Europäerin aus Vernunft
Angela Merkel kommen keine Tränen, wenn sie über Europa spricht. Sie hat auch keine Visionen, nur ein klares Ziel: Sie will eine Union, die ihren Wohlstand in der globalen Welt bewahren kann.
Angela Merkel kommen keine Tränen, wenn sie über Europa spricht. Sie hat auch keine Visionen, nur ein klares Ziel: Sie will eine Union, die ihren Wohlstand in der globalen Welt bewahren kann.
Mit weiteren Sanktionen will die EU Teheran im Atomstreit zum Einlenken bewegen. Der neue Maßnahmenkatalog enthält unter anderem ein Gasimportverbot.
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat am Freitag einen Bericht zur Weiterentwicklung der Eurozone vorgelegt - mit dem Ziel, den Euro zu stabilisieren. Um eine politische Vertiefung geht es dabei nicht.
In Brüssel knallten am Freitag keine Korken - stattdessen wurde diskutiert, wer den Nobelpreis entgegennehmen soll. Und die EU-Bürger sind sich kaum noch bewusst, dass die EU ein Friedensprojekt ist.
Die Auszeichnung der Europäischen Union mit dem Friedensnobelpreis ist in Europa begeistert aufgenommen worden. Kommissionspräsident Barroso bezeichnete die Auszeichnung als „große Ehre“. Bundeskanzlerin Merkel sprach von einer „wunderbaren Entscheidung“.
Welche Klimaschutzziele muss die Autoindustrie künftig erfüllen? Während die EU-Klimaschutzkommissarin Hedegaard die Auflagen gerne verschärfen würde, hat Industriekommissar Tajani der Industrie versprochen, dass es keine Verschärfung geben soll. Jetzt hat die Autoindustrie einen weiteren Unterstützer bekommen: Energiekommissar Günther Oettinger.
Spanien verliert weiter an Kreditwürdigkeit. Steigende Preise und die hohe Arbeitslosigkeit verschärfen die Spannungen im Land. Damit steigt auch der Druck auf Ministerpräsident Rajoy, einen Hilfsantrag in Brüssel zu stellen.
Die geplante Fusion zwischen EADS und dem britischen Rüstungskonzern BAE ist endgültig geplatzt. Durch das Zusammengehen wäre der weltweit größte Luftfahrt- und Rüstungskonzern entstanden.
Die Kommission hat zehn Mängel festgestellt, die das Balkanland bis zum Beitritt im nächsten Juli abstellen muss. Jedes EU-Land könnte die Erweiterung stoppen.
Die Lage an der türkisch-syrischen Grenze bleibt angespannt. Ankara verlegte weitere Truppen nach Südostanatolien. Die Nato forderte eine politische Lösung des Konflikts.
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy will einen eigenen Haushalt für die Eurozone. Die meisten Mitgliedstaaten sind skeptisch, die Bundesregierung ist dafür.
Als Reaktion auf einen tödlichen Granatangriff hat das türkische Parlament Militäreinsätze im Nachbarland Syrien gebilligt. Die türkischen Streitkräfte setzen den Beschuss syrischer Ziele unweit der Grenze fort. Dabei soll es Dutzende Tote gegeben haben.
EU-Kommissar Oettinger will die Betreiber von Kernkraftwerken verpflichten, künftig eine Versicherung für Atomunfälle abzuschließen. Die Kommission erwägt im kommenden Jahr einen Regelungsvorschlag vorzulegen.
Die EU-Kommission hat offiziell die Ergebnisse ihres Stresstest für Kernkraftwerke vorgelegt. Bei sechs Anlagen in Norddeutschland sehen die Fachleute Sicherheitslücken bei den Erdbebenwarnsystemen.
Nach einem tödlichen Granatenbeschuss aus Syrien hat die Türkei Vergeltungsangriffe gestartet. Die Nato berief wegen der syrischen Übergriffe eine Krisensitzung ein. Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton äußerte ihre „Entrüstung“.
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy will eine eigene Finanzquelle für die Eurozone. Woher das Geld kommen soll, lässt er offen. Hoffentlich studiert er nicht die Deutsche Einheit.
Mitte Oktober treffen sich die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Nach Informationen der F.A.Z. soll der Euroraum künftig mit einem eigenen Budget ausgestattet werden. Welches Volumen er haben und aus welchen Quellen er gespeist werden soll, ist unklar.
Ein Streik legt voraussichtlich ab Dienstagabend den Bahnverkehr in Belgien lahm, darunter die Verbindungen zwischen Deutschland und Frankreich mit den Hochgeschwindigkeitszügen Thalys und TGV.
Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will die Banken aufspalten. Auch eine EU-Expertengruppe plädiert für eine stärkere Trennung riskanter Investmentbank-Aktivitäten vom Privatkundengeschäft. Eine Zerschlagung der Universalbanken sieht der Bericht aber nicht vor.
Eine Überprüfung der 134 europäischen Atomkraftwerke hat ergeben: In praktisch jedem Kraftwerk gibt es Sicherheitsmängel. Um alle Sicherheitslücken zu schließen, sind insgesamt 25 Milliarden Euro notwendig.
Die EU-Kommission geht dem Verdacht auf Kartellbildung in der Blei-Recycling-Branche nach. Die Wettbewerbshüter haben Büros in mehreren Ländern durchsucht. Die ins Visier der Kartellwächter geratenen Firmen kaufen zu Recycling-Zwecken gebrauchte Batterien und Bleischrott.
Alexis Tsipras ist in Brüssel nicht als Europäer-Schreck aufgetreten, aber als Zeuge der Athener Anklage: Sparen zerstöre das Land. Man müsse ihm die Schulden erlassen. Von einem Austritt aus dem Euro will er indes nichts wissen.
Griechenland verfehlt offenbar abermals die Vereinbarungen mit seinen Gläubigern. Nach einem Bericht schafft es Athen nicht, wie vereinbart ab 2015 seinen Haushalt ohne zusätzliche Hilfen finanzieren. Brüssel und europäische Notenbanken sehen demnach eine Finanzierungslücke von rund 30 Milliarden Euro.
Nach fast drei Jahren Krise sind viele Politiker zu der Auffassung gelangt, dass das Herumdoktern an der Wirtschafts- und Währungsunion so wie bisher nicht reicht. Wie soll es mit Europa weitergehen?
Deutschland habe die Eurokrise mitverursacht, sagt der EU-Kommissar für Soziales. In Brüssel herrscht der Irrglaube, Deutschland habe sich mit unlauteren Mitteln Wettbewerbsvorteile verschafft.
Das Musiklabel EMI hatte nicht nur die Beatles, sondern auch Pink Floyd, Robbie Williams und Coldplay. Jetzt hat die EU den Verkauf an den Konkurrenten Universal erlaubt - doch Universal darf nicht alle Bands übernehmen.
Deutschland ist mit einem Defizit von knapp 9 Milliarden Euro auch 2011 wieder mit Abstand der größte Nettozahler der EU gewesen. Die größten Profiteure in der EU sind Polen, Griechenland und Ungarn.
Wen Jiabao wirbt in Brüssel für eine starke EU. Chinas scheidender Ministerpräsident hat eine gute Botschaft mitgebracht: Peking kauft weiter Staatsanleihen aus dem Euroraum.
EU-Kommissar Michel Barnier zeigt sich bei der umstrittenen europäischen Bankenaufsicht kompromissbereit. Die deutsche Bankenaufsicht Bafin werde ihre Rolle behalten. Auch die Einlagen deutscher Sparer würde nicht mit Einlagen anderer Länder vermischt werden.
Bei seinem Besuch in Brüssel hat Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao gefordert, das Waffenembargo der Europäischen Union gegen sein Land zu beenden und China als Marktwirtschaft anzuerkennen.
Elf europäische Außenminister haben Vorschläge zur Zukunft der EU vorgelegt: Darin sprechen sie sich dafür aus, mehr Kompetenzen nach Brüssel abzugeben. So soll die EU etwa Durchgriffsrechte auf nationale Haushalte erlangen und der Europäische Auswärtige Dienst überprüft werden.
Kommissionspräsident José Manuel Barroso will eine europäische Einlagensicherung. Im Interview sagt er, warum die Deutschen trotzdem nicht die Einlagen der Spanier sichern sollen - und er erklärt seine Vision einer politischen Union.
Die niederländischen Wähler haben sich von ihren Sorgen nicht zu allzu schlichten Schlüssen verleiten lassen. Sie haben sich zur Euro-Rettung bekannt. Doch nach Brüssel werfen sie bange Blicke.
Einen Tag nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hat Bundespräsident Joachim Gauck die Gesetze zum Euro-Rettungsfonds ESM und zum Fiskalpakt unterzeichnet. Rechtliche Folgen hat das zunächst allerdings nicht.
Ägyptens Präsident Mursi hat die Angriffe auf amerikanische Einrichtungen kritisiert. Gleichzeitig forderte er Amerika auf, gegen den islamkritischen Film vorzugehen, der die Proteste hervorrief.
Bei Angriffen auf die amerikanische Botschaft im Jemen sind drei Demonstranten getötet worden. In Libyen wurden erste Verdächtige festgenommen. Ägyptens Präsident Mursi verurteilte derweil das islamkritische Video.