar gegeben, doch Boris Johnson habe keine ausreichend Mehrheit garantieren können, heißt es aus Brüssel.
Boris Johnson schlägt der EU vor, ausgerechnet in der nordirischen Frage Kompetenzen von London an Belfast abzugeben. Diese weitreichende Konzession sollte man nicht vorschnell verwerfen. Ein Gastbeitrag.
Der britische Premierminister will den Norden aus der Zollunion mit dem Süden herauslösen. Damit zieht er eine neue Grenze in Irland. Das gefährdet die Existenz vieler Landwirte – und den mühsam errungenen Frieden.
Boris Johnson war so zahm wie nie, als er seinen Vorschlag für einen veränderten Brexit-Vertrag präsentierte. Doch bei der EU-Kommission verfing das nicht. Und nun?
Der britische Premierminister Johnson wird am Montag mit dem EU-Kommissionschef Juncker zu Abend essen, gab die Kommission bekannt. Thema wird wohl das irische Problem sein. Johnsons Koalitionspartner kündigt Widerstand an.
Muss Boris Johnson als britischer Premierminister zurücktreten, um seine Politik durchzusetzen? Ist der Brexit in Stein gemeißelt? Und kann das Land die Spaltung überwinden? So könnte es weitergehen.
In Dublin schlägt Boris Johnson versöhnlichere Töne an als zuletzt. Er bringt sogar eine alte Lösung für die Grenze wieder ins Spiel. Doch seine Gegner trauen ihm noch immer nicht.
Der neue Premierminister bereist das Vereinigte Königreich. Nach Schottland und Wales war Boris Johnson am Mittwoch in Nordirland – dort muss er sich wegen seiner Brexit-Pläne viele Vorwürfe anhören.
Boris Johnson ist neuer britischer Premierminister. Was heißt das für die Insel? Was für die EU? Und was für den Konflikt mit Iran? Ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Roland Sturm.
Angekündigter Rücktritt und gesplittete Abstimmung am Freitag: Theresa May fährt im Brexit-Chaos ihre letzten Geschütze auf. Ob das Kalkül der Premierministerin aufgeht, ist mehr als fraglich. Viele sind mit ihren Nerven am Ende.
Das Unterhaus tritt auf der Stelle – und doch will Theresa May am Freitag das Parlament zum dritten Mal über ihr Brexit-Abommen abstimmen lassen. Die nordirische DUP verweigert der Premierministerin aber weiter die notwendige Unterstützung.