Hier war Goethe nie!
Goethe, Schiller, Bauhaus – in Weimar ist das kulturtouristische Pflichtprogramm groß. Doch der Spaß fängt erst auf beiläufigen Entdeckungstouren richtig an.
Goethe, Schiller, Bauhaus – in Weimar ist das kulturtouristische Pflichtprogramm groß. Doch der Spaß fängt erst auf beiläufigen Entdeckungstouren richtig an.
Surrealismus in Berlin, Georges de La Tour als Porträtist des Hell-Dunkel in Paris und der österreichische Maler Carl Schuch in Frankfurt: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
Bei den Amerikanern wächst angesichts des Abbaus der Demokratie das Interesse an der DDR. Das berichtet Jenny Erpenbeck, deren Roman „Kairos“ in den Vereinigten Staaten aufmerksam gelesen wird.
Großdichter und Müllmänner unterschiedslos vor der Kamera: Helga Paris’ Porträts bei Fotografiska Berlin zeigen eine Welt, die es heute nicht mehr gibt.
Im Chemnitzer Kulturhauptstadtjahr kürzen Ludger Vollmer und Jenny Erpenbeck das Romanfragment „Rummelplatz“ von Werner Bräunig zur Oper. Wie fangen sie die von ihm beschriebene Stimmung zwischen DDR-Gründung und dem 17. Juni 1953 ein?
Caren Miosga will wissen, ob die Linke den Wohlstand gefährdet – und Linken-Politikerin Heidi Reichinnek kontert mit Tempo und Punchlines. Doch mangelt es dem Talkformat stellenweise am Willen zum politischen Diskurs.
Im Thüringer Landtag kämpfen die Brombeer-Koalition und die AfD um die Deutungshoheit über das Kult-Moped Simson. Dabei geht es auch um die Frage: Museum oder Straße?
Sommerserie Grenzgänge, letzter Teil: Es sind zwei Nationalparks im grenzübergreifenden Gleichschritt. Und so sorgt in der Sächsischen und der Böhmischen Schweiz die Liebe zur Natur bei Menschen und Institutionen für bestes Einverständnis.
Nach 1945 war der Surrealismus Schnee von gestern. In der Kunst des geteilten Deutschland lebte er dennoch weiter. Eine Berliner Ausstellung folgt seinen Spuren – und zeigt, warum ostdeutsche Künstler dabei die Nase vorn hatten.
Ein Jazz-Nachlass von internationaler Strahlkraft ist zu entdecken: Das Musikarchiv Lippmann + Rau in Eisenach würdigt den Sound der Freiheit. Es platzt aus allen Nähten und bedarf der Förderung, um den Bestand zu pflegen.
Im September 1955 kam es in Moskau zur ersten Begegnung von Vertretern der Bundesrepublik und der Sowjetunion. Kanzler Adenauer schrieb damit das erste Kapitel der deutschen Ostpolitik.
Ein ganz spezieller DDR-Roman: Karsten Krampitz erzählt die Geschichte einer Kommune von Schwerstbehinderten, die in den Achtzigerjahren zu einem Anziehungspunkt für Freigeister wurde.
Putin und Trump sind aufmerksame Schüler: Geheimdienstmethoden aus dem Kalten Krieg werden gegen demokratische Gesellschaften von heute angewendet. Das Prinzip lautet „Zersetzung“.
Freiburgs Augustinermuseum zeigt Impressionisten, die Kunstsammlungen in Chemnitz widmen sich Edvard Munchs „Angst“, und in Kaiserslautern feiert das Museum Pfalzgalerie sein 150. Jubiläum mit einer Neuhängung: der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
Man sollte eine freiheitliche, sehr bewährte Verfassung weiterhin leben und verteidigen – und nicht von oben herab aufs Spiel setzen.
Wirtschaftsnobelpreisträger Jean Tirole warnt davor, was autoritäre Regierungen mithilfe von Überwachungssofware wie von Palantir anrichten können. Im Konflikt mit den USA fordert er Widerstand der EU – sonst drohe Europa zur Kolonie Amerikas zu werden.
Beim Thema Wohnen liegen Wunsch und Wirklichkeit in Deutschland weit auseinander. Doch die Entscheidung gegen eine eigene Immobilie hat weitreichende Folgen.
