Wer ist die neue Taliban-Regierung?
33 Namen, alle männlich und Mitglieder der Taliban: Die Islamisten haben eine neue Regierung präsentiert. Doch wer im Hintergrund die Fäden zieht, lässt sich aus der Liste der Kabinettsmitglieder nicht entnehmen.
33 Namen, alle männlich und Mitglieder der Taliban: Die Islamisten haben eine neue Regierung präsentiert. Doch wer im Hintergrund die Fäden zieht, lässt sich aus der Liste der Kabinettsmitglieder nicht entnehmen.
Sind Afghanistans neue Herrscher noch die alten? Wer muss sie fürchten? Unsere Autorin lebt seit Jahren in Kabul. Wer von ihren Freunden noch da ist, leidet unter quälender Ungewissheit.
Drei Wochen nach ihrer Machtübernahme in Afghanistan haben die radikalislamischen Taliban erste Mitglieder ihrer Regierung vorgestellt. Regierungschef wird Mullah Mohammed Hassan Achund, stellvertretender Regierungschef wird Taliban-Mitbegründer Abdul Ghani Baradar.
Sahraa Karimi war die erste Frau, die in Afghanistan einen Spielfilm drehte. Mitte August hat sie das Land verlassen. Ein Gespräch über ihre Flucht.
Innenminister Sirajuddin Haqqani steht auf der Fahndungsliste des FBI. Sein Netzwerk wird als terroristische Gruppierung eingestuft.
In jüngster Zeit hat die Evakuierung Deutscher in Afghanistan und afghanischer Ortskräfte viel Diskussion und Kritik generiert. Die verfassungsrechtliche Grundlage dieser Rettungsaktionen wird jedoch kaum beleuchtet. Ein Gastbeitrag.
Ein Taliban-Mitbegründer soll die afghanische Übergangsregierung führen. Frauen finden sich bislang nicht in dem angekündigten Kabinett. Das Land sei jetzt ein „Islamisches Emirat“, heißt es von den Machthabern.
Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan verändert sich nach und nach das Straßenbild in Kabul. Anhänger überstreichen bunte Wandbilder in der afghanischen Hauptstadt und ersetzen sie durch islamistische Botschaften.
Afghanistan +++ Gendern +++ Impfungen +++ Matthias Erzberger +++ Rundfunkbeitrag
Amerikas Außenminister dankt bei seinem Besuch in Doha dem Emirat für seine „außerordentliche Unterstützung“. Bei den Gesprächen in Qatar soll es auch um weitere Ausreisen über den Kabuler Flughafen gehen.
Das EU-Parlament befasst sich mit der Lage von Frauen unter den neuen Herrschern in Kabul. Aktivistinnen mahnen die Abgeordneten, nicht wegzusehen.
Die Taliban verkünden die Einnahme von Pandschir, der letzten noch von Widerstandskräften gehaltenen Provinz. Dort berichtet man über Lufthilfe des pakistanischen Militärs für die Islamisten.
Die neuen Machthaber in Afghanistan loben China in den höchsten Tönen. Das bedeutet allerdings noch keine tragfähige Zusammenarbeit. Peking agiert vorsichtig.
Die G-20-Gesundheitsminister wollen den „Pakt von Rom“ gegen Corona beschließen, die Linken stellen ihr „Regierungsprogramm“ vor und in Afghanistan gehen die Kämpfe im Pandschir-Tal weiter. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z. Frühdenker.
„Auf jeden Fall“ sollten laut Eva Högl die Bundeswehr-Soldaten geehrt werden, die Menschen aus Afghanistan gerettet haben. Das zuletzt viel gescholtene KSK hebt die Wehrbeauftragte besonders hervor.
Der amerikanische Generalstabschef Mark Milley befürchtet, dass die Taliban ihre Macht in Afghanistan womöglich nicht festigen können. Die Folgen könnten ein Bürgerkrieg und die Erstarkung von Gruppen wie Al-Qaida sein.
Biden sieht keine nationalen Interessen mehr am Hindukusch, Terrorismus will er aus der Luft bekämpfen. Deutschland redet nicht mal über diese Fragen.
