Lebensglück Kiek över
Auf dem Zingst an der Ostsee baut Architekt Jürgen Koerber gleich hinter dem Deich eine Siedlung aus Holzhäusern, auf Nachhaltigkeit bedacht, und verwirklicht sich damit einen Lebenstraum.
Auf dem Zingst an der Ostsee baut Architekt Jürgen Koerber gleich hinter dem Deich eine Siedlung aus Holzhäusern, auf Nachhaltigkeit bedacht, und verwirklicht sich damit einen Lebenstraum.
Ruhm, wem Ruhm gebührt? Was Gustav-Adolf Schur denkt, scheint aus einem DDR-Propagandamuseum zu stammen. Er war aber - und ist vielen bis heute - das größte Sportidol der DDR, der Max Schmeling des Ostens.
Bevor aus Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe eine rechte Terrorzelle wurde, sind sie alle im selben Viertel aufgewachsen: Jena-Winzerla. Unser Autor lebt seit zwanzig Jahren dort.
Nach der Wende staunte man nicht schlecht: Erich Honecker, der Führer der Arbeiterklasse, leistete sich Luxus - in piefigem Ambiente. Bald gehört der Jagdsitz wohl einer niederländischen Hotelkette.
Niemals vergessen? Die Neufassung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes verstößt gegen Grundwerte des Rechtsstaats. Gegen eine neue Überprüfung von Bürgern wegen MfS-Kontakten spricht, dass sie folgenlos bleiben muss.
Beim Festival des Fernsehfilms in Baden-Baden gab es mehr Sieger als Preise. Am Ende aber schockierte ein Jungregisseur mit einem Film über ein Mädchen aus der Neonazi-Szene.
Christian Lehnerts Lyrik kann als diskrete Metaphysik bezeichnet werden. In seinem neuen Gedichtband widmet er sich den großen religiösen Fragen, ohne den Alltag zu vergessen.
Am 20. November wird der 200. Jahrestag der Gründung von Krupp gefeiert. Deshalb ist es Zeit für Rückblicke und Weichenstellungen. Stiftungschef Berthold Beitz stellt klar: Sein Nachfolger wird Gerhard Cromme.
Nachrichten aus einem nahen Land: Karl Dedecius hat die Quintessenz seiner fünfzigbändigen „Polnischen Bibliothek“ in eine lohnende Anthologie gepackt.
Carola Rudnick wirft der deutschen Geschichtspolitik im Umgang mit der DDR vor, eine Revolution von oben fortzusetzen. Dabei schießt sie übers Ziel hinaus.
Europa ein Auslaufmodell? Keineswegs, sagen chinesische Intellektuelle, die jetzt zu Besuch in Berlin sind. Wer China demokratisieren will, solle nach Osteuropa blicken.
Von wegen rohstoffarmes Land: Es gibt Kupfer, Zinn, Öl und Gas. Selbst seltene Erden schlummern in der Tiefe. Die alten Reviere im Erzgebirge und im Harz werden wieder mit neuer Technik wieder erkundet.
Lange Zeit war die Cordhose die ungeliebte Schwester der Jeans. Mit ihren auffällig gerippten Beinen läuft sie ihr nun den Rang ab
Für Michael Herrlich hat Erfinden nichts mit Geistesblitzen zu tun. In seiner Akademie vermittelt er Methoden, die jeden zum Erfinder machen können - Schnelldenker und Langsamdenker. Auch in Schulen sollte das gelehrt werden, findet er.
Rattenfängerglück fürs Auge: Mayers grandios geglücktes Haus in Berlins Mitte vereint Wellen und Kurven mit den strengen Waage- und Senkrechten des Klassizismus.
Zehn Wochen nach dem Mauerbau kam es im geteilten Berlin wieder zu einer gefährlichen Krise. Am 27. Oktober standen sich amerikanische und sowjetische Panzer gefechtsbereit gegenüber.
Die frühere Turn-Olympiasiegerin Karin Büttner-Janz ist nicht nur sportlich ein Multitalent. Auch im Beruf ist sie erfolgreich: als Chefärztin und Professorin an der Charité.
Widerborstig und mit unerbittlicher Ruhe die Einsamkeit ertragen: „Idylle, rückwärts“ versammelt Gedichte Kurt Drawerts aus drei Jahrzehnten, Stärken und Schwächen inklusive.
