Amerikas Banken brauchen Geldspritzen
Den Banken in Amerika ging diese Woche fast das Geld aus. Die Notenbank pumpte daher 75 Milliarden Dollar direkt in den Markt. Es war der erste Eingriff dieser Art seit der Finanzkrise. Weitere dürften folgen.
Den Banken in Amerika ging diese Woche fast das Geld aus. Die Notenbank pumpte daher 75 Milliarden Dollar direkt in den Markt. Es war der erste Eingriff dieser Art seit der Finanzkrise. Weitere dürften folgen.
Alle rechnen heute Abend mit einer Zinssenkung der amerikanischen Notenbank. Mit Spannung erwarten sie die Lageeinschätzung des Präsidenten Jerome Powell. Der allerdings steht unter Druck – Trump wirft ihm Ahnungslosigkeit vor.
Die Notenbanken sind überfordert damit, für ordentliche Zinsen zu sorgen. Dabei müssen auch die Staaten mitmachen. Ein internationales Bilanzabkommen könnte helfen – ein Gastbeitrag.
Nach der Klimaanleihe und dem Verbot von negativen Zinsen gerät die Abgeltungssteuer in den Blick. Bayerns Ministerpräsident Söder fordert, Strafzinsen steuerlich absetzbar zu machen: „Deutschland soll das Land der Sparer bleiben.“
Der Anstieg der langfristigen Anleiherenditen beflügelt Finanzaktien. Doch gleichzeitig senken Großbanken ihre Prognosen für das Zinsgeschäft.
Die Aussichten sind zwar alles anders als rosig, doch es gibt Anlagen, die für das Umfeld wie gemacht sind – sagt der Chef-Volkswirt Carsten Klude von M.M.Warburg.
Die Europäische Zentralbank kauft mehr Anleihen und senkt die Zinsen. Bankenprofi Hans-Peter Burghof erklärt, was das bringen kann.
„Sie versuchen und schaffen es, den Euro gegenüber dem SEHR starken Dollar abzuwerten“, twittert der amerikanische Präsident über die EZB – und wiederholt eine Forderung.
Negative Zinsen und hohe Eigenkapitalvorschriften erschweren institutionellen Investoren die Geldanlage. Das hat eine Industrie hervorgebracht, die aus illiquiden Investments Anleihen macht.
Der amerikanische Präsident schlägt wieder zu: Ihn ärgern wachsende Zinsbelastungen. Er macht klar, wer daran aus seiner Sicht schuld ist.
Trotz hoher Preise ins Eigenheim? Immobilienexpertin Iris Ammann über Strategien, wie es klappt.
Viele Deutsche wissen, wie sie ihr Geld gewinnbringend anlegen können. Trotzdem tun sie es nicht.
Am Donnerstag könnte die EZB eine Staffelung der Zinsen für Einlagen bei der Notenbank beschließen. Das Modell dafür, das als am wahrscheinlichsten gilt, wäre nicht schlecht für Deutschland.
Keines der vorgebrachten Argumente für eine umfassende Lockerung der Geldpolitik in der Eurozone überzeugt: Kräftige Zinssenkungen und Anleihekaufprogramme haben nur in wirtschaftlichen Notzeiten ihren Platz.
Null- oder gar Negativzinsen sind für die Banken nicht nur schlecht. Die Kreditinstitute machen es sich zu leicht, wenn sie die Schuld für die eigene Misere nur bei der EZB und der Zinsentwicklung suchen.
Die Grünen fordern einen Bürgerfonds nach norwegischem Vorbild, doch der Vergleich hinkt. Ökonomen bezweifeln, dass sich Deutschlands wirtschaftliches und politisches Klima für einen Staatsfonds eignet.
Lebensversicherungen wurden lange totgesagt. In Zeiten von Negativzinsen bieten Versicherungen aktuell jedoch eine scheinbar lohnende Verzinsung. Deshalb finden sie jetzt auch neue Anhänger. Zu Recht?
Die Zinsen sind niedrig wie nie. Für die Banken sind die Negativzinsen ein schlechtes Geschäft – und die konservativen Kunden lassen sich nur schwer von alternativen Anlegevarianten überzeugen.
