20.000 Afghanen warten auf Einreise nach Deutschland
Die Bundesregierung will besonders bedrohte Afghanen rasch vom Hindukusch evakuieren. Doch die Taliban stellen sich bei Flügen aus Kabul quer.
Die Bundesregierung will besonders bedrohte Afghanen rasch vom Hindukusch evakuieren. Doch die Taliban stellen sich bei Flügen aus Kabul quer.
Faisal hat einen Traum: Studieren und Ingenieur werden. Doch er ist ein Flüchtling aus Afghanistan, und die bekommen in Pakistan keine Arbeitserlaubnis. Eine Reportage aus Rawalpindi.
Als die internationalen Soldaten abzogen, blieb Osman Azimi in Afghanistan zurück und versteckte sich vor den Taliban. Jetzt hat er es doch noch nach Deutschland geschafft. Und als erstes seinen Bart abrasiert.
Die Zahl werde weiter steigen, heißt es aus dem Auswärtigen Amt. Die Visa-Vergabe erfolge derzeit „am laufenden Band“. Die Bundesregierung bemüht sich um die Ausreise von Ortskräften, weil viele von ihnen Racheakte der Taliban fürchten.
Nach den USA verkürzt auch Israel die Quarantäne-Bedingungen für Geimpfte. Deutschlands Wirtschaft fällt im weltweiten Vergleich zurück. Und in Nordkorea herrscht Kim Jong-un seit zehn Jahren.
Diplomaten warnen vor der „größten humanitären Katastrophe unserer Zeit“. Außenministerin Annalena Baerbock will die Situation in Afghanistan mit einem Aktionsplan verbessern.
Mit der Rückkehr der Taliban haben zahlreiche afghanische Sportler ihre Heimat verlassen müssen. Der Exodus nimmt dem Land wichtige Vorbilder – mit weitreichenden Folgen für spätere Generationen.
Die Vereinten Nationen und die Vereinigten Staaten schaffen Ausnahmen von den Sanktionen gegen die Taliban. Damit soll humanitäre Hilfe für die an Hunger leidende Bevölkerung erleichtert werden.
Für in Afghanistan gefährdete Menschen sollen bürokratische Hürden abgebaut werden, kündigt die Außenministerin an. Im Besonderen geht es dabei um die Visavergabe.
Reporter und Journalisten haben es schwer in Afghanistan: Die Taliban verhindern durch systematische Schließungen von Medieneinrichtungen eine freie und unabhängige Berichterstattung, wie eine am Montag veröffentlichte Studie zeigt.
Seit der Rückkehr der Taliban hat sich an den afghanischen Unis einiges verändert. Etliche Studenten sind gar nicht erst zurückgekehrt. Und unter denjenigen, die wiederkamen, zweifeln viele an ihrer Entscheidung.
Die Machthaber in Afghanistan verbrennen keine Bücher mehr. Sie lassen den Buchmarkt langsam zugrunde gehen. Zwei Buchhändler aus Kabul wehren sich.
Die radikalislamische Taliban-Regierung in Afghanistan hat angekündigt, wieder Reisepässe auszugeben. Alle „technischen Probleme“ seien gelöst. Sie hatte die Pass-Ausstellung kurz nach der Machtübernahme im August gestoppt.
Ein neuer Bericht von Amnesty International belegt Kriegsverbrechen der Taliban während der Machtübernahme in Afghanistan. Aber auch die Vereinigten Staaten hätten viele zivile Tote zu verantworten.
Corona, Hochwasser, Afghanistan: Deutschland muss aus unklaren Lagen lernen und sich neu aufstellen. Die Bundeswehr bekommt neue Aufgaben.
Das Internationale Olympische Komitee wird die in Afghanistan verbliebenen Athleten finanziell unterstützen. IOC-Präsident Bach bestätigt eine Übereinkunft mit Vertretern der Taliban.
Die Fiktion einer amerikanischen Theokratie entstand im Nahen Osten: Die Schriftstellerin Margaret Atwood erzählt, wie sie ihren Roman „Report der Magd“ unter dem Eindruck einer Reise nach Afghanistan verfasste.
Viele bewunderten, wie viele Afghanen nach dem Fall von Kabul von den Briten ausgeflogen wurden. Aber die Prüfungen seien „willkürlich“ erfolgt, sagt ein früherer Diplomat. Der Minister habe die Situation oft nicht verstanden.
