Die Hurensöhne der Bundesrepublik
Moral ist eine schöne Sache. Aber in der internationalen Politik und Wirtschaft tritt sie oft hinter anderen Interessen zurück. Frank Bösch hat eine „andere Geschichte“ Deutschlands verfasst.
Moral ist eine schöne Sache. Aber in der internationalen Politik und Wirtschaft tritt sie oft hinter anderen Interessen zurück. Frank Bösch hat eine „andere Geschichte“ Deutschlands verfasst.
Mit Musik ging alles besser: Der DDR-Jugendclub „Extrem“ existierte nur zehn Jahre, aber die hatten es in sich. Eine Ausstellung in Schloss Doberlug erinnert an ihn.
Eine Überlebende des staatlich verordneten sowjetischen Querdenkertums, nach dem sogar eine „Umerziehung“ von Kulturpflanzen möglich war: Die Humangenetikerin Regine Witkowski wird 90 Jahre alt.
Aroa Moreno Durán zeichnet in ihrem Roman „Ruths Geheimnis“ ein düsteres Familienschicksal im Baskenland.
Wie wichtige Akteure die Herkulesaufgabe der Bewältigung des „real existierenden Sozialismus“ in der DDR in der Rückschau betrachten.
Die AfD ist im Osten etabliert, das BSW erzielt in Umfragen zweistellige Werte. Der Soziologe Steffen Mau erklärt, warum die Deutschen in Ost und West bis heute politisch unterschiedlich ticken.
Am Bogensee, rund 40 Kilometer nördlich von Berlin, verrottet ein Denkmalensemble von herausragendem Zeugniswert, das an beide deutschen Diktaturen erinnert. Der drohende Abriss wäre ein geschichtspolitischer Skandal.
1990 wurde im Zuge der Wiedervereinigung auch die Reichsbahn der DDR mit der Deutschen Bundesbahn zusammengeführt. Wolfgang Scherz berichtet in seinem Buch als Zeitzeuge.
Der SPD-Politiker will bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr kandidieren. Politische Gründe und Rassismus seien nicht ausschlaggebend, sagt er. In der Partei wolle er aktiv bleiben.
Sie galt einmal als höchste aller Künste, doch dann kam sie im zwanzigsten Jahrhundert auf den Hund: Ein Gastbeitrag zu Glanz und Elend der Historienmalerei.
Mehr als vierzig Jahre lang wurde die Systemkonkurrenz zwischen West und Ost auch im Fernsehen ausgetragen. Doch über alle ideologischen Unterschiede hinweg waren die Gewohnheiten der Zuschauer wie das Profil der Sender ähnlicher als rückblickend gerne vermutet. Ein Gastbeitrag.
Die WM-Spieler tragen Mähne, und Grabowski föhnt seine Haare angeblich in der Halbzeitpause. Bei der Regenschlacht gegen Schweden hätten es alle nötig gehabt.
Standhafte Ukrainer +++ Rückführung nach Afghanistan +++ Geschichte der Bonner Republik +++ Durchsuchungs- und Haftbefehle +++ Aufarbeitung der Pandemie +++ Gesundheitsreform
Ein Nachschlagewerk erinnert an deutsche Todesopfer an den Grenzen des Ostblocks. Geschichten von menschlichem Leid und staatlichen Schikanen.
Die Dresdner Ausstellung „Das Jahr 1983“ wird wegen eines Genozid-Vergleichs der Kuratorin abgesagt. Die Staatlichen Kunstsammlungen sehen sich zu dem Schritt gezwungen, Diskussionskanäle sollen offen bleiben.
Vor 50 Jahren fahren die ausgeschiedenen Australier als Helden nach Hause. Die Schotten scheitern unbesiegt. Und die Italiener landen heimlich, um faulen Eiern zu entgehen.
Im Ural geboren, als Kind in die DDR emigriert, vor dem Mauerfall in den Westen geflohen: Eugen Ruge verwandelt seine bewegte Familiengeschichte in Literatur. Jetzt feiert er siebzigsten Geburtstag.
Mitten in der laufenden Fußball-EM jährt sich ein legendäres Spiel aus einer legendären WM. Hamburg, 1974: Bundesrepublik gegen DDR. Vor dem Fernseher: Harald Stutte, neun Jahre alt, aus Leipzig.
