Keine Botschaft in Kabul
Eine Anerkennung der Taliban kommt nicht in Frage. Deutschland will aber Verbindungskanäle nach Afghanistan offen halten.
Eine Anerkennung der Taliban kommt nicht in Frage. Deutschland will aber Verbindungskanäle nach Afghanistan offen halten.
Die Bundesregierung beziffert die Kosten des deutschen Engagements am Hindukusch in den vergangenen zwanzig Jahren. Manche Details bleiben geheim.
Lange vor dem Debakel der NATO in Afghanistan erkannte George Orwell als Polizist in Burma den Horror der westlichen Kriege im Osten – und ihre Aussichtslosigkeit. Welchem Schluss zog er daraus?
Nach einer Reihe von Anschlägen verstärken die Taliban den Druck auf die IS-Kämpfer im Land. Dabei könnten sie auf die Hilfe der Amerikaner setzen. US-Kräfte sollen sich schon früher scherzhaft selbst „Taliban Air Force“ genannt haben.
Im Bund mit den Dorfmullahs: Der Sieg der Rebellen ist das Resultat einer sozialen Revolution. Zwei Aufsätze erklären den kampflosen Triumph von Kabul.
Generalstabschef Mark Milley und General Kenneth McKenzie haben dem Senat Rede und Antwort gestanden. Ihre Einschätzung zum Abzug: Es wäre besser gewesen, 2500 US-Soldaten in Afghanistan zu belassen.
Aufeinanderfolgende Krisen prägen die politischen Herausforderungen der Zeit. Die Handlungsfähigkeit des Bundes, vor allem in seiner Wechselwirkung zu den Ländern, muss sich zur Bewältigung dieser anpassen. Dabei könnte die Digitalisierung helfen. Ein Gastbeitrag.
Auf Twitter begründet Universitätsrektor Mohammed Aschraf Ghairat seine Entscheidung damit, dass noch kein „echtes islamisches Umfeld für alle gegeben“ sei.
Die Illusion eines Konzepts - Die Auswirkungen des Afghanistan-Debakels auf das Völkerrecht.
In der Stadt Herat stellen die Taliban die Leichen von vier Entführern zur Schau, die sie zuvor erschossen hatten. Dies sei eine „Lektion“ für die Bevölkerung, dass solche Akte nicht geduldet würden, sagt einer ihrer Sprecher.
Der Export von Verbrauchsgütern, Medikamenten und Medizinprodukten nach Afghanistan wird durch die Lockerung möglich. Andere Sanktionen gegen die Taliban und das Haqqani-Netzwerk bleiben bestehen.
Das Taliban-Regime in Kabul hat Regeln für Journalisten verkündet. Sie schränken die Pressefreiheit massiv ein. Die Organisation Reporter ohne Grenzen befürchtet das Schlimmste.
Bundespräsident Steinmeier versichert: Deutschland wird auch nach der Wahl ein verlässlicher Partner bleiben. Vor der Generalversammlung der UN erwähnt er auch das Scheitern in Afghanistan.
Die Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan verschafft dem tadschikischen Präsidenten ungeahnte Aufmerksamkeit. Er profiliert sich als größter Kritiker der Islamisten.
Die Spitzenkandidaten der Parteien und Markus Söder streiten bei ARD und ZDF lebhaft miteinander. Nur warum ist der CSU-Chef eigentlich dabei?
Vor 2001 sah sich Iran von den Taliban so bedroht, dass es zu ihrem Sturz sogar mit den USA zusammenarbeitete. Nun reagiert Teheran überraschend pragmatisch auf deren abermalige Machtübernahme.
Afghanistans neue Machthaber streben nach internationaler Anerkennung. Taliban-Außenminister Amir Khan Muttaqi will nun bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen sprechen – allzu große Chancen hat er jedoch nicht.
Bei ihrem Besuch in Seedorf zeichnet die Kanzlerin einige der Soldaten stellvertretend aus. Zuvor war Kritik an ihr laut geworden, unter anderem wegen eines Kino-Besuchs in der heißen Phase des Einsatzes.
Merkel kämpft für Laschet, Biden will unerbittliche Diplomatie, die amerikanische Notenbank könnte die Geldschleusen schließen und das Humboldt-Forum öffnet weitere Teile. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Afghanistans neue Machthaber verlieren keine Zeit. In einem Schreiben an die Vereinten Nationen fordern sie Rederecht bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung.
Immer wieder kursieren Gerüchte über Machtkämpfe unter den Islamisten. Doch bisher haben sich die Strukturen der Taliban als elastisch und krisenfest erwiesen.
Die Mädchenschulen in Afghanistan sollen wieder geöffnet werden. Das kündigte ein Sprecher der Taliban an. Auch die übrigen Minister wurden vorgestellt.
Frieden zu Hause, Frieden in der Welt – das war Atatürks Leitspruch. Erdogan sieht das ganz anders. Die Türkei ist ihm als Bühne längst zu klein. Eine Analyse.
103 Journalistinnen und Journalisten aus Afghanistan richten an die internationale Gemeinschaft einen dramatischen Appell. Sie fordern, dass die Staaten die Taliban auf Menschenrechte verpflichten. Wird der Ruf in Deutschland gehört?
Im nordafghanischen Kundus lieferte sich die Bundeswehr schwere Gefechte mit den Taliban. Jetzt sind auch dort die Islamisten wieder an der Macht. Und bitten Deutschland um humanitäre Unterstützung „jeder Art“.
Im außenpolitischen Establishment des Königreichs träumt man von einer neuen Führungsrolle. Das Sendungsbewusstsein in London sitzt noch immer tief.
Grünen-Politiker Omid Nouripour wurde vor allem als Außenpolitiker und Kenner der islamischen Welt bekannt. In diesen Tagen tourt er durch Frankfurt – und will im vierten Anlauf seinen Bundestagswahlkreis direkt gewinnen.
Frankreichs Intellektuelle streiten über die Lehren aus dem Afghanistan-Rückzug. Die radikale Linke und „Woke“-Aktivisten entdecken ihre Sympathien für die Taliban und - kritisieren Israel.
Mehr als 5000 Menschen hat Deutschland seit der Machtübernahme der Taliban aus Afghanistan ausgeflogen. Doch Tausende warten noch auf Hilfe.
Erfüllt der deutsche Militäreinsatz in Mali noch seinen Zweck? Putin kennt solche Zweifel nicht. Er besetzt fast jede Stellung, die der Westen aufgibt.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht im F.A.Z.-Interview über Afghanistan und das Schicksal der Ortskräfte, über Deutschlands Fähigkeiten – und über ihre Verantwortung.
Die Bedrohungslage hat sich verändert. Die traditionelle Machtbalancepolitik lebt wieder auf. Militärisch wird es künftig stärker um Abschreckung gehen.
Rund 5300 Menschen wurden Ende August nach der Machtübernahme der Taliban durch den deutschen Evakuierungsverband aus Afghanistan ausgeflogen. Geleitet wurde die zweiwöchige Operation von Brigadegeneral Jens Arlt: Dafür wurde ihm heute das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
Strategiewechsel und Hybris: Seit langem wollte sich der Westen in Afghanistan stärker auf Entwicklungshilfe konzentrieren. Woran ist er gescheitert? Ein Gastbeitrag.
Mohammad und seine sieben Kinder stecken in Pakistan fest. Amir sucht einen Weg durch die Berge hinter Kabul für seine Geschwister. Wie Hunderte deutsche Staatsbürger warten die Frankfurter darauf, vor den Taliban gerettet zu werden.