Der Knast im Knast im Knast
Die EU will an ihren Außengrenzen „Kontrollierte Zentren“ für Asylsuchende errichten. So etwas gibt es schon, in Moria, auf der Insel Lesbos. Ein Besuch in der Hölle.
Die EU will an ihren Außengrenzen „Kontrollierte Zentren“ für Asylsuchende errichten. So etwas gibt es schon, in Moria, auf der Insel Lesbos. Ein Besuch in der Hölle.
Während die EU über Maßnahmen gegen Migration debattiert, geht das Sterben im Mittelmeer weiter. Die libysche Küstenwache hat drei tote Kinder aus dem Meer geborgen. Weitere Kinder werden vermisst.
Vor der libyschen Küste ist ein Schlauchboot mit etwa 120 Flüchtlingen gekentert. Etwa ein Dutzend von ihnen konnte bislang geborgen werden – für drei Babys kam die Hilfe zu spät.
John Dalhuisen arbeitete zehn Jahre als wichtiger Mann bei Amnesty International. Dann stieg er aus. Heute glaubt er, dass die Menschenrechtsaktivisten der guten Sache oft eher schaden als nützen.
Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ gibt an, dass bei einer Militäroffensive im syrischen Kriegsgebiet zahlreiche Menschen ums Leben kamen. Auch die Zahl der Verletzten geht demnach in die Tausende.
Nach Missbrauchsfällen bei den Hilfsorganisationen Oxfam und Ärzte ohne Grenzen macht auch Plan International Fälle des sexuellen Missbrauchs durch Mitarbeiter öffentlich. Konsequenzen wurden bereits gezogen.
Egal ob die Vereinten Nationen, Amnesty International oder Ärzte ohne Grenzen: Immer mehr Hilfsorganisationen entdecken das Potential von Virtual Reality und verdienen mit ihren Kurzfilmen viel Spendengeld. Alles für den guten Zweck – oder ist das schon Manipulation?
Im Donbass wird immer noch gekämpft und gestorben. Die Jungen sind weg, aber die Alten können nicht fort. Eine Handvoll Ärzte steht ihnen zur Seite.
Vor drei Jahren führte er unseren Autor durch die burmesischen Flüchtlingslager – auf dem Moped durchs Elend. Dann floh Ro Zubay selbst nach Malaysia. Jetzt träumt er von Europa.
Allein innerhalb eines Monats im Sommer sind in Myanmar mindestens 6700 Rohingya umgebracht worden. Darunter Hunderte Kinder von weniger als fünf Jahren.
Die Internationale Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen, Joanne Liu, ermahnt den Westen in der Flüchtlingsfrage. Optimistisch und zäh kämpft sie für mehr Menschlichkeit.
Zehntausende Rohingya sind derzeit in Burma auf der Flucht vor Militär und buddhistischen Extremisten. Staatsrätin Aung San Suu Kyi spricht derweil von Missverständnissen.
Angelino Alfano kritisiert die EU: Italien werde bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise im Stich gelassen. Unterdessen stellen immer mehr Hilfsorganisationen ihre Einsätze auf dem Mittelmeer ein – aus Furcht vor Libyens Küstenwache.
Die Sicherheitslage im Mittelmeer hat sich verschärft. Nach Ärzte ohne Grenzen will eine weitere Hilfsorganisation keine Einsätze mehr vor der libyschen Küste fahren.
Sie wollten Flüchtlinge an der Überfahrt nach Europa hindern. Dann brachte ein Motorschaden das Schiff der Rechtsextremen selbst in Seenot. Zur Hilfe kam ausgerechnet ein Schiff der Flüchtlingshelfer.
Italien will weniger Flüchtlinge an seinen Küsten und hat für die Rettungshelfer einen Kodex aufgestellt. Doch die Hilfsorganisationen lehnen die Vorgaben ab. Diese würden ihre Arbeit nur erschweren.
Bei seinem Besuch in Italien fordert SPD-Kanzlerkandidat Schulz von der EU „praktizierte Solidarität“ mit Italien. Unterdessen könnten NGOs durch einen neuen Kodex unter Druck geraten
Die italienische Regierung berät mit Hilfsorganisationen über einen Verhaltenskodex für Einsätze im Mittelmeer. Ein heikles Treffen, denn über die Rolle der NGOs bei der Seenotrettung von Flüchtlingen wird schon lange diskutiert.