Die radikalislamischen Taliban in Afghanistan fordern von Deutschland diplomatische Anerkennung und finanzielle Hilfen. Doch an der Glaubwürdigkeit der Versprechen herrschen noch rege Zweifel.
Die Deutschen seien in Afghanistan immer willkommen gewesen, teilen die Taliban mit. Die neue Regierung wünsche sich von Berlin finanzielle Unterstützung, humanitäre Hilfe und Kooperation in Sachen Gesundheit.
In Kabul demonstrieren den zweiten Tag in Folge Frauen gegen die Taliban-Herrschaft. Es kommt zu chaotischen Szenen. Auch in der noch nicht unter der Kontrolle der Taliban stehenden Provinz Pandschir dauert der Widerstand an.
Amerikas Krieg gegen die Taliban ging verloren, weil Amerikas Krieg gegen die Drogen vergeblich war. Nun aber sitzen die Taliban in der Zwickmühle.
Seit die Taliban an der Macht sind, haben Afghanistans Unis geschlossen. Während die neuen Machthaber Versprechungen machen, fürchten besonders Studentinnen um ihre Zukunft.
Wochenlang stand Heiko Maas wegen der Lage in Afghanistan in der Kritik, ein Rücktritt lag in der Luft. Nun reiste der Außenminister in fünf Länder. Er wollte die Trümmer seiner Politik beseitigen.
Die Taliban liefern sich in der letzten noch nicht eroberten Region Afghanistans Gefechte mit Widerstandskämpfern. Die Vereinten Nationen planen eine internationale Hilfskonferenz.
Unangenehm, aber wahr: Auf einigen Feldern braucht die EU die Kooperation der Taliban. Was ist, wenn die nicht mitspielen? Lassen wir uns dann erpressen?
Schon vor Wochen haben die Islamisten in Afghanistan die Macht übernommen, doch die Vorstellung ihres künftigen Kabinetts zögern sie immer weiter hinaus. Das könnte daran liegen, dass viele Machtfragen ungeklärt sind.
Für Gespräche mit den Taliban verzichten die EU-Außenminister auf harte Forderungen. Humanitäre Prinzipien und eigene Interessen sollen miteinander abgewogen werden. Außenminister Maas spricht von einem „großen Schritt“.
Großbritanniens Verteidigungsminister will schon im Juli im Außenministerium auf eine schnelle Evakuierung in Kabul gedrängt haben. Der Außenminister weist das zurück und Premierminister Johnson greift nicht ein.
In Südostasien wächst nach dem Sieg der Taliban in Afghanistan die Angst vor der Rückkehr alter Terrornetzwerke. Die Erinnerung an Anschläge islamistischer Terrorgruppen wie 2002 in Bali ist noch immer frisch.
In Uganda und Ruanda haben bereits die ersten Flüchtlinge aus Afghanistan einen vorübergehenden Aufenthaltsort gefunden. Die südafrikanische Regierung will keine Menschen aufnehmen – und verweist stattdessen auf Pakistan.
Der dritte GDL-Streik geht auch am Freitag weiter, die EU-Außenminister diskutieren die Lehren aus dem Debakel in Afghanistan und Abba sind zurück. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z. Frühdenker.
Die Außenminister der EU-Staaten suchen nach dem richtigen Umgang mit der neuen politischen Situation in Afghanistan. Deutschland mahnt zur Eile und zu Pragmatismus.
Als Lehre aus dem Afghanistan-Einsatz will die Europäische Union ihre militärischen Krisen-Reaktionskräfte neu aufstellen.
Deutscher Außenpolitik wird eine Lektion erteilt: Um nationale Interessen durchzusetzen, ist sie gezwungen, auch auf Potentaten zuzugehen.
Der Besuch von Bundespräsident Steinmeier in der Slowakei ist von einem Justizstreit überschattet worden. So wurde ein Verfahren gegen den einstigen Chef des Inlandsgeheimdienstes auf umstrittene Weise eingestellt.
Die polnische Regierung sieht wegen Flüchtlingen und russischer Manöver die Ostgrenze des Landes in Gefahr. Die Opposition sieht im Ausnahmezustand dagegen einen politischen Trick.