Merkel knüpft Wertschätzung für Wulff an Aufklärungswillen
Christian Wulff ist durch neue Berichte über Zahlungen zu seinen Gunsten belastet worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel drängte den Bundespräsidenten abermals zu vollständiger Aufklärung.
Christian Wulff ist durch neue Berichte über Zahlungen zu seinen Gunsten belastet worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel drängte den Bundespräsidenten abermals zu vollständiger Aufklärung.
Niedersachsens Ministerpräsident McAllister hat zugesichert, die Kreditaffäre des Bundespräsidenten aufzuklären. Manche Fragen werde aber nur Wulff selbst beantworten können, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Die günstigen Zinsen, die Bundespräsident Christian Wulff für sein Darlehen bei der BW-Bank bezahlen musste, resultieren nach F.A.Z.-Informationen auch aus Investitionen in sein Haus, die vom Land Niedersachsen getätigt wurden.
Die Anwälte Wulffs wollen weitere Journalistenfragen zur Kreditaffäre sowie die Antworten darauf veröffentlichen. Wulff habe den Auftrag dazu erteilt, sagte Gernot Lehr am Freitag. Der SPD-Vorsitzende Gabriel griff Wulff am Freitag scharf an.
Der Anwalt des Bundespräsidenten, Gernot Lehr, hat der F.A.S. schon am 23. Dezember Presseanfragen zur Kreditaffäre Wulffs weitergeleitet. Dabei fallen seiner eigenen Stellungnahme zufolge solche Informationen unter die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht.
Protokoll ohne Gnade: Auf dem Neujahrsempfang im Schloss Bellevue für die Spitzen des Staates macht der Bundespräsident gute Miene zum bösen Spiel. Ehefrau Bettina wirkt bisweilen irritiert, die Kanzlerin nüchtern.
Der Amtswalter muss seine persönlichen Interessen hinter die der Allgemeinheit zurücktreten lassen. Das ist die Amtswürde. Sie ist wesentlich für die Demokratie.
Mehrere Zeitungen haben den Anwalt des Bundespräsidenten am Donnerstag darüber informiert, dass ihre Fragen an Wulff und seine Antworten veröffentlicht werden können. Erstmals forderte ein Bundestagsabgeordneter der CDU Wulff zum Rücktritt auf.
Die Stimmung „kippt dramatisch“, heißt es in CDU und CSU zur Krise des Bundespräsidenten. Im Falle eines Ausscheidens Wulffs aus dem Amt wird Verteidigungsminister de Maizière als „gemeinsamer“ Kandidat von Koalition und Opposition ins Gespräch gebracht.
Während der Merkel-Vertraute Peter Altmaier (CDU) per Twitter mahnt, Christian Wulff solle seine „Anwälte an die Leine legen“, stellt sich die Kanzlerin abermals vor den Bundespräsidenten. Wulffs Anwalt lehnte eine Veröffentlichung der Fragen und Antworten aus „rechtlichen Gründen“ weiter ab.
In einem Jahr ist alles vergessen. Sprach der Bundespräsident zu einem wachsenden Volk von Demenzgeplagten. Was aber tut er gegen den kognitiven Werteverfall?
Bundespräsident Wulff will die Antworten seiner Anwälte auf hunderte Anfragen von Journalisten im Zusammenhang mit seiner Kredit-Affäre nun doch nicht veröffentlichen. Sein privater Rechtsvertreter beruft sich auf „anwaltliche Schweigepflicht“.
Christian Wulff fürchte keine Veröffentlichung der Abschrift seines Anrufs beim Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, sagt einer seiner Anwälte. Die Koalition trifft angeblich keine Vorkehrungen für den Fall eines Rücktritts des Bundespräsidenten.
Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Rösler stehen laut FDP-Führung in engem Kontakt, um sich im Falle eines Rücktritts von Bundespräsident Wulff auf einen Nachfolger zu einigen. Die Bundeskanzlerin dementiert.
Bundespräsident Christian Wulff hatte am Freitag nicht den Emir, sondern die Weisen aus dem Morgenland zu Gast. Sie brachten Gold, Weihrauch, Myrrhe - und einen Hauch von Normalität. Doch in Bellevue und im Kanzleramt weiß man: Es gibt keinen Moment, an dem man sagen kann, die Sache ist vorbei.
Im Stande der Unschuld gedreht - und doch passend zum Tag: Arte zeigt „Der große Kater“ nach dem Roman von Thomas Hürlimann. Es geht um einen Präsidenten, der alles zu überstehen scheint.
Die Chefin des ZDF-Hauptstadtstudios und Ulrich Deppendorf haben gemeinsam das Interview mit Bundespräsident Christian Wulff geführt. Nun ist Bettina Schausten selbst gefragt.
