Der Mann, der seinen Kopf hinhält
Charles M. Huber war früher Schauspieler, jetzt ist er im Bundestag. Mit seinen früheren Parteikollegen der CDU in Darmstadt hat er sich zerstritten. Und sonst? Zeit für ein Zwischenfazit.
Charles M. Huber war früher Schauspieler, jetzt ist er im Bundestag. Mit seinen früheren Parteikollegen der CDU in Darmstadt hat er sich zerstritten. Und sonst? Zeit für ein Zwischenfazit.
Der Luftangriff auf ein Krankenhaus im afghanischen Kundus galt eigentlich einem anderen Ziel. Der offizielle Ermittlungsbericht zeichnet ein Bild von technischen Pannen und menschlichem Versagen.
Es ist eine scharfe Abrechnung mit dem Verhalten der Weltgemeinschaft: Zwanzig Wissenschaftler analysieren die schweren Versäumnisse in der Ebola-Krise. Vor allem die Weltgesundheitsorganisation muss Kritik einstecken.
Noch ist unklar, wie es zu dem fatalen Luftschlag auf ein Krankenhaus in Kundus kommen konnte. Erste Untersuchungen lassen aber vermuten, dass es Verständigungsprobleme zwischen gerade erst nach Kundus versetzten Einheiten gab.
Dass die Taliban Kundus einfach überrennen konnten, hat das Vertrauen in die afghanische Regierung schwer beschädigt. Nicht nur der Gouverneur ist kriegsmüde und würde am liebsten nach Deutschland auswandern. Besuch in einer erschütterten Stadt.
Die Vereinigten Staaten wollen den Hinterbliebenen der Opfer ihres Angriffs auf das Krankenhaus der Ärzte ohne Grenzen in Kundus Entschädigung zahlen. 22 Menschen waren getötet worden. In Kabul gab es derweil einen Anschlag auf die internationale Truppe.
22 Menschen starben beim Luftangriff der Amerikaner auf das Krankenhaus in Kundus. Selbst wenn von dort Kampfhandlungen ausgegangen wären, hätte er nicht geflogen werden dürfen, sagt Florian Westphal von Ärzte ohne Grenzen im FAZ.NET-Interview.
Ein amerikanischer General hat die Angaben zum Luftangriff auf ein Krankenhaus in Kundus berichtigt. Nicht eigene Truppen seien angegriffen worden, sondern die afghanische Armee. Diese habe um Unterstützung gebeten.
Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ weist nach der Bombardierung ihres Krankenhauses in Kundus den Vorwurf der Kollaboration mit den Taliban zurück. Die Organisation teilte mit, sie sei „angewidert“ von solchen Rechtfertigungsversuchen.
Präsident Obama bekundet den Opfern des mutmaßlichen Luftangriffs der Amerikaner auf ein Krankenhaus in Kundus sein Beileid. Die Vereinten Nationen nennen den Vorfall „möglicherweise kriminell“.
Neunzehn Menschen sterben in einem Krankenhaus in Kundus. Versehentlich getroffen von amerikanischen Bomben im Kampf gegen die Taliban. Der amerikanische Verteidigungsminister spricht von einem „tragischen Vorfall“
Beim Kampf um die Stadt Kundus ist es offenbar zu einem tragischen Versehen gekommen: Ein Luftangriff traf ein Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen. Die Nato räumt ein, möglicherweise für den Vorfall verantwortlich zu sein.
Die Separatisten im Osten der Ukraine haben mehrere internationale Organisationen zum Stopp ihrer Arbeit aufgerufen. Die Vereinten Nationen beklagen eine Blockade von 16.000 Tonnen an Hilfsgütern.
Auf der griechischen Insel Kos hausen Flüchtlinge als Obdachlose am Strand oder in einem verlassenen Hotel. Sie wollen nur eines: schnell weg.
Einsatzkräfte haben in der Nacht zum Freitag in einer riskanten Rettungsaktion alle Insassen eines sinkenden Bootes im Mittelmeer vor dem sicheren Tod. Das Boot mit über 600 Menschen an Bord kam aus Libyen.
Vor der Küste Libyens sind wahrscheinlich mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen, als ihr Boot kenterte. Retter sprechen von einem "schrecklichen Anblick" an der Unglücksstelle.
Die Ebola-Krise hat es vor Augen geführt: Die Welt muss sich auf Epidemien besser vorbereiten. Doch Haarwuchsmittel sind lukrativer als Medikamente für sogenannte Armutskrankheiten. Hat die medizinische Forschung versagt? Ein Gastbeitrag
Aus Westafrika werden nur noch wenige neue Fälle von Ebola gemeldet. Das heißt nicht, dass die Sache ausgestanden ist.