Die Berliner „Tatort“- Kommissare feiern ein Jubiläum. Der „Tatort“ kann sich generell vor Jubiläen nicht retten. Aber in ihrem 25. Fall sind Ritter und Stark nun wirklich verloren.
Julia Franck lässt Hänsel und Gretel leiden, Lilly Lindner erklärt, warum es im Bordell ohne Männer gemütlicher ist, und der alte Chesterton zeigt, warum deutsche Verleger zu wenig wussten: Die F.A.Z.-Romane der Woche.
Nach der Geschichte des Vaters wendet sich Julia Franck nun der Familie ihrer Mutter zu. Der neue Roman „Rücken an Rücken“ ist ein tragisches Märchen.
Karola Wille soll zur Intendantin des MDR gewählt werden. Zu DDR-Zeiten verfasste sie juristische Aufsätze zum Klassenkampf. Darüber reden will sie im Augenblick nicht.
Fördert die mächtige Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Ideenklau und die Selbstbedienung? Transparenz ist für sie ein Fremdwort. Dieses Monopol ist bedenklich.
Karl May, Erich Honecker und Friedrich der Große: Bassenge in Berlin bringt eine bunte Mischung aus Büchern, Graphik und Autographen zum Aufruf.
Vier Wochen lang wird es eine Anhörung der Einwände gegen die Schließung des Atommülllager Morsleben geben. Die Kosten des Vorhabens belaufen sich auf zwei Milliarden Euro.
Der Buchhandel ist derzeit ein Markt, bei dem am Ende immer Amazon gewinnt. Die Buchmesse müsste dem mehr als eine Verkaufschau entgegenhalten.
Ein Glück für den Autor, ein Glück für die Auszeichnung: Gleich für seinen Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ hat Eugen Ruge den Deutschen Buchpreis 2011 erhalten.
Isländische Dichter tragen widerwillig ihre Sagas weiter und Eugen Ruge erfasst die so fremd-nahe Welt der DDR: ein Blick auf die literarischen Veröffentlichungen im Herbst.
Zum Tag der Deutschen Einheit erinnert Bundesfinanzminister Schäuble in der Paulskirche an Deutschlands Rolle im europäischen Miteinander.
Der 3. Oktober ist für Paul Krüger eine Art Geburtstag. Das Ende der DDR war für ihn der Beginn eines zweiten Lebens - als Berufspolitiker. In wenigen Jahren stieg er in Bonn zum Minister auf. Jetzt ist er Oberbürgermeister von Neubrandenburg. Es ist einsam um ihn geworden.
Doping im Westen war zwar nicht von oben diktiert wie im Osten, aber gewollt und gebilligt. Auch heute gibt es noch eine ausgeprägte „Schluckkultur.“ Erscheint der Kampf gegen Doping auch noch so aussichtslos. Ihn einzustellen, wäre fatal.
Für die Regierung in Athen wäre Birgit Breuel ein Glücksfall. Sie war die Chef-Privatisiererin in Deutschland, als es vor zwei Jahrzehnten darum ging, die marode DDR-Wirtschaft wettbewerbsfähig zu machen.
Der Bundestag hat durch die Novellierung des Stasi-Unterlagengesetzes dafür gesorgt, dass der Eisberg der DDR-Hinterlassenschaft weiter abgetragen werden kann. Doch dass sich neue bilden, wird er damit nicht verhindern.
Die Berliner Journalistin Christiane Baumann hat sich einer besonderen Form des absurden Theaters gewidmet: dem Theater um das Theater in der DDR. Sie untersuchte den Einfluss von SED und Staatssicherheit auf die Schweriner Bühne, ...
Am 1. Oktober 1989 steht ein verlassener Koffer in der Bahn. Seit mehr als 30 Minuten ist seine Besitzerin auf der Toilette und auf dem Weg in ein neues Leben. Im Sommer 1989 gewinnt Regina Ferstberger eine Jugendreise nach London.
Systematisches Doping von Sportlern hat es nach den Worten von Werner Franke nicht nur in totalitären Staaten wie der Sowjetunion und der DDR gegeben. Der Missbrauch von Substanzen zur Leistungssteigerung sei schon immer ein Problem ...