Bundeskanzlerin Merkel will sich im Streit um die Veröffentlichung der Anrufabschrift zwischen Wulff und der Bild-Chefredaktion nicht positionieren. Sie lobte das Fernsehinterview des Bundespräsidenten als „wichtigen Schritt, das Vertrauen der Bürger wiederherzustellen.“
Im Streit über den Anruf von Christian Wulff bei der „Bild“-Zeitung hat Chefredakteur Kai Diekmann den Bundespräsidenten gebeten, die Mitschrift des Anrufs veröffentlichen zu dürfen. Wulff lehnte am Donnerstag ab. Der Briefwechsel der beiden.
Wulffs Interview ist kein Befreiungsschlag, sondern nur der Rückzug auf die letzte Verteidigungslinie. Die „Bild“-Zeitung dreht die Eskalationsspirale weiter. ARD und ZDF verspielen die Chance zur Aufklärung.
Bundespräsident Christian Wulff hat die Veröffentlichung des protokollierten Telefonanrufs beim Chefredakteur der „Bild“-Zeitung Diekmann abgelehnt. Das Präsidialamt erklärte, Wulff wolle es bei der persönlichen Entschuldigung belassen.
Christian Wulff will Bundespräsident bleiben. In einem Fernsehinterview gestand er zwar Fehler ein, lehnte einen Rücktritt aber ab. Die „Bild“-Zeitung widersprach Wulffs Darstellung, er habe einen Bericht des Blattes nur hinauszögern, nicht aber verhindern wollen.
Für die Opposition ist Christian Wulff weiter in der Bringschuld: „Der Bundespräsident hat ein gestörtes Verhältnis zur Presse, zur Wahrheit und zum Geld“, sagte die Linkspartei-Vorsitzende Gesine Lötzsch nach dessen Interview. Auch für SPD-Vizefraktionschef Heil bleiben „Fragen offen“.
Christian Wulff will Bundespräsident bleiben - das hat er in einem Fernsehinterview erklärt. Eine Auswahl der wichtigsten Zitate.
Nachdem Horst Köhler zurückgetreten war, muss Bundeskanzlerin Angela Merkel gedacht haben, Christian Wulff verfüge über die Härte, die seinem Vorgänger im Amt des Bundespräsidenten möglicherweise abgegangen war. Was denkt sie nun?
Bundespräsident Wulff will sich am Mittwoch in einer schriftlichen Erklärung sowie in einem Interview in ARD und ZDF zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen äußern. Bundeskanzlerin Merkel ließ mitteilen, sie erwarte, dass Wulff „alle anstehenden Fragen umfassend beantworten werde“.
Immer noch rufen Politiker Christian Wulff zur Aufklärung seiner Ausflüge in stets neue Grenzbereiche auf – offenbar nicht wirklich wissend, was sie da von ihm verlangen. Und danach? Dem Mann, der nicht Kanzler werden wollte, gelingt es auch nicht, Präsident zu sein.
Die Kritik am Verhalten des Bundespräsidenten wächst auch in der Koalition. Der FDP-Politiker Zastrow sagte am Dienstag, Wulff zeige „nicht die Größe, die ich von einem Bundespräsidenten erwarte.“
Wulff bekam seinen Kredit zu einem Zinssatz mit dem eine Bank kaum Gewinn machen kann. Die Staatsanwaltschaft geht Anzeigen nach, die BW Bank kündigt eine Prüfung an.
Christian Wulff hat der „Bild“-Zeitung den Bruch mit ihr angedroht, sollte sie über seinen Privatkredit berichten. Was dieses Telefonat über den ersten Mann im Staat und seinen Stil verrät.
Bundespräsident Wulff hat nicht nur bei Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, sondern auch bei Konzernchef Matthias Döpfner und Verlegerin Friede Springer darauf gedrungen, die Veröffentlichung eines Artikels über seinen Privatkredit zu unterbinden.
Bundespräsident Wulff hat Spekulationen zurückgewiesen, nach denen der Hauskredit eine Gegenleistung der BW-Bank gewesen sein könnte - für das Engagement Wulffs bei der Rettung von Porsche. Die LBBW ist die Hausbank von Porsche.
Bundespräsident Wulff hat am Montag auf Berichte reagiert, er habe bei dem „Bild“-Chefredakteur Diekmann eine Veröffentlichung zu verhindern versucht: Die Pressefreiheit sei ein hohes Gut, heißt es in einer Mitteilung. Über Telefonate gebe der Präsident keine Auskunft.
Christian Wulff unterschrieb das dritte Darlehen für sein Haus erst, als die Öffentlichkeit schon von seinem Privatkredit erfahren hatte.
Nach Angaben der BW-Bank hat der Unternehmer Egon Geerkens den Kontakt mit dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten und heutigen Bundespräsidenten Christian Wulff angebahnt.
Christian Wulff klagt gegen die beleidigende Bildmontage und Kommentierung eines Facebook-Autors. Ist das notwendig? Und was hat es mit Paragraph 90 Strafgesetzbuch auf sich, der die „Verunglimpfung des Bundespräsidenten“ unter Strafe stellt?