Asylverfahren dauern immer länger
Das Flüchtlings-Bundesamt wollte die Bearbeitungsdauer von Asylanträgen eigentlich reduzieren. Doch stattdessen müssen Flüchtlinge immer länger warten. Die Linkspartei sieht ein „klares Zeichen von Missmanagement“.
Das Flüchtlings-Bundesamt wollte die Bearbeitungsdauer von Asylanträgen eigentlich reduzieren. Doch stattdessen müssen Flüchtlinge immer länger warten. Die Linkspartei sieht ein „klares Zeichen von Missmanagement“.
Durch die Flüchtlingskrise wird die Frage wieder aktuell: Darf man Migranten, die illegal übers Meer kommen, sofort zurückbringen? Für Europäer gibt es da ein großes Hindernis.
Wie lassen sich Flüchtlinge schneller in Arbeit bringen? Dazu haben Forscher mit mehr als 100 Flüchtlingen ausführlich gesprochen und klare Lektionen für die Praxis formuliert. In der Politik stoßen sie damit nicht nur auf Gegenliebe.
Er war für die Nato abgeordnet und tauchte unter, als er festgenommen werden sollte: Erstmals nach Beginn von Erdogans Säuberungen will ein türkischer Offizier offenbar Asyl in Amerika. Das könnte Probleme bringen.
Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge sinkt. Gleichzeitig wies man dieses Jahr mehr als 13.000 Menschen zurück. Wer Asyl beantragen will, darf jedoch weiterhin ins Land.
Noch sind die absoluten Zahlen der Asylbewerber aus der Türkei gering. Sollte sich die türkische Innenpolitik aber nicht ändern, werden künftig mehr kommen.
Wegen der Konflikte in ihrer Heimat versuchen immer mehr Türken Asyl in Deutschland zu bekommen. Die Zahl der Bewerber in den ersten sechs Monaten von 2016 war fast so hoch wie im gesamten Vorjahr: 1719.
Immer mehr afghanische Flüchtlinge kehren freiwillig aus Europa in ihr Heimatland zurück. Für Deutschland hat sich die Zahl zuletzt fast verdoppelt.
Von längeren Öffnungszeiten bis hin zur elektronischen Akte: Das Verwaltungsgericht in Gießen hat viel getan, um Asylprozesse schnell zu bearbeiten – doch nun liefert die Flüchtlingsbehörde nicht.
Muslime sollen nach dem Willen von AfD-Vize Gauland vorerst kein Recht mehr auf Asyl haben. Damit übernimmt er die Position des Präsidentschaftskandidaten Trump - und erntet gleich Widerspruch.
Der Terrorangriff eines 17-jährigen Flüchtlings in einem Zug bei Würzburg befeuert die Flüchtlingsdebatte, Frankreich will die Arbeitsmarktreform beschließen und die hessische Polizei stellt ein Computerprogramm zur Vorhersage von Wohnungseinbrüchen vor.
Die Maghreb-Staaten Marokko, Algerien und Tunesien sollen zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt werden. Hessens Grüne halten das Modell allerdings für grundsätzlich falsch.
Bevor der Putsch niedergeschlagen wurde, konnten acht türkische Soldaten mit einem Militärhubschrauber nach Nordgriechenland fliehen. Während Präsident Erdogan die schnelle Auslieferung der „Verräter“ verlangt, haben die Männer Asyl beantragt.
Über 23.000 Asylanträge von Syrern sind im Juni eingegangen. Knapp die Hälfte erhielt nur noch subsidiären Schutz und kann damit vorerst nicht seine Familie nachholen. Das Innenministerium verteidigt die Maßnahme.
Ärzten wird vorgeworfen, abgelehnte Asylbewerber mit Attesten zu versorgen. Mit verlässlichen Zahlen lässt sich das bisher nicht belegen. Aber es gibt viele Indizien.
Ein strenger, fairer Standard für die EU-Mitgliedsländer: Zwei EU-Kommissare skizzieren in einem Gastbeitrag für die F.A.Z. ihre Vorstellungen eines neuen Asylsystems für die Europäische Union. In dieser Woche wird darüber entschieden.
Die Schließung der Balkanroute sorgt für niedrige Asylzahlen in Deutschland. Im ersten Halbjahr wurden nach Angaben von Innenminister de Maizière 222.264 Neuankömmlinge registriert – ungefähr so viele wie allein im November.
