Wann war noch mal die Mauer?
Vor 25 Jahren öffneten sich die Grenzen. Bleibt die Frage, was Schüler von heute noch mit der DDR anfangen können. Unterwegs in Berlin mit einer Schulklasse auf den Spuren des Sozialismus.
Vor 25 Jahren öffneten sich die Grenzen. Bleibt die Frage, was Schüler von heute noch mit der DDR anfangen können. Unterwegs in Berlin mit einer Schulklasse auf den Spuren des Sozialismus.
Sie waren vom Sport begeisterte Kinder. 25 Jahre nach der Wende zahlen die Opfer des DDR-Staatsdopings den Preis. Ihre Erzählungen sind erschütternd. Druck und Angst weichen nur langsam.
Mehr als 200 DDR-Doping-Opfer hat die Bundesrepublik anerkannt. Der Doping-Opfer-Hilfe-Verein zählt 700 – und die Dunkelziffer dürfte noch größer sein. 73 von ihnen führt FAZ.NET in einer Opferliste auf.
Am Ende wandte sich die Bevölkerung misstrauisch ab: nach 18 Jahren an der Spitze der DDR muss Erich Honecker abtreten. Sein Nachfolger als Staats- und Parteichef der SED wird Egon Krenz.
Nachdem sich die Zeitungen in der DDR auch für kritische Töne geöffnet haben, gewinnen fast alle Blätter Leser hinzu. Im Westen fordert die SPD personelle Änderungen in der DDR-Regierung, um wirkliche Reformen möglich zu machen.
Zweihundert Objekte unter dem Skalpell: Im British Museum in London hat die Ausstellung „Memories of a Nation“ eröffnet. Sie wirft ein neues Licht auf ein Land, das den Engländern bisher immer fremd war.
Bei den mittlerweile traditionellen Montagsdemonstrationen gehen in Leipzig bis zu 120.000 Menschen auf die Straße, um Demokratie und Freiheit zu fordern. Zudem erhalten auch in Warschau die ersten DDR-Flüchtlinge die Genehmigung zur Ausreise nach Deutschland.
Im Osten Europas veränderte sich vor 25 Jahren viel - die Flucht aus der DDR aber war noch immer ein großes Wagnis. Ramona Kobus rang deshalb lange mit sich, ehe sie einen folgenreichen Entschluss fasste.
Seit sich die SED zu einem sachlichen Dialog bereit erklärt hat, häufen sich in den staatlichen Medien der DDR die kritischen Leserbriefe. Die Ost-CDU ist bereits einen Schritt weiter: sie fordert mehr Marktwirtschaft.
Die beiden Geheimdienstchefs Hans-Georg Wieck (BND) und Markus Wolf (MfS) konkurrierten Ende der achtziger Jahre auf dem weiten Feld der innerdeutschen Spionage.
Fast alle festgenommenen Demonstranten werden in der DDR freigelassen. Staatschef Honecker will zwar über Veränderungen nachdenken, die Grundordnung aber nicht verändern: Bewährtes müsse bewahrt bleiben.
Rolf Beilschmidt ist ein Mann mit Vergangenheit: Neue Stasi-Akten-Funde belasten den Geschäftsführer des LSB Thüringen. Seine „Doppelkarriere als Lump“ gilt es aufzuarbeiten.
1952 wird die Grenze der DDR zur Bundesrepublik geschlossen, um Flüchtlingen den Weg zu versperren. Die Berliner Sektorengrenzen bleiben offen. Ulbricht will auch diese schließen, er will die Mauer. Moskau weigert sich - 1952.
Mit wilder Polemik reagierte die SED auf die Äußerung von Bundeskanzler Kohl, die Bundesrepublik werde die DDR mit finanziellen und anderen Mittel unterstützen, wenn sie sich zu grundlegenden Reformen bereit fände.
Plötzlich schauen alle auf Berlins fernen Osten: Denn der Bezirk mit dem bisher eher blassen Image wächst und baut neue Wohnungen in großem Stil.
Nach brutalen Polizeieinsätzen und Schnellgerichtsverfahren gegen Demonstranten vollzieht die DDR-Führung offenbar eine Kehrtwende. Vor allem in Leipzig und Dresden setzt die SED auf Dialog.
Zahlreiche Staatsgäste haben sich mit einem Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche an die Ursprünge der friedlichen Revolution in der DDR vor 25 Jahren erinnert. Dort nahmen im Herbst 1989 die Montagsdemonstrationen gegen das SED-Regime ihren Anfang.
Bundespräsident Gauck erinnert in Leipzig an die Montagsdemonstrationen vor 25 Jahren. Ohne dieses Aufbegehren der Bevölkerung hätte es das epochale Ereignis des Mauerfalls nicht gegeben.