Nach mehr als 10.000 Ebola-Toten zeigt sich die WHO demütig und selbstkritisch. Die Chefs der UN-Sonderorganisation geben zu, anfangs zu zögerlich gehandelt zu haben – und geloben Besserung.
„Ineffizent und langsam“: Die Organisation Ärzte ohne Grenzen gibt der internationalen Gemeinschaft eine Mitverantwortung für die Ebola-Epidemie in Westafrika. Als Negativbeispiel hebt sie die Weltgesundheitsorganisation hervor.
Nach Ebola könnte in Westafrika die nächste Epidemie drohen. Durch den Zusammenbruch der Gesundheitssysteme haben Kinder massenweise die fällige Masernimpfung verpasst. Amerikanische Epidemiologen skizzieren die möglichen Folgen.
Noch wird zur Vorsicht gemahnt - aber die Zuversicht, Ebola bald unter Kontrolle gebracht zu haben, ist überall zu spüren. Auch ein Aktionsplan für die Zukunft steht fest.
Der neue Ebola-Impfstoff weckt große Hoffnungen. Doch Seuchenexperten arbeiten auch an anderen Projekten. Ob eine Versicherung, wie es die Weltbank vorschlägt, künftig gegen Pandemien schützen wird, ist umstritten. "Geld heilt Ebola nicht", heißt es bei "Ärzte ohne Grenzen".
Deutschland hat im internationalen Kampf gegen Ebola wenig geleistet. Nach Monaten des Zauderns soll nun die Hilfe beginnen – viel zu spät.
Zu spät, zu unkoordiniert – die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ beklagt in der F.A.S. Deutschlands Rolle in den westafrikanischen Ebola-Krisengebieten. Eigene medizinische Hilfe wurde bislang nicht geleistet.
In Guinea und Liberia breitet sich Ebola nicht mehr flächendeckend aus. Das ist ein kleiner Erfolg, gewonnen ist der Kampf aber noch lange nicht. Denn anderswo steigt die Zahl der Infizierten weiter an.
Claudia Evers ist Nothilfekoordinatorin von „Ärzte ohne Grenzen“. Hier spricht sie über den Kampf gegen Ebola in Guinea und die kräftezehrende Arbeit der medizinischen Mitarbeiter.
Erst nachdem er sich mehrere Tage frei in der Stadt bewegt hatte, ist ein Helfer der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ in New York positiv auf Ebola getestet worden. Zuvor hatte der Mann am Flughafen eine strikte Gesundheitskontrolle durchlaufen.
Eine Ansteckungsgefahr für das medizinische Personal durch den Ebola-Patienten in Frankfurt sieht das Uniklinikum nicht. Der Sicherheitsstandard der Isolierstation sei sehr hoch.
Die Vereinten Nationen warnen vor einer humanitären Krise in den Ebola-Gebieten. Es müsse schnell und entschieden gehandelt werden. Helfer werfen den Regierungen dagegen Untätigkeit vor.
Die Ebola-Seuche zieht immer weitere Kreise, die Opferzahlen steigen ungebrochen. Präsident Obama warnt vor einer weltweiten Gesundheitskrise. Die Bundesregierung will deutsche Infektiologen nach Afrika schicken. Und Sierra Leone verhängt eine umstrittene Ausgangssperre.
Die Ebola-Epidemie in Westafrika nimmt kein Ende. Experten, die mit ähnlichen Situationen Erfahrung haben, sind knapp. Womit haben Helfer wie „Ärzte ohne Grenzen“ zu kämpfen?
Die Ebola-Epidemie hat die drei am stärksten betroffenen Länder in die Knie gezwungen. In Liberia und Sierra Leone ist das Gesundheitssystem zusammengebrochen: Medizinisches Personal flieht vor der Seuche, Kranke trauen sich nicht mehr zum Arzt.
Der deutsche Arzt Thomas Kratz ist für „Ärzte ohne Grenzen“ freiwillig nach Westafrika gegangen. Dort kämpft er bis zur Erschöpfung gegen das mörderische Ebola-Virus.
Die Weltgesundheitsorganisation will mit allen Mitteln verhindern, dass sich Ebola in Westafrika weiter ausbreitet. Mit einem 100-Millionen-Dollar-Programm will sie den Kampf gegen das tödliche Virus „auf ein neues Niveau heben“. Die Ärzte ohne Grenzen sind skeptischer: „Die Lage ist außer Kontrolle.“
Die Organisation Ärzte ohne Grenzen warnt: Sollte sich die Lage in den Ebola-Gebieten nicht schnell verbessern, könnten schon bald weitere Länder betroffen sein. Die EU stellt indes weitere zwei Millionen Euro für den Kampf gegen das Virus bereit.