Immer öfter stößt die libysche Küstenwache im Mittelmeer mit privaten Helfern zusammen, die Flüchtlinge retten wollen. Nun soll ein Verhaltenskodex für Nichtregierungsorganisationen her.
Die Welt-Gesundheitsorganisation gibt mehr Geld fürs Reisen aus als für den Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen. Die Kritik wächst – sogar intern.
Im Mittelmeer haben Helfer am Wochenende mehr als tausend Flüchtlinge von seeuntauglichen Booten abgeborgen. Sie werden nach Europa gebracht.
Auf dem Mittelmeer vor Libyen sind zwei Flüchtlingsboote gekentert, ein drittes wird vermisst. Hilfsorganisationen befürchten, dass wieder hunderte Menschen sterben.
Entwicklungsminister Gerd Müller will eine Art Marshallplan für Afrika auf den Weg bringen. Dahinter steht die Angst von Politikern, dass der reiche Norden die Fluchtursachen nicht erfolgreich bekämpfen kann. Ein Gastbeitrag.
Guy Delisle ist einer der weltweit erfolgreichsten Comic-Dokumentaristen. Sein neues Buch ist die Chronik einer Geiselnahme – konsequent aus der Sicht der Geisel. In Frankreich führt es schon die Bestsellerlisten an.
Fast nie zuvor wurden im Mittelmeer so viele Menschen an einem Tag gerettet. Die italienische Küstenwache hat am Montag rund 6500 Flüchtlinge aufgenommen. Eine neue Studie zeigt, dass die Überfahrt immer gefährlicher wird.
Abermals haben Kriegsflugzeuge ein Krankenhaus in Syrien bombardiert – und Kinder, Frauen und Mitarbeiter getötet, wie die Organisation Ärzte ohne Grenzen mitgeteilt hat. Verdächtige werden auch genannt.
Aus Protest will sich Ärzte ohne Grenzen künftig ohne EU-Gelder finanzieren. Die Hilfsorganisation verurteilt damit die „Politik der Abschreckung“ gegenüber Flüchtlingen.
Rund zwei Monate nach Inkrafttreten des Rücknahmeabkommens tritt Griechenlands Flüchtlingspolitik auf der Stelle. Nirgends zeigt sich das deutlicher als auf Lesbos. Ein Ortsbesuch.
Flüchtlinge haben versucht, von der griechischen Insel Chios zurück in die Türkei zu schwimmen – um von dort eine neue Route nach Mitteleuropa aufzunehmen.
Bei einem Luftangriff auf ein syrisches Krankenhaus in der Nähe von Aleppo sind 30 Menschen getötet und 50 verletzt worden. Die Friedensgespräche wurden aus Protest abgebrochen.
Gibt es einmal ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien? Ein gerade zu Ende gegangenes Spitzentreffen verlief enttäuschend.
Im französischen Dünkirchen können die ersten Flüchtlinge in neu gebaute Holzhütten umziehen. Das Lager wurde für Bewohner errichtet, die im nahe gelegenen Syrthe bislang in einem Wald gelebt haben.
Die syrische Armee steht angeblich nur noch 25 Kilometer vor der türkischen Grenze, wo Zehntausende Flüchtlinge ausharren. Ihnen bleibt der Weg in die Türkei versperrt. Ihre Lage ist zum Verzweifeln.
Der sehnlich erwartete Hilfskonvoi erreicht das belagerte Madaya in Syrien. Hunderte der ausgehungerten Menschen brauchen sofort einen Arzt, sonst sterben sie. Für den syrischen UN-Botschafter sind Berichte über Hunger in der Stadt dagegen „erfunden“.
In der von syrischen Regierungstruppen belagerten Stadt Madaja sind mindestens 23 Menschen verhungert, darunter auch Kinder. Tausende warten noch immer verzweifelt auf angekündigte Hilfslieferungen.
Vor zwei Jahren befiel ein Urwald-Virus in Guinea einen Menschen. Bald erlebte Westafrika die schlimmste Ebola-Epidemie. In zwei Ländern ist sie nun amtlich beendet, für das dritte besteht Hoffnung.