Lagerkoller-Legenden und Malente-Mythen: Ausgerechnet die 0:1-Niederlage gegen die DDR ebnet der westdeutschen Elf den Weg zum WM-Titel 1974. Es gibt eine Langfassung – und eine kurze Version.
Vor 71 Jahren fand in der damaligen DDR der erste Massenprotest im Machtbereich der Sowjetunion statt. In Berlin rollten die Panzer, mehr als 50 Menschen wurden getötet.
Eine finnische Debütantin bereichert die Diskussion, wie über die DDR zu schreiben sei. Meri Valkama erzählt von einer Familie aus Helsinki im Ost-Berlin der Achtzigerjahre. Aus guten Gründen.
Die Hyparschale, das Hauptwerk des führenden DDR-Bauingenieurs Ulrich Müther, wurde denkmalgerecht saniert.
Rauschender Erfolg, Riesenspaß: Axel Ranisch und Adam Benzwi leiten an der Komischen Oper Berlin mit „Messeschlager Gisela“ von Gerd Natschinski eine Renaissance der DDR-Operette ein.
Hier kamen nach 1946 gut 900.000 Flüchtlinge an: Das ehemalige Notaufnahmelager am Meisenbornweg in Gießen soll zum Erinnerungsort umgestaltet und am früheren Tag der Deutschen Einheit eröffnet werden.
Die Bedingungen ändern sich, die Unsicherheit bleibt: Die Transformation der DDR-Wissenschaft im Spiegel des Hochschulromans.
Heilt hier der Mensch die Wunden, die er schlug? Über die Folgen des Braunkohlebergbaus in der Lausitz und die Probleme, die er der Region bis heute beschert.
Im Frankfurter TAT hat der ostdeutsche Künstler Hartwig Ebersbach 1987 DDR-Flaggen zu Live-Musik „wie ein Berserker“ bearbeitet. Timm Gierig stellt sie erstmals aus.
Die DDR-Geschichte kommt in Claudia Roths Konzept zur staatlichen Erinnerungspolitik zu kurz. 1953 und 1989 müssen zentrale Bestandteile der bundesdeutschen Gedenkkultur werden. Ein Gastbeitrag
Er lebte den Boxsport wie kaum ein Zweiter und war für Promoter und DDR-Funktionäre nie pflegeleicht. Henry Maske brachte er zum Halbschwergewichtsweltmeister. Ein Nachruf auf Manfred Wolke.
Er lebte den Boxsport wie kaum ein Zweiter und war für Promoter und DDR-Funktionäre nie pflegeleicht. Aus Henry Maske machte er einen Halbschwergewichtsweltmeister. Ein Nachruf auf Manfred Wolke.
Die deutsche Einheit und die europäische Integration haben viel mehr miteinander zu tun, als man gemeinhin meint. Der Blick zurück auf die Zeit zwischen dem 9. November 1989 und dem 3. Oktober 1990 hält zudem wichtige Lehren für die Gegenwart bereit. Ein Gastbeitrag.
Ruth Maria Kubitschek ist vielen wegen ihrer Rollen in „Monaco Franze“, „Kir Royal“ oder im „Traumschiff“ bekannt. Ihre Größe bewies sie davor schon im Genrekino und im Theater der DDR. Nun starb sie mit 92.
Ruth Maria Kubitschek ist vielen wegen ihrer Rollen in „Monaco Franze“, „Kir Royal“ oder im „Traumschiff“ bekannt. Ihre Größe bewies sie davor schon im Genrekino und im Theater der DDR. Nun starb sie mit 92. Ein Nachruf.
Die Letzte Generation stört auf dem Katholikentag eine Podiumsdiskussion mit dem Kanzler. Der lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und ruft dazu auf, den öffentlichen Raum und die Meinungsfreiheit zu verteidigen.
Die Filme von Thomas Heise könnten dabei helfen, im Streit zwischen Ost- und Westdeutschen über Schlagworte hinauszukommen. Jetzt ist der Dokumentarfilmregisseur mit 68 Jahren gestorben.
Norman Keil verdient sein Geld mit Konzerten in kleinen Clubs. Der Wahl-Gießener aus Thüringen ist sein eigener Tour-Planer und Social-Media-Manager. Dabei muss er sich etwa hinter Max Giesinger und Wincent Weiss nicht verstecken.