Die Veröffentlichung von Lutz Seilers Roman „Kruso“, frisch mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, ist eine Punktlandung. Und das Genre des Wenderomans eine eindeutig ostdeutsche Männerangelegenheit.
Bei den größten Demonstrationen, die Ost-Berlin seit dem Arbeiter-Aufstand 1953 erlebt hat, setzt die DDR neben Hundertschaften der Polizei auch Betriebskampfgruppen ein. Mit Wasserwerfern und Gummiknüppeln geht die Staatsmacht gegen ihre Bürger vor.
Für Gregor Gysi war die DDR kein Unrechtsstaat. Für den Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Jahn ist das eine Verhöhnung der damaligen Opfer. Allerdings legt er Wert auf eine Unterscheidung.
Vor 65 Jahren wurde die DDR gegründet. Seit einem Vierteljahrhundert ist sie Geschichte. Da legt sich freundliche Patina über die Erinnerung. Doch zu bestreiten, dass die DDR ein Unrechtsstaat war, ist nicht mehr als wohlfeile Stimmungsmache.
„Der Milliardendeal - Strauß und die DDR“ handelt von der DDR-Misere, Franz Josef Strauß und einem Vorläufer der Staatspleiten-Rettungsschirme. Der Dokumentarfilm an diesem Mittwoch (23.30 Uhr) zeigt, wie die Bundesrepublik einmal das Ost-Berliner Regime rettete.
Mit „Kruso“ gewinnt pünktlich zum 25. Jahrestag des Mauerfalls ein Roman den kassenträchtigsten Buchpreis für deutschsprachige Literatur, der von den letzten Monaten der DDR erzählt. Ort der Handlung: die Insel Hiddensee. Literarischer Rang: eher zweifelhaft.
Zu den Feiern zum 40. Jahrestag der DDR kommt der sowjetische Präsident Gorbatschow nach Ost-Berlin. Von Honecker wird er mit einem Bruderkuss empfangen, ein „Bad in der Menge“ sieht das DDR-Protokoll nicht vor.
Die Erinnerung an den Herbst 1989 ist im Westen meist mit dem Datum des 9. November verbunden: Mauerfall. Im Osten markiert der 9. Oktober die Wende: In Leipzig brachten die Montagsdemonstranten die SED-Diktatur zu Fall. Wir dokumentieren eine gekürzte Fassung der Laudatio auf die Montagsdemonstrationen aus Anlass der Verleihung des Nationalpreises 2014 der „Deutschen Nationalstiftung“.
Die Grenzstadt Hof erlebt in de Tagen der Massenflucht aus der DDR denkwürdige Stunden. Sie wird zum weithin sichtbaren Zeichen des Zusammengehörigkeit der Deutschen hüben und drüben.
Vor 25 Jahren fiel die Mauer, die Deutschland in Ost und West teilte. Heute ist sie stückchenweise in den Vitrinen der Souvenirhändler zu finden – aber auch in manchen Köpfen und vielen Statistiken.
Mehr als 10.000 Flüchtlinge lagern in der Nacht rund um die Bonner Botschaft in Prag. Bevor die DDR auch die Grenze zur Tschechoslowakei schließt, war der Ansturm besonders groß.
Folgt aus der friedlichen Revolution der Deutschen nun auch der Auftrag, sich auf der ganzen Welt für Demokratie und Menschenrechte einzusetzen? Hier sollte die Bundesregierung sich und die Welt nicht überfordern.
Gregor Gysi sagt, die DDR sei noch lange kein Unrechtsstaat, nur weil sie kein Rechtsstaat gewesen sei. Gibt es etwas Drittes?
Seit 1990 ist der 3. Oktober unser Nationalfeiertag. Doch was ist da eigentlich passiert? Nichts, könnte man sagen. Die ganz großen Aufregungen, die Revolution im Osten und der Mauerfall, das war doch alles schon vorbei.
Die Flüchtlingswelle aus der zerbrechenden DDR stellt die Bundesrepublik vor Probleme. In der CSU/CSU-Fraktion kommt es zu Spannungen. Lesen Sie mehr in unserem historischen E-Paper vom Herbst 1989.
Tausende DDR-Flüchtlinge aus den Bonner Botschaften in Prag und Warschau kommen endlich in der Bundesrepublik an - nach einer nervenaufreibenden Fahrt mitten durch das Staatsgebiet der verhassten DDR. Unser historisches E-Paper zum Wendeherbst.
Der Herbst 1989 ist ein Vierteljahrhundert her. Zeit für Sandra Maischberger zu klären, ob die DDR Heimat oder ein Unrechtsstaat war. Es geht unentschieden aus, aber zu erzählen gab es trotzdem viel.
Im Zuge der Regierungsbildung in Thüringen wird 25 Jahre nach dem Fall der Mauer wieder eine Frage debattiert, die eigentlich eine rhetorische ist: War die DDR ein Unrechtsstaat?