Auf verlorenem Osten
Die CDU gibt es seit 75 Jahren. Auch im Osten, wo die Partei allerdings unfreiwillig einen eigenen Weg nahm. Das wirkt bis heute nach.
Die CDU gibt es seit 75 Jahren. Auch im Osten, wo die Partei allerdings unfreiwillig einen eigenen Weg nahm. Das wirkt bis heute nach.
Es berührt, dass ein so bedeutender Lyriker wie Günter Kunert glaubte, keine Spuren zu hinterlassen. Seine letzten Gedichte überraschen mit Traurigkeit.
Das „Deutschland-Duell – BRD gegen DDR“ zeigt die unterschiedlichen Lebensverhältnisse im geteilten Deutschland – aber auch, wie ähnlich sich die Menschen in Ost und West trotz verschiedener Gesellschaftssysteme waren.
Als Ossi-hassender Frührentner sorgte er 1993 für eine TV-Kontroverse. Eigentlich war Jürgen Holtz auf der Bühne zuhause – und entblößte sich dort kurz vor seinem Tod noch einmal völlig. Mit 87 Jahren ist er gestorben.
In einem Jahrgang mit starker Jury und schwachen Texten sticht einer klar heraus: Die achtzig Jahre alte Helga Schubert gewinnt mit ihrer autobiographischen Jahrhundert-Erzählung „Vom Aufstehen“ den Bachmannpreis.
Der Schriftsteller Jörg Bernig wollte Leiter des Kulturamts in Radebeul werden. Für sein systemkritisches Milieu in Ostdeutschland schlug die Stunde der Wahrheit.
Hans Falladas war ein Menschenkenner und Menschenversteher ersten Ranges. Das zeigt sein Roman „Der eiserne Gustav“ von 1938, der jetzt in einer neuen, historisch korrekten Edition erschienen ist.
Er wollte die SED unter Druck setzen, die DDR demokratisieren. Der ehemalige Außenminister Markus Meckel erinnert sich.
Gotha, war da nicht irgendetwas mit Versicherungen? Ja, auch. Dass von dieser Residenzstadt aus einmal ein fortschrittliches Musterländchen regiert wurde, vergisst man darüber leicht. Auftakt unserer Sommerserie über Orte, die auch Marken sind.
Geboren in der DDR, der Vater zurück in Angola, die Mutter von Stasi-Torturen gezeichnet: Wie die Erzählerin in Olivia Wenzels „1000 Serpentinen Angst“ ihren Platz in der Welt sucht und hinterfragt, ist nicht nur literarisch fesselnd.
Reiner Calmund auf der Tribüne, Matthias Sammer auf dem Rasen und die Wende unterm Brennglas: Das DDR-Pokalfinale vor 30 Jahren bietet geschichtsträchtigen Stoff. Vor allem neben dem Platz.
Sie gehörte zu den Filmstars der DDR: Nun ist die Schauspielerin Renate Krößner nach einer kurzen, schweren Krankheit im Alter von 75 Jahren gestorben.
Von Ronny Borchers bis Wolfgang Trapp: Die 19 Spieler, die am Uefa-Pokal-Triumph der Frankfurter Eintracht beteiligt waren, sind zu ewigen Legenden des Klubs geworden. Und was wurde danach aus ihnen?
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lag Deutschland am Boden. Deshalb sprachen viele vom „Zusammenbruch“. Erst nach 40 Jahren begann sich der Begriff „Befreiung“ durchzusetzen.
Erlebt hat die Autorin den DDR-Sozialismus nicht mehr. Fehlende Erfahrung schützt aber nicht vor falscher Nostalgie.
Das Rechenzentrum in Potsdam, der „Mäusebunker“ und das Hygieneinstitut in Berlin waren einmal Zukunftsorte. Darf man die Bauwerke abreißen?
Überall tobte vor 75 Jahren noch der Krieg. Das hielt die Mitglieder einer Weinbewertungskommission in Halle nicht davon ab, in aller Ruhe die Jahrgänge 1943 und 1944 zu verkosten, in „Grün's Weinstuben“.
Blühende Landschaften gab es auch in der DDR. Dort hat der Egapark in Erfurt Gartengeschichte geschrieben. Was ihn ausmacht, soll auch die Buga 2021 zeigen.