In Zeiten niedriger Zinsen scheint es verlockend, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen – schließlich sind diese nur noch ein Fünftel so hoch wie vor zehn Jahren. Doch bei genauem Hinsehen entzaubert sich das Versprechen.
Die Zinsen haben neue Rekordtiefs erreicht, und immer mehr Anleihen weltweit werfen negative Renditen ab. Direkte Zins- und Anleiheengagements ermöglichen dennoch attraktive Chancen.
Schwache Konjunktur bei Inflation unter zwei Prozent und deswegen negative Zinsen und EZB-Sondermaßnahmen? Das Mandat der EZB lautet nicht auf Inflation, sondern auf Preisstabilität. Ein Gastbeitrag.
Renaud de Planta ist neuer Chef der Schweizer Privatbank Pictet. Im F.A.Z.-Interview spricht er über Zweifel an der Geldpolitik, politische Unsicherheiten – und seine Hoffnungen auf Asien.
Ewald Nowotny, Chef der österreichischen Notenbank, zieht Bilanz nach elf Jahren im EZB-Rat. Ein Gespräch über den Teamgeist in der Finanzkrise und eine Zukunft ohne Zinsen.
In der Vergangenheit galt diese einfache Regel recht zuverlässig. Doch aktuell gibt es einige Gründe, die dagegen sprechen.
Die Zinsen sind niedrig wie nie, trotzdem bezeichnen sich viele Deutsche als „Schuldenvermeider“. Nur für Immobilien nehmen sie fleißig Kredite auf, was der Finanzaufsicht Sorgen macht.
Die Zinsen fallen immer weiter. Nun rücken ultralange Laufzeiten in das Blickfeld. Institutionelle Investoren wären darüber froh.
Der Franken wertet auf und schwächt die Schweizer Exportindustrie. Reichen die Devisenkäufe der Notenbank, um noch niedrigere Zinsen zu vermeiden?
Der Vorstandsvorsitzende des Versicherungsriesen sieht Deutschland als größten Nutznießer negativer Zinsen. Trotzdem übt er scharfe Kritik an der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.
Aus Sicht des obersten Fondsmanagers der Vermögensverwaltung DJE Kapital sind deutsche Aktien nicht teuer. Trotzdem ist er vorsichtiger geworden und hält mehr Anleihen und Liquidität.
Ökonomen sehen Deutschland und seine Konsumenten fest im Griff des Negativzinses. Die Gründe dafür liegen tiefer, als die aufgeheizte Debatte es auf den ersten Blick erkennen lässt.
In Zeiten negativer Zinsen und erhöhter Aufmerksamkeit für den Klimaschutz will die CSU die perfekte Lösung gefunden haben: Eine Klimaanleihe mit einer positiven Rendite, garantiert vom Staat.
Die Aussichten für die Konjunktur trüben sich ein. Bundesbankpräsident Weidmann hält einen Großeinsatz der Geldpolitik aber für falsch. Im Interview spricht er über den drohenden Abschwung, übertriebene Angst vor Inflation – und warum die Zinsen noch tiefer sinken können.
Die Bundesregierung prüft ein Verbot von Negativzinsen. Doch so einfach wird sich dieses Phänomen ökonomisch nicht beseitigen lassen. Was könnte sie tun?
Der Verbotsplan für Negativzinsen erntet Kritik. Aus Sicht mancher Politiker und Ökonomen soll stattdessen ein staatlicher Fonds Sparern und Privatanlegern unter die Arme greifen.
Die Politik will Minuszinsen auf Sparguthaben verbieten. Das klingt nach einem populären Vorstoß, stößt aber auf breite Ablehnung. Nicht nur die Banken sind dagegen.
Bisher dachten Wissenschaftler, Menschen geben Geld lieber heute als später aus. Doch in einer alternden Gesellschaft könnte sich das ändern. Das würde auch das Phänomen negativer Zinsen erklären. Müssen Ökonomen ihre Lehrbücher umschreiben?