Die Märkte täuschen sich in der EZB
Die Zentralbank lockert ihre Geldpolitik weniger als von vielen Marktteilnehmern erwartet. Der Euro wertet deutlich auf, die Kurse von Aktien und Anleihen geben stark nach. Doch nicht jeden hat Draghi überrascht.
Die Zentralbank lockert ihre Geldpolitik weniger als von vielen Marktteilnehmern erwartet. Der Euro wertet deutlich auf, die Kurse von Aktien und Anleihen geben stark nach. Doch nicht jeden hat Draghi überrascht.
Von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank profitieren Banken, Staaten und Reiche. Und was macht der Rest?
Die Europäische Zentralbank geht gegen die niedrige Inflation vor: Der Einlagenzins für Banken wird auf minus 0,3 Prozent herabgesetzt. Die umstrittenen Anleihekäufe will die EZB verlängern.
Die Europäische Zentralbank will bald noch mehr billiges Geld in den Markt pumpen, die Preise steigen nicht wie gewünscht. Doch abseits des Gütermarkts kann die lockere Geldpolitik schwerwiegende Folgen haben.
Für die einen ist es das „große Finale“ des Jahres, andere warnen vor zu großen Erwartungen. Sollte Mario Draghi das Tor für weitere Schritte offen lassen, dürfte das die Finanzmärkte beflügeln.
Deutschlands Aktienmarkt dürfte in die neue Woche erst einmal so starten, wie er die vorige beendet hat. Mit moderaten Verlusten. Die Anleger werden sich vor allem deshalb mit neuen Käufen zurückhalten, weil sie auf den EZB-Entscheid am Donnerstag warten.
Das Beispiel Japan zeigt, dass eine ultralockere Geldpolitik nicht immer Wachstum bringt. Die Europäer sollten sie beenden und nicht ausweiten.
Die Europäische Zentralbank wird zum Großgläubiger der Staaten - abhängig von deren finanziellem Wohl und Wehe. So verliert sie ihre Unabhängigkeit.
Mario Draghi hat auf einem Bankenkongress abermals eine Lockerung der Geldpolitik angedeutet. Das hilft dem deutschen Leitindex - ein wenig.
Die EZB will die Geldkanone offenbar noch einmal nachladen. Die Bundesbank ist strikt dagegen.
Jahrelang waren die Banker die Buhmänner. Jetzt betonen Politiker und Notenbanker, wie wichtig die Finanzbranche für Europa sei. Haben sich auf einmal alle wieder lieb?
Die Verband der Deutschen Versicherungswirtschaft informiert über die „Rentenperspektive 2040“, die deutschen Aufsichtsräte treffen sich zu ihrem Jahrestag in Düsseldorf und in London kommen die Internetunternehmer zur Konferenz „NOAH15“ zusammen.
Der Dax steigt auf mehr als 11.000 Punkte. Doch die Unternehmen legen insgesamt nur mäßige Quartalsberichte vor. Mario Draghi ist hingegen eine verlässliche Stütze.
Noch vor einer Woche hatte die Mehrheit der Marktteilnehmer auf ein Verharren des Leitzinses bis weit in das Jahr 2016 gesetzt. Jetzt gehen die Finanzmärkte wieder einmal von einer raschen Leitzinserhöhung in Amerika aus.
Hapag-Lloyd müht sich an die Börse, derweil Japans Post ein erfolgreiches Börsendebüt feiert. Chinas Dienstleistungs-Sektor legt wieder zu, der Mobilfunkanbieter Drillisch sogar kräftig.
Christian Noyer ist einer der dienstältesten Notenbanker Europas. Bald scheidet er aus dem EZB-Rat aus. Zum Abschied appelliert er an EZB-Präsident Draghi, den Kauf von Staatsanleihen vorerst nicht auszuweiten.
Spekulationen auf noch mehr billiges Geld von der Europäischen Zentralbank könnten den deutschen Aktienmarkt auch in der neuen Woche befeuern, nachdem der Dax in der vergangenen Woche schon eine Rally von fast 7 Prozent hingelegt hatte.
Draghi muss immer mehr bieten, um die Anleger bei Laune zu halten. Wie gut es den börsennotierten Unternehmen wirklich geht, rückt dabei völlig in den Hintergrund.