Der Kreml behauptet, der Westen habe bei der Wiedervereinigung Deutschlands versprochen, die NATO nicht nach Osten auszudehnen. Es war anders, erinnert sich der Unterhändler der USA bei den Zwei-plus-vier-Gesprächen.
Die Geburtenrate in Thüringen liegt so niedrig, wie seit 30 Jahren nicht mehr. Holger Poppenhäger, der Chef des Statistischen Landesamts, fordert politische Maßnahmen gegen den Schwund.
Als ich in der DDR aufwuchs, war Werner Tübke einer ihrer prominentesten Künstler. Wir empfanden damals das Verstörende seiner Kunst. Warum wird er heute so oft als „Staatskünstler“ diskreditiert?
Egon Krenz legt den finalen Band seiner Memoiren vor. Darin verklärt er erwartbar die DDR, die er als friedliebend bezeichnet. Dem muss widersprochen werden.
Der Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin will große Teile des Zettelkatalogs entsorgen lassen. Ein einzigartiges Monument der Wissensgeschichte ginge verloren.
Die bisherige Chefanlagestrategin der Deutschen Bank nennt interessante Gründe für ihren Umzug. Die Kreissparkasse Heilbronn hat Ärger mit der Bafin und Trump hat Pläne für die Altersversorgung. Schon gehört, dass...?
Er ist in der Bundesrepublik weich gelandet und bedauert heute, wie streng er mit seinen Landsleuten gewesen ist: Der Soziologe Wolfgang Engler blickt zurück auf seinen Werdegang.
Eine wenig beachtete Seite Claus Peymanns: Als Intendant war er, ohne davon viel Aufhebens davon zu machen, ein kluger Kulturpolitiker.
Mal bin ich der „Wessi“, dann der „Russe“ oder „Jude“: Ich bin derzeit Dresdner Stadtschreiber – was mir dort in den Sozialen Medien an Äußerungen über mich begegnet, lässt mich nicht nur an der eigenen Identität zweifeln.
Was 2009 schon gut war, darf mehr als anderthalb Jahrzehnte danach ruhig noch einmal leicht verändert aufgelegt werden: claire Lenkovas Comic „Grenzgebiete“ heißt nun „Doppelte Heimat“.
Bei der Ahrenshooper Kunstauktion steht ein Motiv aus Brechts „Dreigroschenoper“ zum Verkauf. Gemalt hat es Albert Ebert, der sich als Künstler in der DDR abseits des Sozialistischen Realismus bewegte.
Wer ist Gegner, wer ist nur unbeteiligter Zuschauer, und wo lauert der Attentäter? Beim Gesellschaftsspiel „Codenames“ kommt alles darauf an, ob man die Hinweise des Agentenchefs richtig versteht – und ob man weiß, was alles auf dem Bauernhof so rumläuft.
Die Schauspielerin Fritzi Haberlandt spielt in dem Film „Wilma will mehr“ eine ostdeutsche Frau Ende der neunziger Jahre. Ein Gespräch über die Wende, Stullen an der Theaterbar und die letzte Staffel von „Babylon Berlin“.
Vergessene Pionierinnen des Stils im Jüdischen Museum Berlin, die Comiczeichnerin Allison Bechdel in Basel und Goldschätze aus China in Gotha: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons
Zwei Generationen, zwei Weltbilder: Was bleibt von einer Familie übrig, wenn die politischen Überzeugungen stärker sind als die verwandtschaftlichen Bindungen?
Er ist das zeithistorische Wissen in Person: Timothy Garton Ash wird siebzig Jahre alt – und sieht sich von einer postwestlichen Welt umgeben. Wie sie sich entwickele, sagt er, hänge auch von uns selbst ab.
Die Ausstellung „Unbeschreiblich weiblich. Frauenbilder in der DDR“ im Dieselkraftwerk Cottbus ist großartig. Sie spiegelt die Rollenerwartung zwischen Beruf, politischem System und familiärem Auftrag.
Was haben der griechische Bürgerkrieg, iranische Hits, die Folktradition der DDR und die Musik aus dem zerrissenen Land Mali gemein? Auf dem Rudolstadt-Festival in Thüringen lässt es sich herausfinden.
Der Doping-Opfer-Hilfe-Verein fordert die ehemaligen Sprinterinnen auf, sich vor einer geplanten Ehrung in Neubrandenburg öffentlich zu ihrer Geschichte zu bekennen. Sie könnten so vorbildlich einen Prozess des „Nie wieder so“ unterstützen.