Ein Grundrecht und vierhundert Gesetze
An diesem Mittwoch muss der Komiker Dieudonné wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ vor Gericht. Seit den Pariser Attentaten ahndet die französische Justiz diese Delikte streng. Auf welcher Rechtsgrundlage?
An diesem Mittwoch muss der Komiker Dieudonné wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ vor Gericht. Seit den Pariser Attentaten ahndet die französische Justiz diese Delikte streng. Auf welcher Rechtsgrundlage?
In Nigeria tobt weiterhin ein Krieg zwischen Regierungstruppen und der Islamistengruppe Boko Haram. Eine Millionenstadt wurde tagelang umkämpft. Nun meldet die Armee einen Erfolg. Doch andernorts gibt es neue Attentate.
Der Maler George Grosz hat in den zwanziger Jahren einen Jesus gezeichnet, an den sich ähnliche Fragen heften wie an die Mohammed-Karikaturen von „Charlie Hebdo“. Der Fall landete vor Gericht.
Das Comicfestival in Angoulême ist das größte Europas. Nach dem Attentat auf „Charlie Hebdo“ war diesmal alles anders.
Auf dem Weg nach Angoulême: Das größte europäische Comicfestival wird in diesem Jahr ganz im Zeichen des Attentats auf „Charlie Hebdo“ stehen. Doch die größte Frage lautet, ob der „Calvin & Hobbes“-Zeichner Bill Watterson kommt.
Der französische Schriftsteller hat in letzter Zeit einiges durchgemacht. Auch sein Polizeischutz dürfte unter ständiger Spannung stehen. Um den Polizisten nicht noch mehr zuzumuten, geht er nicht selbst einkaufen.
Nach den Pariser Anschlägen tauchen im Internet Amateuraufnahmen der Erschießungen auf. Doch die Verbreitung der Videos birgt die Gefahr der Glorifizierung. Was bedeutet das für unseren Umgang mit Medien?
Michel Houellebecq hatte sich seit den Anschlägen auf die „Charlie Hebdo“-Redaktion zurückgezogen. Mit der Vorstellung der deutschen Ausgabe seines provokanten Romans „Unterwerfung“ kehrt er nun in Köln ins Rampenlicht zurück.
Karikaturen haben in der Gesellschaft eine neue Ernsthaftigkeit erlangt. Mit den Zeichnungen soll bald umgegangen werden wie mit großformatiger Kunst. Deutsche Museen reagieren auf die Pariser Morde
Mit Verweis auf ein Drohvideo der IS-Terroristen sprechen deutsche Sicherheitskreise gegenüber der F.A.S. von einer „hohen Anschlagsgefahr“. Wie die Sonntagszeitung außerdem erfuhr, wollten die in Belgien getöteten Islamisten eine jüdische Schule angreifen.
Die französischen Schriftsteller stehen nach den Anschlägen von Paris voll hinter ihrer Nation. Für Michel Houellebecq und dessen Roman „Unterwerfung“ gibt es allerdings heftigen Gegenwind.
Die Stimmung ist aufgeheizt: In Frankreichs Schulen gibt es nach den Attentaten von Paris viele Zwischenfälle. Bildungsministerin Vallaud-Belkacem spricht angesichts der vergifteten Stimmung von „Verherrlichung des Terrorismus“.
Nach den Anschlägen von Paris sorgt sich eine große Zahl der Deutschen vor Terrorangriffen im eigenen Land. Zwei Drittel fordern deshalb verschärfte Sicherheitsmaßnahmen.
Er ist liberal, er ist Islamwissenschaftler und er steht unter Polizeischutz. Mouhanad Khorchide kritisiert die Haltung vieler Muslime nach den Anschlägen von Paris. Wer sage, Salafismus habe nichts mit dem Islam zu tun, der verdränge das Problem. Ein Gespräch.
Das Frankfurter Caricatura-Museum, das alle Ausgaben des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ besitzt, zieht ein „stilles Gedenken“ an die Pariser Opfer vor. Der Stifter der Hefte bemängelt die Zurückhaltung des Hauses. Das wehrt sich.
Auch nach dem Pariser Attentat geht der Terror weiter. Die afghanischen Taliban begrüßen den Mord an den Redakteuren von „Charlie Hebdo“. Den Redakteuren der Satirezeitschrift „Le Canard enchaîné“ kündigen anonyme Drohschreiben an, man werde ihnen die Beine zerstückeln.