Analysten schauen vor allem auf Bundesanleihen. Zweijährige sinken auf niedrigstes Renditeniveau aller Zeiten. Banken rechnen derweil mit einer geringen Profitabilität, weil die EZB-Käufe ihre Margen belasten.
Die Europäische Zentralbank erwägt, die Geldpolitik weiter zu lockern. Auch die Zinsen für Sparer auf dem Tagesgeldkonto sind niedrig wie nie – aber negativ sind sie noch nicht. Wo Sie das meiste bekommen.
Die Europäische Zentralbank denkt darüber nach, noch mehr Anleihen zu kaufen als geplant. Prompt rutscht der Euro-Kurs ab. Doch mancher Aktionär hat Grund zur Freude.
Die obersten Zentralbanker tagen auf Malta. Mario Draghi deutet an, das ohnehin schon groß angelegte Anleihe-Kaufprogramm auszuweiten. Und der Negativzins für Geld, das Banken bei der EZB parken, könnte noch stärker negativ werden.
Der Dax hat am Mittwoch nach verhaltenem Start im Handelsverlauf zugelegt und sich mit einem Plus von fast einem Prozent aus dem Handel verabschiedet. Hoffnungen der Anleger auf eine ultralockere Geldpolitik der EZB gaben laut Börsianern Auftrieb.
Die niedrige Inflation dürfte die EZB handeln lassen. Darüber gehen die Meinungen auseinander und es werden auch Argumente gegen eine weitere Lockerung laut.
Um die Konjunktur anzuregen wünschen sich einige noch mehr Billiggeld. Das drängt die EZB zu weiteren Schritten. Dabei werden die Zentralbanken zu Großgläubigern der Staaten und verlieren ihre Unabhängigkeit.
Frankreichs Präsident will François Villeroy de Galhau als künftigen Gouverneur der französischen Zentralbank berufen. Der frühere BNP-Manager ist mit dem Nachbarland bestens vertraut - und macht aus seiner politischen Orientierung kaum einen Hehl.
Die Aussicht auf weiter billiges Notenbankgeld hat den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag angetrieben. Der Leitindex Dax knüpfte an seine moderaten Vortagsgewinne an und schloss bei 10.317 Punkten.
Der Währungsfonds drängt zu einer lockeren Geldpolitik. EZB-Chef Draghi deutet noch mehr Anleihekäufe an. Aber es gibt auch Warner. Die Deutschen müssen wegen der Niedrigzinsen später in Rente gehen.
Deutschlands Sparkassen, Volksbanken und private Geldhäuser schützen Sparer über das gesetzliche Minimum hinaus. Diese Systeme werden geschwächt, wenn die Einlagensicherung in Europa vergemeinschaftet wird.
Jackson Hole wurde in der Finanzkrise als Tagungsort der Notenbanken der Welt ein Begriff. Jetzt herrscht Gelassenheit Weder Draghi noch Yellen sind in diesem Jahr dabei.
Derartige Turbulenzen an den Börsen gibt es nicht alle Tage. Doch für die Zukunft stimmt EZB-Präsident Mario Draghi ein: An Phasen höherer Volatilität sollten wir uns gewöhnen.
Die Finanzwelt ist in Aufregung: China hat mehrmals seine Währung abgewertet. Besonders verärgert die Investoren, was die Zentralbank unter ihrem Chef Zhou dazu sagt.
Seine Spekukationen vor der Finanzkrise machten John Paulson zur Legende. Doch jetzt verbietet eine Bank ihren Finanzberatern, Geld bei Paulson anzulegen.
Die Hoffnung auf eine politische Einigung reicht der EZB aus: Noch bevor das dritte Hilfspaket für Athen endgültig unter Dach und Fach ist, sichert die Notenbank den griechischen Geldinstituten weitere Hilfen zu. Und spricht vage von Schuldenerleichterung.
Die Zinsen sind niedrig wie nie. Das trifft arme und reiche Sparer. Aber wer leidet am meisten? Eines ist sicher: Für die Entwicklung der Ungleichheit in Deutschland ist ein anderer Faktor ausschlaggebend.
Die griechische Regierung bekommt eine neue Frist bis zum Ende der Woche. Dieses Mal soll es die letzte sein. Sollte der Gipfel mit allen 28 EU-Mitgliedern am Sonntag scheitern, kommt der Grexit.