Frauen fliehen oft aus Gründen, die wenig mit Politik zu haben. Nicht alle von ihnen können in Deutschland auf Asyl hoffen, auch wenn ein grausamer Leidensweg hinter ihnen liegt.
Schweden habe seine Grenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen erreicht, sagte der Integrationsminister im November. Nun kommt ein schärferes Asylgesetz. Dabei findet ein OECD-Bericht, dass das Land gut auf die Zuwanderung vorbereitet ist.
Georgische Banden begehen in großem Umfang Ladendiebstähle und Wohnungseinbrüche. Viele Täter missbrauchen dafür das deutsche Asylsystem. Nun gibt es Streit über eine Visumsfreiheit für das Kaukasus-Land.
Der jährliche Statistikbericht des UN-Flüchtlingswerks nennt dramatische Superlative: Über 65 Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht – ein Rekordhoch. Während die Türkei die meisten Menschen aufnimmt, erhält Deutschland die höchste Zahl von Asylanträgen.
Die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin sieht den Flüchtling immer mehr als Objekt ihrer Gnade. Damit steht sie auch nicht im Einklang mit der Genfer Flüchtlingskonvention. Ein Gastbeitrag.
Baden-Württembergs Ministerpräsident schert mit seiner Entscheidung aus der Linie der Grünen aus. Der erzielte Kompromiss sei ausreichend. Andere Grüne feiern hingegen die Verlegung der Abstimmung.
Die Europäische Union, wie sie über Jahrzehnte entstanden ist, hat keine Zukunft. Die Vorschläge ihrer Verächter wie ihrer Verehrer führen nicht weiter. Man muss die Skeptiker mit mutigen Ideen neu für Europa begeistern.
Österreichs Außenminister Kurz hat mit seiner Forderung, Flüchtlinge auf Inseln unterzubringen, große Empörung ausgelöst. Dabei habe er nur eine Debatte über eine andere Asylpolitik anstoßen wollen, sagt er.
Nur wenn der Bundesrat zustimmt, gelten Marokko, Algerien und Tunesien in Asylverfahren als sichere Herkunftsländer. Union und SPD appellieren an die Grünen zuzustimmen. Doch die Partei hat weiter Vorbehalte.
In der sizilianischen Hafenstadt kommen Tausende aus Seenot gerettete Flüchtlinge an. Gut vernetzte Helfer und Bürokraten sorgen dafür, dass es trotzdem kaum Konflikte gibt. Ein Ortsbesuch.
Es hilft im Streit über das Asylrecht leider gar nicht, die Grünen mit dem Hinweis auf die Wirklichkeit überzeugen zu wollen. Bürokratische Härte ist ihre Sache nicht.
Die Schweizer haben einer Reform zugestimmt, die Asylverfahren deutlich beschleunigen soll. Die national-konservative SVP erleidet damit abermals eine Schlappe.
Asylverfahren sollen in der Schweiz stark beschleunigt werden. Das System könnte zu einem Vorbild werden. An diesem Sonntag dürfen die Bürger abstimmen.
Rund zwei Monate nach Inkrafttreten des Rücknahmeabkommens tritt Griechenlands Flüchtlingspolitik auf der Stelle. Nirgends zeigt sich das deutlicher als auf Lesbos. Ein Ortsbesuch.
Wer sich als Flüchtling christlich taufen lässt, hat bessere Aussichten auf Asyl. Oft aber ist das nicht der Grund, warum viele Muslime konvertieren.
Die Kriminalitätsstatistik zeigt: Die Zahl der Straftaten ist 2015 insgesamt leicht gestiegen. Wohnungseinbrüche nehmen stark zu, andere Straftaten wie Mord und Vergewaltigung hingegen ab.
Aus den Augen, aus dem Sinn: Was nimmt Deutschland in Kauf, damit die Flüchtlinge nicht über Griechenland und die Türkei hinauskommen? Zu viel, sagt eine Organisation die vor Ort war.
Union und SPD sind sich einig: Menschen aus den Maghreb-Staaten haben in Deutschland in der Regel keinen Anspruch auf Asyl. Doch nicht nur die Opposition sieht die Einstufung dieser Länder als sichere Herkunftsstaaten kritisch.
Die Flüchtlingszahlen sind deutlich gesunken. Doch für die Länder und Kommunen ist das kein Grund, Entwarnung zu geben. Die Baustellen haben sich verlagert, wie ein Besuch im fränkischen Schweinfurt zeigt.