Der Maskenrohstoff Meltblown, in der DDR einst als Baumwollersatz entwickelt, ist momentan äußerst knapp und begehrt. Der Marktführer aus Bonn könnte bald erstmals ins Inland liefern – dank Corona.
Die Nachfolgepartei der SED war zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung so etwas wie das politische Schmuddelkind der Republik. Wie sie aus dem Abseits allmählich herausfand, schildert dieses Buch.
Die Forschung zum Antisemitismus ist umstritten, sagt Stefanie Schüler-Springorum. Doch das stimmt nicht, wenn man alle seine Formen berücksichtigt. Eine Entgegnung.
Einige Landesverbände der Linksjugend werden von den Verfassungsschutzämtern als linksextremistisch eingestuft. Anna Westner und Franziska Lucke sind im Führungsteam des Bundesverbands – und glauben an einen demokratischen Sozialismus. Folge 3 unserer Serie „Jung und politisch“.
Im März 1970 reiste Bundeskanzler Willy Brandt zum ersten deutsch-deutschen Gipfeltreffen nach Erfurt. Welche Rolle der BND und seine teils widersprüchlichen Informationen dabei spielten, erklärt die neue Folge des F.A.Z.-Essay-Podcasts.
Am Ende war sogar der Sieger maßlos überrascht. Am 18. März 1990 wählten die DDR-Bürger D-Mark und Wohlstand. Umfragen hatten der SPD den Sieg vorhergesagt, doch das war ein Missverständnis.
Vor 50 Jahren begegneten sich in Erfurt Bundeskanzler Willy Brandt und DDR-Regierungschef Willi Stoph. Die Jubel-Präferenz der Einwohner war eindeutig – und prägt die Stadt bis heute.
Im März 1970 reist Bundeskanzler Willy Brandt zum ersten deutsch-deutschen Gipfeltreffen nach Erfurt. Mit dabei: der BND. Doch die Informationen aus Pullach über die Lage in der DDR sind oft widersprüchlich. Ein Gastbeitrag.
Nach der Wende wurden die Standbilder gestürzt und die Fresken übertüncht. Jetzt weckt die Kunst am Bau der DDR das Interesse von Forschung und Denkmalschutz.
Obwohl Reichsbürger seit Jahrzehnten aktiv sind, stehen Untersuchungen noch am Anfang. Umso erhellender ist ein nun erschienener Sammelband.
Der Kalte Krieg tobte auch in Afrika. Nur hat das außerhalb kaum jemand gemerkt.
Für Klimaaktivisten ist klar: Der Braunkohleabbau in Jänschwalde muss aufhören, sofort. Vor Ort fürchten die Menschen um ihre Zukunft. In einer verwundeten Landschaft, wo man nicht als Kohlenazi beschimpft werden will. Ein Gastbeitrag.
Der Bundesnachrichtendienst hielt sich viel auf seine DDR-Expertise zugute. Wer dieses Buch liest, fragt sich, warum.
Nicht nur in Thüringen versuchen rechte Demagogen den Osten zu usurpieren. Der DDR-Oppositionelle Klaus Wolfram kritisiert die ungleiche Verteilung der Diskursmacht in Deutschland.
Bodo Ramelow will die DDR nicht „Unrechtsstaat“ nennen. Dafür spricht er von der „Menschenvernichtung“ in einem „Unrechtssystem“. Wie der Linke es schafft, zugleich Bürgertum und frühere Stasi-Leute anzusprechen.
Ein Prozess als Beitrag zur Wahrheitsfindung? Der frühere Trainer Henner Misersky will nicht darauf verzichten, an der Rolle von Ines Geipel als Opfer in der DDR zu zweifeln.
Deutschlands Brauereien verkaufen immer mehr alkoholfreies Bier. Aus dem einstigen Autofahrergetränk ist ein Symbol für einen neuen Lebensstil geworden. Das hat selbst Auswirkungen in Saudi-Arabien.
Nach der Kritik an der Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten von Thüringen fühlt sich das Land von Berlin gegängelt. Auch sonst ringt der Osten vielerorts darum, sich gegenüber den alten Bundesländern zu behaupten.