Fast 20 Jahre lang waren Frauenhäuser in Afghanistan ein Zufluchtsort für Tausende Mädchen und Frauen, die versuchten, häuslicher Gewalt oder Zwangsheirat zu entkommen. Einem Bericht von Amnesty International zufolge ist davon kaum etwas geblieben.
Die Taliban sollen in Afghanistan seit ihrer Machtübernahme mehr als 100 ehemalige Sicherheitskräfte hingerichtet oder verschleppt haben. Die Vereinigten Staaten und die EU haben jetzt auf den Bericht von Menschenrechtlern reagiert.
Die Regierung in Paris holt Hunderte Journalisten und frühere Helfer der französischen Armee aus Afghanistan. Präsident Emmanuel Macron hält sich derzeit in der Golfregion auf.
Mit jedem Tag schlittert Afghanistan tiefer in die humanitäre Krise hinein. Hilfe wird durch viele Faktoren erschwert – Schuld sind nicht nur die Taliban.
Bei den Gesprächen mit EU-Vertretern in Doha bekräftigen die Islamisten ihr Versprechen, Ausländern wie Afghanen die Ausreise zu erlauben. Im Gegenzug sollen die Europäer beim Flughafenbetrieb helfen.
Sharbat Gula war vor drei Jahrzehnten durch ein Titelbild des Magazins „National Geographic“ bekannt geworden. Das Foto des damals zwölf Jahre alten Flüchtlingsmädchen versinnbildlichte das Leiden der Menschen in Afghanistan.
Die Taliban setzen den Umbau der afghanischen Gesellschaft radikal fort. Jetzt verbieten sie, dass Frauen in Filmen und Fernsehserien zu sehen sind.
Die frühere Fußball-Nationalspielerin Afghanistans Khalida Popal wird für ihr Engagement geehrt. Von Dänemark aus hatte sie die Ausreise afghanischer Fußballspielerinnen organisiert.
Erstmals seit der Machtübernahme der Taliban reisen deutsche Diplomaten wieder nach Kabul. Dort sprechen sie unter anderem mit den stellvertretenden Regierungschefs der Islamisten.
In Afghanistan wird immer mehr Opium produziert: Laut einem Bericht der Vereinten Nationen brachte die diesjährige Erntesaison acht Prozent mehr ein als im Vorjahreszeitraum. Die Taliban gelten als Profiteure des Drogengeschäfts.
Ihre Familie spielte in der afghanischen Politik einst eine große Rolle. Dann musste sie fliehen: Im Interview spricht die Politologin Maryam Baryalay über das Afghanistan von heute, ihre Eltern – und ihre Großmutter, die Teil der Frauenbewegung war.
Die Generäle steuern in Pakistan aus dem Hintergrund die Politik. Ministerpräsident Imran Khan gilt nur noch als Marionette. Doch der Widerstand wächst, je unverblümter die Machenschaften werden.
In einer Moschee in der Provinz Nangarhar sei ein Sprengsatz in einem Lautsprecher versteckt gewesen. Zu Beginn des Freitagsgebets sei er dann explodiert, sagt der Ortsälteste.
Mitte August übernahm die radikal-islamische Bewegung die Macht in Afghanistan. 44 staatliche Schlüsselpositionen wurden vergangene Woche mit Leuten aus ihren Reihen besetzt. Einen freien Tag verbrachten die Anhänger in einem Freizeitpark.
Pakistan spielt in Afghanistan eine undurchsichtige Rolle. Wie viel Einfluss hat sein Geheimdienst auf die Taliban? Islamabad sieht sich zu Unrecht am Pranger.
Morgens um sechs beginnt Mustafa aus Afghanistan seine Arbeit, abends um neun knipst er das Licht aus. Der Lohn: umgerechnet 250 Euro monatlich. Das Leben afghanischer Flüchtlinge in der Türkei ist hart. Und sie sind dort nicht mehr erwünscht.
Zwei Männer wurden im Zusammenhang mit dem Fund der Frauenleichen festgenommen. Unter den Getöteten war auch eine Frauenrechtsaktivistin. Offenbar wurden die Frauen in eine Falle gelockt.
Pakistans Nationaler Sicherheitsberater warnt vor einem Kollaps in Afghanistan. Die Erfahrung lehre, dass sich die Folgen nicht auf die Region beschränkten – weder bei den Flüchtlingen noch beim Terrorismus.