Unter dem Eindruck des Attentats auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ beginnt in Deutschland eine Debatte über den Blasphemie-Paragrafen. ZdK-Präsident Alois Glück warnt davor, „die Ereignisse in Paris zu instrumentalisieren“.
Nach den Terroranschlägen in Paris bekommt die Pegida-Bewegung in Dresden noch einmal starken Zulauf. Dass Angehörige und Freunde der Opfer den Zuspruch der Demonstranten gar nicht wollen, ist denen egal.
Eine Nation vereint in Trauer: In Frankreich sind mindestens 3,7 Millionen Menschen gegen den islamistischen Terror auf die Straße gegangen. Auch viele Staatschefs gedachten der Opfer der Attentate. Die Delegation aus Marokko blieb dem Marsch aber fern.
Der Opfer der Attentate in Paris haben auch mehrere hundert Menschen in Frankfurt gedacht. Es blieb nicht an allen Schauplätzen friedlich.
Im Nordosten Nigerias sind bei einem Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Nach unbestätigten Berichten örtlicher Medien soll eine Zehnjährige das Attentat verübt haben.
Brauchen wir die Vorratsdatenspeicherung, schärfere Gesetze oder vor allem mehr Geld für die innere Sicherheit? Die Anschläge in Frankreich haben alte Debatten darüber wieder angeheizt. Bundeskanzlerin Merkel versucht zu deeskalieren.
Das Attentat auf „Charlie Hebdo“ ist ein Angriff auf unsere Demokratie, unsere Presse- und Meinungsfreiheit. Wir müssen sie stets aufs Neue verteidigen, auch gegen die perfide Propaganda der Pegida-Anführer und den üblen Vorwurf der „Lügenpresse“. Ein Aufruf der deutschen Zeitungsverleger.
Frankfurt gedenkt der Toten des Anschlags in Paris - dafür trafen sich mehrere hundert Menschen an der Hauptwache. Muslimische Religionsgemeinschaften verurteilen die Tat, während einige Politiker schärfere Gesetze forderten.
Der Terroranschlag auf „Charlie Hebdo“ hat Frankreich aus der Lethargie gerissen. Im unerklärten Krieg gegen die Feinde von innen spielt Präsident Hollande eine entscheidende Rolle.
Nach dem Anschlag von Paris meldet sich auch Hessens Regierung zu Wort. Volker Bouffier fühle sich an 9/11 erinnert. Er will deutschen Islamisten, die im Nahen Osten kämpfen, die Einreise verweigern.
Mit Schweigeminuten und Trauergottesdiensten ist am Tag nach dem schweren Attentat auf das Magazin „Charlie Hebdo“ der zwölf Opfer gedacht worden. Auch in Deutschland wehte die französische Flagge auf Halbmast.
Attentat zum Erscheinungstermin: Die Schüsse auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ fielen am Tag der Auslieferung von Michel Houellebecqs Islam-Roman „Unterwerfung“.
Das Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ ist für die Berufskollegen bei der „Titanic“ in Frankfurt kein Grund für Unruhe oder Zensur. „Jetzt erst recht“, sagt der Chefredakteur.
Tausende Franzosen versammeln sich, entsetzt über das Attentat auf „Charlie Hebdo“. Unsere Korrespondentin ist auf der Pariser Place de la République live dabei gewesen.
Die Anti-Islam-Bewegung Pegida sieht sich durch den Terroranschlag in Paris in ihren Warnungen vor einer angeblichen Islamisierung bestätigt. Die AfD in Sachsen geht auf Tuchfühlung.
Erschütterung dominiert die Kommentare zu dem Attentat von Paris. Eine Auswahl der Reaktionen.
In der Rue Nicolas Appert herrscht Ausnahmezustand. Und die Menschen fragen sich, ob die Redaktion von „Charlie Hebdo“ eigentlich von der Polizei noch geschützt wurde.
In der Altstadt von Istanbul ist ein Polizist bei einem Anschlag getötet worden. In der Nähe der Hagia Sophia sprengte sich eine Frau in die Luft.
„Wir sind genau solche Schweine geworden wie ihr“: Glaubt wirklich wer, dass Folter den Gefolterten dazu bringt, die Wahrheit zu sagen? Über Berührungspunkte von islamistischem Terror und CIA.
In Kabul haben sich kurz nacheinander zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Unter den Opfern ist wohl auch ein Deutscher. Sind die Taten Vorboten weiterer Gewalt vor dem Abzug der Nato-Kampftruppen?